Ad 84.030
CH_VB_001Ch Vb21.06.1984Originalquelle öffnen →
Postulat de la commission du Conseil national 964N 21 juin 1984 d'intervention qui peut garantir le plein emploi, réduire les déséquilibres entre les régions et maîtriser l'évolution tech- nologique. La promotion et la formation professionnelles sont des réponses concrètes à l'analyse à laquelle notre conseil a consacré quatre journées lorsqu'il a débattu de la situation et de l'avenir de notre économie. Voilà pourquoi il y aura des votes négatifs et des abstentions dans les rangs socialistes lors du vote final. Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Gesetzentwurfes Dagegen An den Ständerat -Au Conseil des Etats 84 Stimmen 23 Stimmen #ST# Ad 84.030 Postulat der Kommission des Nationalrates Budgetkürzungen im Bereich der Landwirtschaft Postulat de la commission du Conseil national Economies sur le budget agricole Text des Postulâtes Der Bundesrat wird eingeladen, die in den Jahren 1978/79 vorgenommene «Überprüfung der Subventionen an die Landwirtschaft» auf den neuesten Stand zu stellen und in Ergänzung der Sparmassnahmen 1984 zusätzliche Budget- kürzungen im Bereich der Landwirtschaft, insbesondere im landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungswesen, mit Wirkung für das Jahr 1986 vorzulegen oder zu beschliessen. Texte du postulat Le Conseil fédéral est invité à mettre à jour «l'examen des subventions agricoles» effectué en 1978/1979 et à proposer ou le cas échéant à décider un complément aux mesures d'économie 1984, des économies supplémentaires sur le budget agricole, spécialement en matière de vulgarisation et de formation professionnelle, et cela avec effet pour l'année 1986. Reichling: Ich gehe davon aus, dass es zu den Aufgaben des Bundesrates gehört, sämtliche Subventionen in allen Berei- chen kontinuierlich auf ihre Notwendigkeit zu überprüfen. Ich gehe auch davon aus, dass es zu den Aufgaben des Bundesrates gehört, im Rahmen des alljährlichen Voran- schlages in sämtlichen Aufgabenbereichen dem Gebot der Sparsamkeit nachzuleben. Der Rat hat nun soeben, nach einer teilweise sehr ausgiebi- gen Debatte, dieses Anschlussprogramm verabschiedet. Sie haben relativ ausführliche Voten, von verschiedenen Seiten fast Jammertiraden, gehört. Dies hat dazu geführt, dass gegenüber den Anträgen der Kommission dieses Anschluss- programm 50 Millionen weniger Einsparungen zugunsten der Bundeskasse ergibt. Entgegen den Anträgen der Kom- mission ist es um 50 Millionen pro Jahr gelockert worden. Nun liegt dieses Kommissionspostulat vor. Zu den Initianten des Postulates gehört Herr Kollege Biel. Es fordert, dass in einem einzigen Sektor des gesamten Bundeshaushaltes, nämlich im Bereich der Landwirtschaft und insbesondere im landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungswesen, der Bundesrat weitere Einsparungen selbst beschliessen oder, wo er nicht kompetent ist, dem Rate unterbreiten soll. Bis auf zwei Mitglieder, bei einigen Enthaltungen, haben alle Mitglieder der Kommission dem Postulat zugestimmt. Wie lauten nun die Erfahrungen aus den Beratungen von gestern und heute? Im Bereiche der forstlichen Berufsbil- dung hat der Rat oppositionslos, ohne dass irgend jemand einen Antrag gestellt hat, der vorgeschlagenen Kürzung zugestimmt. Weder von forstlicher noch von landwirtschaft- licher Seite ist interveniert worden, man solle auf die Spar- übung verzichten, wie dies bei der umfangreichen Debatte über das übrige Berufsbildungswesen geschehen ist. Bei allen, die sich bei der Berufsbildung gegen Beitragskürzun- gen eingesetzt haben, war auf einmal bei der forstlichen Ausbildung kein Interesse mehr vorhanden. Schlagen Sie vielleicht noch einmal die Seite 14 Ihrer Fahne auf: Eine ganze Seite ist den Einsparungen im landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungswesen gewidmet. Die einzelnen Einsparungen, die dort beschlossen werden, schwanken zwischen 6 und 17 Prozent (ausgehend von den gesetzli- chen Beiträgen, die allerdings in den letzten Jahren um 10 Prozent gekürzt worden sind). Niemand in diesem Saal hat Anträge gestellt, diese Kürzungen zu reduzieren oder auf sie im Interesse der landwirtschaftlichen Berufsbildung zu ver- zichten. Wir Bauernvertreter haben damit bewiesen - das haben Sie auch bei den Abstimmungen in anderen Sparbe- reichen feststellen können -, dass wir gewillt sind, in sämtli- chen Bereichen - auch in unserem eigenen Bereich - zu Sparmassnahmen des Bundes beizutragen. Ich möchte andererseits daran erinnern, dass der Bundesrat aufgrund des Vernehmlassungsverfahrens darauf verzichtet hat, im gesamten Bereich des Sportes, der trotz der Kürzungen der letzten Jahre offenbar nicht ins Elend geraten ist, die Kür- zungen im Anschlussprogramm wieder aufzunehmen. Sportliche Anlässe dienen immerhin der Imagebildung; dem möchte ich beipflichten. Es wäre unpopulär, 5 oder 10 Prozent im sportlichen Bereich kürzen zu wollen. Sie wer- den mir aber beipflichten, dass wohl kaum in einem anderen Bereich die Millionen so leicht fliessen wie ausgerechnet im Sport. Wir haben auch hier nicht interveniert. Ich möchte Sie nun einfach fragen: Glauben Sie, dass es angemessen ist, am Schlüsse dieser Runde dem Bundesrat den Auftrag zu geben, ausgerechnet im Bereich des land- wirtschaftlichen Bildungswesens weitere Sparübungen anzuregen? Das ist eine etwas beschämende Übung, die hier noch abgehalten werden soll. Ich bitte Sie, dieses Postulat abzulehnen, und damit mit mir zum Ausdruck zu bringen, dass auch in Zukunft in sämtli- chen Bereichen des Bundeshaushaltes in gleicher Art und Weise gespart werden soll. Jung: Ich war Mitglied der Kommission Sparmassnahmen und habe eingangs der Beratungen in der Kommission Antrag gestellt, dass wir das ganze Paket, so wie es uns der Bundesrat unterbreitet, ohne Abänderungen übernehmen sollten. Leider wurde doch da und dort mit Anträgen ver- sucht, Breschen zu schlagen. Ich habe mich immer dagegen gewehrt, obwohl die Landwirtschaft am Sparprogramm, wie wir es jetzt beschlossen haben, sehr stark partizipiert, und zwar mit über 25 Millionen Franken. Wir haben ja gesagt dazu, weil wir grosses Interesse daran haben, dass die Bundesfinanzen eben saniert werden. Nun finde ich es sehr eigenartig, dass wir mit einem Postulat die Landwirtschaft erneut treffen wollen. Ich möchte ihm eines zugute halten: das Postulat war am Schluss eingereicht worden und man hatte nicht mehr soviel Zeit, sich intensiv mit dieser Materie zu befassen. Das war wohl auch der Grund, dass nur zwei Mitglieder der Kommission gegen dieses Postulat gestimmt haben. Ich möchte Sie aber dringend bitten, dieses Postulat abzu- lehnen. Es ist sehr einseitig, es ist unüberlegt und bringt gar nichts. Wir haben gerade im Bildungs- und Beratungswesen in der Landwirtschaft in den nächsten Jahren sehr viel zu tun. Wir wissen um die Umweltbelastungen. Die Bewirt- schaftungsmethoden müssen dieser Umweltbelastung angepasst werden. Wir haben ungeheuer viel zu tun, unsere Landwirte zu bilden, das Beratungswesen vorwärts zu trei- ben. Wir sind dringend darauf angewiesen, dass wir diese Subventionen, die bereits einmal gekürzt wurden, eben noch erhalten. Im Interesse der Ausgewogenheit bitte ich Sie sehr, dieses Postulat abzulehnen. Wir begrüssen die Möglichkeiten, die Sparübungen weiterzuführen. Dies soll aber nicht in einer
Postulat de la commission du Conseil national 966 N 21 juin 1984 Abschreibungen - Classements Präsident: Der Bundesrat schlägt Ihnen die Abschreibung folgender parlamentarischer Vorstösse vor: Motion des Nationalrates, Sparmassnahmen 1981; Motion des Stände- rates, Sparpaket 1980, Anschlussprogramm; Postulat Kohler Raoul, öffentliche Flugplätze, Bundesbeiträge. Ein anderer Antrag ist nicht gestellt. Zustimmung - Adhésion Schluss der Sitzung um 19.50 Uhr La séance est levée à 19 h 50
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat der Kommission des Nationalrates Budgetkürzungen im Bereich der Landwirtschaft Postulat de la commission du Conseil national Economies sur le budget agricole In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1984 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 14 Séance Seduta Geschäftsnummer 84.030 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 21.06.1984 - 15:00 Date Data Seite 964-966 Page Pagina Ref. No 20 012 540 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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