3 Ca 2833/05•Arbeitsgericht Bochum, 2005-12-29, 3 Ca 2833/05
Arbeitsgericht Bochum, 2005-12-29, 3 Ca 2833/05
3 Ca 2833/05Arbeitsgericht29.12.2005
Regest
1. Die Vereinbarung eines auf bestimmte Dauer befristeten Arbeitsverhältnisses mit der Klausel, dieses verlängere sich um einen bestimmten Zeitraum, wenn es nicht zuvor gekündigt worden sei, beinhaltet nur scheinbar eine Befristungsabrede. Vereinbart ist in solchen Fällen vielmehr ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit einer zudem auf bestimmte Termine - die Enddaten der Verlängerungszeiträume - beschränkten Kündigungsmöglichkeit. 2. Neben einer derartigen Abrede ist die Vereinbarung eines zeitlich befristeten Arbeitsverhältnisses, insbesondere in Form der Höchstbefristung, wirksam möglich. Da auch eine echte Doppelbefristung möglich ist, wird durch eine lediglich scheinbare Doppelbefristung der Abschluss einer wirksamen – scheinbar weiteren – Befristungsabrede nicht gehindert.
Gesamter Gesetzestext
Arbeitsgericht Bochum — 3 Ca 2833/05 — Urteil
Entscheidungsdatum: 2005-12-29
Aktenzeichen: 3 Ca 2833/05
ECLI: ECLI:DE:ARBGBO:2005:1229.3CA2833.05.00
Dokumenttyp: Urteil
Spruchkörper: 3. Kammer
Normen: §§ 14 Abs. 2, 15 Abs. 5, 22 Abs. 1 TzBfG; 133, 157 BGB
Leitsätze
-
Die Vereinbarung eines auf bestimmte Dauer befristeten Arbeitsverhältnisses mit der Klausel, dieses verlängere sich um einen bestimmten Zeitraum, wenn es nicht zuvor gekündigt worden sei, beinhaltet nur scheinbar eine Befristungsabrede. Vereinbart ist in solchen Fällen vielmehr ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit einer zudem auf bestimmte Termine - die Enddaten der Verlängerungszeiträume - beschränkten Kündigungsmöglichkeit.
-
Neben einer derartigen Abrede ist die Vereinbarung eines zeitlich befristeten Arbeitsverhältnisses, insbesondere in Form der Höchstbefristung, wirksam möglich. Da auch eine echte Doppelbefristung möglich ist, wird durch eine lediglich scheinbare Doppelbefristung der Abschluss einer wirksamen – scheinbar weiteren – Befristungsabrede nicht gehindert.
Tenor
-
Die Klage wird abgewiesen.
-
Die Klägerin trägt die Kosten des Rechtsstreits.
-
Der Streitwert wird auf 5.200,00 € festgesetzt
Was bedeutet dieser Text für Ihre Situation?
Kostenlose und unverbindliche Beratung
Schildern Sie uns Ihre Situation. Unser Team meldet sich per E-Mail bei Ihnen für Ihre Beratung.
Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort
Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.