LG Hamburg 16. Kammer für Handelssachen, 2018-02-21, 416 HKO 222/17

416 HKO 222/17Kantonsgericht21.02.2018

Regest

Bei Urteilen kann ein Vollstreckungsdruck auch durch die Übermittlung einer Abschrift erfolgen (vgl. BGH, Urteil vom 10. Juli 2014, I ZR 249/12, WRP 2015, 209). Zur Wahrung der Vollziehungsfrist genügt grundsätzlich jede Handlung, durch die der Gläubiger seine Absicht, von dem Titel Gebrauch zu machen, nachweislich dokumentiert, was lediglich eine leicht feststellbare, d.h. formalisierte oder urkundlich belegte, Vorgehensweise - hier die Übersendung einer anwaltlich beglaubigten Kopie einer beglaubigten Abschrift gegen Empfangsbekenntnis - voraussetzt (vgl. BGH, Urteil vom 22. Oktober 1992, IX ZR 36/92, NJW 1993, 1076).(Rn.20)

Gesamter Gesetzestext

LG Hamburg 16. Kammer für Handelssachen — 416 HKO 222/17 — Urteil

Entscheidungsdatum: 2018-02-21

Aktenzeichen: 416 HKO 222/17

ECLI: ECLI:DE:LGHH:2018:0221.416HKO222.17.00

Dokumenttyp: Urteil

Normen: § 195 ZPO, § 317 ZPO, § 750 ZPO, § 890 Abs 2 ZPO, § 927 Abs 1 ZPO ... mehr

Orientierungssatz

Bei Urteilen kann ein Vollstreckungsdruck auch durch die Übermittlung einer Abschrift erfolgen (vgl. BGH, Urteil vom 10. Juli 2014, I ZR 249/12, WRP 2015, 209). Zur Wahrung der Vollziehungsfrist genügt grundsätzlich jede Handlung, durch die der Gläubiger seine Absicht, von dem Titel Gebrauch zu machen, nachweislich dokumentiert, was lediglich eine leicht feststellbare, d.h. formalisierte oder urkundlich belegte, Vorgehensweise - hier die Übersendung einer anwaltlich beglaubigten Kopie einer beglaubigten Abschrift gegen Empfangsbekenntnis - voraussetzt (vgl. BGH, Urteil vom 22. Oktober 1992, IX ZR 36/92, NJW 1993, 1076).(Rn.20)

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.