85.043
CH_VB_001Ch Vb16.09.1985Originalquelle öffnen →
Plan directeur de l'armée. Rapport 466 16 septembre 1985 Die dargelegte Regelung befriedigt heute nicht mehr, weil infolge der drastischen Verkürzung der Vorwarnzeiten die rechtzeitige Einberufung der Auslandschweizer fragwürdig erscheint. Möglicherweise steht aber auch genügend Zeit zur Verfügung, weshalb am Grundsatz der Einrückungs- pflicht festgehalten wird. Der Grundsatz der allgemeinen Wehrpflicht bleibt also auch für Auslandschweizer weiterhin unbestritten, doch lässt die Bundesverfassung für sie eine besondere Regelung zu. Nachdem der in der Schweiz ansässige Wehrpflichtige grundsätzlich bis zum 50. bzw. 55. Altersjahr einrückungs- pflichtig ist, erfordert die Dienstpflichtgerechtigkeit ein Gleichziehen für die Auslandschweizer, die heute mit 42 Jahren nicht mehr einrückungspflichtig sind. Die Erfahrung hat gezeigt, dass heute der Grossteil der sich ins Ausland abmeldenden Wehrpflichtigen nur für wenige Jahre ins Ausland geht und dann in die Schweiz zurück- kehrt. Deshalb wurde bereits 1973 eine Beschränkung des Militärpflichtersatzes der Auslandschweizer auf drei Jahre vorgenommen. Die gleiche Regelung soll nun für die Einrük- kungspflicht der Auslandschweizer im Fall der allgemeinen Kriegsmobilmachung getroffen werden. Die Einrückungs- pflicht soll aber aus Gründen der rechtsgleichen Behand- lung auch auf die Angehörigen des Landsturmes, also bis zum 50. bzw. 55. Altersjahr, ausgedehnt werden. Die Festle- gung der Staaten, aus welchen die Auslandschweizer einzu- rücken haben, bleibt weiterhin an den Bundesrat delegiert. Neben den jetzt aufgezählten materiellen Änderungen ist die Revision des Bundesbeschlusses auch zur Vornahme eini- ger formeller Änderungen benützt worden. Die Militärkommission empfiehlt Ihnen einstimmig Eintreten auf die Vorlage und Zustimmung zu derselben. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière Gesamtberatung - Traitement global du projet Titel und Ingress, Ziff. I, II Titre et préambule, ch. I, II Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 38 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Nationalrat - Au Conseil national #ST# 85.043 Armeeleitbild. Bericht Plan directeur de l'armée. Rapport Bericht des Bundesrates vom 29. Mai 1985 (BBI II, 550) Rapport du Conseil fédéral du 29 mai 1985 (FF II, 547) Antrag der Kommission Kenntnisnahme vom Bericht Proposition de la commission Prendre acte du rapport Schönenberger, Berichterstatter: Mit Botschaft vom 29. Mai 1985 unterbreitet der Bundesrat den Bericht über das Armeeleitbild. Bekanntlich ist die Überprüfung des Armee- leitbildes in unserem Rat durch ein Postulat Belser im Jahre 1983 verlangt worden. Ein gleichlautendes Postulat wurde im Nationalrat von der sozialdemokratischen Fraktion im Jahre 1984 überwiesen. Der Bundesrat behandelt die recht komplexe Materie in seiner Botschaft in sechs Kapiteln. In einem einleitenden Kapitel setzt er sich eingehend mit dem Ausbauschritt 1984 bis 1987 auseinander und verweist auf die grossen Vorha- ben, welche in diesem Zeitraum verwirklicht werden konn- ten oder noch verwirklicht werden können wie Kampfpanzer Leopard 2, TAFLIR, Kampfwertsteigerung Mirage-Kampf- flugzeuge, Lenkwaffen, PanzerjägerTOW/Piranha, Sturmge- wehr 90 erste Tranche sowie weitere kleinere Beschaf- fungen. Das zweite Kapitel befasst sich mit den Hauptpfeilern für den Ausbau unserer Armee. Der Bundesrat weist darauf hin, dass der schweizerischen Sicherheitspolitik gegenüber dem Armeeleitbild eine übergeordnete Bedeutung zukommt und dass das Schwergewicht unserer Sicherheitspolitik und unserer strategischen Massnahmen bei der Kriegsverhinde- rung liegen muss. Diese Kriegsverhinderung stellt jenes strategische Verhalten dar, das einen potentiellen Gegner veranlassen soll, auf die Auslösung einer bewaffneten Aus- einandersetzung zu verzichten. So fallen unter dieses Kapi- tel die Überprüfung der sicherheitspolitischen und konzep- tionellen Grundlagen, die sicherheitspolitischen Ziele der Schweiz, die militärische Bedrohung und der sicherheitpoli- tische Auftrag der Armee. Schliesslich hat ein Kleinstaat wie die Schweiz immer einschränkende Bedingungen in Kauf zu nehmen. So sind beim Ausbau unserer militärischen Lan- desverteidigung die bestehenden Rahmenbedingungen zu berücksichtigen, nämlich die allgemeine Wehrpflicht, das Milizsystem und die finanziellen Möglichkeiten, die dem schweizerischen Wehrpotential Grenzen setzen. In einem dritten Kapitel wird die Frage Armeeleitbild und Ausbauschritt behandelt. Hier verdient insbesondere der Hinweis Beachtung, dass wir sowohl auf Idealforderungen als auch auf Extremlösungen verzichten müssen. Der strate- gische Auftrag der Armee und seine Konsequenzen für die Kampfführung verlangen sodann zwingend das Zusammen- wirken stabiler infanteristischer und beweglicher mechani- sierter Kräfte. Zwangläufig wird in diesem Zusammenhang auch die Frage der Notwendigkeit der Modernisierung unse- rer Panzerwaffe behandelt. Das vierte Kapitel umschreibt den Stellenwert der Infanterie, ihre Aufgaben, ihre Bedrohung und Verwundbarkeit, setzt sich aber auch mit den Beschaffungsvorhaben für die Infan- terie auseinander, wobei die Befürchtung, es sei langfristig die Mechanisierung der Infanterie vorgesehen, als unbe- gründet abgetan wird. Das fünfte Kapitel ist den finanziellen Problemen gewidmet. Je länger, je mehr stellt sich die Frage, ob die für die nächste Zeit zur Beschaffung vorgesehenen Waffensysteme mitsamt ihren Folgekosten noch bezahlt werden können und inwie- weit es noch möglich ist, die Infanterie ausreichend zu bewaffnen und zu schützen trotz der sehr teuren Ausrü- stung der mechanisierten Verbände. In einem sechsten Kapitel schliesslich fasst der Bundesrat die Folgerungen aus seinem Bericht zusammen. Er stellt fest, dass sich das Armeeleitbild nach wie vor nach dem strategischen Auftrag gemäss seinem Bericht vom 27. Juni 1973 über die Sicherheitspolitik richtet. In bezug auf die Kriegführung wird an der bestehenden Konzeption der mili- tärischen Landesverteidigung festgehalten. Ferner legt der Bundesrat dar, dass die Zeit für die Erstel- lung der ersten Kampf- und Funktionsbereitschaft wegen der verkürzten Vorwarnzeiten für das Gros der Armee wesentlich verkürzt werden muss. Gerade weil die Infanterie für die Erstellung der Kampfbereitschaft im Vergleich zur heutigen Vorwarnzeit eine zu lange Zeit braucht, ist der unmittelbaren Verfügbarkeit der mechanisierten Verbände bei der Kriegsmobilmachung eine zunehmend entschei- dende Bedeutung beizumessen. Der Bundesrat verweist aber auch darauf, dass die Hand- lungsfreiheit des Verteidigers gewahrt werden muss und dass gerade wegen der Verwundbarkeit der Infanterie diese einen Abwehrerfolg nur im koordinierten Kampf der verbun- denen Waffen erzielen kann. Deshalb sind neue hochlei- stungsfähige Waffen, die eine eigentliche Rückgratfunktion
Plan directeur de l'armée. Rapport 468 16 septembre 1985 Affolter: Die letzte Feststellung meines Vorredners wird von der Kommission nicht geteilt. Das möchten wir ganz zu Beginn festhalten. Im Gegenteil: Wenn man diesen Bericht, der wohl gewisse Längen aufweist, aufmerksam durchgeht, dann enthält er sehr präzise Antworten auf die Fragen, die von Herrn Belser und seinen sozialdemokratischen Kollegen gestellt worden sind. Ich gehörte aber zu jenen Parlamenta- riern, die sich mit der Erledigung des Vorstosses Belser, der mit gleichem Wortlaut im National rat eingereicht worden ist, im Bericht über die Regierungsrichtlinien 1983 bis 1987 auch nicht zufriedengegeben haben. Die im Vorstoss unserer sozialdemokratischen Kollegen im National- und Ständerat aufgeworfenen Fragen sind zu wichtig, als dass sie in ein paar Sätzlein im Richtlinienbe- reich hätten abgetan werden dürfen. Aber was der Bundes- rat heute als Bericht über das Armeeleitbild vorlegt, hat Hand und FUSS und stellt eine seriöse Auseinandersetzung mit diesem längerfristigen Bezugsrahmen unseres Armee- leitbildes dar. Der Vorstoss von Herrn Belser geht von der Befürchtung aus, dass in der Ausrüstung unserer Armee die hochtechni- sierten Waffensysteme mit entsprechenden Kostenfolgen mehr und mehr überhandnehmen. Dies ist nicht Befürch- tung, sondern bereits Tatsache. Alle Staaten, die nicht nur eine Spielzeugarmee unterhalten wollen, sondern ihre Wehranstrengungen ernsthaft betreiben, stehen dieser Entwicklung gegenüber, dieser unheimlichen Kostenexplo- sion in allem, was modernes Kriegsgerät anbetrifft. Der Ausweg aus dieser Situation wird nun, wie gesagt wird und wie auch aus dem Postulatstext hervorgeht, in der vermehr- ten Ausrichtung des Armeeausbaus auf den Kampf der Infanterie gesehen. Es ist nun gerade ein Verdienst dieses Armeeleitbildes, dass der Bericht sorgfältig nachweist, dass diese Überlegung letztlich auf einen Trugschluss hinaus- läuft. Oder auf einen ganz einfachen Nenner gebracht: Auf dem modernen Gefechtsfeld gibt es keinen erfolgreichen Abwehrkampf der Infanterie ohne Panzerverbände und Hochleistungsflugzeuge. Aber auch keinen erfolgreichen Kampf der Panzer ohne Infanterie. Unsere Einsatzdoktrin baut folglich - der Kommissionsprä- sident hat bereits darauf hingewiesen - auf dem Verbund dieser Kampftruppen auf, auf dem Zusammenwirken stabi- ler infanteristischer Kräfte mit beweglichen mechanisierten Kräften. Kampf der verbundenen Waffen entspricht dem noch gültigen strategischen Auftrag unserer Armee, an dem niemand bis anhin gerüttelt hat, ist zudem diktiert von unserem Gelände, das im Postulatstext mit Recht auch ins Spiel gebracht wird. Der Verbund der Kampftruppen wider- spricht also in keiner Art und Weise etwa dem für unsere Armee allein gültigen Konzept der Abwehr als Hauptkampf- form. Daran hat niemals jemand gerüttelt. Die Militärkommission Ihres Rates hat sich schon vor etwa fünf Jahren - Herr Belser mag sich dessen entsinnen - in der Vorbereitungsphase des heutigen Armeeleitbildes mit genau derselben Problematik auseinandergesetzt, und zwar sehr eingehend, sogar kontradiktorisch. Die Schlüsse, die damals gezogen worden sind, waren klar. Es ist nahelie- gend, dass der vorliegende Bericht die schon früher gewon- nenen Erkenntnisse bestätigt. Oder im Klartext: Wenn wir der Infanterie nicht das Unerlässliche an hochleistungsfähi- gen, aber immer milizfähigen Waffensystemen zur Seite stellen, so schwächen wir ohne jeden Zweifel die Kampfkraft unserer Armee als Ganzes. Daran lässt sich nicht herumdeu- teln und nicht herummäkeln. Ein einseitiger Primat des Infanterieheeres würde, so wie ich es sehe, empfindliche Einbussen an Dissuasionswirkung nach sich ziehen. Darauf hat Herr Belser vorhin auch hingewiesen, und dies gilt es vordringlich zu verhindern. Das ist eigentlich das Fazit des Berichtes. Hinter diesen wesentlichen Aussagen hat die Kritik an einigen Details zurückzutreten, mit denen der Postulant nicht ohne weiteres einiggehen kann. In einer Beziehung sind die Sorgen unserer sozialdemokrati- schen Freunde nicht unbegründet, nämlich dort, wo sie die galoppierende Teuerung auf dem Gebiet der modernen Kriegsmaterialbeschaffung zum Gegenstand haben. Sie münden in der Frage, vor die sich eigentlich jeder wehrwil- lige Kleinstaat heute gestellt sieht: Können wir mit unseren nicht unbeschränkten finanziellen Mitteln dieser Technolo- gie- und zugleich Kostenexplosion noch gerecht werden, von der die Beschaffung kriegsgenügender Rüstungsgüter zunehmend gekennzeichnet ist? Das ist die grosse Preis- frage. Ein Teil der Antwort ist sehr wohl dem vorliegenden Bericht zu entnehmen. Auf der immer schwieriger werdenden Grat- wanderung zwischen kriegsgenügenden Rüstungsanstren- gungen einerseits und dazu nötigem Kostenaufwand ande- rerseits wird es eine der hauptsächlichsten und verantwor- tungsvollsten Aufgaben von Bundesrat und Armeeleitung sein, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und die Prioritäten richtig zu setzen. Schon das ist leichter gesagt als getan. Die Mitglieder der Militärkommission können das aus bisherigen Erfahrungen bestätigen. Das ist der eine Teil der Antwort. Um den anderen Teil werden wir nicht herumkommen, auch wenn man es viel- leicht nicht so gerne hören wird. Ich habe schon in der Kommission darauf hingewiesen, dass vor 25 Jahren noch über 35 Prozent unserer staatlichen Ausgaben auf den Wehrsektor entfielen. Heute sind es gerade noch um die 20 Prozent. Angesichts der exponentiell anwachsenden Beschaffungskosten für diese modernen Rüstungsgüter und Waffensysteme könnte der Tag rascher kommen, als wir uns vorstellen, wo wir vielleicht wieder den umgekehrten Weg einschlagen müssen, wieder mehr aufwenden müssen, wenn unsere Landesverteidigung glaubwürdig bleiben soll. Daran wird ganz sicher auch ein allfälliges Rüstungsrefe- rendum nichts ändern können. Doch das ist eine Sorge für später, die uns jetzt noch nicht beschäftigen soll. Wir wer- den jedenfalls im Gleichschritt mit den Bedürfnissen unse- rer Landesverteidigung auch die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen müssen. Für heute bitte ich Sie, dem einstimmigen Antrag der Kom- mission zu folgen und von diesem Bericht - unter Verdan- kung an die Verfasser - Kenntnis zu nehmen. Lauber: Der Auftrag der Armee ist die Kriegsverhinderung. Dieser Gedanke muss in der Bevölkerung genügend veran- kert sein. Eine laufende Überprüfung der Bedrohungsge- fahr, der einzusetzenden Mittel usw. ist eine dringende Auf- gabe. Zu den finanziellen und waffentechnischen Fragen möchte ich mich nicht äussern. Gestatten Sie mir aber einige Überlegungen zur Verankerung der Armee in der Bevölkerung. Zur Ausgangslage: In den vergangenen Jahrzehnten hat eine enorme Auslagerung von Waffen- und Schiessplätzen in das schweizerische Berg- und Randgebiet stattgefunden. Für die städtischen Agglomerationen waren die mit diesen Infrastrukturen verbundenen Immissionen offensichtlich nicht mehr erträglich. Zu dieser Entwicklung trugen auch neue Waffensysteme bei, die grössere und ungestörtere Räume beanspruchen. Für die Berggebiete ist diese Entwicklung keineswegs nur als negativ zu beurteilen. Bau- aufträge konnten realisiert werden, ganze Gebiete erhielten eine bessere Infrastruktur, die sich vielfältig verwenden lässt. Das Gastgewerbe erhält wertvolle Impulse, und sicher sind die Kontakte zwischen Berg- und Talbevölkerung ein nicht zu unterschätzender Faktor. Die vermehrte militäri- sche Nutzung ist aber auch mit zahlreichen negativen Punk- ten verbunden. Das Berggebiet hat teilweise grosse Opfer zu erbringen, die noch nicht genügend beachtet werden. In verschiedenen Fällen sind markante Verbesserungen im Verhältnis Militär/Berggebiete/Bevölkerung dringend not- wendig. Es mutet eigenartig an, dass weder im Armeeleitbild über den Ausbauschritt 1984 bis 1987 vom 9. September noch im vorliegenden Bericht über das Armeeleitbild vom 29. Mai 1985 diese Fragen angesprochen werden. Im Eigeninteresse der Armee und zur Pflege des Images sollten diese Fragen auch auf der höchsten Ebene der Planung im EMD aufge- nommen und intensiver behandelt werden.
Plan directeur de l'armée. Rapport47016 septembre 1985
besten Schutz des Gegenschlagsverbandes während der
Aktion und bildet zugleich die wirksamste Unterstützung
ihres Kampfes.»
So ginge es weiter; ich verweise nur noch auf Seite 28
«Ausgewogenheit der mechanisierten Mittel», zwei Zitate:
«Der Sollbestand der Armee auf 1. Januar 1984 ergibt für die
Infanterie 37,2 Prozent, für die Mechanisierten und Leichten
Truppen 5,4 Prozent, wobei in der zweiten Zahl auch die
Radfahrerverbände miteingeschlossen sind. Damit beträgt
das Verhältnis MLT: Infanterie 1 zu 7». Zum Schluss dieses
Abschnittes: «Damit bleibt die Infanterie nicht nur unsere
Hauptwaffe, sondern auch die zahlenmässig weitaus stärk-
ste Kampftruppe der Armee. Sie bedarf aber im Kampf der
verbundenen Waffen der wirkungsvollen Unterstützung
durch die anderen Truppengattungen.» Sie finden also
durch die ganze Botschaft hindurch immer wieder den Hin-
weis auf die verbundenen Waffen.
Einig gehe ich mit Herrn Belser in bezug auf seine Ausfüh-
rungen betreffend Finanzen. Jedermann weiss, dass wir in
dieser Beziehung je länger, je mehr in Bedrängnis geraten.
Auch Herr Affolter hat dieses Problem in seinem Votum
aufgerollt. Doch der Bundesrat erklärt, dass er dafür sorgen
werde, dass die vorhandenen Mittel entsprechend unter die
Truppengattungen verteilt werden und dass er nur soviel zur
Beschaffung vorschlagen werde, als die finanzielle Verkraft-
barkeit im Rahmen der vorgegebenen Zahlungsmittel
gewährleistet sei. Schliesslich wird es Sache des Parlamen-
tes sein, die Zahlungsmittel nach Möglichkeit den veränder-
ten Verhältnissen anzupassen.
Ich bitte Sie, vom Bericht Kenntnis zu nehmen.
du débat militaire qui, au Parlement, me paraît avoir montré
constamment cinq convergences essentielles.
Tout d'abord, dans la mesure où M. Belser a commencé par
en parler, l'existence d'une menace (de moins en moins
conforme à l'image classique que nous avons héritée de la
guerre, menace de plus en plus ramifiée, de plus en plus
pernicieuse, part croissante de la guerre indirecte) est une
réalité sur laquelle s'opère la première convergence.
Une deuxième convergence est de réaliser la nécessité,
pour nous prémunir contre cette menace, d'un dispositif
militaire respectant strictement notre statut de neutralité.
Cela ne va pas de soi, dans toutes les conséquences qu'il
faut en tirer, et c'est la raison pour laquelle, dans sa réponse,
le Conseil fédéral insiste sur le cas particulier d'un petit Etat,
d'un petit Etat neutre.
Troisième convergence: nous n'envisageons qu'une armée
défensive.
La quatrième convergence est que cette armée est une
armée de milice qu'il faut adapter aux temps modernes mais
qui reste, fondamentalement, armée de milice.
Enfin, la cinquième convergence, confirmée, elle aussi, à
plusieurs reprises, consiste en la nécessité de limiter notre
armement à ce que l'on appelle l'armement «conventionnel»
(je dirais plutôt: «orthodoxe») et d'exclure, par conséquent,
de l'arsenal suisse aussi bien l'arme A que l'arme C.
Ces cinq convergences ont conduit le Conseil fédéral à
prévoir des moyens militaires à la hauteur de la mission de
l'armée. Le Conseil fédéral a exprimé ces faits aussi bien
dans le plan directeur («Leitbild») que dans l'étape de réali-
sations quadriennale («Ausbauschritt»). Et le Conseil fédéral
le rappelle encore dans son rapport répondant à l'interven-
tion de M. Belser: notre dispositif militaire fonctionne et
nous pouvons compter sur son efficacité.
Je regrette vivement que M. Belser, qui a peut-être achoppé
à quelques détails, n'éprouve pas, à la lecture de ce rapport,
ce sentiment de solidité, de sûreté et d'efficacité qu'éprou-
vent le Conseil fédéral, le Département militaire fédéral et le
haut commandement de l'armée. Je souhaite que, lors d'une
nouvelle lecture de ce texte, M. Belser puisse retirer la
conviction que nous ne présentons pas nos devoirs de
vacances pour répondre coûte que coûte à une intervention
parlementaire, mais que nous exprimons, dans notre tré-
fonds, les certitudes qui sont les nôtres en matière de
défense militaire.
Il est clair qu'à partir des cinq convergences dont j'ai parlé,
des nuances peuvent intervenir dans la conception, dans
l'organisation de l'armée, dans la politique de l'armement et
dans les orientations du budget militaire.
J'élimine du débat les tenants d'une armée rudimentaire de
maquisards: elle serait incapable d'assumer sa mission de
défense et, antérieurement, tout aussi incapable de remplir
sa mission de dissuasion.
J'élimine du même coup les tenants d'une armée de réduit,
le sens de toute défense militaire, aujourd'hui, consistant à
faire respecter notre territoire et notre espace aérien dès la
frontière et non pas à envisager quelques zones préalpines
ou alpines plus commodes à tenir. Nous sommes d'accord
sur ce point.
A l'inverse, j'élimine aussi du débat les tenants d'une armée
techniquement surdéveloppée, dotée des matériels les plus
récents et les plus sophistiqués. Je le fais parce qu'elle n'est
pas à notre portée financière. Je rappelle que les moyens
que nous consacrons à notre défense militaire sont, propor-
tionnellement au produit national brut, parmi les plus
modestes de ceux qu'investissant les Etats industrialisés.
On le rappelait hier a la télévision.
Ce cadrage étant opréré, j'en viens à la question soulevée
para le groupe socialiste des Chambres: «Le Conseil fédéral
est chargé d'examiner dans quelles mesures notre armée ne
serait pas mieux à même de remplir sa mission si l'on mettait
davantage l'accent sur le combat d'infanterie et, partant, si
l'on tenait mieux compte de l'avantage du terrain.» Il sied de
constater que la place de l'infanterie dans notre armée, en
1985 et à l'avenir, est une place importante. Dans l'ensemble
de l'armée suisse, il y a un char pour 819 soldats alors qu'en
République fédérale d'Allemagne cette proportion est de 1
pour 125. Le pourcentage de l'infanterie par rapport aux
troupes combattantes (infanterie, troupes mécanisées et
légères, artillerie, aviation, défense contre avions) est, dans
notre armée, supérieur à 58 pour cent des effectifs, là où les
troupes mécanisées et légères ne représentent même pas 10
pour cent. On voit donc très clairement que, dans la concep-
tion de 1985 (mais aussi dans la conception des années qui
suivront), l'infanterie reste non seulement notre arme princi-
pale mais qu'elle est également la troupe combattante aux
effectifs de très loin les plus nombreux de l'armée.
De surcroit, l'infanterie sera, ces prochaines années, l'objet
d'un renouvellement important de son équipement et de son
armement: nouveau fusil d'assaut et nouvel équipement
personnel qui, en priorité, doivent servir le fantassin et le
doter de moyens supérieurs à ceux dont il dispose aujour-
d'hui. Je pense aussi aux moyens de défense antichar du
régiment d'infanterie que nous souhaitons pouvoir inscrire
au programme d'armement de 1986.
Mais précisément pour que l'infanterie soit à même de livrer
bataille, il faut tout d'abord éviter de l'envoyer au carnage en
l'engageant dans des terrains qui ne lui conviennent pas. Il
faut la préserver pour ce que j'appellerai, permettez-moi
l'expression, ses terrains de prédilection et, en zones plates
et découvertes, lui préférer des moyens blindés. Voilà une
première raison de ne pas négliger l'armement blindé en
particulier.
Et puis il faut à cette infanterie, lorsqu'on l'engage dans les
terrains qui lui conviennent particulièrement - et ceux-ci
sont très nombreux en Suisse - lui assurer des moyens de
couverture, sol-sol (c'est l'artillerie), sol-air (c'est la DCA),
air-sol ou air-air (c'est l'aviation). Seconde raison de ne pas
mettre «tous nos œufs dans le même panier» et d'assurer à
l'infanterie à la fois des moyens de remplacement et des
moyens de flanquement qui sont indispensables à l'effica-
cité de son combat.
En matière de renforcement du terrain, c'est un travail de
longue haleine que vous accomplissez année après année,
en soutenant les propositions du Conseil fédéral concernant
les constructions. Il y a toujours une partie substantielle de
ces messages qui est consacrée au renforcement du terrain.
Il ne s'agit pas seulement de soigner, en la modernisant, ce
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Armeeleitbild. Bericht Plan directeur de l'armée. Rapport In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1985 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 01 Séance Seduta Geschäftsnummer 85.043 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 16.09.1985 - 18:15 Date Data Seite 466-471 Page Pagina Ref. No 20 013 851 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
Programmgesteuerter Zugriff
API- und MCP-Zugriff mit Filtern nach Quellentyp, Region, Gericht, Rechtsgebiet, Artikel, Zitat, Sprache und Datum.