VG Berlin 28. Kammer, 2015-07-22, 28 K 15.14

28 K 15.14Verwaltungsgericht / Chamber 2822.07.2015

Regest

1. Der Beamte kann im Falle seiner Zurruhesetzung einen über die Vorgaben des § 41 Abs. 2 Satz 4 LBG hinausgehenden Einbehalt seiner Besoldung mit Widerspruch und Klage angreifen.(Rn.20) 2. Für die Dauer eines Rechtsstreits über die Zurruhesetzung ist dem Beamten eine Besoldung in der Höhe zu gewähren, die ihm im Falle der Zurruhesetzung zweifelsfrei zu gewähren ist. Steht dabei zugunsten des Beamten fest, dass die Voraussetzungen zur Gewährung eines Unfallruhegehalts gegeben sind, so ist dieses auch während des Rechtsstreits zu zahlen und nur die diesen Betrag übersteigende Besoldung einzubehalten.(Rn.23)

Gesamter Gesetzestext

VG Berlin 28. Kammer — 28 K 15.14 — Urteil

Entscheidungsdatum: 2015-07-22

Aktenzeichen: 28 K 15.14

ECLI: ECLI:DE:VGBE:2015:0722.28K15.14.0A

Dokumenttyp: Urteil

Normen: § 41 Abs 2 S 4 BG BE, § 36 BeamtVG BE

Leitsatz

  1. Der Beamte kann im Falle seiner Zurruhesetzung einen über die Vorgaben des § 41 Abs. 2 Satz 4 LBG hinausgehenden Einbehalt seiner Besoldung mit Widerspruch und Klage angreifen.(Rn.20)

  2. Für die Dauer eines Rechtsstreits über die Zurruhesetzung ist dem Beamten eine Besoldung in der Höhe zu gewähren, die ihm im Falle der Zurruhesetzung zweifelsfrei zu gewähren ist. Steht dabei zugunsten des Beamten fest, dass die Voraussetzungen zur Gewährung eines Unfallruhegehalts gegeben sind, so ist dieses auch während des Rechtsstreits zu zahlen und nur die diesen Betrag übersteigende Besoldung einzubehalten.(Rn.23)

Orientierungssatz

Der Streit darüber, ob dem Beamten ein Unfallruhegehalt zustehen würde, ist nicht im Rahmen der Bestimmung der Höhe der ihm während des Rechtsstreits über die Rechtmäßigkeit der Zurruhesetzung zu gewährenden Besoldung auszutragen.(Rn.29)

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.