OLG Karlsruhe 7. Zivilsenat, 2015-12-16, 7 U 29/14

7 U 29/14Obergericht / Civil Chamber 716.12.2015

Regest

1. Das Verweisungsprivileg des § 839 Abs. 1 Satz 2 BGB in der Fassung vom 2. März 1974 findet keinen Anwendung auf vertragliche Schadensersatzansprüche gegen einen beamteten Arzt.(Rn.11) 2. Bei der Geltendmachung von deliktischen Ansprüchen gemäß §§ 823, 847 Abs. 1 BGB führt der Umstand, dass ein Patient vom beamteten Arzt auch als dessen Privatpatient ambulant behandelt wurde, nicht dazu, dass sich der Arzt hinsichtlich der Behandlung nicht insgesamt auf das Verweisungsprivileg des § 839 Abs. 1 Satz 2 BGB in der Fassung vom 2. März 1974 berufen kann.(Rn.15)

Gesamter Gesetzestext

OLG Karlsruhe 7. Zivilsenat — 7 U 29/14 — Urteil

Entscheidungsdatum: 2015-12-16

Aktenzeichen: 7 U 29/14

ECLI: ECLI:DE:OLGKARL:2015:1216.7U29.14.00

Dokumenttyp: Urteil

Normen: § 253 aF BGB, § 611 BGB, § 823 aF BGB, § 839 Abs 1 S 2 BGB vom 02.03.1974, § 847 Abs 1 BGB vom 14.03.1990

Rechtskraft: ja

Orientierungssatz

  1. Das Verweisungsprivileg des § 839 Abs. 1 Satz 2 BGB in der Fassung vom 2. März 1974 findet keinen Anwendung auf vertragliche Schadensersatzansprüche gegen einen beamteten Arzt.(Rn.11)

  2. Bei der Geltendmachung von deliktischen Ansprüchen gemäß §§ 823, 847 Abs. 1 BGB führt der Umstand, dass ein Patient vom beamteten Arzt auch als dessen Privatpatient ambulant behandelt wurde, nicht dazu, dass sich der Arzt hinsichtlich der Behandlung nicht insgesamt auf das Verweisungsprivileg des § 839 Abs. 1 Satz 2 BGB in der Fassung vom 2. März 1974 berufen kann.(Rn.15)

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