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10 U 96/22•OLG Stuttgart 10. Zivilsenat, 2022-12-20, 10 U 96/22
10 U 96/22Obergericht / Civil Chamber 1020.12.2022
1. Die Aufforderung, einen Mangel unverzüglich zu beseitigen, kann für eine wirksame Fristsetzung zur Nacherfüllung gem. § 13 Abs. 5 Nr. 2 VOB/B genügen (vgl. zum Kaufrecht: BGH, Urteil vom 18. März 2015 – VIII ZR 176/14 –, juris Rn. 11 und BGH, Versäumnisurteil vom 12. August 2009 – VIII ZR 254/08 –, juris Rn. 10 ff.).(Rn.47) 2. Wird ein Mangel der Werkleistung erst nach der Abnahme entdeckt, steht aber fest, dass er bereits im Zeitpunkt der Abnahme vorgelegen haben muss, trifft den Werkunternehmer die Beweislast für seine Behauptung, der Mangel sei durch eine Handlung des Bestellers zwischen Erstellung und Abnahme verursacht worden.(Rn.59)
Entscheidungsdatum: 2022-12-20
Aktenzeichen: 10 U 96/22
ECLI: ECLI:DE:OLGSTUT:2022:1220.10U96.22.00
Dokumenttyp: Urteil
Normen: § 278 S 1 BGB, § 280 Abs 1 S 1 BGB, § 280 Abs 1 S 2 BGB, § 645 Abs 1 BGB, § 645 Abs 2 BGB ... mehr
Rechtskraft: ja
Die Aufforderung, einen Mangel unverzüglich zu beseitigen, kann für eine wirksame Fristsetzung zur Nacherfüllung gem. § 13 Abs. 5 Nr. 2 VOB/B genügen (vgl. zum Kaufrecht: BGH, Urteil vom 18. März 2015 – VIII ZR 176/14 –, juris Rn. 11 und BGH, Versäumnisurteil vom 12. August 2009 – VIII ZR 254/08 –, juris Rn. 10 ff.).(Rn.47)
Wird ein Mangel der Werkleistung erst nach der Abnahme entdeckt, steht aber fest, dass er bereits im Zeitpunkt der Abnahme vorgelegen haben muss, trifft den Werkunternehmer die Beweislast für seine Behauptung, der Mangel sei durch eine Handlung des Bestellers zwischen Erstellung und Abnahme verursacht worden.(Rn.59)
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