38 O 212/07•Landgericht Düsseldorf, 2008-04-25, 38 O 212/07
Landgericht Düsseldorf, 2008-04-25, 38 O 212/07
38 O 212/07Kantonsgericht25.04.2008
Gesamter Gesetzestext
Landgericht Düsseldorf — 38 O 212/07 — Urteil
Entscheidungsdatum: 2008-04-25
Aktenzeichen: 38 O 212/07
ECLI: ECLI:DE:LGD:2008:0425.38O212.07.00
Dokumenttyp: Urteil
Spruchkörper: 8. Kammer für Handelssachen
Tenor
I.
Der Beklagten wird bei Vermeidung eines vom Gericht für jeden Fall der künftigen Zuwiderhandlung festzusetzenden Ordnungsgeldes bis 250.000,-- Euro, ersatzweise Ordnungshaft, oder einer Ordnungshaft bis zu sechs Monaten, zu vollziehen an den Geschäftsführern, untersagt,
im geschäftlichen Verkehr außerhalb der Fachkreise zu werben
für das Mittel „U E D I und II“:
1.1.
„Diabetes
Stoffwechselstörungen durch chronisch erhöhte Blutzuckerwerte“,
1.2.
„Ein wachsender Teil der deutschen Bevölkerung leidet an Diabetes Typ 2, früher „Altersdiabetes“ genannt. Doch die Erkrankung trifft in zunehmendem Maße auch jüngere Menschen.“,
1.3.
„Chronisch erhöhte Blutzuckerwerte tun zwar nicht weh, aber die Folgeschäden sind groß. Vor allem die Schädigungen der Nerven (diabetische Neuropathien) können weitere Störungen zur Folge haben, die alle Organe in Mitleidenschaft ziehen.“,
1.4.
„Eine gute Blutzuckereinstellung ist die Voraussetzung für die Verhinderung von Spätschäden des Diabetes. Eine Reihe von Mikronährstoffen spielt dabei eine wichtige Rolle für einen geordneten Stoffwechsel. Neben einer Verbesserung des Zuckerstoffwechsels unterstützen sie auch den ebenfalls gestörten Fettstoffwechsel sowie die Funktion des Nervengewebes“, weiß Dr. E. „In vielen Fällen lässt sich durch eine gezielte Zufuhr eine Besserung der Beschwerden erreichen.“
1.5.
„zur diätetischen Behandlung von Diabetes und diabetischen Polyneuropathien“,
1.6.
„Ernährung ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch der Gesundheit. Mit einer Nährstofftherapie – auch bilanzierte Diät genannt – können Sie die Behandlung von verschiedenen Krankheiten ernährungsmedizinisch unterstützen. Was genau sich hinter den Nährstoffbalance-Konzept von U verbirgt, erfahren sie hier und am ... bei R.“
1.7.
„Gesund und leistungsstark genießen – wer möchte das nicht. Doch ob jung, ob alt – die Anzahl der Menschen, die an chronischen Krankheiten wie Diabetes, Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, nimmt ständig zu. Mangelnde Bewegung und eine ausgewogene Ernähung sind meist die Ursachen für diese Zivilisationskrankheiten. Der Stoffwechsel im Körper des Menschen funktioniert nämlich nur dann optimal, wenn die Nährstoffversorgung stimmt.“
1.8.
„Die alte chinesische Weisheit: Was immer der Vater einer Krankheit gewesen ist – die Mutter war eine schlechte Ernährung, trifft heute mehr denn je zu. Viele Ärzte und Ernährungswissenschaftler gehen davon aus, dass ein großer Teil der chronischen Erkrankungen durch eine adäquate Ernährung vermieden werden könnte“.
sofern dies jeweils geschieht wie in Anlage K 2 wiedergegeben,
für das Mittel „U W B“:
2.1.
„Makuladegeneration
Versorgungsnotstand der Netzhaus“,
2.2.
„Eine häufige Ursache für Sehbehinderungen und Erblindung bei Personen über 65 Jahre ist die altersbedingte Makuladegeneration, kurz AMD genannt. Bei dieser Erkrankung setzen sich Ablagerungen in der Makula, dem Bereich der höchsten Sehschärfe auf die Netzhaut, ab. Diese Ablagerungen wirken wie ein großer schwarzer Fleck im Zentrum des Blickfeldes. Alltagsbeschäftigungen wie Lesen, Fernsehen oder Autofahren werden innerhalb kurzer Zeit unmöglich. In Deutschland leiden heute schon über zwei Millionen Menschen an dieser chronischen Augenkrankheit – Tendenz steigend.“
2.3.
„Die Ursachen der Erkrankung sind noch weitgehend unbekannt, aber sicher ist, dass vor allem hellhäutige Menschen mit blau(grauen) Augen besonders häufig betroffen sind. Ernährungswissenschaftlicher gehen davon aus, dass die Zufuhr einer bestimmten Kombination an Mikronährstoffen einen bremsenden Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf der altersbedingten Makuladegeneration haben kann.“
2.4.
„Es gibt derzeit keine alternative Behandlungsmöglichkeit der trockenen AMD, mit 85 Prozent die häufigste Form der AMD. Mit einer hochdosierten Kombination aus Vitamin C, Vitamin E, ß-Karotin und Zink lässt sich aber das Fortschreiten der AMD um 25 Prozent und der damit verbundene Sehverlust um 19 Prozent verringern“, berichtet Dr. E, wobei er sich auf eine Studie des National Institute of Health in den USA bezieht.“
2.5
„zur diätetischen Behandlung von altersbedingter Makuladegeneration“
2.6.
„Ernährung ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch der Gesundheit. Mit einer Nährstofftherapie – auch bilanzierte Diät genannt – können Sie die Behandlung von verschiedenen Krankheiten ernäherungsmedizinisch unterstützen. Was genau sich hinter dem Nährstoffbalance-Konzept von U verbirgt, erfahren Sie hier und am ... bei R.“
2.7.
„Gesund und leistungsstark genießen – wer möchte das nicht. Doch ob jung, ob alt – die Anzahl der Menschen, die an chronischen Krankheiten wie Diabetes, Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, nimmt ständig zu. Mangelnde Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind meist die Ursachen für diese Zivilisationskrankheiten. Der Stoffwechsel im Körper des Menschen funktioniert nämlich nur dann optimal, wenn die Nährstoffversorgung zunimmt.“
2.8.
„Die alte chinesische Weisheit: „Was immer der Vater einer Krankheit gewesen ist – die Mutter war eine schlechte Ernährung“, trifft heute mehr denn je zu. Viele Ärzte und Ernährungswissenschafter gehen davon aus, dass ein großer Til der chronischen Erkrankungen durch eine adäquate Ernährung vermieden werden könnte.“
sofern dies geschieht, wie in Anlage K 2 wiedergegeben,
für das Mittel „U P“,
3.1.
„Osteopororse
Wichtige Faktoren, die die Knochendichte beeinflussen“,
3.2.
Unterschreitet die Knochendichte einen bestimmten Wert, spricht man von Osteoporose, was wörtlich übersetzt „poröser Knochen“ heißt. Ist die Osteoporose erst einmal fortgeschritten, führt dies zu einem vier- bis sechsmal höheren Knochenbruchrisiko – und damit natürlich auch zu weniger Agilität. Frauen sind von dieser Krankheit besonders betroffen. Sie erkranken etwa doppelt so häufig wie Männer, vor allem während und nach den Wechseljahren.“
3.3.
„Ob man an Osteoporose erkrankt oder nicht, liegt zu einem Teil an den Genen. Doch der Knochenstoffwechsel wird auch durch andere Faktoren beeinflusst. Eine Ursache für die vermehrte Freisetzung von Mineralstoffen aus dem Knochen ist zum Beispiel die erhöhte Säurebelastung durch unsere proteinreiche Kost. Normalerweise werden Säuren über die Niere wieder ausgeschieden, mit steigendem Alter jedoch verringert sich die Säureausscheidekapazität der Niere, so dass es zu einer chronischen Übersäuerung und damit Entmineralisierung des Knochens kommt.“
3.4.
„Eine Regulation des Säure-Basen-Haushaltes und die Zufuhr knochenrelevanter Mikronährstoffe spielt daher bei der Prävention und Therapie der Osteoporose eine wichtige Rolle“, erklärt Dr. E. „Eine ergänzende bilanzierte Diät, die die notwendigen, Knochenaufbau fördernden und Knochenabbau hemmenden Substanzen erhält, kann gezielt als langfristige Nährstofftherapie bei Osteoporose eingesetzt werden und dann die Knochendichte erhöhen.“
3.5.
„zur diätetischen Behandlung von Osteoporose.“
3.6.
„Ernähung ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch der Gesundheit. Mit einer Nährstofftherapie – auch bilanzierte Diät genannt – können Sie die Behandlung von verschiedenen Krankheiten ernährungsmedizinisch unterstützen. Was genau sich hinter dem Nährstoffbalance-Konzept von U verbirgt, erfahren Sie hier und am ... bei R.“
3.7.
„Gesund und leistungsstark genießen – wer möchte das nicht. Doch ob jung, ob alt – die Anzahl der Menschen, die an chronischen Krankheiten wie Diabetes, Osteoporose, oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, nimmt ständig zu. Mangelnde Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind meist die Ursachen für diese Zivilisationskrankheiten. Der Stoffwechsel im Körper des Menschen funktioniert nämlich nur dann optimal, wenn die Nährstoffversorgung stimmt.“
3.8.
„Die alte chinesische Weisheit: „Was immer der Vater einer Krankheit gewesen ist – die Mutter war eine schlechte Ernährung“, trifft heute mehr denn je zu. Viele Ärzte und Ernährungswissenschafter gehen davon aus, dass ein großer Til der chronischen Erkrankungen durch eine adäquate Ernährung vermieden werden könnte.“
sofern dies jeweils geschieht, wie in Anlage K 2 wiedergegeben,
für das Mittel „U D“:
4.1.
„Herzinsuffizienz und Hypertonie
Die Auswirkungen einer unzureichenden Herzversorgung“,
4.2.
„Beeinträchtigungen dieser Versorgung können über kurz oder lang zu schweren Erkrankungen des Herzens und des gesamten Herz-Kreislauf-Systems führen:“
4.3.
„zur diätetischen Behandlung von Arteriosklerose, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz und Hypertonie.“
4.4.
„Ernähung ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch der Gesundheit. Mit einer Nährstofftherapie – auch bilanzierte Diät genannt – können Sie die Behandlung von verschiedenen Krankheiten ernährungsmedizinisch unterstützen. Was genau sich hinter dem Nährstoffbalance-Konzept von U verbirgt, erfahren Sie hier und am ... bei R.“
4.5.
„Gesund und leistungsstark genießen – wer möchte das nicht. Doch ob jung, ob alt – die Anzahl der Menschen, die an chronischen Krankheiten wie Diabetes, Osteoporose, oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, nimmt ständig zu. Mangelnde Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind meist die Ursachen für diese Zivilisationskrankheiten. Der Stoffwechsel im Körper des Menschen funktioniert nämlich nur dann optimal, wenn die Nährstoffversorgung stimmt.“
4.6.
„Die alte chinesische Weisheit: „Was immer der Vater einer Krankheit gewesen ist – die Mutter war eine schlechte Ernährung“, trifft heute mehr denn je zu. Viele Ärzte und Ernährungswissenschafter gehen davon aus, dass ein großer Teil der chronischen Erkrankungen durch eine adäquate Ernährung vermieden werden könnte.“
sofern dies jeweils geschieht, wie in Anlage K 2 wiedergegeben.
Die Kosten des Rechtsstreits trägt die Beklagte.
Das Urteil ist gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 55.000,-- Euro vorläufig vollstreckbar.
Die Sicherheitsleistung kann durch selbstschuldnerische Bürgschaft einer in der Bundesrepublik Deutschland ansässigen Bank oder Sparkasse erbracht werden.
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