- Dezember 1982
N1767
Parlament. Raumbedarf
#ST# 82.044
Parlament. Raumbedarf
Parlement. Locaux
Botschaft und Beschlussentwurf vom 2. Juni 1982 (BBI II, 909)
Message et projet d'arrêté du 2 juin 1982 (FF II, 933)
Beschluss des Ständerates vom 28. September 1982
Décision du Conseil des Etats du 28 septembre 1982
Antrag der Kommission
Eintreten
Proposition de la commission
Entrer en matière
Miiller-Balsthal, Berichterstatter: Mit Botschaft vom 2. Juni
1982 legt uns der Bundesrat - auf Wunsch der Büros beider
Räte - einen Entwurf zu einem Bundesbeschluss über Aus-
bauarbeiten im Parlamentsgebäude und in den Bundeshäu-
sern West und Ost mit einer Kostenfolge von 2175000
Franken vor. Es geht gewissermassen um die Bestellung
unseres eigenen Hauses. Die Anträge sind durch eine spe-
zielle Studienkommission während fast zweier Jahre in
geduldiger Arbeit, in ungezählten Verhandlungen und mit
Unterstützung des Amtes für Bundesbauten und des Bun-
desamtes für Organisation im wahrsten Sinne des Wortes
erarbeitet und erdauert worden. Die vorliegende Botschaft
gibt darüber Auskunft. Begründung und Projektbeschriebe
haben Sie erhalten. Ich will mich kurz fassen und mich dar-
auf beschränken, das Wichtigste zu nennen, und das, was
noch Anlass zu ' Missverständnissen geben könnte, ins
rechte Licht zu rücken.
Zur Ausgangslage: Die Vereinigung der Bundeshausjourna-
listen machte - meines Erachtens zu Recht - in ihrem
Schreiben vom 26. Oktober 1977, also vor fünf Jahren, auf
die ungünstigen Arbeitsbedingungen in den Journalisten-
zimmern aufmerksam. Erste Aussprachen führten nicht
zum Ziel. Drei Projekte, als Variantenjunterbreitet, erwiesen
sich als unrealisierbar. Die Journalisten weigerten sich
auch, Arbeitsplätze im Hotel Bellevue in Erwägung zu zie-
hen. Schliesslich stand die Frage zur Diskussion, ob die
Handbibliothek, mindestens zum Teil, mit entsprechendem
Ausbau abzutreten wäre. Auch eine solche Lösung stiess
bei den Fraktionen auf erheblichen Widerstand, so dass
Parlament und Medienvertreter Gefahr liefen, sich in einer
Sackgasse zu verrennen. Und in dieser Situation - der
Briefwechsel war inzwischen zu einem rechten Stapel ange-
wachsen, Vorschläge und entsprechende Rückweisungs-
entscheide füllen Dossiers - setzten die beiden Büros eine
Studienkommission «Raumfragen des Parlamentes» ein.
Ich will lediglich die beiden Grundsatzbeschlüsse wiederho-
len. Sie bilden die Basis der heute zum Entscheid vorgeleg-
ten Artikel 1 und 2. Erstens entstand die Frage, wer im
Grunde genommen über diese Einrichtungen unter und
rund um die Bundeskuppel zu bestimmen habe. Wir haben
uns wie folgt entschieden: Die Priorität im Bundeshaus
kommt dem Parlament zu, dann den Parlamentsdiensten,
dann dem Bundesrat mit seinen engsten Mitarbeitern und
an letzter Stelle der Verwaltung. Zugegeben, diese absolute
Priorität lässt sich vielleicht nur für das eigentliche Parla-
mentsgebäude so klar vertreten. Dort, wo die Grenze zwi-
schen den Flügeln West und Ost überschritten wird, appel-
lieren wir ganz einfach an das Verständnis unserer Regie-
rung. Dort befinden wir uns im Übergangsbereich zu einem
erweiterten Hausherrenstandpunkt, den wir als Aufsichtsin-
stanz vertreten können. Der damals an der Sitzung anwe-
sende zuständige Vorsteher des Departementes des Innern
akzeptierte diesen Standpunkt aber ohne Vorbehalte. Ich
notiere dies deshalb so ausdrücklich, weil wir später mit
dem Bundesrat einige Differenzen hatten und nur nach
beharrlichem Festhalten durchgedrungen sind.
Der zweite Grundsatz: Als konkretes Begehren lagen vor-
erst die Vorschläge der Bundeshausjournalisten vor; die
Überprüfung durch eine Studienkommission konnte indes-
sen nur erfolgversprechende Resultate zeitigen, wenn sie
gleichzeitig die gesamten Raumbedürfnisse abklärte.
Die Arbeitsverhältnisse dieses Milizparlamentes sind
ebenso prekär; die Anforderungen an die Effizienz des
Sekretariates der Bundesversammlung als Dienstleistungs-
betrieb hinter den Kulissen, an den Dokumentationsdienst
und den Kommissionendienst ganz allgemein steigen stän-
dig. Auf dieser Grundlage forderten wir je 25 neue Arbeits-
plätze für Journalisten und Parlament. Auf dieser Basis sind
wir vorgegangen. Dabei konnten wir, wie eingangs erwähnt,
auf die fachliche Beratung der zuständigen Organe - Bun-
desamt für Organisation und Amt für Bundesbauten - zäh-
len. Im wesentlichen geht es um folgende Anträge:
- Verbesserung unserer Möglichkeiten durch Schaffung
neuer Arbeitsplätze - das ist ja modern in der heutigen
Wirtschaftslage - für National- und Ständeräte, und zwar im
Bundeshaus West, drittes Obergeschoss. Hier stellt uns
das Justiz- und Polizeidepartement 15 Büros zur Verfü-
gung, die mit je zwei Pulten ausgerüstet werden. Ersatz
erhält das Justiz- und Polizeidepartement an der Bundes-
gasse 32. Ferner sollen Umdispositionen in der Handbiblio-
thek vorgenommen'werden.
- Verbesserung der Arbeitsbedingungen der schreiben-
den Presse. Die jetzigen Zimmer werden neu eingerichtet;
ferner werden das Zimmer 6 und die kleinen Büros 55a, b, c
als Tageslichträume zur Verfügung gestellt und entspre-
chend eingerichtet. Als einziges und eigentliches Umbau-
projekt soll der Hohlraum unter dem Nationalratssaal als
Grossraumbüro mit etwa 25 Arbeitsplätzen - allerdings mit
künstlichem Licht - ausgebaut werden.
- Verbesserung der Raumverhältnisse für die Parlaments-
dienste. Dabei erhält unter anderem der ebenfalls unter
erschwerten Bedingungen funktionierende Dokumenta-
tionsdienst die längst notwendigen zusätzlichen drei Büros.
Zu den Kommissionsberatungen: Ihre vorberatende Kom-
mission hat sich diesem Ergebnis in einer längeren Aus-
sprache gewidmet. Die Zusammensetzung der Kommission
- nämlich Büro Nationalrat, erweitert durch einige Mitglieder
der Studienkommission, unter dem Präsidium von Frau
Hedi Lang - erleichterte die Beratung, weil die grosse
Mehrheit an den Vorentscheidungen der vergangenen
Jahre beteiligt war und weil das Büro des Nationalrates
selbst diese Lösung dem Bundesrat vorgeschlagen hatte.
Wir unterbreiten Ihnen unseren Antrag auf Zustimmung mit
allen Stimmen bei einer Enthaltung und bitten Sie, dieser
Lösung, diesem zum Teil mühsam erarbeiteten Kompro-
miss, zuzustimmen. Unseren Antrag begleiten wir mit zwei
wesentlichen Feststellungen:
Die erste - und hier wäre ich eigentlich froh, wenn ich auch
das Ohr und nicht nur die Feder der zuhörenden Pressever-
treter finden würde - ist die folgende: Mit den Ausbauplä-
nen zugunsten der Medien im Bundeshaus realisiert der
Bundesrat, realisiert das Parlament als Hausherr einen wei-
teren Ausbauschritt, einen wesentlichen Ausbauschritt. Ide-
ale Verhältnisse lassen sich nicht schaffen. Die Raumreser-
ven sind zu diesem Zeitpunkt erschöpft. Die Kommission
glaubt sogar, dass wir damit an die Grenze der Ausbau-
möglichkeiten für die Presse gelangen.
Bei weiteren Begehren - und wir sind davon überzeugt,
dass sie mittelfristig wieder auftauchen - stellt sich die
Grundsatzfrage, nämlich die Problematik der Unterbringung
der Medien im Bundeshaus, ganz allgemein. Lösungen aus-
serhalb des Bundeshauses werden dann zur Debatte ste-
hen. Wir sind den Journalisten - vielleicht geht es die Zei-
tungsverleger an - dankbar, wenn sie sich in dieser Hinsicht
frühzeitig ihre Gedanken machen würden. Wahrscheinlich
müssen diese Fragen dann vor allem mit den Arbeitgebern
diskutiert werden, da sie in der Konsequenz auch die
Kostenfrage, mindestens die Frage der Kostenbeteiligung,
aufwerfen.
Die zweite Feststellung machen wir in eigener Sache. Auch
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unsere Wünsche sind mit der vorliegenden Botschaft noch
nicht ideal erfüllt. «Jedem Nationalrat, jedem Ständerat ein
Büro» wäre vielleicht der Wunschtraum. Ein Milizparlament
hat das Recht - wenn wir gegenüber der immer stärkeren
Verwaltung nicht hoffnungslos in Rückstand geraten wollen
- auf optimale Arbeitsbedingungen, auf Hilfsmittel, auf Ein-
richtungen, die unsere eigene Effizienz stärken, die das
organisatorische Umfeld verbessern sollen. In diesem Sinne
wären andere zusätzliche, allerdings kostspieligere Projekte
denkbar. Was vorliegt, bedeutet aber bereits einen Fort-
schritt: massvoll und kostengünstig liegt jetzt ein Antrag
vor. Stimmen Sie ihm zu! Denn ein Spatz in der Hand ist
besser als die Taube auf dem Dach.
In der Kommission hat vor allem Herr Kollege Reichling den
vorerwähnten, etwas kritischen Gedanken sehr pointiert
Ausdruck gegeben. Er wird sie - so nehme ich an - hier
noch vortragen und sie mit einem Antrag begleiten, der auf
Ihren Pulten liegt. Wir werden später dazu Stellung nehmen.
Ferner ist im Laufe der Diskussion um den Projektbe-
schrieb eine kleine Differenz bei der Zuteilung der drei
zusätzlichen Büros an den Dokumentationsdienst entstan-
den. Über die Mehrheitsmeinung der Kommission werde ich
Sie nach der Begründung des Antrages Weber-Arbon
orientieren und Ihnen das geeignete Vorgehen vorschlagen.
Zum Schluss erwähne ich der Vollständigkeit halber, dass
sich die freisinnige Fraktion diesen Anträgen anschliesst.
M. Riesen-Fribourg, rapporteur: Les Chambres fédérales
n'ont pas toujours eu le privilège de siéger dans les hémicy-
cles et les locaux où elles sont actuellement installées. Le
Palais du Parlement proprement dit fut édifié de 1894 à
1902, entre les ailes ouest et est. La première de ces ailes
était déjà à la disposition de l'administration dès 1852 et la
seconde dès 1902. L'ensemble du complexe, soit les deux
ailes et le bâtiment central, fut alors communément appelé
Palais fédéral.
Ce rappel historique démontre que le Parlement a dû
s'insérer dans l'étroit terrain que l'administration avait laissé
libre, entre ces deux bâtiments. Pour occuper ce terrain, le
Parlement a dû non seulement donner de la voix - ce qui
est sa prérogative naturelle - mais il a encore dû jouer des
coudes, ce qui ne lui est pas habituel, étant donné sa légen-
daire tranquillité I
En effet, collectivement au moins, les parlementaires sont
tranquilles et modestes. Leur statut de miliciens au service
du peuple les maintient du reste dans ces humbles condi-
tions. Mais, depuis la mise à disposition de notre actuel
Palais du Parlement, le nombre des conseillers nationaux a
augmenté de 147 à 200, alors que celui des députés au
Conseil des Etats a passé de 44 à 46. Cette progression,
elle aussi, reste dans la limite d'une modestie de bon aloi.
En revanche, les tâches dévolues aux parlementaires ont
exploses. Si cet accroissement fu_t^cp_ntinu,la courbe s^est
très fortement redressée dès la fin de la Seconde Guerre
mondiale. La charge de travail qui incombe, aujourd'hui, aux
parlementaires miliciens ordinaires - je ne dis pas moyens,
car ce terme pourrait revêtir un aspect péjoratif - prend à
tout le moins la dimension d'une demi-occupation à plein
temps. Cet accroissement du travail parlementaire est
confirmé par trois phénomènes, qui sont d'ailleurs paral-
lèles. La demande toujours plus grande des locaux de tra-
vail à disposition des parlementaires à proximité immédiate
des lieux de séances est à l'origine de nombreuses trans-
formations, notamment dans les combles de ce bâtiment,
où plusieurs bureaux ont déjà été créés à leur intention.
Parallèlement à l'augmentation du travail parlementaire, les
besoins de l'information se sont amplifiés dans une mesure
plus grande encore. La presse écrite s'est développée et
les médias électroniques ont pris une place encore absolu-
ment vierge en 1902. Cela a justifié d'autres transformations
importantes pour aménager dans cet immeuble, de nou-
velles places de travail pour les journalistes accrédités,
ainsi que des studios de radio et de télévision.
Enfin, en 1902, le Parlement ne disposait, comme service
propre, que du secrétariat de l'Assemblée fédérale. Depuis
lors, et surtout ces vingt dernières années, les services pro-
pres du Parlement se sont également développés. Pour
mémoire, je cite, tout d'abord, les secrétariats permanents
des Commissions des finances et de gestion, ainsi que le
service de documentation.
Cette évolution générale et irréversible fait que nous
sommes, aujourd'hui, très à l'étroit dans notre Palais du
Parlement. Dans ces conditions, nous devons établir des
priorités. A tout seigneur, tout honneur! La priorité numéro
un revient au Parlement et à ses propres services. Le
deuxième ordre de priorité concerne les médias qui sont
nos auxiliaires naturels pour communiquer avec l'opinion
publique. En troisième et dernier rang viennent les besoins
de l'administration qui est, pour une fois, plus souple que
nous et nous l'en remercions. Il y a du reste bien longtemps
que l'administration n'est plus logée intégralement dans le
Palais fédéral; elle, a dû émigrer vers d'autres centres admi-
nistratifs de la ville ou des environs de Berne, ou même
dans d'autres régions. Aujourd'hui, seule une infime partie
de l'administration trouve encore place dans les locaux du
Palais du Parlement et dans les immeubles avoisinants de la
Bundesgasse.
Ce mouvement n'a pas pour origine le développement du
Parlement ou de ses services; il est imputable à la crois-
sance propre de l'administration. Si, pour une fois, le Parle-
ment a besoin de locaux, il est normal que l'administration
cède la place et que l'on reconnaisse ainsi, implicitement, la
priorité naturelle revenant au pouvoir législatif.
C'est après avoir admis cet ordre de priorités que la com-
mission a donné son adhésion au projet. Ce dernier, il faut
bien le dire, n'est pas exaltant, il n'apporte pas de solution
définitive et satisfaisante pour tous les intéressés. Il s'intè-
gre plutôt difficilement dans un complexe préexistant, ayant
ses servitudes architecturales, étant grevé de situations
acquises souvent ressenties comme des droits définitifs.
La solution proposée repose sur l'accord de principe des
représentants des trois parties en cause, à savoir le Parle-
ment, la presse et l'administration. J'ai bien précisé que la
nature de cet accord porte sur le sens général du projet.
Aussi devons-nous nous attendre, dans le débat qui va sui-
vre, à l'expression, plus ou moins marginale, de certaines
objections. Mais ces résistances ne remettront pas en
cause les grandes lignes du projet; elles porteront plutôt
sur des points secondaires - et je veux bien l'admettre -
inspirés peut-être par quelques considérations de prestige.
Le projet, devisé à 2 175 000 francs, s'articule en trois par-
ties distinctes. En premier lieu, 36 places de travail supplé-
mentaires seront créées pour nous autres parlementaires, à
savoir 6 dans la bibliothèque circulaire située au-dessous
de la galerie des pas perdus du Conseil national et 30 au
troisième étage du Palais du Parlement, réparties en 15
bureaux à deux places. Ces bureaux sont actuellement
occupés par le Département de justice et police. Les fonc-
tionnaires concernés devront donc émigrer, à proximité
immédiate dans les locaux de la Bundesgasse 32 devenus
disponibles entre-temps. En l'occurrence, il s'agit d'un sim-
ple échange de locaux déjà affectés à l'usage prévu, et cela
concerne aussi bien les locaux de la Bundesgasse que
ceux qui seront mis à votre disposition. Pour les fonction-
naires, l'avantage, ici, n'est pas négligeable, car ils vont être
logés dans des locaux qui seront pourvus de véritables
fenêtres, ce qui n'était pas le cas actuellement. En
revanche, il faudra construire un escalier nouveau et spécial
pour faciliter l'accès direct des parlementaires à ces nou-
velles places de travail. Notons au passage que la diffé-
rence de niveau à franchir est égale à la hauteur de cette
salle, ce qui va nous conduire à fournir un certain effort phy-
sique non négligeable et favorable à notre santé.
Les aménagements qui font partie de la deuxième articula-
tion du projet sont conçus de manière à satisfaire les
besoins de la presse. Les 62 places de travail actuellement
à la disposition des journalistes seront augmentées de moi-
tié et donc portées à 90 au total. Au rez-de-chaussée du
Palais du Parlement, les locaux déjà occupés par la presse
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Parlament. Raumbedarf
seront assainis. Une nouvelle salle pour ranger la documen-
tation et les livres sera créée.
Voilà pour la partie ouest du bâtiment, mais il y a aussi du
nouveau à l'est. Trois locaux, occupés actuellement par les
services du Parlement, et la salle de conférence n° 6 seront
transformés en lieux de travail pour les journalistes. Enfin,
l'espace vide qui existe sous notre salle de séances sera
aménagé en un bureau collectif pour la presse qui offrira
vingt-cinq nouvelles places de travail aux journalistes.
Le coût de ces diverses transformations en faveur de la
presse se monte à 1 080000 francs, dont 910000 francs
sont nécessaires pour aménager le bureau collectif sous
notre salle de séances.
La troisième articulation du projet a trait aux services du
Parlement et d'abord au secrétariat de l'Assemblée fédé-
rale. Il s'agit en particulier de la transformation de son
actuel bureau d'accueil situé au premier étage. Il faut, ici
aussi, déplacer l'escalier pour pouvoir placer une armoire
spéciale, dite à chapelet, destinée à l'entreposage systéma-
tique de la documentation. Il est également nécessaire de
créer de meilleures possibilités d'entreposage pour le
papier et de transformer les locaux d'expédition, qui sont
insuffisants en regard de l'augmentation des exigences
auxquelles doit faire face ce service. Il sera encore possible
de créer six places de travail pour les interprètes au
deuxième étage de l'aile ouest du Parlement.
Dernier point de ce troisième volet, le service de documen-
tation, qui est très à l'étroit dans ses locaux actuels. A
l'époque de sa création, en 1968, ce service comptait un
seul fonctionnaire en la personne de M. Cattaneo, son chef
actuel. Aujourd'hui, son effectif est de quatorze personnes.
Les mandats confiés au service de documentation par les
parlementaires se sont accrus vertigineusement. Il y en a eu
773 en moyenne annuelle les premières années de fonction-
nement, soit de 1968 à 1971. En 1972, leur nombre s'est
élevé à 2000 environ et il était de 3300 en 1979. Depuis lors,
les mandats progressent toujours à un rythme soutenu.
La commission s'est résolument déterminée en faveur de
l'octroi, au service de documentation, de trois bureaux
situés au niveau de l'actuel service et qui sont occupés par
le Département militaire fédéral. Votre commission insiste
sur ce point, car il importe beaucoup à son avis que le ser-
vice de documentation soit situé à proximité immédiate de
la salle du conseil et sous forme compacte.
Le coût des transformations en faveur des services parle-
mentaires se monte à 630 000 francs.
En plus des trois articulations du projet que je viens de
vous présenter, on va encore profiter de ces travaux pour
installer la retransmission vidéo des débats jusqu'à une
salle mise gracieusement à disposition par le canton de
Berne dans la Tour des prisons, cela afin de réduire l'afflux
des visiteurs au Parlement durant les sessions.
En conclusion, je vous propose d'approuver ce projet ainsi
que l'ouverture d'un crédit d'engagement de 2175000
francs. Je vous prie de vous en tenir au projet tel qu'il figure
dans le message car il s'agit de la seule voie praticable pour
le moment. Toute proposition de modification qui serait pré-
sentée ajourd'hui ne pourrait relever que de l'improvisation
ou du bricolage. Le projet qui nous est présenté est sans
doute imparfait, mais il reste malgré tout le meilleur possi-
ble dans la situation actuelle. Il présente en outre l'avantage
de pouvoir être mis en chantier immédiatement et réalisé
dans des délais raisonnables.
M. More): Le groupe socialiste approuve le crédit d'ouvrage
de 2 175 000 francs qui nous est demandé. Il est même dis-
posé à accorder la rallonge de 75 000 francs que nous pro-
pose M. Reichling. Nous nous réjouissons beaucoup de ce
que les tractations qui, dès octobre 1979, ont nécessité
beaucoup de patience et de doigté, aient finalement
débouché sur ce que nous croyons être une bonne solu-
tion. Un nombre appréciable de places de travail seront
ainsi mises à disposition des journalistes, qui en avaient un
grand besoin, des interprètes et de nous autres, parlemen-
taires.
Il importe également d'améliorer les conditions de travail du
service de documentation et du secrétariat de l'Assemblée
fédérale.
Nous soutiendrons la proposition de M. Weber-Arbon, qui
précise que les trois nouveaux locaux qui seront mis à la
disposition du service de documentation devront être ceux
qui se trouvent sur le même étage, en face des locaux
actuels. En effet, il serait irrationnel de loger au sous-sol
une partie de ce service, alors que cette séparation n'est
pas absolument indispensable. L'efficacité doit passer
avant le prestige.
Nous soutiendrons également la proposition de M. Reich-
ling, que nous jugeons tout à fait raisonnable et qui permet-
trait, pour une dépense supplémentaire de 75 000 francs,
d'augmenter de vingt unités le nombre de places de travail
à disposition des parlementaires.
Evidemment, l'idéal serait d'avoir un jour une place de tra-
vail pour chacun d'entre nous. Les propositions qui nous
sont faites aujourd'hui sont un premier pas dans la bonne
direction.
Zwygart: Im Namen der unabhängigen und evangelischen
Fraktion kann ich Ihnen die Zustimmung unter einer ganz
bestimmten Bedingung geben. Es ist nämlich das Zimmer 6
miteinbezogen in das Projekt, und dieses Zimmer 6 ist
unser Fraktionszimmer. Bis jetzt ist mir aber noch keine
Zusicherung gegeben worden, wo unsere Fraktion dann
untergebracht werden soll.
Wir sehen unbedingt ein, dass die Journalisten besser
untergebracht werden müssen. Aber wir sind hier im Parla-
mentsgebäude, und eine Fraktion hat sicher das Recht, Im
Parlamentsgebäude untergebracht zu werden. Deshalb
möchte ich die bestimmte Zusicherung haben, wo wir als
Fraktion in Zukunft tagen sollen. Das gehört sich auch. Bis-
her sind immer nur ausweichende Antworten gegeben wor-
den, hier wäre eine Möglichkeit, dort wäre die Möglich-
keit ... Aber zu diesem Projekt gehört auch für eine Frak-
tion eine ganz bestimmte Zusage, und diese fehlte bisher.
Wir stimmen also diesem Projekt zu mit den Zusatzanträ-
gen Weber (und unter Umständen Reichling), wenn wir wis-
sen, wo wir in Zukunft als Fraktion in diesem Hause zu
Hause sein dürfen.
Ott: Ich sehe wie soeben eine relativ gut besetzte Tribüne
zuhört und zuschaut, wie in unserem schlecht besetzten
Saal über ein sehr wichtiges Traktandum unserer eigenen
Ratsarbeitsorganisation beraten wird. Wir alle kennen den
schlechten Eindruck, den eine solche Situation gelegentlich
auf Nichtparlamentarier macht. Ich wollte, es wäre möglich,
nicht nur den jetzigen, sondern allen Tribünenbesuchern
einmal deutlich und ruhig zu erklären, dass dies gar nicht
anders möglich ist und dass ein Milizparlament wie das uns-
rige gar nicht seriös arbeiten könnte, wenn solche Situa-
tionen nicht vorkommen dürften. Der Milizparlamentarier
muss in der Lage sein, selber Prioritäten zu setzen zwi-
schen seiner Anwesenheit hier im Saal und der Erledigung
anderer politischer Verpflichtungen. Wir haben entweder
ein Parlament mit ständig relativ guter Präsenz oder ein effi-
zient arbeitendes Parlament. Hier müssen wir wählen.
Nachdem das nächste Paket Parlamentsreform - das übri-
gens meiner Meinung nach nicht sehr befriedigend ausge-
fallen ist -, wieder auf die Märzsession verschoben werden
musste, haben wir es bei dieser Vorlage mit einem vorgezo-
genen kleinen Stück Parlamentsreform zu tun. Wenn man
die Arbeitsbedingungen des Parlaments verbessern und an
neue Gegebenheiten anpassen will - und das ist eine stän-
dige Aufgabe -, kommt es im Grundsatz ja darauf an, wie
das Parlament von sich selber denkt, wie es sich selber und
seine eigene Aufgabe einschätzt. Ich bin den Berichterstat-
tern dankbar, dass die Prioritäten hier so eindeutig zugun-
sten des Parlamentes gesetzt worden sind. Ich bin auch
froh, dass der Berichterstatter anerkannt hat, dass auch
nach Verwirklichung des jetzigen Vorhabens die Zustände
noch nicht ganz befriedigend sein werden, und uns weitere
Ausbauschritte bevorstehen. Ich begrüsse dieses Vorha-
ben sehr und möchte insbesondere auch den Antrag Reich-
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ling unterstützen, der uns ja weitere Arbeitsplätze besche-
ren will. Mit einem geringen Mehraufwand von 75 000 Fran-
ken soll fast das Doppelte an zusätzlichen Räumen heraus-
geholt werden.
Die Investitionen des Parlaments in seine eigene Arbeit sind
im Vergleich mit anderen Posten der Staatsrechnung immer
niedrig, und demgegenüber dürfte das effektive Rendement
dessen, was ins Parlament investiert wird, gerade hier
besonders gross sein.
Schliesslich noch eine Feststellung. Ich habe mit besonde-
rer Befriedigung von seilen der Verwaltung erfahren dürfen,
dass etwas vorgesehen ist, was ich früher schon in einem
Postulat an das Büro gefordert hatte, nämlich dass
zunächst an den neuen und dann überhaupt an allen Parla-
mentarierarbeitsplätzen elektronische Monitoren (TV oder
Radio, eventuell mit Kopfhörern, damit niemand im gleichen
Raum gestört wird), angebracht werden sollen. Solche
Monitoren gibt es ja schon in allen möglichen Räumen
unseres Bundeshauses; nur wo man sie vielleicht am aüer-
nötigsten braucht, nämlich an unseren Arbeitsplätzen, gibt
es sie bis jetzt noch nicht. Zum ruhigen Arbeiten gehört
aber die Möglichkeit, sich jederzeit rasch und mühelos über
die Vorgänge im Plenum ins Bild setzen zu können.
Dies und überhaupt diese ganze Vorlage scheint sich um
ein relativ unbedeutendes technisches Detail zu drehen.
Aber wir werden in der Presse ja immer wieder mit sehr
bedeutenden, sehr hohen staatspolitischen Überlegungen,
von Oskar Reck und anderen, über die Funktionstüchtigkeit
bzw. Funktionsuntüchtigkeit des Milizparlamentes bedient.
In der Praxis werden aber diese hohen staatspolitischen
Zusammenhänge öfters von scheinbar nebensächlichen,
kleinen technischen Details beeinflusst. Darum markiert
diese Vorlage einen Fortschritt.
Ich votiere für Eintreten und Zustimmung und werde auch
dem Antrag Reichling zustimmen.
Müller-Balsthal, Berichterstatter: Ich danke für die Zustim-
mung der verschiedenen Fraktionssprecher. Daraus konnte
ich mindestens entnehmen, dass ein allgemeiner Konsens
vorhanden ist. Es bestehen aber noch gewisse Differenzen
hinsichtlich der Anträge Weber-Arbon und auch hinsichtlich
der Vorschläge von Herrn Reichling. Ich beschränke mich
nach Schluss dieser Eintretensdiskussion auf den Versuch
einer Antwort an Herrn Zwygart in bezug auf dieses Zimmer
6, das wir den Journalisten zur Verfügung stellen möchten.
Ich habe - Sie erinnern sich - schon darauf hingewiesen,
dass die Lösung mit der Vereinigung der Bundeshausjour-
nalisten nicht einfach zu erreichen war, sondern erst nach
jahrelangem, beharrlichem Verhandeln. Dabei spielten eben
neue und neu hergerichtete Arbeitsplätze eine grosse
Rolle, aber auch die Art, wie die Räume zur Verfügung
gestellt werden. Der Hohlraum unter dem Nationalratssaal,
den wir hier vorschlagen, wird - das haben die Fachleute so
vorgeschlagen - ein gut eingerichtetes Grossraumbüro
ergeben. Dieses hat aber kein Tageslicht. Für diejenigen,
die den ganzen Tag am Pult verbringen, mussten minimale
Ausweichmöglichkeiten gesucht werden. Wir standen da
einer Forderung der Journalisten gegenüber. Deshalb
haben wir dann, mit Zustimmung des Büros, auch das Zim-
mer 6 und zusätzlich die kleinen Büros 55a, b, c offeriert.
Herr Zwygart hat natürlich recht, dass damit das Fraktions-
zimmer 6 des Landesrings und der evangelischen Fraktion
betroffen ist. Aber uns ist auf der anderen Seite auch klar,
dass diese Lösung nur in Frage kommt, wenn wir dieser
Fraktion eine ebenbürtige Ersatzlösung zur Verfügung stel-
len können. Unsere Kommission konnte und wollte das
nicht beschliessen. Es wird ein Entscheid des Ratsbüros
nötig sein, und in diesem Büro ist ja dann Herr Zwygart ver-
treten. Er muss darauf bestehen, dass dieser Fraktion eine
ebenbürtige Lösung zur Verfügung gestellt wird. Unsere
Kommission teilt da Ihre Auffassung.
Ich hatte vor Monaten Gelegenheit, Herrn Biel kurz darauf
anzusprechen, und er hat gesagt, er sei damit einverstan-
den, sofern eine ebenbürtige Lösung gefunden werde.
Heute kann ich nicht versprechen - es liegt auch nicht in
unserer Kompetenz -, dass es dies oder jenes Zimmer sein
wird. Aber ich kann das Versprechen abgeben, dass das
Büro eine Lösung suchen wird.
Bundesrat Hürlimann: Diese Vorlage trägt die Unterschrif-
ten des Herrn Bundespräsidenten und des Herrn Bundes-
kanzlers. Es ist deshalb eine Botschaft des Bundesrates,
weil wir einmal mehr die gehorsamen Diener der eidgenös-
sischen Räte geworden sind. Ich füge aber sofort bei: Mehr
dem Auftrag gehorchend, als dem eigenen Triebe, sind wir
fristgerecht diesen Wünschen nachgekommen. Ich habe
bei Beratungen, an denen ich als zuständiger Departe-
mentsvorsteher für das Amt für Bundesbauten teilgenom-
men habe, feststellen können, dass die Bedürfnisse unse-
rer Bundeshausjournalisten, der Parlamentarier und auch
der Parlamentsdienste nach zusätzlichen Arbeitsräumen
legitim sind. Weniger einfach ist es immer, solchen Bedürf-
nissen in bereits belegten Räumen gerecht zu werden. Ich
habe als Departementsvorsteher festgestellt, dass bei den
drei B, nämlich Beförderung, Besoldung und Büro, interes-
santerweise das letzte in bezug auf das Prestige an erster
Stelle steht.
Eine Studienkommission der beiden Räte unter dem Vorsitz
von Herrn Nationalrat Daniel Müller hat mit viel Geduld und
Durchhaltewillen, unter Mitwirkung des Bundesamtes für
Organisation und des Amtes für Bundesbauten, ein Kon-
zept erarbeitet, das nun meines Erachtens von Ihnen verab-
schiedet werden sollte. Weil der Kredit den Betrag von 2
Millionen übersteigt, hatte der Bundesrat eine Botschaft zu
unterbreiten. Diese Botschaft entspricht dem, was die Stu-
dienkommission, zusammengesetzt aus Mitgliedern Ihres
Rates und des Ständerates, ausgearbeitet hat. Herr Müller
und Herr Riesen haben diese Vorlage und damit auch das
Konzept, das ihr zugrunde liegt, zutreffend erläutert. Ich
habe persönlich nichts mehr beizufügen als vielmehr die
Bitte, dass nun diese lang gehegten Wünsche, vor allem
auch unserer Journalisten und Medienschaffenden, erfüllt
werden.
Damit ich nicht noch einmal sprechen muss, möchte ich
mich nicht äussern zum Antrag über die Zuteilung von Zim-
mern - ob im ersten oder im zweiten Stock. Sie haben vor-
hin gehört, dass Herr Daniel Müller sich im Namen der Stu-
dienkommission auf den Hausherrenstandpunkt gestellt
hat; ich muss beifügen, was Zimmerzuteilungen betrifft, bin
ich als Concierge nicht ausgebildet. Aber ich würde Ihnen
empfehlen, was der Ständerat beschlossen hat: Um nicht
eine Differenz wegen Artikel 1 zu schaffen und um nicht
Zimmernummern zum Gegenstand unserer Gesetzgebung
zu machen, dieses Anliegen an die Büros der beiden Räte
zu überweisen. Die Büros der beiden Räte sollen mit Rück-
sicht auf den Hausherrn dieses Bundeshauses dann ent-
scheiden, wie hier vorgegangen wird.
Wenn Sie dem Antrag von Herrn Weber folgen, so gut man
sich mit dem einverstanden erklären kann, dann schaffen
Sie wieder eine Differenz mit dem Ständerat und dann kann
dieses Geschäft nicht verabschiedet werden. Vielleicht
weniger fragwürdig ist der Antrag von Herrn Reichling. Es
geht hier um 75 000 Franken, wie der Baudirektor ausge-
rechnet hat, aber es wäre durchaus möglich, dass man dem
Anliegen von Herrn Reichling ebenfalls Rechnung tragen
würde. In den Krediten, über die wir beim Amt für Bundes-
bauten verfügen, hätten natürlich diese 75000 Franken
allenfalls noch Platz, sofern man dies als Antrag und
Wunsch an den Bundesrat weiterleiten würde.
Ich bitte Sie daher im Sinne des Antrages des Bericht-
erstatters, Herrn Riesen, die Vorlage wenn möglich ohne
Differenzen zu verabschieden, damit endlich eine Lösung
gefunden werden kann.
Präsident: Die freisinnig-demokratische Fraktion, die christ-
lichdemokratische Fraktion, die Fraktion der Schweizeri-
schen Volkspartei und die liberale Fraktion teilen ihre
Zustimmung zum Eintreten mit.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
- Dezember 1982
1771
Parlament. Raumbedarf
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Art. 1
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag Reichling
... ein Objektkredit von 2 250 000 Franken bewilligt.
Antrag Weber-Arbon
... und im Bundeshaus Ost (Büros Nr. 170, 172 und 174)
wird ein Objektkredit von 2 175000 Franken bewilligt.
Art. 1
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition Reichling
Un crédit d'ouvrage de 2 250 000 francs est ouvert...
Proposition Weber-Arbon
... ainsi que dans les ailes est (bureaux n
os
170, 172 et 174)
et ouest...
Präsident: Hier liegen zwei Anträge vor. Der eine - von
Herrn Weber - betrifft die Bürozuteilung; der andere - von
Herrn Reichling - betrifft einen weiteren Ausbau.
Weber-Arbon: Herr Bundesrat Hürlimann, ich hätte es tat-
sächlich begrüsst, wenn wir auf einer etwas anderen Ebene
unseren letzten Dialog mit Bezug auf die Ausgestaltung
unserer Gesetzgebung hätten führen können! Die Frage, ob
Zimmernummern zum Gegenstand unserer Gesetzgebung
gemacht werden sollen, ist nicht unberechtigt. Ich habe sie
mir wirklich auch gestellt.
Zur Sache folgendes: Sie haben den Kommissionsreferaten
entnehmen können, dass es unter anderem darum geht,
unserem Dokumentationsdienst die längst benötigten drei
zusätzlichen Büroräumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.
Eine Kontroverse hat sich um die Frage ergeben, wo diese
drei Räume zur Verfügung gestellt werden sollen. In meiner
Eigenschaft als Präsident der Dokumentationskommission
beider Räte möchte ich Ihnen bestätigen, dass wir aus der
Sicht des Parlamentes alles Interesse daran haben, dass
sich dieser unser Parlamentsdienst in unmittelbarer Nähe
befindet. Das war bisher der Fall und soll nun auch mit
Bezug auf diese drei neuen Büroräumlichkeiten gelten. Wir
stossen aber auf einen gewissen Widerstand des bisheri-
gen Bürobesitzers - wenn ich mich so ausdrücken darf -,
nämlich des Eidgenössischen Militärdepartements.
Unsere Kommission hat - wie ich vernommen habe - mit 12
zu 2 Stimmen unserem Anliegen, auch mit Bezug auf die
Plazierung dieser Räumlichkeiten, entsprochen. Aber - und
hier liegt nun der Grund meines kleinen Zusatzantrages -
die Kommission bringt ihre Auffassung nicht explizit im Text
des Bundesbeschlusses zum Ausdruck.
Ich möchte diese kleine Unzulänglichkeit durch diesen
Zusatzantrag korrigieren, der materiell nichts Neues bringt,
aber doch genau sagt, wo diese Räumlichkeiten im Bundes-
haus für den Dokumentationsdienst zur Verfügung gestellt
werden sollen: nämlich in diesen drei Räumen nebenan.
Diese Präzisierung ist um so notwendiger, als der Ständerat
den Text des Beschlussentwurfes, so wie er vom Bundesrat
vorgeschlagen worden ist, genehmigt hat, aber doch in sei-
ner Stellungnahme verlauten liess, dass er eher die Version
des Eidgenössischen Militärdepartementes zu der seinigen
machen würde. Das heisst, dass also der Dokumentations-
dienst mit diesen drei neuen Büros in das untere Geschoss
dislozieren sollte.
Wie ich gehört habe, möchten einige Kommissionsmitglie-
der unserer vorberatenden Kommission die Frage hier
offenlassen. Sie bleibt offen, wenn Sie meinem Antrag nicht
zustimmen. Dann geht natürlich diese Auseinandersetzung
auf Verwaltungs-, auf Vollzugsebene weiter. Ich halte dafür,
es sei Sache unseres Parlamentes, hier die Verantwortung
zu übernehmen und klar zu sagen, wo diese drei Räume
eingerichtet werden sollen.
Ich möchte die Stichworte von Herrn Morel übernehmen,
dass es hier mehr um das Prinzip der Effizienz denn um
«Prestigedenken» geht. Ich habe beim Studium dieser
Angelegenheit den Eindruck gewonnen, dass gewisse
Besitzstände - aus psychologisch plausiblen Gründen -
verteidigt werden sollen. Aber ich halte auch dafür, dass wir
als Parlament - wenn wir in der Kontroverse entscheiden
sollen: hier Parlament mit seinen Anliegen, dort Verwaltung
mit ihren Bedürfnissen - der Konzeption den Vorzug geben
sollten, die unseren Anliegen besser Rechnung trägt.
Ich bitte Sie deshalb, meinem Antrag zuzustimmen. Ich
halte das Argument nicht für schlüssig, dass wir - bloss
weil eine Differenz zum Ständerat geschaffen würde - auf
diese Klärung der Dinge verzichten sollten. Das Argument
sticht noch weniger, falls Sie auch dem Antrag von Herrn
Kollege Reichling zustimmen sollten: auch seine Annahme
hätte eine - allerdings nicht wesentliche - Differenz zum
Ständerat zur Folge.
M. Wilhelm: Cette question du passage des bureaux 170,
172 et 174 du Département militaire fédéral au service de
documentation, serait déjà réglée depuis longtemps, si le
Département militaire ne cherchait constamment à reviser
les propositions qui sont faites à ce sujet par nos organes.
Ce fut d'abord l'opposition du Département militaire aux
conclusions de la Commission parlementaire d'étude sur ce
problème des locaux; ensuite, ce fut la sourde oreille qui a
été faite à la lettre du 31 octobre 1981 des Bureaux des
deux conseils au Conseil fédéral, qui faisait suite à une ren-
contre entre représentants des Bureaux et du département.
Les présidents des deux conseils écrivaient à cette occa-
sion qu'un département qui a obtenu un centre administratif
peut et doit céder ses bureaux. Le message, en revanche,
fait état - au moins dans l'édition allemande - d'un accord
avec le Département militaire, dont personne ne connaît ni
le contenu ni avec qui il a été conclu. Il paraît même qu'il
n'existe pas! Une nouvelle intervention du Département
militaire a été signalée par le rapporteur au Conseil des
Etats. Le département y invitait le Bureau élargi de ce
conseil à revenir sur sa proposition favorable à l'attribution
des trois bureaux au service de documentation, décision
prise à l'unanimité.
Aujourd'hui, malgré une nouvelle décision presque unanime
du Bureau élargi de notre conseil en faveur de cette attribu-
tion, on ne sait plus très bien où l'on en est. La proposition
de M. Weber-Arbon a le mérite de faire la lumière sur cette
affaire et d'éviter de nouvelles discussions d'interprétation
et matérielles au sein de l'administration.
Je vous rappelle que le service de documentation a été ins-
titué à la fin des années 1960, dans la foulée des conclu-
sions apportées à la crise de l'affaire Mirage et que ce ser-
vice est indispensable à notre Parlement de milice. En dépit
de la modestie de ses structures, nous sommes satisfaits
de son aide et de ses services. Il est donc de notre intérêt
de pouvoir le joindre facilement et de lui assurer des condi-
tions de travail normales.
Vous avez sans doute pu constater vous-mêmes dans
quelles conditions d'exiguïté des locaux, le personnel de la
chancellerie et des archives du service de documentation
doit travailler aujourd'hui. Il est souvent contraint d'étaler
sur le parquet la documentation que nous lui avons deman-
dée. Or, l'intérêt immédiat du Parlement et des conditions
Parlement. Locaux
1772
16 décembre 1982
rationnelles de travail ne peuvent être satisfaits - comme
ancien président de la Commission de documentation, j'ai
étudié le dossier - que par l'attribution des bureaux 170,
172 et 174 au service de documentation. Surtout, que l'on
ne vienne pas nous dire ici que cette attribution fait obsta-
cle à l'organisation interne du DMF. En effet, il y a au moins
trois ans que le transfert de ces bureaux au service de
documentation a été envisagé. Maintenant, il s'agit tout
simplement de concrétiser dans les faits un projet mûri de
manière approfondie.
Je vous invite donc à voter la proposition de M. Weber-
Arbon, qui a l'appui total de la Commission de documenta-
tion des conseils législatifs, qu'il préside.
Mme Bacciarinl: J'interviens en qualité de membre de la
Commission de documentation pour soutenir la proposition
de M. Weber-Arbon. Mes arguments seront donc complé-
mentaires à ceux qu'il vient d'exposer, ainsi qu'à ceux de
M. Wilhelm qui ont été développés précédemment.
Le message 82.044 prévoit, en plus de la création de places
de travail pour les parlementaires et pour les journalistes, la
mise à disposition de bureaux absolument indispensables
au service de documentation de l'Assemblée fédérale.
Le principe de cette mise à disposition n'est pas discuté. La
querelle a surgi - et de là la divergence avec le Conseil des
Etats - au moment du choix de l'emplacement exact de ces
locaux. Du reste, elle est assez byzantine et M. Hürlimann
ne veut pas s'en mêler.
Le message du Conseil fédéral prévoit pour cette attribu-
tion qu'«une entente préalable avec la Direction de l'admi-
nistration militaire fédérale» soit réalisée. La Commission
d'étude pour les problèmes de locaux a décidé, à l'unani-
mité, que le Département militaire fédéral devait céder au
service de documentation les bureaux 170,172 et 174. Pour
mes collègues qui ne sont pas membres du Bureau élargi
de notre conseil et qui ne sont pas non plus membres de la
Commission de documentation, quelques éclaircissements
s'imposent. Tout un chacun sait où se situe notre service
de documentation. Les locaux 170, 172 et 174 se trouvent
vis-à-vis des bureaux occupés par le chef de ce service,
M. Cattaneo, et par ses collaborateurs. La logique voudrait
donc que ces locaux soient attribués à notre service de
documentation car les bureaux 68, 70 et 72 sont situés à
l'étage inférieur, même pas au-dessous des locaux actuels,
de telle sorte qu'il serait impossible d'aménager un monte-
charge. La solution logique et pratique d'attribuer au ser-
vice de documentation les bureaux 170, 172 et 174, conti-
gus aux bureaux existants, a été approuvée par 12 voix
contre 2 par le Bureau de notre conseil. En outre, elle nous
est proposée par notre propre commission. M. Weber-
Arbon nous suggère la même chose. En effet, sa proposi-
tion n'est pas seulement formelle, mais elle touche à la
substance du problème.
Dans l'intérêt du service de documentation du Parlement,
de notre service'de documentation, je vous prie d'appuyer
la proposition de M. Weber-Arbon, afin de permettre au ser-
vice de documentation d'organiser son travail de manière
efficiente et non pour des questions de prestige.
Präsident: Die Fraktion des Schweizerischen Volkspartei
lässt mitteilen, dass sie dem Antrag Weber zustimmt.
Müller-Balsthal, Berichterstatter: Der Antrag Weber nimmt
genau den Text des Bundesrates und der Kommission auf.
Er fügt aber - ich wiederhole das noch einmal - diejenigen
Büronummern ein, die er dem Dokumentationsdienst zur
Verfügung stellen und dem EMD wegnehmen will. Dahinter
verbirgt sich die Absicht, die Ihnen Kollege Rolf Weber nun
vorgetragen hat. Er ist auch durch zwei Mitglieder der
Dokumentationskommisison unterstützt worden. Ihre vor-
beratende Kommission hat mit 12 zu 2 Stimmen grundsätz-
lich die Meinung von Herrn Weber vertreten, obwohl sein
gedrucktes Antrag in der Kommission nicht vorlag; sie ist
aber nicht so weit gegangen, dass sie diese Nummern-
bezeichnungen ausdrücklich in den Text des Kommissions-
antrages aufnahm. Ich begründe das wie folgt - hier steht
ein Gerichtspräsident einem Kaufmann gegenüber! -:
Es scheint mir sehr aussergewöhnlich zu sein, dass durch
einen anerkannten Kronjuristen vorgeschlagen wird, in
einen Bundesbeschluss Büronummern aufzunehmen.
Erklärbar ist das durch die Kontroverse, die dahinter steckt
(Sie wurden darüber orientiert): Der Chef des Dokumenta-
tionsdienstes, Herr Dr. Cattaneo, möchte - und er verfolgt
dieses Ziel seit Jahren - die dringend notwendige Verbes-
serung seiner Organisation durch drei sich auf dem glei-
chen Boden befindliche Büros realisieren. Es sind dies die
Büros des Informationsdienstes des EMD, die ebenfalls in
einer organisatorisch fortgesetzten Linie dem Informations-
chef und dem Chef EMD direkt zur Verfügung stehen. Zwei
meines Erachtens gleichwertige Organisationsinteressen
treffen hier aufeinander. Wenn Sie nun zugunsten des
Antrages Weber entscheiden, müssen ganz einfach zwei
Dienste umdisponieren und reorganisieren. Ob das Effi-
zienz ist, das ist die Frage, die dahinter steht.
Das EMD war bei diesem Problem längere Zeit wenig kom-
promissfreudig - ich gestehe das ein -, hat dann aber unter
dem Druck der Studienkommission drei gleichwertige,
gleichsituierte und gleichausgestattete Räume angeboten,
nur eine Treppe tiefer. Die vorberatende Kommission hält
an den Büros auf dem gleichen Boden fest; sie unterstützt
also die Meinung von Herrn Weber. Dass wir dies nicht in
den Text aufnehmen, interpretiere ich ganz einfach so, dass
wir der Meinung sind, diese organisatorische Differenz sei
später durch das Büro des Rates zu bereinigen. Es ent-
stünde im übrigen wie gesagt eine Differenz zum Ständerat,
der seinerseits der Meinung ist, die durch das EMD ange-
botene Lösung sei gleichwertig. Wenn Sie also dem Antrag
Weber zustimmen, bewirken Sie, dass dieses Geschäft in
dieser Session nicht erledigt wird und dass wir mit dem
Umbau nicht beginnen können. Wollen Sie - und so müs-
sen Sie entscheiden - diese Situation in Kauf nehmen?
Ich beantrage Ihnen aus diesen Gründen - stehe aber zur
Mehrheit der Kommission - unserem Antrag ohne Zusatz
zuzustimmen. Das Büro des Nationalrates hat es durchaus
in der Hand, nachher die richtige Lösung zu finden.
M. Riesen-Fribourg, rapporteur: Le mieux peut parfois
devenir l'ennemi du bien, c'est le cas ici. Mme Bacciarini,
M. Wilhelm, M. Weber-Arbon sont tous trois membres de la
Commission de documentation. Cette dernière a obtenu
une grande victoire lorsque la commission chargée d'exa-
miner les projets de transformation a décidé, par 10 voix
contre 2, que les bureaux contestés seraient attribués au
service de documentation. C'était une victoire, mais mainte-
nant, Mme Bacciarini, M. Wilhelm et M. Weber veulent
transformer cette victoire en massacre. L'adversaire est à
terre et on le frappe encore.
Ensuite, M. Weber-Arbon, qui est un juriste ombrageux,
vient nous proposer une aberration: introduire des paren-
thèses dans un texte légal. Selon sa proposition, les numé-
ros de ces bureaux sont mis entre parenthèses et fondus
dans le texte. On peut se demander ce que veulent dire des
parenthèses dans un texte légal. N'est-on pas tout à fait sûr
que le Département militaire veuille vraiment céder les
bureaux?
Monsieur Weber-Arbon, avec votre proposition, vous créez
l'insécurité du droit. Il ne vaut vraiment pas la peine de
créer une divergence. C'est pour cela que je vous prierai,
Monsieur Weber, de retirer votre proposition.
J'estime qu'il suffit que le Bulletin officiel mentionne que la
commission a décidé, par 10 voix contre 2, que les bureaux
n°
s
170, 172 et 174 - que je ne mets pas entre parenthèses
- devaient être abandonnés par le Département militaire au
service de documentation. Je vous en prie, restons-en là. Si
cela ne vous suffit pas, c'est que vous n'avez absolument
aucune foi en notre démocratie parlementaire.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Kommission 41 Stimmen
Für den Antrag Weber-Arbon 49 Stimmen
- Dezember 1982
1773
Parlament. Raumbedarf
Reichling: Ich habe es jetzt etwas leichter; die Differenz ist
geschaffen, man kann also meinen Antrag nicht mehr mit
dieser Begründung ablehnen. Es ist immerhin festzuhalten,
dass die Differenz in der ausserordentlichen Session erle-
digt werden kann und dass gemäss Terminplan, den wir
vom Amt für Bundesbauten erhalten haben, vor dem
- März keine Bauarbeiten beginnen sollen; eine Verzöge-
rung wird also so oder so nicht eintreten.
Mein Antrag ist nicht ein Abänderungsantrag, sondern ein
Ergänzungsantrag zur vorliegenden Botschaft des Bundes-
rates. Ich beantrage Ihnen, den Kredit um 75 000 Franken
zu erhöhen. Diese Summe ergibt sich aus einem zusätzli-
chen Kostenvoranschlag, den mir das Amt für Bundesbau-
ten erstellt hat. Die 75 000 Franken sollen verwendet wer-
den für die Schaffung von 15 zusätzlichen Arbeitsplätzen in
den vorgesehenen Büros des Bundeshauses-West und für
5 zusätzliche Arbeitsplätze in den 10 Büros der Kuppel
(dort sind nämlich 5 Büros nur mit einem Arbeitsplatz aus-
gerüstet). Der Kredit soll weiter dazu dienen, bei den vorge-
sehenen Parlamentarierbüros im Bundeshaus-West zwei
isolierte Telefonkabinen zu installieren, damit auch dort ver-
trauliche Gespräche geführt werden können. Er ermöglicht
zusätzlich, dass in der Wandelhalle anstelle der drei Doppel-
pulte sechs Doppelpulte aufgestellt werden können. Es
geht also darum, dass alle Büros in der Kuppel auf zwei
Arbeitsplätze erweitert werden durch die Beschaffung von 5
zusätzlichen Pulten. Alle 10 Büros sind gleich gross; es
werden damit keine minderwertigen Arbeitsplätze geschaf-
fen. Die übrigen 15 Arbeitsplätze verteilen sich auf die 15
vorgesehenen Büros im Bundeshaus-West. Dadurch würde
dort die Raumfläche pro Arbeitsplatz von jetzt - wie es in
der Botschaft vorgesehen ist - 9 bis 13 Quadratmeter auf
etwa 6 Quadratmeter verkleinert. Diese 6 Quadratmeter ent-
sprechen der Raumfläche der Büros in der Kuppel und
ziemlich genau derjenigen Raumfläche, die wir den Journali-
sten in all den vielen Büros im Parterre zubilligen wollen. Es
sind also durchaus zumutbare Flächen.
In der vorberatenden Kommission ist gesagt worden, diese
total 25 Büros, die wir hier bauen, könnten trotz des Ein-
baus von je zwei Pulten nur als 25 Arbeitsplätze gezählt
werden, weil es nie vorkomme, dass zwei Parlamentarier
gleichzeitig im gleichen Büro arbeiten. Diesen Vorwurf habe
ich aufgenommen, und ich bin selbst auch zum Schluss
gekommen, dass eine rationelle Verwendung der Arbeits-
plätze nur möglich ist, wenn die Parlamentarierbüros den
Fraktionen fest zugeteilt werden, damit wir innerhalb des
gleichen Büros mit Parlamentariern der gleichen Fraktion
arbeiten können.
Ich habe untersucht, wie das möglich ist, und zufälliger-
weise ist die Aufteilung der total 25 Büros auf die Fraktio-
nen recht einfach. Ich gebe Ihnen zwei Beispiele: Jeder der
drei grossen Fraktionen könnten zugeteilt werden: zwei
Doppelbüros hier in der Kuppel und vier Büros zu drei
Arbeitsplätzen im Bundeshaus West. Der kleinsten, der
PdA/PSA/POCH-Fraktion, könnte ein Doppelbüro in der
Kuppel fest zugeteilt werden. Auch die fünf fraktionslosen
Mitglieder der Bundesversammlung würden noch zusam-
men ein Doppelbüro in der Kuppel erhalten, so dass
Gewähr besteht, dass wir alle in geordneten Verhältnissen
arbeiten können.
Der Kredit gemäss meinem Antrag würde zudem beinhal-
ten, dass nach Zuteilung der Büros jede einzelne Fraktion
selbst entscheiden kann, ob sie in diese Büros die zugeteil-
ten Pulte hineinstellen oder ob sie im Rahmen des Kredit-
betrages einen Konferenztisch oder zusätzliche Akten-
schränke beschaffen will. Die Fraktionen wären nur im
Gesamtkredit begrenzt; wie sie aber ihre Büros möblieren
wollen, das könnte jede Fraktion selbst entscheiden. Im
Bundeshaus West wären dann bis zu drei Personen in
jedem Büro; das hat mich dazu gebracht, dass wir im Korri-
dor auch zwei Telefonkabinen haben müssten, damit jeder
einzelne Parlamentarier dort ein vertrauliches Telefonge-
spräch führen kann. Ich beantrage Ihnen, meinem Antrag
zuzustimmen. Eine Verzögerung wird nicht eintreten; vor
März wird mit dem Baubeginn nicht gerechnet. Anfang
224-N
Februar können die Differenzen ausgeräumt werden. Mein
Antrag beeinträchtigt auch in keiner Weise den übrigen
Ausbau für die Journalisten, für den Dokumentationsdienst
usw.
Ich darf Ihnen auch mitteilen, dass die SVP-Fraktion mei-
nem Antrag zustimmen wird.
Müller-Balsthal, Berichterstatter: Ich habe der Begründung
des Antrages von Herrn Reichling mit Aufmerksamkeit
zugehört. Ich wiederhole: Es sind hier die Anträge des
Büros des Nationalrates und des Ständerates, die wir zu
vertreten haben. Der Bundesrat hat sie in die Botschaft auf-
genommen, und die Entscheide könnten heute fallen. Wir
beraten gewissermassen in eigener Sache über die eigenen
Ideen, und in diesem Rahmen sind selbstverständlich auch
die Ideen von Herrn Reichling absolut zulässig. Allerdings
machen wir darauf aufmerksam, dass die Büros eine Stu-
dienkommission eingesetzt haben. Diese leistete grosse
Detailarbeit. In der Kommission waren auch die Fraktions-
präsidenten vertreten. Die Fraktionen sind immer wieder
orientiert worden, konnten unsere Vorschläge diskutieren.
Interessanterweise sind damals, als es Zeit dafür war, keine
solche Einwände bei uns eingelangt.
Was vorliegt - ich betone es noch einmal - ist ein erdauer-
tes, durch die Fraktionen und die Büros sanktioniertes
Ergebnis. Für die Detailvorschläge, für die organisatori-
schen Belange standen uns die entsprechenden Fachleute
zur Verfügung: das Bundesamt für Organisation und das
Amt für Bundesbauten, das alle bisherigen Umbauten im
Bundeshaus leitete und sie nach statischen und architekto-
nischen Grundsätzen untersuchte. Herr Prof. Huber hat an
den wichtigen Sitzungen immer selbst teilgenommen.
Herr Reichling schlägt nun 15 zusätzliche Arbeitsplätze im
Bundeshaus West vor, weitere 3 im dritten Obergeschoss
und ferner 3 zusätzliche Doppelpulte hier in der Wandel-
halle. Die Kommission hat sich mit diesem Zusatzkredit - es
ginge um 75 000 Franken - nicht befasst. Herr Reichling hat
seine Ideen mehr in allgemeiner Form vorgetragen und ist
dann unterlegen. Ich beantrage Ihnen deshalb heute in
Übereinstimmung mit der Kommission, am Beschlussent-
wurf festzuhalten, mache daraus aber absolut keine Pre-
stigefrage. Wichtig scheint mir, dass wir bald dieses Projekt
in Angriff nehmen können, so dass das Parlament und die
Journalisten möglichst rasch davon profitieren können. Ich
mache diesen Vorschlag nicht, weil die Ideen von Herrn
Reichling schlecht wären, sondern weil ich trotz allem eine
Verzögerung befürchte, weil ich glaube, dass unsere Vor-
schläge einmal ausgetestet werden sollen; was aber Herr
Reichling vorschlägt, kann durchaus später durch das Büro
- Herr .Bundesrat Hürlimann hat das bestätigt - kurzfristig
und ohne spezielle Vorlage in bestimmten Budgetbeträgen
untergebracht werden. Das Büro kann das veranlassen,,
sobald die Notwendigkeit aufgrund der ersten Etappe da
ist.
Die Zuteilung an die Fraktionen und andere organisatori-
sche Massnahmen sind sowieso Details, die das Büro
sofort an die Hand nehmen kann; deshalb bitte ich Sie, dem
Ihnen unterbreiteten Antrag zuzustimmen.
M. Riesen-Fribourg, rapporteur: Par le vote qui vient d'avoir
lieu, la divergence avec le Conseil des Etats est créée.
Donc, peu importe maintenant le sort qui sera réservé à la
proposition Reichling.
A titre personnel, je reconnais que cette proposition
apporte des améliorations qui seraient bienvenues. Pour-
tant, je fais une réserve à propos du montant des frais sup-
plémentaires de 75000 francs, communiqué à M. Reichling
par l'Office fédéral des constructions. Cette communication
a peut-être été un peu hâtive. Je pense que si nous réali-
sions le projet de M. Reichling le coût pourrait s'élever à
plus de 75 000 francs, dans un ordre de grandeur du dou-
ble. Enfin, vu l'ensemble, cela n'a évidemment pas la même
importance que la réduction de deux heures de l'horaire du
personnel fédéral!
Au nom de la commission, je vous demande de repousser
Petitions
1774
16 décembre 1982
la proposition de M. Reichling de façon à ce que les travaux
puissent commencer le plus vite possible. Sa proposition
évidemment entraînerait de nouvelles études, donc un délai
plus long avant la mise en chantier. A titre personnel pour-
tant, je soutiendrai la proposition de M. Reichling.
Bundesrat Hürlimann: Nachdem Sie mit Ihrem ersten Ent-
scheid eine Differenz geschaffen haben, fällt tatsächlich das
Argument, die Angelegenheit sei heute zu erledigen, weg.
Nachdem Sie selber über dieses Haus verfügen, wie Sie
wiederholt erklärt haben - soweit es wenigstens das Bun-
deshaus betrifft und nicht die Verwaltung, ist das richtig;
gewisse Übergriffe fanden in dieser Hinsicht aber bereits
statt, das möchte ich nochmals festhalten -, sollten Sie
dem Antrag von Herrn Reichling zustimmen, um eine klare
Situation zu schaffen und der Verwaltung einen klaren Auf-
trag zu geben. Ich wäre ohnehin dagegen, dass ausgerech-
net seitens des Bundesrates Ihrem Arbeitseifer Grenzen
gesetzt würden! (Heiterkeit)
Abstimmung - Vote
Für den Antrag Reichling 74 Stimmen
Dagegen 14 Stimmen
Art. 2
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 90 Stimmen
(Einstimmigkeit)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
#ST# 82.052
Voranschlag der Eidgenossenschaft 1983
Budget de la Confédération 1983
Siehe Seite 1747 hiervor - Voir page 1747 ci-devant
Beschluss des Ständerates vom 16. Dezember 1982
Décision du Conseil des Etats du 16 décembre 1982
Differenzen - Divergences
606.373.01 Zollverwaltung. Beiträge
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
606.373.01 Administration des douanes. Contributions
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Hofmann, Berichterstatter: Wir haben noch eine letzte
Differenz mit dem Ständerat betreffend den Voranschlag
1983 zu bereinigen. Sie betrifft die Rubrik 606.373.01, Bei-
träge an die Gemeinde-Ackerbaustellen.
Der Ständerat hält an seinem Beschluss, dass diese Bei-
träge an die Ackerbaustellen gewährt werden sollen, defini-
tiv fest. Mit dem Beschluss hat aber der Ständerat die Auf-
lage verbunden, dass das Finanzdepartement bis zur
Staatsrechnung 1983 einen umfassenden Bericht über die
Entschädigungen an die Gemeinde-Ackerbaustellen ablie-
fert, weil wir bisher die Informationen hinsichtlich dieses
Geschäftes leider nur schubweise erhalten haben. Die
Finanzkommissionen müssen somit rechtzeitig Gelegenheit
erhalten, den Sachverhalt bis zur Beratung des Voranschla-
ges 1984 sorgfältig zu prüfen und allenfalls dannzumal Strei-
chung der Entschädigung an die Ackerbaustellen zu bean-
tragen. Der Beschluss des Ständerates ist mit 22 zu 6 Stim-
men gefasst worden.
Die Finanzkommission des Nationalrates beantragt Ihnen
mit 13 zu 0 Stimmen, bei Enthaltungen, sich dem Beschluss
des Ständerates anzuschliessen, jedoch ausdrücklich unter
den vorgenannten Bedingungen, dass wir einen eingehen-
den Bericht erhalten und dann allfällig pro 1984 diese Bei-
träge aufheben können.
Wir möchten Sie bitten, diesem Beschluss des Ständerates
zuzustimmen, damit wir das Budget 1983 endgültig verab-
schieden können, so dass wir nicht noch eine Einigungs-
konferenz einberufen müssen.
Angenommen - Adopté
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
#ST# Petitionen - Pétitions
82.262
Urech-Roth Helena, Zürich.
AHV der schweizerischen Ehefrau Im Ausland
Urech-Roth Helena, Zurich. Droit à la rente AVS
des épouses des Suisses de l'étranger
Herr Oester legt namens der Petitions- und Gewährlei-
stungskommission den folgenden schriftlichen Bericht vor:
- Mit Schreiben vom 12. August 1982 ersuchte Frau Urech
die Petitions- und Gewährleistungskommission, das Bun-
desgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
(AHVG) in dem Sinne zu revidieren, dass die Ehefrauen von
Auslandschweizern, die obligatorisch versichert sind, auch
den vollen Versicherungsschutz geniessen. Die geltende
Regelung benachteilige und diskriminiere die verheiratete
Auslandschweizerin.
Frau Urech verlangte zugleich die Revision eines Entschei-
des des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom
- Juli 1979.
- In Verwaltungspraxis und Rechtssprechung steht heute
eindeutig fest, dass sich das Versicherungsverhältnis eines
obligatorisch in der eidgenössischen AHV/IV versicherten
Ehemannes nicht auf seine Ehefrau erstreckt. Das Versi-
cherungsverhältnis wird von jeder Person individuell
begründet, wenn sie eine der Voraussetzungen erfüllt, die
im Gesetz oder im anzuwendenden Staatsvertrag vorgese-
hen sind.
Diese Regelung kann sich für die Ehefrauen von Schwei-
zern, die im Ausland für einen Arbeitgeber in der Schweiz
tätig sind und von diesem entlöhnt werden, nachteilig aus-
wirken. Wohl erhalten solche Ehepaare eine Ehepaaralters-
rente, wenn der Mann das 65. Altersjahr erreicht. Hingegen
erhält die Frau, wenn sie das 62. Altersjahr erreicht und ihr
Ehemann noch nicht 65 Jahre alt ist, keine Altersrente.
Gegenüber der Invalidenversicherung hat sie keine
Anspruchsberechtigung. Die beitragsfreien Ehejahre der
Frau werden nicht angerechnet, was sich auf die Renten-
höhe ungünstig auswirken kann.
- In der Frühjahrssession 1982 sind im Nationalrat zu die-
sem Problem zwei parlamentarische Vorstösse diskutiert
worden: eine Motion von Nationalrat Muheim wurde als
Postulat überwiesen («Amtl. Bulletin» 1982, Seite 959/60),
eine Interpellation von Nationalrat Schule erledigt («Amtl.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Parlament. Raumbedarf
Parlement. Locaux
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans
Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In
Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1982
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
12
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
82.044
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
16.12.1982 - 08:00
Date
Data
Seite
1767-1774
Page
Pagina
Ref. No
20 011 029
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