Hessischer Verwaltungsgerichtshof 2. Senat, 1966-12-07, OS II 102/65

OS II 102/65Verwaltungsgericht / 2. Abteilung07.12.1966

Regest

1. Ob das Verlöbnis als ein der Ehe gleichwertiges Rechtsgut i.S. von § 3 I BVFG anzusehen ist, bleibt offen. 2. Der in § 3 I BVFG als Regel aufgestellte Grundsatz individueller Prüfung (BVerwGE 7, 6) führt zur Anerkennung eines schweren Gewissenskonfliktes als selbständigen und eigenen Fluchtgrund der Verlobten. Verfahrensgang vorgehend VG Frankfurt, 29. Juni 1965, VI/1-638/64, Urteil Permalink - Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie genau dieses Dokument verlinken möchten: https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/perma?d=LARE190023271

Gesamter Gesetzestext

Hessischer Verwaltungsgerichtshof 2. Senat — OS II 102/65 — Urteil

Entscheidungsdatum: 1966-12-07

Aktenzeichen: OS II 102/65

ECLI: ECLI:DE:VGHHE:1966:1207.OS.II102.65.0A

Dokumenttyp: Urteil

Leitsatz

  1. Ob das Verlöbnis als ein der Ehe gleichwertiges Rechtsgut i.S. von § 3 I BVFG anzusehen ist, bleibt offen.

  2. Der in § 3 I BVFG als Regel aufgestellte Grundsatz individueller Prüfung (BVerwGE 7, 6) führt zur Anerkennung eines schweren Gewissenskonfliktes als selbständigen und eigenen Fluchtgrund der Verlobten.

Verfahrensgang

vorgehend VG Frankfurt, 29. Juni 1965, VI/1-638/64, Urteil

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