SG Berlin 81. Kammer, 2019-01-21, S 81 KR 339/18

S 81 KR 339/18Sozialversicherungsgericht / Chamber 8121.01.2019

Regest

1. Bei der Versorgung mit einer Unterkieferprotrusionsschiene (UKPS) zur Behandlung einer leichten bis mittelgradigen obstruktiven Schlafapnoe handelt es sich um eine neue Behandlungsmethode im Sinne des § 135 Abs 1 S 1 SGB V, auf die mangels positiver Empfehlung des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) im Rahmen der Regelversorgung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kein Anspruch besteht. (Rn.35) 2. Dass das Methodenbewertungsverfahren hinsichtlich der UKPS-Therapie bei leichter bis mittelgradiger obstruktiver Schlafapnoe durch den GBA erst im Mai 2018 auf einen entsprechenden Antrag der Patientenvertretung eingeleitet wurde, beruht nicht auf einem Systemversagen. (Rn.39)

Gesamter Gesetzestext

SG Berlin 81. Kammer — S 81 KR 339/18 — Urteil

Entscheidungsdatum: 2019-01-21

Aktenzeichen: S 81 KR 339/18

ECLI: ECLI:DE:SGBE:2019:0121.S81KR339.18.00

Dokumenttyp: Urteil

Normen: § 2 Abs 1 S 3 SGB 5, § 2 Abs 1a SGB 5, § 12 Abs 1 SGB 5, § 11 Abs 6 SGB 5, § 27 Abs 1 S 1 SGB 5 ... mehr

Leitsatz

  1. Bei der Versorgung mit einer Unterkieferprotrusionsschiene (UKPS) zur Behandlung einer leichten bis mittelgradigen obstruktiven Schlafapnoe handelt es sich um eine neue Behandlungsmethode im Sinne des § 135 Abs 1 S 1 SGB V, auf die mangels positiver Empfehlung des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) im Rahmen der Regelversorgung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kein Anspruch besteht. (Rn.35)

  2. Dass das Methodenbewertungsverfahren hinsichtlich der UKPS-Therapie bei leichter bis mittelgradiger obstruktiver Schlafapnoe durch den GBA erst im Mai 2018 auf einen entsprechenden Antrag der Patientenvertretung eingeleitet wurde, beruht nicht auf einem Systemversagen. (Rn.39)

Orientierungssatz

Az beim LSG Berlin-Potsdam: L 9 KR 50/19.

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