OLG Stuttgart 19. Zivilsenat, 2018-03-26, 19 U 48/18

19 U 48/18Obergericht / Civil Chamber 1926.03.2018

Regest

Bei einem gemeinschaftlichen Testament findet eine analoge Anwendung von § 2287 BGB nur dann statt, wenn die wechselbezügliche Verfügung, mit der die betreffende Schenkung kollidiert, bereits bindend geworden ist (vgl. u.a. BGH, 26. November 1975, IV ZR 138/74). Dies ist erst nach dem Tod des Erstversterbenden der Fall, da das Recht zum Widerruf wechselbezüglicher Verfügungen erst mit dem Tod des anderen Ehegatten erlischt (vgl. u.a. BGH, 23. September 1981, IVa ZR 185/80).(Rn.14) (Rn.15)

Gesamter Gesetzestext

OLG Stuttgart 19. Zivilsenat — 19 U 48/18 — Beschluss

Entscheidungsdatum: 2018-03-26

Aktenzeichen: 19 U 48/18

ECLI: ECLI:DE:OLGSTUT:2018:0326.19U48.18.00

Dokumenttyp: Beschluss

Orientierungssatz

Bei einem gemeinschaftlichen Testament findet eine analoge Anwendung von § 2287 BGB nur dann statt, wenn die wechselbezügliche Verfügung, mit der die betreffende Schenkung kollidiert, bereits bindend geworden ist (vgl. u.a. BGH, 26. November 1975, IV ZR 138/74). Dies ist erst nach dem Tod des Erstversterbenden der Fall, da das Recht zum Widerruf wechselbezüglicher Verfügungen erst mit dem Tod des anderen Ehegatten erlischt (vgl. u.a. BGH, 23. September 1981, IVa ZR 185/80).(Rn.14) (Rn.15)

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