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CH_VB_001Ch Vb13.12.1982Originalquelle öffnen →
Budget de la Confédération 1983 167813 décembre 1983 alle auf Rosen gebettet, besonders die Viehhalterbetriebe. Ich bin selber Inhaber eines solchen Betriebes. Wir legen aber keinen Wert auf gleichmässige Unzufriedenheit; wir mögen den Bergbauern anständige Kostenbeiträge gön- nen, und das hoffe ich auch von Ihnen. Ich bitte Sie, der Kommission zuzustimmen. Nef: Ich möchte Herrn Kaufmann widersprechen, wenn er sagte, die Bergbauern hätten es nicht mehr nötig, Holzer- arbeit zu verrichten. In unserer Gemeinde sind die Bergbau- ern bereits so dünn gesät und in ihrem Betrieb so stark ausgelastet, dass viele Nebenarbeiten gar nicht mehr über- nehmen können. Diese Situation wird sich bald noch in vie- len Bergtälern einstellen. Wir haben bei uns schon Auslän- der beiziehen müssen, um das Holz aufzuarbeiten, weil die Abwanderung schon weit fortgeschritten ist. Zum Thema: Wir haben in der Landwirtschaft im Flachland kostendeckende Preise. Unsere Landwirtschaftspolitik ist darauf ausgerichtet, im unproduktiven Berggebiet die not- gedrungen wachsende Differenz durch Direktzahlungen auszugleichen oder doch zu mildern. Diese Differenzen betragen, nach den Berechnungen von Tänikon und Brugg, heute 40 bis 50 Franken pro Tag. Wir wollen deswegen nicht jammern, aber immerhin darauf verweisen, dass es so ist. Ich ersuche Sie - wenn Sie die Bergbevölkerung erhal- ten wollen -, hier angemessene Direktbeiträge zu sprechen. Ich erinnere mich an meine Grossmutter, die mir erzählte, vor ungefähr 50 bis 60 Jahren sei eine Frau, der es im Leben sehr schlecht ging und der das Haus abgebrannt war, zum Gemeindeammann gegangen, der ihr aber ledig- lich tröstend sagte: «Ja, ja, Ihr seid wenigstens ans Elend gewöhnt.» Unsere Bergbauern wollen wir doch nicht so behandeln; dass wir auch ihnen sagen: «Ihr seid ans Unter- bezahltsein ja gewöhnt.» Bitte tun Sie hier den vorgesehenen Schritt, um den guten Willen gegenüber dieser Berufsgruppe zu zeigen. Hari, Berichterstatter: Vorab danke ich den Kollegen Bider- bost, Iten, Kühne und Nef, wie auch allen Fraktionsspre- chern, für die gute Unterstützung. Herr Kollege Kaufmann hat mehrere Male von seinem Verständnis für die Bergbau- ern gesprochen. Leider war aber sein Votum von einer ganz anderen Gesinnung getragen. Ich trete bewusst nicht auf seine Behauptungen ein und stelle kurz noch folgendes fest: Diese Rindviehhalterbeiträge sind produktegebunden und gehören zur absolut wirksamsten Hilfe unter allen Bun- desmassnahmen an die Bauern im Berg- und voralpinen Hügelgebiet. Ich ersuche Sie nochmals, der Kommission zuzustimmen und den Rahmenkredit auf 350 Millionen Franken festzule- gen. M. Martin, rapporteur: Je suis très heureux de pouvoir remercier tous ceux qui ont apporté leur soutien à la com- mission. Je constate avec satisfaction que, finalement, tous les' députés sont d'accord pour soutenir les paysans de montagne dont ils reconnaissent le rôle. A M. Kaufmann, qui trouvait le métier de paysan de mon- tagne si merveilleux, j'aimerais demander pourquoi dans ma commune il y avait trente paysans en 1940 et il y en a cinq aujourd'hui? Si nous voulons garder des paysans de montagne pendant qu'il y en a encore, nous devons les aider. C'est pourquoi je vous demande de voter le crédit de 350 millions comme le propose la majorité de la commission. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission 108 Stimmen Für den Antrag Kaufmann 20 Stimmen Art. 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen - Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 130 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Ständerat - Au Conseil des Etats #ST# 82.052 Voranschlag der Eidgenossenschaft 1983 Budget de la Confédération 1983 Differenzen - Divergences Siehe Seite 1560 hiervor - Voir page 1560 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 8. Dezember 1982 Décision du Conseil des Etats du 8 décembre 1982 104 Bundeskanzlei - Chancellerie fédérale 511.40 Büro- und Datenverarbeitungsmaschinen sowie Apparate Machines de bureau, ordinateurs et appareils Antrag der Kommission Mehrheit Festhalten Minderheit Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Majorité Maintenir Minorité Adhérer à la décision du Conseil des Etats Hofmann, Berichterstatter: Es bestehen zwischen den Beschlüssen des Nationalrates und des Ständerates fünf Differenzen, die auf der Fahne aufgeführt sind. Die erste Differenz betrifft Behörden und Gerichte, 104 Bundeskanz- lei, Ziffer 511.40 Büro- und Datenverarbeitungsmaschinen sowie Apparate. Der Bundesrat beantragt hier einen Kredit von 51 Millionen Franken. Der Nationalrat beschloss einen Kredit von 45 Millionen Franken. Der Ständerat schloss sich dem Bundesrat an. Die Finanzkommission des Nationalra- tes hat nun mit 9 zu 8 Stimmen beschlossen, am Beschluss des Nationalrates festzuhalten. Die von den Dienststellen unter dieser Position eingereichten Begehren beliefen sich ursprünglich auf 59 Millionen Franken. Nach verschiedenen Kürzungsrunden, die die Bundesverwaltung vornahm, wer- den nun mit dem Voranschlag 1983 noch 51 Millionen Fran- ken beantragt. Der Finanzkommission gab die rasante Ent- wicklung der Ausgaben im EDV-Bereich trotzdem zu Besorgnis Anlass. Es stellt sich die Frage, ob jede Entwick- lung mitgemacht werden muss und ob diese grossen Inve- stitionen auch tatsächlich zu entsprechenden Einsparungen führen. Der Aufgabenzuwachs liegt in dieser Sparte weit über der durchschnittlichen Zuwachsrate des Voranschla- ges 1983. Von selten des Bundesrates und der Verwaltung wurde nun geltend gemacht, man sollte unter dieser Posi- tion nicht die Zahlungskredite kürzen. Bundesrat und Ver- waltung seien einverstanden mit der Kürzung der Verpflich- tungskredite, wie sie vom Nationalrat hinsichtlich dieser
Budget de la Confédération 1983 168013 décembre 1983 schaft ohne Entschädigung zugemutet werden dürfen. Die Finanzkommission des Nationalrates beantragt Ihnen des- halb mit 15 zu 1 Stimme Festhalten am Beschluss des Nationalrates, d. h. Kürzung dieser Position um 300 000 Franken auf 70 000 Franken. M. Barchi, rapporteur: Nous en sommes ici à la seconde divergence qui existe encore entre la Commission des finances et le Conseil des Etats. A une nette majorité, votre commission a décidé d'abaisser ces contributions de 370 000 francs jusqu'à un montant de 70 000 francs. Ces dernières relèvent du domaine des «subventions-baga- telles». Il s'agit en effet de subsides qui sont accordés aux communes en rapport avec l'activité de contrôle que celles-ci exercent sur les demandes de remboursement de droits de douane sur les carburants, cela dans le cadre de l'utilisation des carburants dans l'agriculture. Nous sommes ici devant un cas typique où le rapport coût-utilité est inac- ceptable et qui entraîne - je le répète - l'octroi de sub- sides-bagatelles n'occasionnant que des dépenses supplé- mentaires à l'administration. Il faut donc les supprimer. Je vous recommande en l'occurrence d'approuver la déci- sion de la majorité de votre commission. Angenommen - Adopté 804 Bundesamt für Wasserwirtschaft Office fédéral de l'économie des eaux 391.01 Forschungs- und Studienaufträge Mandats de recherche et d'étude Antrag der Kommission Festhalten Proposition de la commission Maintenir Hofmann, Berichterstatter: Der Voranschlag des Bundesra- tes sah hier einen Betrag von 147000 Franken vor. Der Beschluss des Nationalrates lautete auf 122000 Franken. Der Ständerat entschied sich für die Variante des Bundes- rates. Die Finanzkommission des Nationalrates beantragt Ihnen mit 13 zu 4 Stimmen Festhalten am Beschluss des Nationalrates. Die Finanzkommission des Nationalrates möchte hier ein Zeichen setzen, indem die Kosten solcher Studienaufträge vermehrt auf die Nutzniesser überwälzt werden sollen. Wir beantragen Ihnen also Festhalten am Beschluss des Nationalrates. M. Barchi, rapporteur: Nous sommes ici au poste 391.01 «Mandats de recherche et d'étude» dans le domaine de l'Office fédéral de l'économie des eaux. La Commission des finances et notre conseil ont approuvé la réduction à 122000 francs d'un crédit, prévu dans le budget à 147000 francs. Pourquoi cette réduction? M. Kaufmann, qui a pré- sidé une délégation de la section du Département des transports, des communications et de l'énergie, a eu à ce titre, l'occasion de faire une inspection à l'Office fédéral de l'économie des eaux et notamment à propos de ces man- dats de recherche et d'étude. M. Kaufmann a constaté que certaines dépenses, en particulier celles concernant l'étude de petites forces motrices, pourraient fort bien être suppor- tées par les bénéficiaires de ces expertises. En outre, il a été aussi relevé que l'Administration des finances ayant déjà porté à ce crédit une réduction de 38 000 francs, le département avait trouvé la possibilité de financer ces man- dats de recherche et d'étude par le biais d'autres crédits. C'est pour cette raison que tout d'abord la section du Département des transports, des communications et de l'énergie, puis ensuite la Commission des finances, ont décidé de ramener ce crédit à 122000 francs. En l'occur- rence, je vous recommande de suivre la position prise par votre commission. Angenommen - Adopté Verpflichtungskredite für 1983 Crédits d'engagements pour 1983 5.4 ETH Zürich und Lausanne EPF Zurich et Lausanne Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Hofmann, Berichterstatter: Der Ständerat hat diesen Ver- pflichtungskredit für die ETH Zürich und Lausanne auf Seite 56* Ziffer 5.4 um 8 Millionen Franken hinaufgesetzt auf 44 Millionen Franken. Das Begehren um Erhöhung die- ses Verpflichtungskredites wurde erst nach der Budgetbe- ratung im Nationalrat an den Ständerat eingereicht. Es handelt sich um eine Dringlichkeit. Der Sachverhalt ist der folgende: Die Europäische Organi- sation für Kernforschung (CERN) in Genf realisiert gegen- wärtig das Projekt des sogenannten LEP-Grossbeschleuni- gers. (LEP ist die Abkürzung für Large electron positron machine.) Mit dem Bau dieses grössten Beschleunigers der Welt soll die Erforschung der Grundbausteine der Materie und der fundamentalen Kräfte der Natur noch eingehender ermöglicht werden. Die Gesamtkosten dürften rund 1 Mil- liarde Franken betragen; sie werden aus dem normalen CERN-Finanzhaushalt bestritten. Das vorliegende Kreditbe- gehren betrifft die Teilnahme schweizerischer Forschung an einem Experiment, das am neuen Beschleuniger durchge- führt werden soll, und das für die Schweiz, ihre Industrie und das Ansehen ihrer Hochschulen von beachtenswerter Bedeutung ist. Die aktive Mitarbeit von schweizerischen Wissenschaftern und Firmeningenieuren erlaubt einen direkten Zugriff auf modernste Technologien, die so für die schweizerische Industrie nutzbar gemacht werden können. Zurzeit werden die ersten vier Experimente, die am LEP durchgeführt werden sollen, ausgewählt. Die Schweiz kann sich an einem wissenschaftlich hervorragenden Experiment beteiligen, das aus der Zusammenarbeit zwischen der ETH Zürich und dem Massachusetts Institute for Technology hervorgegangen ist. Dabei geht es zusammengefasst darum, zu erforschen, aus welchen und wie vielen Grund- bausteinen die Welt aufgebaut ist und ob und wie sich die Kräfte der Natur vereinen lassen, d. h. theoretische Erkenntnisse sind experimentell nachzuweisen. Am Projekt beteiligen sich 30 Institutionen aus acht Ländern. Nebst den Wissenschaftern des Instituts für Hochenergiephysik der ETH Zürich arbeiten aus der Schweiz auch Forscher der Universitäten Genf und Lausanne mit. Die Kosten des Expe- riments werden nach dem gegenwärtigen Preisstand auf 84 Millionen Franken veranschlagt, die vor allem für die Konstruktion und Beschaffung von Messanordnungen benötigt werden. In die Finanzierung teilen sich die acht beteiligten Länder, worunter die USA mit einem Anteil von 40 Millionen Franken und die Schweiz mit einem solchen von 14 Millionen Franken. Die ETH Zürich und der Schwei- zerische Nationalfonds - in Verbindung mit kantonalen Hochschulen - werden aus ihren Budgetkrediten 6 Millio- nen Franken an die Experimentiereinrichtungen beitragen. Die weiteren 8 Millionen Franken stammen aus Mitteln des Schulratsbereichs und dienen der Beschaffung von Roh- materialien, aus denen ein Spezialmagnet aufgebaut wird. Für die Materialbeschaffung wird nun dieser Verpflichtungs- kredit von 8 Millionen Franken beantragt, dem der Stände-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Voranschlag der Eidgenossenschaft 1983 Budget de la Confédération 1983 In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1982 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 09 Séance Seduta Geschäftsnummer 82.052 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 13.12.1982 - 15:30 Date Data Seite 1678-1681 Page Pagina Ref. No 20 011 012 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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