Landesarbeitsgericht Köln, 2024-12-19, 8 SLa 109/24

8 SLa 109/24Arbeitsgericht19.12.2024

Regest

1. Bei der Grenze in § 15 Abs. 2 Satz 2 AGG handelt es sich um eine Kappungs-bzw. Höchstgrenze, die nur dann eine Rolle spielt, wenn die Höhe der angemessenen Entschädigung drei Bruttomonatsentgelte übersteigen sollte. 2. Im Falle einer geringeren Schwere der Diskriminierung und einem fehlenden Schaden kann ein Gehalt im Einzelfall angemessen sein. Einzelfall zur Angemessenheit einer Entschädigung

Gesamter Gesetzestext

Landesarbeitsgericht Köln — 8 SLa 109/24 — Urteil

Entscheidungsdatum: 2024-12-19

Aktenzeichen: 8 SLa 109/24

ECLI: ECLI:DE:LAGK:2024:1219.8SLA109.24.00

Dokumenttyp: Urteil

Spruchkörper: 8. Kammer

Normen: § 15 Abs. 2 AGG

Leitsätze

  1. Bei der Grenze in § 15 Abs. 2 Satz 2 AGG handelt es sich um eine Kappungs-bzw. Höchstgrenze, die nur dann eine Rolle spielt, wenn die Höhe der angemessenen Entschädigung drei Bruttomonatsentgelte übersteigen sollte.

  2. Im Falle einer geringeren Schwere der Diskriminierung und einem fehlenden Schaden kann ein Gehalt im Einzelfall angemessen sein.

Einzelfall zur Angemessenheit einer Entschädigung

Tenor

  1. Dem Kläger wird hinsichtlich der versäumten Frist zur Berufung gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Köln vom 11.01.2024, Az. 10 Ca 950/23 Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt.

  2. Die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Köln vom 11.01.2024, Az. 10 Ca 950/23, wird zurückgewiesen.

  3. Die Kosten der Berufung hat der Kläger zu tragen.

  4. Die Revision wird nicht zugelassen.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.