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CH_VB_001Ch Vb07.06.1983Originalquelle öffnen →
Compte d'Etat 1982 1897 juin 1983 geliert (1104 Millionen), und (was weit weniger erfreulich ist) ein Reinaufwand in der Gesamtrechnung, in der bekanntlich auch die vermögensmässigen Auswirkungen berücksichtigt werden, von 1,236 Milliarden Franken. Um diesen Betrag steigt die Unterdeckung der Bilanz auf über 15 Milliarden an. Der Fehlbetrag der Bilanz lag 1974 noch bei 1,6 Milliarden. Er hat sich somit in den letzten acht Jah- ren nahezu verzehnfacht. Dass eine solche Entwicklung unhaltbar ist und dringend gestoppt werden muss, haben wir heute bereits mit aller Deutlichkeit dargelegt. Ausschlaggebend für das gegenüber dem Voranschlag geringer ausgefallene Defizit in der Finanzrechnung waren - wie schon im Vorjahr - die Fiskalerträge. Aussergewöhnli- che Mehreingänge verzeichneten die Verrechnungssteuer ( + 500 Millionen) und die Stempelabgaben ( + 198 Millio- nen), aber auch die Warenumsatzsteuer brachte 122 Millio- nen mehr als budgetiert. Die Fiskalerträge, die rund 92 Prozent der Einnahmen aus- machen, haben gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Milliarden oder 10,3 Prozent zugenommen. Die Verrechnungssteuer errreichte mit einem Ertrag von 2,15 Milliarden einen neuen Höchststand. Ein guter Teil dieser Erträge wird aber - bei jetzt stark gesunkenen Zinssätzen - wieder zurückerstattet werden müssen. Die Verrechnungssteuer einigermassen zuverlässig schätzen zu können, erweist sich als sehr schwierig, obwohl - wie wir uns überzeugen konnten - die Prognosemethoden laufend verbessert werden. Nach wie vor unbefriedigend ist die Art der Verbuchung dieser Ein- nahmen. Wir haben im Bericht der Finanzdelegation auf die- ses Problem hingewiesen. Die Tatsache, dass die Ausgaben im Rechnungsjahr ziem- lich gut im budgetierten Rahmen gehalten werden konnten (die Budgetvorgaben wurden um 384 Millionen oder 2 Pro- zent überschritten), darf über den erneut starken Ausgabenanstieg nicht hinwegtäuschen. Gegenüber 1981 beträgt die Wachstumsrate 9,8 Prozent und liegt damit erheblich über dem Anstieg des nominellen Bruttosozial- produktes. Obschon die Teuerung auch an den Bundesausgaben nicht spurlos vorbeigegangen ist, kann das beträchtliche Ausga- benwachstum nicht allein damit begründet werden. Die trotz Sparprogrammen starke Ausgabenerhöhung entfällt im wesentlichen auf die beiden mit Finanzplan und Budge- tierung nicht steuerbaren Positionen
Ce montant a presque décuplé en l'espace de huit ans seulement. Je constate aussi que malgré des recettes supplémentaires imprévues s'élevant à plus de 1 milliard, les finances fédérales sont loin d'être sorties de la période déficitaire et que la charge nette d'intérêts s'élève à près de 700 millions. Dès lors, la vigilance est de mise, je l'ai dit tout à l'heure, je ne veux pas me répéter: nous devons être attentifs à l'éla- boration des futurs budgets pour renforcer encore notre volonté d'arriver à l'équilibre. Eintreten ist obligatorisch L'entrée en matière est acquise de plein droit Behörden und Gerichte - Autorités et tribunaux Genehmigt - Approuvé Departement für auswärtige Angelegenheiten Département des affaires étrangères Genehmigt - Approuvé Departement des Innern Département de l'intérieur Genehmigt - Approuvé Justiz- und Polizeidepartement Département de justice et police Genehmigt - Approuvé Militärdepartement - Département militaire Genehmigt - Approuvé Finanzdepartement - Département des finances Genehmigt - Approuvé Volkswirtschaftsdepartement Département de l'économie publique Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartement Département des transports, des communications et de l'énergie Belser, Berichterstatter: In der Rechnung 1982 präsentiert sich das Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartement einerseits als Wachstums-, andererseits als Schrumpfungs- departement, Wachstum bei den Ausgaben, Schrumpfung
Juni 1983190 Motion Muheim bei den Einnahmen, so dass sich der Ausgabenüberschuss dieses Departements im vergangenen Jahr um sage und schreibe 26 Prozent erhöhte, und zwar geht das durch alle Bundesämter hindurch. Zum Beispiel ist das Bundesamt für Verkehr, das gewichtigste, mit einem Ausgabenwachstum von 13,4 Prozent beteiligt, das Bundesamt für Zivilluftfahrt mit 21,5 Prozent, das Bundesamt für Wasserwirtschaft mit 24 Prozent und das Bundesamt für Energiewirtschaft mit 15 Prozent. Die Einnahmen des Departements sanken wegen der Halbierung der Gewinnablieferungen der PTT um 30 Prozent. Trotz dieses Wachstums der Ausgaben ist an der Rechnung nun herzlich wenig auszusetzen, weil alles abgedeckt ist durch Budget und Budgetnachträge. Das heisst also nichts anderes, als dass wir als Parlament die- sem Ausgabenwachstum, sei es der Not gehorchend oder dem eigenen Triebe, zugestimmt haben. Das Ausgabenwachstum in diesem Departement macht aber auch deutlich, dass wir hier nicht um Eingriffe in die Finanzierungsstruktur bzw. die Ausgabenstruktur herum- kommen. Deshalb bin ich nicht glücklich über das, was man bei den Verkehrsvorlagen auch in zeitlicher Hinsicht macht. Die Stellung, die wir dem öffentlichen Verkehr einräumen wollen, und seine Finanzierung müssen rasch geordnet werden. Desgleichen gehört ernsthaft überprüft, ob der längst den Kinderschuhen entwachsene Luftverkehr weiter- hin Subventionen benötigt. Mit diesem Bemerkungen bitte ich Sie um Zustimmung zu dieser Rechnung. M. Chevallaz, conseiller fédéral: Je prends note des remar- ques de M. Belser. Je suis tout à fait incapable de lui expli- quer les raisons des mystères qu'il évoque. Genehmigt - Approuvé Gesamtvoranschlag - Budget général Genehmigt - Approuvé Anhang - Annexe Bundesamt für Rüstungsbetriebe Office fédéral de la production d'armements Genehmigt - Approuvé Eidgenössische Münzstätte - Monnaie fédérale Genehmigt - Approuvé Bundesbeschluss - Arrêté fédéral Eintreten ist obligatorisch L'entr.ee en matière est acquise de pleine droit Detailberatung - Discission par articles Titel und Ingress, Art. 1 und 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Titre et préambule, art. 1 et 2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral Angenommen - Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 27 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Nationalrat - Au Conseil national #ST# 83.353 Motion Muheim Finanzordnung - Régime financier Wortlaut der Motion vom 8. März 1983 Der Bundesrat wird eingeladen, eine Finanzordnung vorzu- legen, welche die Entflechtung von Bund und Kantonen unterstützt, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen indirek- ter und direkter Besteuerung herstellt, die Grenzen der steuerlichen Gesamtbelastung des Bürgers und der Wirt- schaft beachtet und schrittweise in Ergänzung der notwen- digen Sparprogramme zu einem ausgeglichenen Bundes- haushalt führt. Zu diesem Zweck ist zuhanden des Parlaments und des Volkes eine Verfassungsvorlage zu unterbreiten, worin die nachfolgenden Grundsätze in etwa verwirklicht werden:
Die Warenumsatzsteuer ist aufzuheben, da sie die für die wirtschaftliche Entwicklung dringend notwendige Investi- tionstätigkeit hemmt und zudem die schweizerischen Exportgüter auf den ausländischen Märkten preislich benachteiligt.
Die Wust ist durch eine verwaltungsmässig einfache Umsatzsteuer auf dem Verbrauch von Gütern und Dienstlei- stungen mit minimalem Steuersatz abzulösen.
Ein bestimmter Teil dieser Umsatzsteuer ist zur Siche- rung der Bundesleistungen zugunsten der Sozialversiche- rungen zu verankern.
Die direkte Bundessteuer ist in Teilschritten, welche den vollen Ausgleich der kalten Progression mitumfassen, her- abzusetzen und in Etappen in eine reine Finanzausgleichs- steuer überzuführen. Die dadurch im Bundeshaushalt ent- stehenden Ausfälle sind gleichzeitig und ebenfalls schritt- weise durch Anhebung des Steuersatzes der neuen Umsatzsteuer vollumfänglich auszugleichen. Texte de la motion du 8 mars 1983 Le Conseil fédéral est chargé d'élaborer un régime financier qui favorise la désimbrication des tâches de la Confédéra- tion et des cantons, qui instaure un rapport judicieux entre la taxation directe et indirecte, tout en tenant compte des limites à l'imposition des citoyens et de l'économie, le tout de manière à réaliser progressivement et en complément aux nécessaires programmes d'économies, l'équilibre du budget fédéral. Dans ce but, le Gouvernement est prié de présenter au Par- lement et au peuple un projet de révision constitutionnelle visant à mettre en œuvre les principes suivants:
L'impôt sur le chiffre d'affaires doit être supprimé car il décourage l'investissement indispensable à l'activité éco- nomique et renchérit les marchandises suisses écoulées sur les marchés étrangers.
L'ICHA doit être remplacé par un impôt de taux minimal sur la consommation de biens et services qui entraîne un minimum de tâches administratives.
Une partie du produit de cet impôt doit être affectée au financement des prestations fédérales au titre des assu- rances sociales.
L'impôt fédéral direct doit être abaissé en plusieurs phases, tout compte tenu de la compensation intégrale de la progression à froid, pour être transformé progressive- ment en un impôt visant uniquement à la péréquation finan- cière. Simultanément, les pertes que subiront de ce fait les finances fédérales seront entièrement compensées, par une augmentation, également progressive, du nouvel impôt prévu plus haut. Mitunterzeichner - Cosignataires: Binder, Genoud, Kündig, Meier Hans, Schönenberger (5)
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Staatsrechnung 1982 Compte d'Etat 1982 In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1983 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 02 Séance Seduta Geschäftsnummer 83.022 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 07.06.1983 - 08:00 Date Data Seite 188-190 Page Pagina Ref. No 20 011 675 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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