- Dezember 1982 N
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Interpellation Schnyder-Bern
compte de la décision du Parlement relative à la réduction
des horaires de travail envisagée par le Conseil fédéral ainsi
que de sa décision concernant le plafonnement des
emplois, à la suite d'une initiative parlementaire de la Com-
mission de gestion.
- L'auteur de l'interpellation aimerait en outre savoir s'il
est prévu d'adopter une réglementation plus libérale pour le
rachat d'années d'assurance aux Caisses fédérales d'assu-
rance et de pension, afin de faciliter l'engagement de per-
sonnes moins jeunes dans les régies.
Pour répondre à cette seconde question, il y a lieu de rap-
peler que l'intéressé ne participe que pour moitié environ à
la couverture du rachat, le reste étant pris en charge par la
Confédération. Il serait en outre possible de ne pas payer le
montant du rachat ou de n'en verser qu'une partie, ce qui
se répercuterait bien entendu sur les rentes à verser ulté-
rieurement. En règle générale ces rentes, bien que
réduites, se situeraient néanmoins toujours dans les limites
des prestations fixées par la loi fédérale instituant la pré-
voyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité.
Abandonner le système actuel de rachat alourdirait égale-
ment les charges du ménage fédéral et n'aurait finalement
qu'un effet assez limité. Pour les temps de crise, il convien-
drait, en revanche, d'envisager des mesures appropriées,
plus efficaces en matière d'emploi. Le Conseil fédéral ne
considère donc pas qu'il faille modifier pour l'instant l'arti-
cle 13 des statuts de la Caisse d'assurance.
Präsident: Frau Christinat erklärt sich von der Antwort des
Bundesrates teilweise befriedigt.
#ST# 82.370
Interpellation Schnyder-Bern
Wald- und Holzwirtschaft. Massnahmen
Interpellation Schnyder-Berne
Sylviculture et industrie du bois. Mesures
Wortlaut der Interpellation vom 17. März 1982
Der seit Herbst 1981 ständig steigende Frankenkurs ist im
Begriffe, über die positiven Wirkungen der Teuerungsbe-
kämpfung hinauszuschiessen und durch eine zunehmende
Exporterschwerung wichtige Infrastrukturen und zahlreiche
Arbeitsplätze der Inlandwirtschaft insbesondere auch der
Wald- und Holzwirtschaft zu gefährden und zu vernichten.
Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass den auslän-
dischen handelspolitischen Aktivitäten in der Wald- und
Holzwirtschaft mit gezielten Exportförderungsmassnahmen
bzw. Mengenbegrenzungen beim Import oder allenfalls
Festlegung von Mindestpreisen zu begegnen sei?
Texte de l'interpellation du 17 mars 1982
Le cours du franc suisse, qui n'a pas cessé d'augmenter
depuis l'automne 1981, est en train d'avoir des effets qui
dépassent le but visé, soit la lutte contre le renchérisse-
ment; l'exportation devient de plus en plus difficile; des
structures économiques importantes et de nombreuses
places de travail de l'économie intérieure - en particulier de
l'économie forestière et de l'économie du bois - sont
menacées et risquent même de disparaître.
Le Conseil fédéral n'est-il pas également de l'avis qu'il faut
répondre à la politique commerciale pratiquée par l'étranger
en prenant, en faveur de l'économie forestière et de l'éco-
nomie du bois, des mesures spécifiques d'encouragement
à l'exportation, en limitant quantitativement l'importation ou,
le cas échéant, en fixant des prix minimums?
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Was im Bericht des Bundesrates für die Aussenwirtschaft
aufgrund des erhöhten Frankenkurses und der zunehmen-
den handelspolitischen Aktivitäten im Ausland festgehalten
ist, trifft für die Wald- und Holzwirtschaft in einem weit här-
teren Masse zu, als für die anderen Wirtschaftszweige.
Allein infolge der Währungsentwicklung Schweizerfranken/
Lira ist das für die Pflege unserer Wälder zwingend ins Aus-
land auszuführende Laubholz aus dem Jura und Nadelholz
aus dem Berggebiet und Mittelland seit einem Jahr um
mehr als 30 Prozent teurer geworden. Umgekehrt wird
österreichisches und deutsches Schnittholz mit nahezu
täglich tieferen DM- oder Schillingkursen laufend billiger
eingeführt und verdrängt selbst beim öffentlichen Bau das
Schweizerholz, Preisrückgänge von 10, 20 und mehr Pro-
zent bei fortlaufend höheren Kosten und massiven Umsatz-
und Mengeneinbussen - im Schweizerwald allein ein Nut-
zungsrückgang von 20 bis 30 Prozent - sind nicht unge-
wöhnlich. Spektakuläre Konkurse in der Branche mit ent-
sprechenden Verlusten an Arbeitsplätzen und Verarbei-
tungskapazitäten sind die Folge dieser Entwicklung. Die
Lage der Wald- und Holzwirtschaft ist damit kritischer als in
den Rezessionsjahren 1978/79. Alle bisherigen Anstrengun-
gen, ähnlich wie 1978/79 mit direkten gezielten und befri-
steten Massnahmen auf dem Gebiete der Währungssiche-
rung, der Tarifpolitik mit den Bahnen und der Überwachung
der Einfuhren, ein Abwehrdispositiv aufzubauen, blieben
erfolglos.
Aus den dargelegten Gründen ist der Zeitpunkt direkter,
gezielter und rascher Aktionen im Rahmen der aussenwirt-
schaftlichen Möglichkeiten für die Wald- und Holzwirtschaft
zwingend. Dürfen wir noch darauf hinweisen, dass die Bun-
desbehörden seinerzeit im Zusammenhang mit den Diskus-
sionen um die EFTA- und EG-Verträge die exponierte Stel-
lung der schweizerischen Wald- und Holzwirtschaft aner-
kannt und entsprechende Zusicherungen abgegeben
haben. Heute gilt es, sich daran zu erinnern, ansonsten
nicht wieder gutzumachende Schäden in Kauf genommen
werden müssen.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Rapport écrit du Conseil fédéral
Der Bundesrat hat soeben von einem Bericht über die aktu-
ellen Probleme der schweizerischen Wald- und Holzwirt-
schaft Kenntnis genommen und zur Orientierung der inter-
essierten Kreise freigegeben. Dieser Bericht ist im Auftrag
des Eidgenössischen Departementes des Innern durch eine
aus Vertretern der Wald- und Holzwirtschaft sowie aus allen
angesprochenen Verwaltungen und der Nationalbank gebil-
dete ad-hoc-Arbeitsgruppe unter der Federführung des
Bundesamtes für Forstwesen erarbeitet worden. Von die-
sem Bericht ausgehend nimmt der Bundesrat zu den einzel-
nen Fragen der Interpellation wie folgt Stellung:
Der Bundesrat kann trotz allem Verständnis für die Belange
der Wald- und Holzwirtschaft nicht von einem Sonderfall
Holz ausgehen. Auch andere Wirtschaftszweige haben mit
den wiederholten Währungsschwankungen, den konjunk-
turellen Tiefs sowie mit den Folgen struktureller Schwächen
(Verzettelung des Angebots, Sortimentsfragen usw.) zu
kämpfen. In letzter Zeit haben sich übrigens einige die
Wald- und Holzwirtschaft besonders belastende währungs-
politische Faktoren wieder positiv verändert, namentlich
das Verhältnis des Schweizerfrankens zur Lira.
Die Möglichkeiten des Bundes, den Export von Holz und
Holzwaren zu fördern, beschränken sich - abgesehen von
Naturkatastrophen - auf die Exportrisikogarantie sowie auf
die Hilfeleistungen, die der Dienst für Exportförderung des
Bundesamtes für Aussenwirtschaft in Zusammenarbeit mit
den diplomatischen Vertretungen der Schweiz zu bieten
hat. Dagegen fehlen gesetzliche Grundlagen, die es erlau-
ben würden, für Holzwirtschaft Subventionen auszurichten.
Massnahmen dieser Art Hessen sich kaum auf den Holzsek-
tor beschränken und stünden im Widerspruch zu der Ziel-
richtung der schweizerischen Aussenwirtschaftspolitik. Es
Interpellation Girard
1814
N 17 décembre 1982
kann übrigens nicht Sache des Bundes sein, die Risiken
einer einseitigen Ausrichtung der Exporttätigkeit beim Holz
auf Italien durch Sondermassnahmen abzudecken.
Was den zunehmenden Importdruck und den sich zuspit-
zenden internationalen Wettbewerb anbetrifft, unterschei-
den sich die Verhältnisse im Holzsektor ebenfalls nicht der-
art von jenen in anderen Bereichen unserer Wirtschaft, dass
Anlass bestünde, einseitig gezielte Einfuhrbeschränkungen
oder Mindestpreise an der Grenze zu verfügen. Es liegen
keine nachweisbaren Tatbestände vor, die es erlauben wür-
den, aufgrund der einschlägigen Bestimmungen der natio-
nalen Gesetzgebung und der geltenden Handelsverträge
solche Schutzmassnahmen zu erlassen. Der Bundesrat ver-
weist in diesem Zusammenhang auf seine Ausführungen
zum Problem Holz in der Botschaft vom 16. August 1972
zum Freihandelsabkommen mit der EWG. Danach kann es
nicht in erster Linie Aufgabe der Handelspolitik sein, dem
Wald seine wirtschaftliche Existenz zu gewährleisten und
seine gemeinwirtschaftlichen Funktionen über Massnah-
men an der Grenze sicherzustellen.
Präsident: Herr Schnyder erklärt sich von der Antwort des
Bundesrates teilweise befriedigt.
#ST# 82.533
Interpellation Chopard
Milchkontingentierung. Unregelmässigkeiten
Contingentement du lait. Irrégularités
Wortlaut der Interpellation vom 29. September 1982
Experten des Bundesamtes für Landwirtschaft stellten
offenbar skandalöse Unregelmässigkeiten mit Milchkontin-
genten fest. Nach Pressemeldungen vom September 1982
sollen nicht nur Produzenten, sondern auch der Milchver-
band Laiteries Réunies mit Sitz in Genf verwickelt sein. Die
Beträge, welche die Abteilung für Milchwirtschaft für die
über die Kontingente hinausgegangenen Milchlieferungen
zurückverlangt, bewegen sich zwischen 3000 und 100000
Franken.
Der Bundesrat wird deshalb um folgende Auskünfte gebe-
ten:
- Wie beruteilt der Bundesrat die Umgehung der Milchkon-
tingentierung?
- Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu treffen,
um solche Missbräuche in der Zukunft zu verhindern?
- Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, angesichts
der Beteiligung einer mit der Durchführung staatlicher Auf-
gaben betrauten privaten Organisation, sei eine strafrechtli-
che Abklärung der Tatbestände notwendig?
Texte de l'interpellation du 29 septembre 1982
Des experts de l'Office fédéral de l'agriculture ont, paraît-il,
découvert des irrégularités scandaleuses touchant le
contingentement de la production du lait. A en croire des
informations parues dans la presse en septembre 1982, il
n'y a pas que des producteurs de lait qui seraient impliqués
dans ces fraudes, mais la Fédération laitière «Laiteries Réu-
nies» elle-même, dont le siège est à Genève. Les montants
dont le remboursement est réclamé par la division du lait,
en arguant de livraisons dépassant les contingents autori-
sés, oscillent entre 3000 et 100 000 francs.
En conséquence, le Conseil fédéral est invité à donner les
renseignements suivants:
- Comment le gouvernement qualifie-t-il cette entorse
faite au contingentement de la production laitère?
- Quelles mesures se propose-t-il de prendre afin d'éviter
que de tels abus se reproduisent à l'avenir?
- En égard au fait qu'une organisation privée qui est char-
gée d'accomplir des tâches officielles et publiques est
impliquée dans cette affaire, le Conseil fédéral n'estime-t-il
pas lui aussi, qu'il est nécessaire de faire élucider tous les
faits sur le plan pénal?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Aider,
Ammann-St. Gallen, Auer, Bäumlin, Bircher, Borei, Bratschi,
Braunschweig, Bundi, Eggenberg-Thun, Eggli, Gerwig,
Gloor, Günter, Hubacher, Jaeger, Jaggi, Keller, Lang,
Leuenberger, Loetscher, Mauch, Meier Werner, Morel,
Muheim, Müller-Aargau, Nauer, Neukomm, Oehler, Oester,
Ott, Reimann, Reiniger, Renschier, Robbiani, Rubi, Ruffy,
Schalcher, Schär, Stich, Uchtenhagen, Wagner, Weber-
Arbon, Widmer, Zehnder, Zwygart (47)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht
eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
Rapport écrit du Conseil fédéral
Die vom Interpellanten erwähnten Unregelmässigkeiten bei
der Milchkontingentierung im Gebiet der Laiteries Réunies
in Genf sind von einem Inspektor des Zentralverbandes
schweizerischer Milchproduzenten aufgedeckt worden,
welcher zur weiteren Abklärung einen Beamten des Bun-
desamtes für Landwirtschaft beizog. Die Untersuchungen
zur Feststellung des genauen Sachverhaltes und zur Eruie-
rung aller Beteiligten sind seitens des Bundesamtes für
Landwirtschaft aufgenommen worden, werden aber in
Anbetracht der grossen Zahl von notwendigen Einvernah-
men längere Zeit in Anspruch nehmen. Die Untersuchung
bezweckt selbstverständlich auch die Ermittlung der Perso-
nen, die sich strafrechtlich schuldig gemacht haben.
Im einzelnen halten wir fest:
- Der Bundesrat verurteilt solche Machenschaften aufs
schärfste. Sie sind nicht nur unsolidarisch, sondern stellen
die Durchführung der Milchkontingentierung ganz allgemein
in Frage.
- Unsere Verordnungen über die Milchkontingentierung
regeln die Einzelheiten der Durchführung. Weisungen des
Bundesamtes für Landwirtschaft ergänzen die Verordnun-
gen. Das Abrechnungswesen ist klar geregelt. Dessen
ungeachtet lassen sich Missbräuche nicht im voraus ver-
meiden; um so schärfer müssen die Verantwortlichen bei
Unregelmässigkeiten zur Rechenschaft gezogen werden.
- Der Kreis der an den Unregelmässigkeiten Beteiligten
steht zurzeit noch nicht fest.
Präsident: Herr Chopard ist von der Antwort des Bundesra-
tes befriedigt.
#ST# 82.514
Interpellation Girard
Kabelfernsehen und Satellitenrundfunk.
Europäisches Übereinkommen
Télévision par câble et radiodiffusion directe
par satellite. Convention européenne
Wortlaut der Interpellation vom 23. September 1982
Befürwortet der Bundesrat die Empfehlung 926 (1981) der
Parlamentarischen Versammlung des Europarates, wonach
ein europäisches Übereinkommen zur Regelung des Kabel-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Schnyder-Bern Wald- und Holzwirtschaft. Massnahmen
Interpellation Schnyder-Berne Sylviculture et industrie du bois. Mesures
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans
Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In
Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1982
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
82.370
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
17.12.1982 - 08:00
Date
Data
Seite
1813-1814
Page
Pagina
Ref. No
20 011 071
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