LG Stuttgart 27. Zivilkammer, 2022-03-02, 27 O 299/17

27 O 299/17Kantonsgericht02.03.2022

Regest

1. Die Regelung des § 323 Abs. 2 HGB ist auf das Mandat zur Erstellung von Bescheinigungen zur Stromkostenintensität auch für Zeiträume vor Geltung der Verweisung gemäß § 41 Abs. 2 Satz 2 EEG 2012 entsprechend anwendbar.(Rn.126) 2. Übernimmt der Wirtschaftsprüfer, welcher mit der Erstellung von Bescheinigungen zur Stromkostenintensität beauftragt ist, selbst die Berechnung der Bruttowertschöpfung, so haftet er insoweit der Höhe nach unbeschränkt.(Rn.133) 3. Die Regelung in Nr. 9 Abs. 2 AAB WP (Fassung 1. Januar 2002) ist unwirksam.(Rn.138)

Gesamter Gesetzestext

LG Stuttgart 27. Zivilkammer — 27 O 299/17 — Urteil

Entscheidungsdatum: 2022-03-02

Aktenzeichen: 27 O 299/17

ECLI: ECLI:DE:LGSTUTT:2022:0302.27O299.17.00

Dokumenttyp: Urteil

Normen: § 319 Abs 3 HGB, § 323 Abs 2 HGB, § 323 Abs 4 HGB, § 41 Abs 2 S 2 EEG 2012, § 199 Abs 1 Nr 1 BGB ... mehr

Leitsatz

  1. Die Regelung des § 323 Abs. 2 HGB ist auf das Mandat zur Erstellung von Bescheinigungen zur Stromkostenintensität auch für Zeiträume vor Geltung der Verweisung gemäß § 41 Abs. 2 Satz 2 EEG 2012 entsprechend anwendbar.(Rn.126)

  2. Übernimmt der Wirtschaftsprüfer, welcher mit der Erstellung von Bescheinigungen zur Stromkostenintensität beauftragt ist, selbst die Berechnung der Bruttowertschöpfung, so haftet er insoweit der Höhe nach unbeschränkt.(Rn.133)

  3. Die Regelung in Nr. 9 Abs. 2 AAB WP (Fassung 1. Januar 2002) ist unwirksam.(Rn.138)

Orientierungssatz

Hinweis der Dokumentationsstelle des Bundesgerichtshofs: Der Berichtigungsbeschluss vom 20. April 2022 ist in den Urteilstext eingearbeitet worden.

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