Staatsgerichtshof des Landes Hessen, 1991-10-23, P.St. 1125

P.St. 1125Verfassungsgericht23.10.1991

Regest

1. Eine Grundrechtsklage gegen in Anwendung der Vorschriften des StGB und der StPO ergangene Gerichtsentscheidungen (hier: Erlaß eines Sicherungshaftbefehls und Widerruf einer Strafaussetzung zur Bewährung) ist unzulässig, weil die Anwendung dieser Vorschriften wegen des Vorranges des Bundesrechts gegenüber dem Landesrecht einschließlich des Landesverfassungsrechts (GG Art 31) der Prüfungsbefugnis des StGH entzogen ist (vgl StGH Wiesbaden, 1991-04-17, P.St. 1111; st Rspr). Verfahrensgang vorgehend AG Langen (Hessen), 13. Februar 1991, XX vorgehend AG Langen (Hessen), 17. Januar 1991, 13 VRJs 7/85 vorgehend LG Darmstadt, 7. März 1991, 2 Qs 168/91 Permalink - Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie genau dieses Dokument verlinken möchten: https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/perma?d=LARE190022241

Gesamter Gesetzestext

Staatsgerichtshof des Landes Hessen — P.St. 1125 — Beschluss

Entscheidungsdatum: 1991-10-23

Aktenzeichen: P.St. 1125

ECLI: ECLI:DE:STGHHE:1991:1023.P.ST.1125.0A

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: Art 31 GG, § 45 Abs 2 StGHG HE

Leitsatz

  1. Eine Grundrechtsklage gegen in Anwendung der Vorschriften des StGB und der StPO ergangene Gerichtsentscheidungen (hier: Erlaß eines Sicherungshaftbefehls und Widerruf einer Strafaussetzung zur Bewährung) ist unzulässig, weil die Anwendung dieser Vorschriften wegen des Vorranges des Bundesrechts gegenüber dem Landesrecht einschließlich des Landesverfassungsrechts (GG Art 31) der Prüfungsbefugnis des StGH entzogen ist (vgl StGH Wiesbaden, 1991-04-17, P.St. 1111; st Rspr).

Verfahrensgang

vorgehend AG Langen (Hessen), 13. Februar 1991, XX vorgehend AG Langen (Hessen), 17. Januar 1991, 13 VRJs 7/85 vorgehend LG Darmstadt, 7. März 1991, 2 Qs 168/91

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