- Oktober 1984 N1423Postulat Wyss
Bodenverbesserungen den allgemeinen Interessen der
Umwelt, insbesondere der Erhaltung des Grundwassers und
der damit verbundenen Trinkwasserversorgung sowie dem
Schütze der Natur und der Wahrung des Landschaftsbildes
Rechnung zu tragen ist;
- die Wegleitung und Empfehlung 1983 «Natur- und Hei-
matschutz bei Meliorationen» (75 Seiten, erschienen März
- als Schrift der Bundesämter für Forstwesen und für
Landwirtschaft, die sich eingehend und instruktiv mit Anlie-
gen des Postulates auseinandersetzt.
Aufgrund dieser Sachlage halten wir eine Subventionierung
von Hecken, Naturwiesenstreifen und Bachrandbepflanzun-
gen durch den Bund nicht für angebracht.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat empfiehlt, das Postulat abzulehnen.
Müller-Zürich: Auch wenn der Bundesrat mein Postulat
nicht auf Anhieb entgegennehmen kann, so hat er doch mit
seiner sehr sorgfältigen Bearbeitung der Antwort ein Funda-
ment gelegt, auf dem wir in diesem Sinne weiterbauen
können, und dafür möchte ich danken.
Abgelehnt - Rejeté
#ST# 84.466
Postulat Hari
Milchkontingentierung. Anpassungen
Contingentement du lait. Adaptations
Wortlaut des Postulates vom 20. Juni 1984
Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, ob die Verord- •
nung über die Milchkontingentierung im Talgebiet, in der
voralpinen Hügelzone und in der Zone l des Berggebietes
sowie die Verordnung über Massnahmen gegen übermäs-
sige Milchlieferungen in den ZonenJI bis IV des Berggebie-
tes nicht dahin zu ändern wären, dass
a. einerseits einem Grundeigentümer, welcher seinen
Betrieb nicht selbst bewirtschaftet und ihn verpachten
möchte, unter Vorbehalt von Artikel 22 Absatz 4bis der
erstgenannten abgeänderten Verordnung vom 11. April
1984 ein Milchkontingent zugeteilt werden kann, und
b. andererseits dem Grundeigentümer ermöglicht werden
kann, dieses zugeteilte Kontingent vollständig auf den Päch-
ter zu übertragen.
Texte du postulat du 20 juin 1984
Le Conseil fédéral est invité à examiner s'il ne faudrait pas
modifier l'ordonnance sur le contingentement laitier en
région de plaine, en zone préalpine des collines et en zone
de montagne I, ainsi que l'ordonnance concernant des
mesures contre les livraisons excédentaires de lait dans les
zones de montagne II à IV, de façon que
a. d'une part, on puisse attribuer un contingent laitier au
propriétaire foncier qui n'exploite pas lui-même son
domaine mais désire l'affermer, sous réserve de l'article 22,
alinéa 4"'
s
de l'ordonnance modifiée du 11 avril 1984 (la
première des ordonnances précitées), et que
b. d'autre part, on puisse permettre au propriétaire foncier
de transmettre intégralement le contingent qui lui est attri-
bué au fermier.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bühler-Tschappina,
Geissbühler, Müller-Scharnachtal, Müller-Wiliberg, Nef, Ogi,
Perey, Risi-Schwyz, Rubi, Ruckstuhl, Rüttimann, Schnider-
Luzern, Schnyder-Bern, Schwarz, Uhlmann (15)
180-N
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Liegt ein Betrieb im Graswirtschaftsgebiet, welcher nicht
mehr von seinem Eigentümer bewirtschaftet werden kann
und über kein Milchkontingent verfügt, so kann die Ver-
pachtung dieses Betriebes schwierig werden.
Der Grundeigentümer könnte ein Gesuch zur Neuaufnahme
der Milchproduktion (Art. 22 Abs. 4 der Verordnung über die
Milchkontingentierung im Talgebiet, in der voralpinen
Hügelzone und in der Zone l des Berggebietes und Art. 12
Abs. 1 der Verordnung über Massnahmen gegen übermäs-
sige Milchlieferungen in den Zonen II bis IV des Berggebie-
tes) unter der Bedingung stellen, dass der Gesuchsteller
selbst ohne Unterbruch Milch in den Verkehr bringt. Er hätte
aber nicht die Möglichkeit, das Milchkontingent in den fol-
genden drei Jahren auf einen Pächter zu übertragen (Art. 22
Abs. 6 und Art. 12 Abs. 6). Der Pächter selbst hat keine
Möglichkeit, ein Gesuch um Erhöhung seines Kontingentes
zu stellen, da ja auf der betreffenden Fläche keine Milch
produziert wurde.
Der Pächter hat nur Interesse, seine Betriebsfläche zu ver-
grössern, wenn gleichzeitig damit sein individuelles Milch-
kontingent vergrössert werden kann.
In diesen Fällen steht nicht nur die Weiterexistenz eines
landwirtschaftlichen Betriebes zur Diskussion, sondern die
landwirtschaftliche Nutzung dieser Flächen ist in Frage
gestellt. Es ist zu befürchten, dass in bestimmten Grenzre-
gionen diese Bestimmungen zur Aufgabe der Landwirt-
schaft führen können und der Boden zu Brachland oder
zum Spekulationsobjekt wird.
Der erste Punkt des Postulates schlägt also vor, einem
Grundeigentümer die Zuteilung eines Milchkontingentes zu.
ermöglichen, um die landwirtschaftliche Nutzung seines
Betriebes auch in Zukunft zu sichern.
Der zweite Punkt verlangt die Übertragung dieses Kontin-
gentes an den Pächter, um die Verpachtung zu annehmba-
ren Bedingungen zu ermöglichen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
vom 15. August 1984
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 août 1984
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
#ST# 84.451
Postulat Wyss
Touristische Information an Grenzübergängen
Information des touristes aux postes frontières
Wortlaut des Postulates vom 14. Juni 1984
Der Bundesrat wird ersucht zu prüfen und zu berichten, wie
einerseits baldmöglichst an Grenzübergängen sowie ande-
rerseits im Hinblick auf die Fertigstellung der Nord-Süd-
und Ost-West-Transversalen des schweizerischen Auto-
bahnnetzes und des weiteren Ausbaus der Flughäfen die
Information für Touristen verbessert werden könnte.
Texte du postulat du 14 juin 1984
Le Conseil fédéral est prié d'examiner les moyens permet-
tant d'améliorer l'information fournie aux touristes aux
postes frontières ainsi que sur les autoroutes et dans les
aéroports du pays, notamment dans la perspective de l'ou-
verture des axes Nord-Sud et Est-Ouest du réseau des
routes nationales et de l'agrandissement des aéroports.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Auer, Biel,
Cevey, de Chastonay, Cotti Flavio, Coutau, Dünki, Eng,
Etique, Feigenwinter, Flubacher, Hubacher, Hunziker, Jean-
Postulat Jaggi
1424
N 5 octobre 1984
neret, Loretan, Massy, Mühlemann, Müller-Scharnachtal,
Nebiker, Oester, Ogi, Pfund, Pini, Revaclier, Robbiani, Rubi,
Salvioni, Schule, Wick, Zwygart (31)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
- Jährlich reisen gegen 100 Millionen Personen in die
Schweiz ein, die zum weit überwiegenden Teil transitieren.
Dieses bedeutende Goodwill-Potential wird bis heute prak-
tisch nicht angesprochen, obwohl darin erhebliche Chan-
cen liegen würden, das schweizerische Dienstleistungs- und
Produkteangebot in geeigneter Weise darzustellen und an-
zubieten.
- Unser Land, als traditionelles Ziel eines qualitätsbe-
wussten touristischen Publikums, muss der Information an
Grenzübergängen, Autobahnen und Flughäfen deshalb ein
grosses Augenmerk widmen. Die Bemühungen zur Verbes-
serung der touristischen Wegweisung auf den Autobahnen
sind an die Hand genommen worden. Hingegen ist die
Auskunftserteilung an Autobahnen und Flughäfen dem qua-
litativ hohen touristischen Dienstleistungsangebot nicht
angemessen. Dies gilt besonders für die Eingangspforten zu
unserem Land.
- Der informationsbedürftige Tourist ist hauptsächlich auf
die Auskunftserteilung durch das Zollpersonal, durch das
Personal an Change- und anderen Schaltern oder durch
Mitarbeiter von Raststätten und Flugplätzen angewiesen.
Diese Situation ist in hohem Masse unbefriedigend. Es feh-
len oft die nötigen Kenntnisse und/oder die von direkten
kommerziellen Interessen unabhängige Auskunftserteilung.
- Die Schweizerische Verkehrszentrale wirbt mit beträchtli-
chem Aufwand und gutem Erfolg im Ausland für die
Schweiz als touristische Destination. Die Betreuung und
Information der Gäste unseres Landes ist den örtlichen
Organisationen überlassen.
- In Anbetracht der durch die Autobahnen und die guten
Zugsverbindungen gegebenen Voraussetzungen beschrän-
ken sich die Informationswünsche der Touristen nicht mehr
nur auf lokale Belange. Aus diesem Grund sind lokale Orga-
nisationen, wie etwa beispielsweise Verkehrsvereine, nicht
allein für die Erfüllung dieser Dienstleistung zu beauftragen.
- Es wäre denkbar, der Schweizerischen Verkehrszentrale
die Aufgabe zu überweisen, an den grossen Eingangstoren
zur Schweiz und an den Flughäfen die Information über die
Schweiz wo nötig zu organisieren und zu koordinieren. Sie
kann sich in der Durchführung an die regionalen oder loka-
len Verkehrsbüros oder anderen einschlägigen Organisatio-
nen anlehnen und die entstehenden Kosten mit diesen auf-
teilen. Entstehende Mehrkosten des Bundes (Bau- und Per-
sonalkosten) könnten zum Beispiel mit dem nicht werkge-
bundenen Anteil am Treibstoffzollzuschlag finanziert wer-
den. Die Information entlang der Nationalstrasse im Innern
der Schweiz bliebe weiterhin Sache der Kantone und touri-
stischen Regionen.
- Eine positive und konstruktive Informationspolitik an der
Grenze wäre auch im Hinblick auf die durch die Einführung
der Autobahnvignette entstandenen negativen Auswirkun-
gen im Ausland wünschenswert. Diese Massnahme wäre
deshalb vordringlich an die Hand zu nehmen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
vom 22. August 1984
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 22 août 1984
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
#ST# 84.485
Postulat Jaggi
Preisanschreibepflicht. Modalitäten
Indication des prix. Modalité d'affichage
Wortlaut des Postulates vom 22. Juni 1984
Der Bundesrat wird gebeten zu prüfen, ob die gesetzlichen
Vorschriften über die Preisbekanntgabe angesichts der
neuen Etikettierungs- und Einkassierungstechniken (Strich-
code EAN) nicht geändert werden sollten, damit gewährlei-
stet ist, dass der Detail- und der Grundpreis der dem Letzt-
verbraucher zum Kauf angebotenen Waren, wenn nicht
zwingende technische Gründe entgegenstehen, klar und
deutlich auf dem Produkt selbst angegeben werden.
Texte du postulat du 22 juin 1984
Le Conseil fédéral est invité à examiner si, au vu des nou-
velles techniques d'étiquetage et d'encaissement (codes à
barres EAN), il ne conviendrait pas de modifier les disposi-
tions légales relatives à l'indication des prix, en vue de
garantir l'affichage, en clair et sur le produit lui-même sauf
exceptions pour des raisons techniques imperatives, du prix
de détail et du prix unitaire des marchandises offertes au
consommateur.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-Saint-Gall,
Borei, Braunschweig, Bundi, Chopard, Christinat, Clivaz,
Couchepin, Deneys, Eggenberg-Thoune, Eggli-Winterthour,
Euler, Fankhauser, Fehr, Friedli, Hubacher, Lanz, Leuenber-
ger Ernst, Longet, Mauch, Meizoz, Neukomm, Ott, Reimann,
Riesen-Fribourg, Robbiani, Ruch-Zuchwil, Ruffy, Schmid,
Stamm Walter, Stappung, Uchtenhagen, Vannay, Weber
Monika, Weber-Arbon (35)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Dans la vente au détail aussi, l'avenir appartient à l'automati-
sation, y compris pour des opérations actuellement encore
effectuées manuellement. La prochaine étape est assuré-
ment l'encaissement des achats effectués dans les maga-
sins libre-service. Préalable à cette nouvelle application de
l'ordinateur au point de vente, la généralisation de l'étique-
tage normalisé et lisible par balayage électronique est en
bonne voie: la quasi totalité des produits alimentaires non
périssables et des articles de consommation courante sont
désormais munis du «code à barres» EAN, pour lequel
l'Association suisse code des articles (ASCA) a opté, à
l'instar des organisations nationales correspondantes d'au-
tres pays européens. Et des essais-pilote sont en cours, dans
plusieurs supermarchés de Suisse.
L'introduction de systèmes électroniques au point de vente
comporte une série d'avantages évidents pour les fabricants
et les grossistes, et surtout pour les détaillants, au prix
d'investissements relativement élevés il est vrai: réduction
du coût et du temps liés aux opérations d'encaissement,
meilleure gestion des stocks (prévention des ruptures, réap-
provisionnement automatique), suivi plus attentif des
ventes... et des vols, possibilité d'évaluer au fur et à mesure
les résultats des actions et autres opérations promotion-
nelles, etc. De tous ces avantages, générateurs d'écono-
mies, les consommateurs peuvent espérer profiter indirecte-
ment, au travers de gains de temps, de diminution de prix
(ou, plus vraisemblablement, de moindres hausses!), et sur-
tout d'indications en clair figurant sur les quittances de
caisse.
Mais les consommateurs, qui ne s'opposent pas fondamen-
talement aux systèmes à balayage laser, en redoutent cer-
taines conséquences. Tout d'abord, l'analyse détaillée des
ventes par article, rayon, etc. va entraîner une continuelle
épuration des assortiments, et, dès lors, une réduction du
choix offert. En outre, le perfectionnement des études de
marché rendu possible par l'intervention accrue de l'ordina-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Wyss Touristische Information an Grenzübergängen
Postulat Wyss Information des touristes aux postes frontières
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans
Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In
Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1984
Année
Anno
Band
IV
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
84.451
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
05.10.1984 - 08:00
Date
Data
Seite
1423-1424
Page
Pagina
Ref. No
20 012 765
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