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CH_VB_001Ch Vb17.09.1984Originalquelle öffnen →
Bâtiment administratif Einsteinstrasse. Améngement 1068 N 17 septembre 1984 Einsicht in diese Kartei erhält, veranschaulicht die Überwa- chungsfunktion des Zivilschutzes. Sie kennen vielleicht auch die Diskussion darüber, ob der Zivilschutz nicht sogar bewaffnet werden soll. So existieren in grösseren Ortschaften sogenannte Überwachungsdien- ste, das sind Sondereinheiten des Zivilschutzes mit ausge- wählten Mitgliedern, die zu einer eigentlichen Zivilschutzpo- lizei geschult werden. Bereits jetzt wird laut und deutlich die Bewaffnung dieser Elitetruppe gefordert, da sie nur so ihre Aufgabe überzeugend durchsetzen könne. Die Kritik an diesem Zivilschutz nimmt zu. Immer mehr Zivilschutzpflichtige sind nicht mehr bereit, sich für einen solchen Zivilschutz zur Verfügung zu stellen. Vor wenigen Tagen ist es hier in Bern zur ersten Kollektivverweigerung in der Schweiz gekommen. Ich meine, wir sollten diese Leute ernst nehmen. Gerade die Berner Kollektivverweigerer haben in ihrem achtseitigen Papier deutlich gemacht, wie ernsthaft die Gründe sind, die sie zu ihrem Schritt veranlasst haben. Wir sollten ihre Argumente hören und ihre Vor- schläge prüfen. Es ist tatsächlich Zeit, höchste Zeit, diese Zivilschutzkonzeption neu zu überdenken. Dieser auf die Spitze getriebene Zivilschutz zerstört, was er eigentlich zu schützen vorgibt. Wir wissen, dass wir mit der Ablehnugn dieses Zusatzkredi- tes die Zeit nicht zurückdrehen können. Aber wir wollen damit unsere Überzeugung dokumentieren, dass es mit dem Zivilschutz nicht so weitergehen kann. Einmal müssen wir beginnen umzudenken, und ich möchte Sie einladen, hier und jetzt damit zu beginnen. Rubi, Berichterstatter: Nachdem Sie, Frau Gurtner, hier in diesem Rat nicht nur Ihre Bewegung vertreten, sondern, um mit Kant zu sprechen, auch das stark bevorzugte und nicht das bevorzugte starke Geschlecht, möchte ich in aller Höf- lichkeit Stellung nehmen zu Ihren Ausführungen. Gemäss Ratsreglement sollte man ja zur Sache sprechen. Wir diskutieren hier einen teuerungsbedingten Nachtrags- kredit, und ich habe nicht die Absicht, hier eine Grundsatz- debatte über Sein oder Nichtsein des Zivilschutzes zu füh- ren. Das können Sie bei anderer Gelegenheit einmal tun. Über den Zusatzkredit haben Sie nichts gesagt; man muss aber zur Sache reden. Ich möchte diese Diskussion nicht verlängern. Sie kommen mir ein klein wenig vor, Frau Gurt- ner, wie eine nationale Heilsbringerin, die an allem etwas auszusetzen hat. Ich möchte den Rat bitten, auf diesen Nichteintretensantrag nicht einzutreten, der Kommission beizupflichten und auf eine weitere Diskussion zu verzichten, ausgehend von der Meinung, dass das Abstimungsresultat jetzt gleich aussehen wird wie nach einer längeren Diksussion. Dann haben wir noch zu einer angemessenen Zeit Feierabend. M. Savary-Vaud, rapporteur: Le débat d'aujourd'hui ne per- met pas une discussion sur le fond. Il s'agit tout simplement d'un problème financier. La commission l'a très bien com- pris puisque cet objet n'a pratiquement pas été discuté dans le cadre de la commission. Les travaux sont pratiquement terminés, ils ont été menés correctement, la commission l'a constaté. Dès lors, je vous propose d'accepter les proposi- tions de la commission et d'accorder le crédit additionnel. Bundesrat Friedrich: Die Ausführungen von Frau Gurtner gehen vollkommen am Gegenstand dieser Vorlage vorbei. Es erübrigt sich, auf die völlig falschen Behauptungen näher einzugehen. Ich darf Sie daran erinnern, dass wir hier vor kurzem den Bericht über den Stand des Zivilschutzes disku- tiert haben und dass das Parlament in seiner überwiegen- den Mehrheit zum Ausdruck gebracht hat, dass der Zivil- schutz so rasch wie möglich voranzutreiben und auszu- bauen sei. Das Zentrum Schwarzenburg dient der Ausbildung. Die Aus- bildung ist noch eine der Schwachstellen im Zivilschutz. Das Zentrum wird mithelfen, diesen Mangel zu beheben. Ich bitte Sie, auf die Vorlage einzutreten und ihr zuzu- stimmen. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission (Eintreten) 105 Stimmen Für den Antrag Gurtner (Nichteintreten) 4 Stimmen Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress, Art. 1 und 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Titre et préambule, art. 1 et 2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral Angenommen - Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 105 Stimmen Dagegen 4 Stimmen An den Ständerat - Au Conseil des Etats #ST# 84.049 Verwaltungsgebäude Einsteinstrasse in Bern. Ausbau Bâtiment administratif Einsteinstrasse à Berne. Aménagement Botschaft und Beschlussentwurf vom 30. Mai 1984 (BBI II, 849) Message et projet d'arrêté du 30 mai 1984 (FF II, 877) Antrag der Kommission Eintreten und Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Entrer en matière et adhérer au projet du Conseil fédéral Rubi, Berichterstatter: Die Bundesverwaltung ist bestrebt, bezüglich der Raumbeschaffungspolitik bestehende Büro- bauten bestmöglich zu nutzen. Auf diese Weise konnte in den letzten Jahren eine beachtliche Anzahl zusätzlicher Räume bereitgestellt werden. Nebst grossen Einsparungen bedeutet dies gleichzeitig die Verhinderung einer allzu star- ken Aufsplitterung der Dienste. An der Reihe wären nun die Ausbauarbeiten im Verwaltungsgebäude Einsteinstrasse/ Wildstrasse. Es könnten rund 80 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Die einstimmige Kommission beantragt Ihnen, dem erforderlichen Kredit von 5,4 Millionen Franken für die Ausbau- und Sanierungsarbeiten zuzustimmen. Übri- gens sollen diese Räume dazu dienen, die Mitarbeiter der Abteilung «Flüchtlinge» des Bundesamtes für Polizeiwesen aufzunehmen, deren Anstellung das Parlament beschlossen hat. Gegenwärtig sind sie in Barackenlagern tätig, die gestützt auf die Eigentumsverhältnisse bis Ende April 1986 abgebrochen werden müssen. M. Savary-Vaud, rapporteur: Dernièrement, vous avez approuvé l'augmentation du nombre des collaborateurs à la Division des réfugiés de l'Office fédéral de la police. Provi- soirement, ce personnel est logé dans de vieux baraque- ments qui devront être démolis en avril 1986. Une solution à long terme doit être trouvée. La proposition qui vous est présentée aujourd'hui est intéressante à plus d'un titre. Premièrement, elle permet d'utiliser le volume mal exploité d'un bâtiment existant, deuxièmement, elle permet une amélioration sensible de la tenue énergétique du bâtiment. Elle permet enfin de procéder à divers travaux d'entretien
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Zivilschutzzentrum Schwarzenburg. Zusatzkredit Centre d'instruction de la protection civile à Schwarzenburg. Crédit additionnel In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1984 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 01 Séance Seduta Geschäftsnummer 84.038 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 17.09.1984 - 14:30 Date Data Seite 1067-1068 Page Pagina Ref. No 20 012 702 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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