83.074
CH_VB_001Ch Vb28.11.1983Originalquelle öffnen →
Vérification des pouvoirs et prestation de serment1580 N 28 novembre 1983 responsabilité disciplinaire sont également applicables aux buralistes postaux. L'incompatibilité du mandat de conseiller national avec un statut de fonctionnaire fédéral se fonde sur le principe de la séparation des pouvoirs. Des employés qui en dernier ressort dépendent du Conseil fédéral ne doivent pas appar- tenir en même temps au législatif. Ainsi le Parlement peut conserver son indépendance comme organe décisionnel et de contrôle. D'autre part, la structure hiérarchique de l'administration ne doit pas être perturbée (cf. Kurt Eichen- berger, avis de droit sur la question de l'incompatibilité, 1975, pages 10 à 17). Selon la doctrine et la jurisprudence, il ne fait aucun doute que les employés de la Confédération tombent également sous le coup des incompatibilités prévues par l'article 77 de la Constitution (cf. Jean-François Aubert, Traité de droit constitutionnel suisse 1967, 1982, n° 1264). En 1925, le Conseil fédéral a jugé qu'un buraliste postal était un employé au sens de l'article 77 CF bien que ses prestations personnelles se soient limitées à environ deux heures de travail par jour (procès-verbal de la séance du 7 décembre 1925). La position spéciale du buraliste postal ne justifie, de l'avis du Bureau provisoire, aucune autre décision. Les motifs généraux rappelés ci-dessus plaident en faveur d'une séparation claire des fonctions d'employé fédéral et de conseiller national. Lors des débats parlementaires con- cernant, la loi sur les droits politiques en 1976, la proposi- tion a été faite, avec des arguments parfaitement défenda- bles, d'assouplir les dispositions sur les incompatibilités. La proposition a cependant été rejetée à une forte majorité (BON 1976; p. 18ss; E p. 521 ss). Proposition Le Bureau provisoire propose:
D'approuver le présent rapport.
De ne pas entrer en matière sur le recours de M. Franz Haymoz, Le Bry.
De valider les résultats des élections de 1983 au Conseil national pour tous les cantons. Herr Rüttimann unterbreitet im Namen des provisorischen Büros den folgenden schriftlichen Bericht:
Das provisorische Büro hat an seiner Sitzung vom
November 1983 gemäss Artikel 2 des Geschäftsregle- mentes des Nationalrates die Wahlprüfung vorbereitet.
Der Bericht des Bundesrates vom 9. November 1983 und die Wahlprotokolle der Kantone geben zu keinen Einwen- dungen Anlass. Im Kanton Genf ersetzt Herr Jean Revaclier, Satigny, den am
November 1983 verstorbenen Nationalrat Gilbert Duboule. Nationalrat Revaclier ist erster Ersatzmann auf der Liste der Freisinnig-demokratischen Partei des Kantons Genf.
Beschwerde Mit Schreiben vom 9. November, beim Sekretariat der Bun- desversammlung eingegangen am 17. November 1983, reichte Franz Haymoz, Le Bry, eine Beschwerde gegen die Wahl der HH. Butty und Cottet ein. Die Eingabe ist nach Ablauf der gesetzlichen Beschwerdefrist eingegangen und entspricht den formellen Anforderungen nicht (Art. 77 und 78 des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 1976 über die politischen Rechte).
Unvereinbarkeiten 4.1 Nationalrat Jean-Pierre Bonny, Bern, ist gegenwärtig Direktor des Bundesamtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit. Diese Tätigkeit ist gemäss Bundesverfassung Artikel 77 mit dem Mandat eines Nationalrates nicht vereinbar. Nationalrat Bonny hat sich entschlossen, innerhalb der ihm zur Verfügung stehenden Frist von vier Monaten seit Antritt des Nationalratsmandates (Art. 18, Abs. 2 des Bundesgeset- zes über die politischen Rechte; SR161.1) aus dem Bundes- dienst auszuscheiden. 4.2 Nationalrat Jean-Jacques Hegg, Dübendorf, arbeitet als wissenschaftlicher Adjunkt beim fliegerärztlichen Institut des Bundesamtes für Zivilluftfahrt. Nationalrat Hegg hat sich ebenfalls entschlossen, bis spätestens Ende März 1984 seine Stelle als Bundesbeamter aufzugeben. 4.3 Nationalrat Pierre-David Candaux ist Posthalter in Pre- mier, Kanton Waadt. Das provisorische Büro ist zum Schluss gekommen, dass zwischen seinem Amt als Posthalter und dem Mandat eines Nationalrates Unvereinbarkeit besteht. Nationalrat Candaux hat sich entschlossen, innerhalb der gesetzlichen Frist das Amt als Posthalter von Premier aufzu- geben. Das Anstellungs- und Dienstverhältnis der Posthalter ist in den Personalvorschriften C 3 der Generaldirektion der PTT geregelt. Gemäss Ziffer 0201 dieser Personalvorschriften sind Posthalter Angestellte des Bundes. Auf ihr Dienstver- hältnis findet subsidiär das Beamtengesetz (SR 172.221.10) und die Beamtenordnung l (SR 172.221.101) Anwendung. Die Rechtstellung eines Posthalters unterscheidet sich von derjenigen eines Bundesbeamten vor allem dadurch, dass er nicht zu ausschliesslich persönlicher Dienstleistung ver- pflichtet ist, sondern Hilfskräfte beiziehen kann (Ziff. 0202). Ausserdem bezieht er keinen festen Lohn, sondern wird entsprechend dem Umsatz seines Postbüros entlöhnt (Ziff. 17ff). In bezug auf die allgemeinen Pflichten und Rechte ist er allerdings dem Bundesbeamten gleichgestellt: so gelten beispielsweise die Regeln des Beamtengesetzes über das Streikverbot, die Pflicht, Dienstbefehle zu vollzie- hen, und die Vorschriften über das Disziplinarwesen auch für Posthalter. Die Unvereinbarkeit des Nationalratsmandates mit einer Beamtenstellung ergibt sich aus dem Prinzip der personel- len Gewaltentrennung. Letztlich vom Bundesrat abhängige Beamte sollen nicht gleichzeitig der Legislative angehören. Dadurch soll das Parlament seine Unabhängigkeit als Entscheid- und Kontrollorgan bewahren, und andererseits soll der hierarchische Aufbau der Verwaltung nicht gestört werden (vgl. Kurt Eichenberger, Rechtsgutachten über Fra- gen der Unvereinbarkeit, 1975, S. 10 bis 17). Es ist in der Literatur und Praxis unbestritten, dass neben den Beamten auch die Angestellten des Bundes von der Unvereinbarkeitsbestimmung in BV Artikel 77 erfasst sind (Jean-François Aubert, Traité de droit constitutionnel suisse 1967, 1982, Nr. 1264). Der Bundesrat hatte im Jahre 1925 einen Posthalter als Beamten im Sinne von BV Artikel 77 qualifiziert, obwohl dessen persönliche Dienstleistung im Tag nur etwa zwei Stunden betrug (Sitzungsprotokoll vom
Dezember 1925). Die spezielle Rechtstellung des Posthal- ters rechtfertigt nach Auffassung des provisorischen Büros auch heute keinen anderen Entscheid. Die aufgeführten allgemeinen Gründe sprechen für eine klare personelle Trennung von Beamtenfunktion und Nationalratsmandat. Bei der parlamentarischen Beratung des Bundesgesetzes über politische Rechte im Jahre 1976 wurde zwar mit vertret- baren Gründen gefordert, die Unvereinbarkeitsregeln zu lok- kern. Der Vorschlag wurde aber mit grossem Mehr abge- lehnt («Amtliches Bulletin» N 1976,18ff.; S. 521 ff.). Antrag Das provisorische Büro beantragt:
Diesen Bericht zustimmend zur Kenntnis zu nehmen.
Auf die Beschwerde von F. Haymoz, Le Bry, nicht einzu- treten.
Die Ergebnisse der Nationalratswahlen 1983 für alle Kan- tone zu validieren. Rüttimann, Berichterstatter: Das provisorische Büro hat am
November die Wahlprüfung vorbereitet und Ihnen noch letzte Woche einen Bericht zustellen lassen. Daraus können Sie ersehen, dass keine Beschwerden gegen die Wahlen eingereicht wurden. Einzig aus dem Kanton Freiburg wurde eine verspätete Eingabe eingereicht, die überdies nicht an die zuständige Behörde gerichtet ist. d. h. der betreffende Kanton wurde übergangen und die Beschwerde direkt an' die Bundeskanzlei eingereicht. Die drei Fälle, bei denen Unvereinbarkeit mit dem National-
November 1983 N 1581Wahlprüfung und Vereidigung ratsmandat besteht, konnten gelöst werden. Die drei betrof- fenen Nationalräte geben ihre Tätigkeit als Beamte bzw. als Angestellte des Bundes auf. Allerdings haben Sie zu Ziffer 43 Absatz 3 einen Minderheitsantrag des Herrn Günter erhalten, den er noch begründen wird. Das provisorische Büro hat sich indessen mit 6 zu 1 Stimmen - Herr Günter ist ja Mitglied des provisorischen Büros - für die Validierung und für die Unvereinbarkeit in allen drei Fällen ausgespro- chen. Das provisorische Büro liesssich im übrigen über das Wahlverfahren im Kanton Genf orientieren. Vor vier Jahren hatte es nämlich das Vorgehen der Genfer Behörden kriti- siert und verlangt, dass gewisse Verbesserungen vorgenom- men werden. Es konnte mit Befriedigung feststellen, dass dies in der Zwischenzeit, also für die Wahlen vom vergange- nen 23. Oktober, geschehen ist. Das provisorische Büro beantragt Ihnen deshalb, auf die verspätete Eingabe nicht einzutreten und die Ergebnisse der Nationalratswahlen zu validieren. M. Meizoz, rapporteur: Le Bureau provisoire désigné par le doyen d'âge, M. Mario Soldini, s'est réuni le 22 novembre pour examiner les procès-verbaux d'élection. Le rapport écrit, vous renseigne sur le contenu et le résultat de ses délibérations. Je me propose maintenant, non pas de répé- ter ce qui est exposé dans ce rapport, mais bien plutôt d'apporter un éclairage complémentaire sur trois points qui ont plus particulièrement retenu son attention. Tout d'abord, en ce qui concerne le recours de M. Franz Haymoz, habitant Le Bry, canton de Fribourg, contre l'élec- tion de MM. Laurent Butty et Joseph Cottet, il y a lieu de souligner qu'en vertu de l'article 77, 2 e alinéa de la loi fédérale sur les droits politiques, celui-ci aurait dû être déposé au plus tard le troisième jour après la publication, le 28 octobre 1983, des résultats dans la Feuille officielle du canton de Fribourg, soit le 31 octobre 1983. En réalité, ce recours n'a été déposé que le 9 novembre, autrement dit neuf jours après l'expiration du délai que je viens d'indiquer. Dans ces conditions, le Bureau provisoire, unanime, vous demande de ne pas entrer en matière sur le recours de M. Franz Haymoz. S'agissant des incompatibilités, si les cas de MM. Jean- Pierre Bonny et Jean-Jacques Hegg n'ont donné lieu à aucune discussion, les choses paraissant claires à tous les membres du Bureau provisoire, celui de M. Pierre-David Candaux a, en revanche, suscité une large discussion. La question se pose en effet de savoir si les dispositions sur les incompatibilités telles qu'elles sont définies aux articles 77 de la constitution fédérale et 18 de la loi fédérale sur les droits politiques sont applicables à un buraliste postal, dont le statut, comparé à celui des autres agents de la Confédéra- tion, a un caractère particulier que le rapport écrit met d'ailleurs en évidence. Le Bureau provisoire, par 6 voix contre 1 et pour les raisons avancées dans ce rapport, répond par l'affirmative à cette interrogation. Ainsi que M. Jean-François Aubert l'expose dans son Traité de droit constitutionnel suisse, l'incompatibilité vaut pour toutes les fonctions publiques dont les titulaires sont nommés par le Conseil fédéral ou un organe inférieur. Elle s'applique donc à tous les fonctionnaires de l'administra- tion, de l'entreprise des PTT, des CFF etc. Elle s'applique également, par analogie de motifs, aux employés et aux ouvriers de ces mêmes entreprises. Le Bureau provisoire, qui fait sienne cette interprétation des textes légaux, sou- ligne à votre intention que de multiples tentatives ont été faites au fil des années pour lever l'incompatibilité touchant les fonctionnaires subalternes. Au lendemain de la première guerre mondiale, un premier projet de modification de la loi présenté par le Conseil fédéral a échoué devant le Conseil des Etats. Une initiative populaire, de contenu identique, a été rejetée par le peuple le 11 juin 1922. Plus près de nous, en 1976 pi us exactement, l'examen du projet de loi fédérale sur les droits politiques a offert l'occasion à notre conseil de se prononcer sur plu- sieurs propositions visant à rendre moins rigoureuses les règles de l'incompabilité. Il l'a fait en les rejetant toutes à de très fortes majorités. Le problème que nous avons à résoudre en l'occurence n'est pas nouveau. Il s'est présenté à deux reprises sans le passé. La première fois en 1925, lorsque M. Christian Foppa, buraliste postal à Vigens, dans les Grisons, fut élu au Con- seil national. La deuxième fois, en 1947, lorsque M. Joseph Moulin, buraliste postal à Voilages, fut désigné par les électeurs pour occuper l'un des sept sièges valaisans de ce conseil. Dans les deux cas, les intéressés après avoir choisi de remplir leur mandat de conseiller national, ont été amenés à démissionner de leur emploi au service de la Confédération. Le Bureau provisoire par 6 voix contre 1, estime qu'il y a lieu de placer M. Candaux devant le même choix, choix que celui-ci a d'ailleurs opéré, le secrétariat de l'Assemblée fédérale ayant reçu communication de sa décision de renon- cer à sa fonction de buraliste postal dans le délai légal, soit pour le 28 mars prochain au plus tard. Je vous rappelle enfin que le Bureau provisoire chargé de rapporter sur les élections au Conseil national de 1979 avait observé que la procédure électorale appliquée dans le can- ton de Genève avait entraîné: «la validation par les autorités compétentes de certains suffrages nominatifs qui figuraient sur les bulletins à un endroit inadéquat.» Cette situation avait conduit notre conseil, le 26 novembre 1979, à donner mandat au Conseil fédéral: «D'user de son influence auprès des autorités genevoises pour que, lors des prochaines élections au Conseil national, le dépouillement du scrutin ne donne lieu à aucune confu- sion». Il nous plaît aujourd'hui de porter à votre connaissance que le canton de Genève a tenu compte des observations faites en 1979 et mis à la disposition des électeurs participant au scrutin du 23 octobre 1983 des bulletins de vote répondant pleinement au vœu exprimé il y a quatre ans par notre assemblée. Je conclus en vous proposant, au nom du Bureau provi- soire, d'approuver le présent rapport, de ne pas entrer en matière sur le recours de M. Franz Haymoz et, enfin, de valider les résultats des élections de 1983 au Conseil natio- nal pour tous les cantons. Günter: Bis auf einen Punkt sind wir mit dem Bericht des provisorischen Büros einverstanden. Bei diesem einen Punkt geht es - wie schon erwähnt - um die postulierte Unvereinbarkeit unseres neuen Kollegen Pierre-David Candaux, der Posthalter in Premier und zugleich Nationalrat ist. Das Prinzip der Verfassung und des Gesetzes über die politischen Rechte ist die personelle Gewaltentrennung. Wir halten dieses Prinzip grundsätzlich für richtig. Vom Sinn des Gesetzes her gesehen ist es aber klar, dass zwischen einem Posthalter und dem Bundesrat keine Beeinflussung und damit keine Durchbrechung der Gewaltentrennung existiert. Es ist nämlich offensichtlich, dass in unserem Rat zahlreiche Leute sitzen, die viel direkter von den Entscheiden unserer Regierung abhängig sind - seien es Subventionen, Geschäftsaufträge oder andere Verknüpfungen, die zu unserem wohlbekannten helvetischen Filz gehören. Wir sind also in vielfältiger Hinsicht in diesem Rat recht anfällig auf sinngemässe Uberspielung der Gewaltentrennung - mit Sicherheit viel mehr als der Posthalter von Premier, einem kleinen Ort im Waadtland. Die Frage stellt sich nun, ob es nach dem Buchstaben des Gesetzes zwingend ist, diese Unvereinbarkeit anzunehmen, obwohl es sinngemäss offensichtlich falsch ist. Eine derar- tige Unvereinbarkeit kann aus unserer Sicht nur angenom- men werden, wenn man das Gesetz einengend interpretiert. Ist es aber sinnvoll, gegenüber Leuten, die von der Basis unseres Volkes kommen, gegenüber «Kleinen» - Herr Kol- lege Candaux, Sie entschuldigen diese Qualifikation - das Gesetz möglichst genau anzuwenden, wenn man auf der anderen Seite um die Abhängigkeiten Bescheid weiss, wie
Vérification des pouvoirs et prestation de serment1582 N 28 novembre 1983 sie sonst in einflussreichen Kreisen des Bundes zu pflegen herrschen? Ein Posthalter ist kein Beamter, wie die Bundesverfassung in Artikel 77 vorschreibt, er ist höchstens ein Angestellter. Er ist auch nicht einmal ein eigentlicher Bundesangestellter, sondern nach der Entlöhnung eher ein Unternehmer, der wie andere Vertragspartner für die PTT arbeitet. Hier gibt es mehr als genug Ansatzpunkte, die Unvereinbarkeit abzuleh- nen, wenn man grosszügig sein möchte. Und dazu möchte ich Sie auffordern. Wir sind vor Jahren im Fall von Kollege Ott grosszügig gewesen und haben ihn als Professor und nicht als Theologen angesehen, damit er im Rat bleiben konnte. Wir sind im Falle des Preisüberwachers Herrn Leo Schlumpf grosszügig gewesen und haben die Fortführung des Parlamentmandates akzeptiert. Die Eidgenossenschaft ist grosszügig gegenüber der Lösung im Ständerat, wo Direktoren von Bundesämtern und ETH-Professoren pro- blemlos wählbar sind. Interpretieren wir also hier das Gesetz seinem Sinn gemäss, dazu möchte ich Sie auffordern. Der Nationalrat - das haben Sie gehört - hat bereits einmal über dieses Problem entschieden, nämlich 1925 im Falle des Posthalters Christian Foppa aus Graubünden. Damals wurde entschieden, dass eine Unvereinbarkeit besteht. Nach fast 60 Jahren - glaube ich - ist es an der Zeit, einen einmaligen Entschluss neu zu überdenken und allenfalls zu neuen Schlüssen zu kommen. Das Problem der Abhängig- keit findet heute auf einer ganz anderen Ebene statt. Ich weiss, dass im Falle von Kollege Candaux ein Mitglied der Familie die Poststelle übernehmen kann und er als dessen Angestellter auch gemäss unseren juristischen Puri- sten problemlos weiterarbeiten und dennoch Nationalrat sein kann, weil er dann nämlich der Angestellte dieses Familienangehörigen und nicht des Bundes ist. Dennoch scheint mir der vom Büro vorgeschlagene Weg falsch, ja sogar scheinheilig zu sein. Er zementiert zudem eine spitz- findige und unrealistische Praxis. Es geht heute nicht darum, Herr Kollege Meizoz, das Gesetz über die politischen Rechte durch die Hintertür zu ändern, sondern es geht darum, eine sinngemässe, der heutigen Zeit angepasste Interpretation dieses Gesetzestextes zu finden. Da der Fall eine prinzipielle Bedeutung hat, habe ich mir erlaubt, hierzu das Wort zu ergreifen. Ich möchte Sie namens der Landesring/EVP-Fraktion ersuchen, meinem Antrag zuzustimmen und eine Unvereinbarkeit im Falle unseres Kollegen Candaux abzulehnen. M. Soldini, doyen d'âge: Je remercie M. Günter. Nous sommes donc en présence de deux propositions, l'une de la majorité du Bureau provisoire, qui vous invite à approuver le rapport qui vous a été remis, l'autre de M. Günter, qui vous demande de prendre acte du rapport mais de ne pas approuver le chiffre 4.3 déclarant incompatibles te mandat de conseiller national et la fonction de buraliste postal. Les rapporteurs du Bureau provisoire ont demandé la parole. Je la leur donne. M. Meizoz, rapporteur: Vous me permettrez, en ma qualité de rapporteur du Bureau provisoire, de faire quelques remarques au sujet de la proposition présentée par M. Günter, et à laquelle j'ai déjà répondu en partie par anticipa- tion dans mon rapport oral. S'agissant du fond du problème soulevé par M. Günter, je comprends fort bien son point de vue et je pense avec lui qu'il serait souhaitable d'assouplir les dispositions légales définissant les cas d'incomptalibilité. Cependant, je souligne au nom de la majorité du Bureau provisoire qu'en l'état actuel des choses, il ne sied pas que nous nous écartions d'une pratique constante qui est conforme à la volonté du législateur. C'est ainsi qu'en 1976 - j'en ai parlé il y a un instant - une proposition visant à m'appliquer la règle de l'incompatibilité qu'aux fonctionnaires directement nommés par le Conseil fédéral a été rejetée par 102 voix contre 65. D'autre part, les dispositions constitutionnelles et légales en vigueur ne permettent pas de faire une distinction entre les diverses catégories de fonctionnaires de la Confédération. Elles ne prévoient aucune exception pour les fonctionnaires qui n'exercent leurs fonctions au service de la Confédéra- tion que quelques heures par jour, comme cela peut être le cas pour des buralistes postaux. Je conseille donc à M. Gunter, s'il entend creuser ce pro- blème, de déposer une motion et de rendre ainsi possible un examen de cette question par notre conseil. Au nom du Bureau provisoire, je vous invite donc à repous- ser la proposition présentée par M. Günter. Rüttimann, Berichterstatter: Ich will nicht wiederholen, was bereits im schriftlichen Bericht enthalten ist, ich wollte das auch nicht in meinem ersten Votum tun. Hingegen möchte ich klar betonen, dass wir uns gegen den Antrag Günter wenden, nämlich diese Unvereinbarkeitsfrage im Falle Can- daux zu verneinen. Ich möchte auch erwähnen, dass Herrn Günter der Weg offensteht, eine Motion einzureichen - das wäre die erste in der neuen Legislatur -, damit diese Frage erneut studiert werden kann. Wir können heute nicht einen Grossteil unse- rer Sitzung für diese Validierungsfrage verwenden. Die Mehrheit des Büros kam deshalb zu diesem Beschluss, weil
Régie des alcools. Gestion et compte 1983/19831584 N 28 novembre 1983 voir bientôt étouffé par la surabondance des sujets qu'il a à traiter. Nous avons en retard plus de 250 interventions personnelles; divers objets du Conseil fédéral attendent depuis trois mois, voire six mois, d'être traités. Je voudrais donc vous demander d'être discrets dans vos demandes d'initiative, motions, postulats et autres interpellations. Per- mettez-moi de vous signaler que, bien souvent, quelques minutes d'entretien avec un conseiller fédéral, voire avec un haut fonctionnaire sont plus efficaces qu'une motion ou qu'une interpellation. Evidemment, la presse et les médias n'en parlent pas, mais je suis certain que l'efficacité vous préoccupera plus que la publicité. Vous avez élu un médecin à votre présidence. Cela n'était plus arrivé depuis 1848, date où Robert Steiger, radical lucernois et docteur en médecine, fut élu deuxième prési- dent de ce conseil. Comme deuxième médecin, je prescris donc à ce conseil de lutter contre la pléthore, qui est aussi nuisible à un corps politique qu'à un corps humain. J'en viens à ma deuxième et dernière recommandation. Rappelez-vous que, même élus à ce conseil, vous avez - nous avons - des familles. Depuis onze ans que je siège dans cette salle, j'ai eu l'occasion de me rendre compte que les parlementaires avaient parfois tendance à l'oublier. Le Parlement nous enlève à nos femmes (à vos maris, Mes- dames) et à nos enfants. Ils ont tous les inconvénients de notre fonction et n'en retirent pratiquement aucun avantage. Si j'en parle, c'est pour vous le remettre en mémoire, et surtout pour rendre hommage à nos victimes conjugales et pour les remercier d'accepter leur sort. Autant que nous, plus peut-être, elles servent le pays. Il me paraissait légitime de le dire au début de cette législature. J'ai terminé et je conclurai en souhaitant que notre travail, durant cette session et durant cette année, soit le plus aisé et le plus efficace possible. Je ferai ce que je pourrai pour cela, je vous demande de m'y aider. Merci d'avance et encore. (Applaudissements) Wahl des Vizepräsidenten des Nationalrates für 1983/84 Election du vice-président du Conseil national pour 19837 1984 Ergebnis der Wahl - Résultat du scrutin AusgeteilteStimmzettel / Bulletins délivrés 197 eingelangt / rentrés 197 leer / blancs 11 ungültig / nuls 0 gültig / valables 186 absolutes Mehr / majorité absolue 94 Es wird gewählt / Est élu Herr Koller Arnold mit 175 Stimmen Ferner haben Stimmen erhalten / Ont obtenu des voix: Verschiedene / Divers 11. Le président: Je félicite M. Koller pour sa brillante élection et l'invite à occuper le siège du vice-président. Wahl der Stimmenzähler - Election des scrutateurs Ergebnis der Wahl - Résultat du scrutin AusgeteilteStimmzettel / Bulletins délivrés 176 eingelangt / rentrés 174 leer / blancs 5 ungültig / nuls 0 gültig / valables 169 absolutes Mehr / majorité absolue 85 Es werden gewählt / sont élus HerrVetsch mit 165 Stimmen Monsieur de Chastonay avec 160 voix HerrNauer mit 160 Stimmen HerrNussbaumer mit 156 Stimmen Monsieur Pini avec 156 voix Herr Reichling mit 154 Stimmen Herr Müller-Aargau mit 153 Stimmen Monsieur Riesen-Fribourg avec 133 voix Le président: Je félicite les huit scrutateurs de leur élection. Je souhaite qu'une collaboration fructueuse s'établisse entre les scrutateurs, les vice-présidents et moi-même au cours des séances du Bureau. #ST# 83.053 Alkoholverwaltung. Geschäftsbericht und Rechnung 1982/83 Régie des alcools. Gestion et compte 1982/1983 Bericht und Beschlussentwurf vom 19. September 1983 Rapport et projet d'arrêté du 19 septembre 1983 Bezug bei der Eidgenössischen Alkoholverwaltung, Länggassstrasse 31, Bern S'obtiennent auprès de la Régie fédérale des alcools, Länggassstrasse 31, Berne Herr Kunz unterbreitet namens der Kommission für Gesundheit und Umwelt den folgenden schriftlichen Be- richt: Die Rechnung der Eidgenössischen Alkoholverwaltung schliesst bei einem Ertrag von 424,8 Millionen Franken und einem Aufwand von 162 Millionen Franken mit einem Rein- ertrag von 276,1 Millionen Franken ab. Der Reinertrag ist damit praktisch gleich hoch wie im Vorjahr. Die Rechnung des Jahres 1982/83 wird durch dieausseror- dentlich grosse Obsternte 1982 geprägt, welche sowohl den Aufwand als auch den Ertrag massgeblich beeinflusst hat:
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Wahlprüfung und Vereidigung Vérification des pouvoirs et prestation de serment In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1983 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 01 Séance Seduta Geschäftsnummer 83.074 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 28.11.1983 - 15:30 Date Data Seite 1579-1584 Page Pagina Ref. No 20 012 016 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
Programmgesteuerter Zugriff
API- und MCP-Zugriff mit Filtern nach Quellentyp, Region, Gericht, Rechtsgebiet, Artikel, Zitat, Sprache und Datum.