Landessozialgericht Berlin-Brandenburg 26. Senat, 2022-03-01, L 26 KR 208/20

L 26 KR 208/20Sozialversicherungsgericht / Division 2601.03.2022

Regest

1. Eine Kostenerstattung der Krankenkasse aufgrund fingierter Genehmigung nach § 13 Abs 3a S 7 SGB 5 tritt auch bei Überschreiten der Entscheidungsfrist durch die Krankenkasse nicht ein, wenn der Versicherte bereits vor Ablauf der Entscheidungsfrist auf die Selbstbeschaffung der beantragten Leistung vorfestgelegt war (BSG vom 27.10.2020 - B 1 KR 3/20 R = BSGE 131, 94 = SozR 4-2500 § 13 Nr 55). (Rn.20) 2. Zwischen dem die Haftung der Krankenkasse begründenden Umstand (Fristablauf) und dem Nachteil des Versicherten (Kostenlast) muss ein Ursachenzusammenhang bestehen. (Rn.21)

Gesamter Gesetzestext

Landessozialgericht Berlin-Brandenburg 26. Senat — L 26 KR 208/20 — Urteil

Entscheidungsdatum: 2022-03-01

Aktenzeichen: L 26 KR 208/20

ECLI: ECLI:DE:LSGBEBB:2022:0301.L26KR208.20.00

Dokumenttyp: Urteil

Normen: § 13 Abs 3 S 1 SGB 5, § 13 Abs 3a S 1 SGB 5, § 13 Abs 3a S 6 SGB 5, § 13 Abs 3a S 7 SGB 5

Orientierungssatz

  1. Eine Kostenerstattung der Krankenkasse aufgrund fingierter Genehmigung nach § 13 Abs 3a S 7 SGB 5 tritt auch bei Überschreiten der Entscheidungsfrist durch die Krankenkasse nicht ein, wenn der Versicherte bereits vor Ablauf der Entscheidungsfrist auf die Selbstbeschaffung der beantragten Leistung vorfestgelegt war (BSG vom 27.10.2020 - B 1 KR 3/20 R = BSGE 131, 94 = SozR 4-2500 § 13 Nr 55). (Rn.20)

  2. Zwischen dem die Haftung der Krankenkasse begründenden Umstand (Fristablauf) und dem Nachteil des Versicherten (Kostenlast) muss ein Ursachenzusammenhang bestehen. (Rn.21)

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