Landessozialgericht Berlin-Brandenburg 5. Senat, 2011-07-06, L 5 AS 673/11 B ER, L 5 AS 677/11 B PKH

L 5 AS 673/11 B ER, L 5 AS 677/11 B PKHSozialversicherungsgericht / 5. Abteilung06.07.2011

Regest

1. Nach § 10 Abs 1 SGB 2 ist dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen grundsätzlich jede Arbeit zumutbar. (Rn.4) 2. Bei der Ausnahmevorschrift des § 10 Abs 1 Nr 3 SGB 2 (Gefährdung der Kindeserziehung) ist ausschließlich die objektive Betreuungssituation maßgeblich, die von Amts wegen zu ermitteln ist (vgl BSG vom 15.12.2010 - B 14 AS 92/09 R). (Rn.4) 3. Die Rechtsfolgenbelehrung muss konkret, richtig, vollständig und verständlich sein und zeitnah im Zusammenhang mit dem Arbeitsangebot zutreffend erläutern, welche unmittelbaren und konkreten Auswirkungen eine unbegründete Arbeitsablehnung auf den Leistungsanspruch haben kann (vgl BSG vom 15.12.2010 - B 14 AS 92/09 R und vom 18.2.2010 - B 14 AS 53/08 R = BSGE 105, 297= SozR 4-4200 § 31 Nr 5). (Rn.5)

Gesamter Gesetzestext

Landessozialgericht Berlin-Brandenburg 5. Senat — L 5 AS 673/11 B ER, L 5 AS 677/11 B PKH — Beschluss

Entscheidungsdatum: 2011-07-06

Aktenzeichen: L 5 AS 673/11 B ER, L 5 AS 677/11 B PKH

ECLI: ECLI:DE:LSGBEBB:2011:0706.L5AS673.11BER.0A

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 31 Abs 1 S 1 Nr 1 Buchst c SGB 2 vom 24.10.2010, § 31 Abs 1 S 2 SGB 2 vom 24.10.2010, § 10 Abs 1 Nr 3 SGB 2 vom 30.07.2004, § 20 Abs 1 S 1 SGB 10, § 103 S 1 SGG

Rechtskraft: ja

Leitsatz

  1. Nach § 10 Abs 1 SGB 2 ist dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen grundsätzlich jede Arbeit zumutbar. (Rn.4)

  2. Bei der Ausnahmevorschrift des § 10 Abs 1 Nr 3 SGB 2 (Gefährdung der Kindeserziehung) ist ausschließlich die objektive Betreuungssituation maßgeblich, die von Amts wegen zu ermitteln ist (vgl BSG vom 15.12.2010 - B 14 AS 92/09 R). (Rn.4)

  3. Die Rechtsfolgenbelehrung muss konkret, richtig, vollständig und verständlich sein und zeitnah im Zusammenhang mit dem Arbeitsangebot zutreffend erläutern, welche unmittelbaren und konkreten Auswirkungen eine unbegründete Arbeitsablehnung auf den Leistungsanspruch haben kann (vgl BSG vom 15.12.2010 - B 14 AS 92/09 R und vom 18.2.2010 - B 14 AS 53/08 R = BSGE 105, 297= SozR 4-4200 § 31 Nr 5). (Rn.5)

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