Postulat Günter957
N 23 juin 1983
Was der Bund wissen muss - weshalb man Richtwerte ver-
wendet -, ist ganz einfach: Hier können wir nicht nach der
Bibel leben: In dieser Frage muss die Linke wissen, was die
Rechte tut. Der Bund hat eine Finanzplanung und Finanz-
perspektiven, die PTT auch. Es würde wahrhaftig eigenartig
aussehen, wenn die Zahlen, die da verwendet werden, nicht
übereinstimmten. Diese 150 Millionen, die man eingesetzt
hat, sind insbesondere Planzahlen, Perspektiven, die über-
einstimmen müssen. Und es ist Ausdruck - der Höhe nach
- einer Erwartung, die nach Möglichkeit erfüllt werden soll.
Zum Problem dieser 1,3 Milliarden (das wurde schon oft
diskutiert) will ich mich jetzt nicht weiter äussern. National-
rat Bratschi hat richtig gesagt, mit diesen 20 Millionen Fran-
ken mehr oder weniger in die Reserve oder in die Bundes-
kasse lösen wir dieses Problem nicht einmal marginal. Aber
ich bin durchaus der Auffassung, dass es einmal grundsätz-
lich behandelt und erledigt werden soll. - Aber diese 1,3^
Milliarden Franken, auch wenn Sie sie auf der Passivseite
voll einbuchen, ändern nichts daran, dass die PTT eine nicht
nur buchhalterisch, sondern finanziell und wirtschaftlich
konsolidierte Unternehmung darstellt. Und bei der Beurtei-
lung des Konsolidierungsgrades spielt natürlich die wirt-
schaftliche Position eine ausserordentliche Rolle. Wenn Sie
in dieser regalgeschützten Position wirtschaften können
(nach unternehmerischen Grundsätzen), ist das eine Posi-
tion, die auch ihren Ausfluss hat auf die Bonität der Rech-
nung, der Bilanz. Da ist der Bedarf an Eigenkapital als
Reserve natürlich nicht gleich zu beurteilen wie dort, wo Sie
völlig dem rauhen Wind des Wettbewerbs ausgesetzt sind.
Eine letzte Bemerkung zu den Ausführungen von Natipnal-
rat Biel. Wir wollen mit der Tarifpolitik, wie sie jetzt in Über-
arbeitung ist, mit Tariferhöhungen, die auf März 1984 bevor-
stehen, keinen Raubzug auf die Kunden der PTT machen.
Aber wir wollen auch daran denken, dass wir in den letzten
zwei Jahren etwa 300 Millionen Franken jährlich Tarifreduk-
tionen im Fernmeldebereich vorgenommen haben, eben
unter Berücksichtigung der Kostenseite, der Ertragsseite
usw. Das wurde den Kunden der PTT zur Verfügung
gestellt, weil es gerechtfertigt war. Wir wollen nicht eine
«einbeinige» Tarifpolitik betreiben, d. h. nur im Fernmelde-
bereich möglichst viel erwirtschaften und dann den Aus-
gleich für die nicht kostendeckenden Positionen im Postbe-
reich suchen, sondern wir müssen ja auch dort - und das
ist das Ziel dieser Tarifanpassungen, die jetzt in Vorberei-
tung sind - den teilweise völlig ungenügenden Kostendek-
kungsgrad anheben. Wir werden in vielen Bereichen nicht
zu einer vollen Kostendeckung kommen.
Die Tarifpolitik des Bundes muss so betrieben werden
(unter Einbezug einer verfassungskonformen und wirt-
schaftlich ausgewiesenen Ablieferung an den Bund, soweit
das Rechnungsergebnis dies rechtfertigt) dass sie dafür
Gewähr bietet, dass wir aus diesem «Golden Girl» nicht
auch noch einen «Bettelstudenten» machen.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit 69 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit 28 Stimmen
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 95 Stimmen
Dagegen 3 Stimmen
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
#ST# 82.056
PTT. Voranschlag 1983. Nachtrag l
Budget 1983. Supplément l
Botschaft und Beschlussentwurf vom 20. April 1983
Message et projet d'arrêté du 20 avril 1983
Bezug bei der Generaldirektion PTT, Viktoriastrasse 21, Bern
S'obtiennent auprès de la Direction générale des PTT,
Viktoriastrasse 21, Berne
Beschluss des Ständerates vom 23. Juni 1983
Décision du Conseil des Etats du 23 juin 1983
Bratschi, Bericherstatter: Die Finanzkommission schlägt
Ihnen einstimmig vor, den Nachtrag l zum Voranschlag 1983
zu genehmigen.
M. Bonnard, rapporteur: Pour ceux qui, par hasard,
n'auraient pas compris, je vous signale que la Commission
des finances propose à l'unanimité l'approbation des cré-
dits supplémentaires, première série.
Eintreten ist obligatorisch
L'entrée en matière est acquise de plein droit
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress Art. 1-3
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, art. 1 à 3
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 90 Stimmen
(Einstimmigkeit)
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
#ST# 80.505
Postulat Ogi
Turnen und Sport.
Sonderbriefmarke mit Zuschlag
Gymnastique et sport.
Timbre spécial avec supplément de prix
Siehe Jahrgang 1981, Seite 1753 - Voir année 1981, page 1753
82.454
Postulat Günter
Sonderbriefmarken mit Zuschlag
Timbres spéciaux avec supplément de prix
Wortlaut des Postulats vom 24. Juni 1982
Der Bundesrat wird eingeladen, eine Änderung der VO über
die Ausgabe von Sonderbriefmarken durch die PTT zu prü-
fen. Insbesondere wird eine Prüfung der Frage angeregt, ob
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
PTT. Voranschlag 1983. Nachtrag I
Budget 1983. Supplément I
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans
Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In
Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1983
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
14
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
82.056
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
23.06.1983 - 15:00
Date
Data
Seite
957-957
Page
Pagina
Ref. No
20 011 508
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