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Programme d'armement 1982 1204 N 29 septembre 1982 sogar die Logistik. Im Zeitalter der totalen Bedrohung wer- den auch Schutzwesten und wirkungsvolle Tarnnetze ent- scheidend mithelfen, das Leben unserer Soldaten zu schüt- zen und ihre physische Kampfkraft zu erhalten. Zum Schutz des Wehrmannes haben wir in den letzten Jahren zu wenig getan. Wir werden in Zukunft trotz neuer grosser Beschaf- fungsvorhaben mehr Mittel dafür bereitstellen müssen. Nun zu den einzelnen Beschaffungsvorhaben. Ich nehme diejenigen Vorhaben vorweg, die in der Militärkommission zu wenig Diskussion Anlass gaben. Mit der Beschaffung der Panzerabwehrrakete Dragon in drei Serien für die Infanterie des Auszuges und der Land- wehr sowie für die mechanisierten Truppen haben wir einen entscheidenden Ausbau der Panzerabwehr auf mittlere Distanzen erhalten. Die heutige Vorlage sieht eine Verstär- kung der Panzerabwehr der untersten Stufe, der Stufe Kompanie vor. Unsere Raketenrohre Modelle 50 können wegen zu starker mechanischer Abnützung nicht mehr ein- gesetzt werden. Im Zusammenhang mit der seinerzeitgen Nora-Entwicklung hat sich gezeigt, dass sich die Treffer- wahrscheinlichkeit beim Modell 58 - dem Folgemodell - noch verbessern lässt. Das hat zur Entwicklung des Rake- tenrohrs 80 geführt. Die wesentlichen Verbesserungen sind in der Botschaft ausführlich erwähnt. Weil ein neues Pan- zerabwehrsystem auf unterster Stufe nicht vor 1990 erhält- lich sein wird, schlägt der Bundesrat vor, die 8,3-cm-Rake- tenrohre 50 durch das neue Modell 80 zu ersetzen und die restlichen Modelle 58 umzubauen. Ein teilweiser Umbau wurde bereits über das Kriegsmaterialbudget 1980 eingelei- tet. Ferner soll noch die Raketenmunition vermehrt werden. Bei der zu beschaffenden neuen Hohlpanzerrakete konnte, ebenfalls unter Auswertung der Nora-Erkenntnisse, eine Steigerung der Durchschlagsleistung von 10 bis 15 Prozent erreicht werden. Diese Durchschlagsleistung genügt gegen Kampfschützenpanzer und andere gepanzerte Fahrzeuge sowie gegen die Seiten- und Heckpartien moderner Kampf- panzer. Das neue, verbesserte Raketenrohr sowie die neue Hohl- panzerrakete bringen eine Kampfwertsteigerung der Pan- zerabwehr auf unterster Stufe. Die Kosten für den Umbau und die Herstellung des neuen Raketenrohrs sowie für die neuen Hohlpanzerraketen belaufen sich auf 76 Millionen Franken. Der Inlandanteil für die Rüstungsbetriebe und die Privatwirtschaft beträgt 100 Prozent. Die Beschaffung wird sich über einige Jahre erstrecken. Zur 10,5-cm-Kanonenmunition: Diese Beschaffung steht in einem direkten Zusammenhang mit der Umrüstung und Neuorganisation der Artillerie. Mit der Einführung der Pan- zerhaubitzen werden gleichzeitig die in den Felddivisionen verbleibenden 10,5-cm-Haubitzen durch schwere Kanonen (Kaliber 10,5cm) ersetzt. Für drei Abteilungen werden die Kanonen aus dem Reserve- und Instruktionsmaterial heran- gezogen. Hiefür fehlt aber die Kriegsmunition, d. h. die Hül- sen und Ladungen. Die Beschaffungskosten betragen 46 Millionen und sind voll inlandwirksam. Die Beschaffung der 300-kg-Flieger-Tiefabwurfbombe ent- spricht ebenfalls einem Nachholbedürfnis. Sie dient als Teil- ersatz der technisch und taktisch veralteten Fliegerbomben von 50 Kilo. Die heutige Umwelt im Krieg zwingt unsere Flugwaffe zum Tiefflug. Heute besitzen wir vor allem noch Hochabwurfbomben, die aus 1000 bis 2000 Meter Höhe abgeworfen werden. Es ist deshalb dringend notwendig, dass wir Waffen suchen, mit denen man aus geringer Höhe arbeiten kann. Man fliegt so tief wie möglich und versucht, die Flab zu unterfliegen. Damit erhöht sich die Überlebens- wahrscheinlichkeit unserer Erdkampfflugzeuge. Die Flieger- bombe ist eine Tiefabwurfbombe. Sie wirft nach Abwurf 147 Granaten mit Hohlladung aus. Der Fall dieser Granaten wird durch ihre besondere Konstruktion gebremst. Dadurch ent- steht ein notwendiger Sicherheitsabstand zwischen Flug- zeug und Explosionspunkt am Boden. Die Hohlladung der einzelnen Granaten ermöglicht eine wirkungsvolle Bekämp- fung von Panzern, gepanzerten Fahrzeugen und Geschüt- zen. Eine erste Tranche dieser Tiefabwurfbomben wurde bereits 1979 gekauft. Die Beschaffungskosten für die zweite Serie nun belaufen sich auf 99 Millionen Franken. Die Bomben werden in England fabriziert. Zu den Brandbekämpfungsausrüstungen für Luftschutz, Betriebsschutz und Versorgung: Hier geht es um die Beschaffung von Löschwasserpumpen, Wasserwerfern und Wasserschaumwerfern. Die Luftschutztruppen stehen den zivilen Behörden vor allem zur Bewältigung schwerer und ausgedehnter Schadenlagen zur Verfügung. Dazu gehört auch, dass sie zur Bekämpfung von Grossbränden befähigt sein müssen. In solchen Schadensituationen ist mit der heutigen Brandbekämpfungsausrüstung eine wirkungsvolle Brandbekämpfung nicht möglich, da die geförderten Was- sermengen und die Reichweiten der Strahlrohre ungenü- gend sind. Ausserdem sind die schweren Motorspritzen der Luftschutztruppen aus dem Jahre 1951, die zum Teil noch mit Motoren aus dem Zweiten Weltkrieg ausgerüstet sind, zu störungsanfällig und können mangels Ersatzteilen nicht mehr repariert werden. Mit den zur Beschaffung vorgeschlagenen Löschwasser- pumpen und Wasserwerfern kann mit weniger Bedienungs- personal die doppelte Wassermenge auf eine wesentlich grössere Distanz verspritzt werden. Der Bundesrat verlangt hiefür einen Kredit von 41 Millionen Franken, der Inlandan- teil beträgt 72 Prozent. Auch bei dieser Beschaffung han- delt es sich um ein dringendes Nachholbedürfnis. Zur allgemeinen Ausrüstung. Tarnmaterial: Es hat keinen Sinn, teure Waffen und Geräte ins Feld zu stellen, wenn sie nicht getarnt werden können. Waffensysteme, wie zum Bei- spiel der Maverick, zwingen uns dazu, der Tarnung inskünf- tig eine viel grössere Bedeutung zuzumessen. Sichtbares Material ist heute auf dem Schlachtfeld verlorenes Material. Das heutige Tarnmaterial ist absolut ungenügend. Die Tarn- netze sind seit über 30 Jahren im Einsatz. Sie bestehen vor- nehmlich aus Baumwolle und Jute und sind wegen ihres Alters und der starken Beanspruchung in unserem Klima teilweise verrottet. Mit diesem Material sind unsere Stellun- gen aus der Luft jeweils leicht zu erkennen. Von den 65,3 Millionen Franken, die für die Beschaffung beantragt wer- den, sind 35 Prozent inlandwirksam. Die Verstärkung des Sanitätsdienstes verlangt eine weiter- gehende Dezentralisierung sanitätsdienstlicher Einrichtun- gen und eine Beschleunigung des Abtransportes der Ver- wundeten. Zudem sollen in Zukunft die Verwundeten nicht mehr umgeladen werden. Dazu bedarf es einer erhöhten Zuteilung von Tragbahren auf Stufe Kompanie und Stütz- punkt. In einem ersten Schritt sollen nun 30 000 Tragbahren beschafft werden. Der Kredit hiefür beträgt 23,7 Millionen Franken; die Tragbahren werden zu 100 Prozent in der Schweiz hergestellt. Zu den Splitterschutzwesten: Bei Luftangriffen sind die Bedienungsmannschaften der Flab-Geschütze, der Feuer- leitgeräte und der Rapier-Lenkwaffen sowie von Artilleriege- schützen besonders exponiert, weil sie der Gefährdung durch Splitterwirkung ausgesetzt sind. Ein zusätzlicher Schutz ist für diese Leute notwendig, weil sie ja gerada im Moment des Luftangriffes nicht in Deckung gehen können, sondern ihre Geschütze und Geräte zu bedienen haben. Die Erfahrungen im Falkland- und Libanon-Krieg zeigen, dass solche Westen unerlässlich sind. Die Wahl fiel auf ein schweizerisches Produkt. Der Verpflichtungskredit beträgt 10 Millionen Franken. Zu der Luft-Boden-Lenkwaffe Maverick: Ihre Militärkommis- sion hat sich eingehend mit der Beschaffung der Maverick- Lenkwaffen zur Ausrüstung unserer Hunter-Kampfflug- zeuge befasst. In der Botschaft wird die Maverick als mo- dernste in Serienproduktion befindliche Luft-Boden-Lenk- waffe bezeichnet. Presseberichte, die sich weitgehend auf einen Bericht in der «Washington Post» stützen, sprechen von Zweifeln an dieser Waffe. Die Treffergenauigkeit sei ungenügend, die Sichtvariante sei eine Bewaffnung von gestern usw. Eine Analyse der Kritik hat ergeben, dass sie sich schwergewichtig gegen die Infrarotversion richtet, die auch bei Nacht eingesetzt werden kann. Der Bundesrat beantragt aber die Beschaffung der Sicht- respektive der TV-Version. In der Spitze der Lenkwaffe ist eine Fernseh-
Programme d'armement 1982 1206 N 29 septembre 1982 zeichnen. Eine erste Beschaffung sollte 400 Fahrzeuge umfassen. Kurz nach der Veröffentlichung der Botschaft gab die Firma Saurer ihre Zusammenarbeitsabsichten mit der Firma Daim- ler-Benz AG und die beabsichtigte Umstrukturierung im Lastwagenbereich bekannt. Was den Armeeauftrag betrifft, war die Firma Saurer bereit, die in der Botschaft vorgesehe- nen 400 Geländelastwagen zu produzieren. Sie konnte aber für weitere Serien keine verbindlichen Zusagen machen. In der Folge wurden sofort Verhandlungen mit Saurer aufge- nommen, um gewisse Optionen abzuklären. Für die Armee kann es nämlich nicht darum gehen, in einer ersten Serie 220 Lastwagen 4x4 und 180 6 x 6 zu beschaffen und nach- her diese Typen nicht mehr zu erhalten. Die weiteren Serien müssten dann anderswo beschafft werden. Die 400 Lastwa- gen Saurer wären ein Torso in der Motorisierung der Armee gewesen. Für den Generalstabschef, der für die Ausrüstung unserer Armee verantwortlich ist, konnte es sich - nach- dem die Wahl auf Saurer gefallen war - nur darum handeln, zu versuchen, die minimal benötigte Zahl von 1200 Lastwa- gen von dieser Firma herauszubringen. Die Fahrzeuge Sau- rer 4x4 und 6x6 sind Familienfahrzeuge. Sämtliche Bau- gruppen beider Fahrzeugversionen sind mit Ausnahme der Einspritzpumpe und der Mittelachse des Dreiachsfahrzeu- ges innerhalb der Fahrzeugfamilie austauschbar. Eine Lösung, die verschiedene Fahrzeuge vorsieht, ist abzuleh- nen. Damit hätten wir nur über kleine Serien ein Familien- fahrzeug und müssten zudem mit zwei Industriebasen arbeiten. Bei Kleinserien sind im Verhältnis mehr Ersatzteile für die Kriegs- und Neutralitätsreserve zu beschaffen, da sie an allen Lagerorten in minimalen Mengen vorhanden sein müssen. Eine solche Lösung käme nicht nur teurer zu ste- hen, sondern es Hesse sich auch kein vernünftiges logisti- sches System aufbauen. Die Bedürfnisse der Armee richten sich eindeutig auf ein Familienfahrzeug aus. In dieser Situ- ation muss die Armee auf 1200 gleichartigen Lastwagen beharren. Wenn die Lieferung durch Saurer nicht möglich ist, dann müsste man sämtliche Fahrzeuge bei Steyr kau- fen. Die neue Situation bei Saurer gestattet nun eine gestaffelte Beschaffung in verschiedenen Serien nicht mehr. Gewisse Komponenten müssen frühzeitig und gesamthaft in Auftrag gegeben werden, wenn das ganze Beschaffungsvorhaben realisiert werden soll. Der Bundesrat hat sich deshalb am 26. Mai 1982 für die Beschaffung von total 1200 Gelände- lastwagen Saurer ausgesprochen. Nur diese Lösung erfüllt weitgehend die Rahmenbedingungen hinsichtlich Logistik und Zeitpunkt der Ablieferung. Sie bringt aber auch indu- strielle Vorteile und hat Wirkungen auf die Beschäftigung. Gerade das letztere muss für die Firma Saurer und zahlrei- che Unterlieferanten in der heutigen Zeit als positiv gewer- tet werden. Es geht bei diesem Auftrag eben auch noch um die Erhaltung von Arbeitsplätzen. An die erweiterte Beschaffung ist die Auflage geknüpft, dass die Lastwagen zu den von der Armee geforderten Bedingungen geliefert werden. Der Inlandanteil muss weiterhin bei 77 Prozent lie- gen. Saurer ist zudem verpflichtet, für mehr als die Hälfte des Inlandanteiles Aufträge an Unterlieferanten zu erteilen, und zwar so, dass möglichst alle Regionen berücksichtigt werden. Die Beschaffung erstreckt sich bis zum Jahre 1989. Der jährliche Zahlungsbedarf liegt im Durchschnitt dieser Jahre bei 55 Millionen Franken. Für das Jahr 1982 ist aller- dings mit einem Nachtragskreditbegehren von 60 Millionen Franken zu rechnen. Die Militärkommission Ihres Rates beantragt Ihnen, wie ich eingangs erwähnt habe, auf die Vorlage einzutreten und dem Beschluss des Ständerates zuzustimmen. Mme Deneys, rapporteur: Je me propose de vous présen- ter en trois points distincts le programme d'armement 82 qui constitue pour l'essentiel un programme de remise en ordre. Le premier point concernera des acquisitions de routine, destinées à remplacer des équipements devenus désuets et insuffisants. Le deuxième concernera l'acquisition de l'engin guidé air-sol Maverick. En troisième lieu, enfin, j'aborderai l'acquisition des camions Saurer. Dans le premier paquet, il faut ranger des acquisitions et des améliorations destinées à l'infanterie. Il s'agit en parti- culier de remplacer des tubes roquettes de 8,3 cm 50 par de nouveaux tubes 8,3 cm 80, de transformer des tubes roquettes 8,3 cm 58 restants en modèle 80 et d'augmenter la dotation en munitions pour ces tubes roquette. Le coût de ces acquisitions et transformations atteint 76 millions de francs. Les travaux de modification et la fabrication nouvelle de ce système d'armes seront effectués complètement en Suisse par la fabrique fédérale de Berne et la fabrique fédé- rale de munitions de Thoune. Des sous-traitants suisses y participeront à raison de 50 et 58 pour cent respectivement. L'artillerie se verra attribuer des munitions 10,5 cm pour canons. En liaison avec la réorganisation prévue à la suite de l'acquisition d'obusiers blindés M-109, il s'agit de com- pléter le matériel existant par des douilles et des charges qui coûteront 46 millions de francs et seront entièrement fabriquées à Altdorf. La fabrique fédérale adjugera environ 20 pour cent de la commande à des entreprises sous-trai- tantes suisses. Pour l'aviation, l'achat de bombes d'aviation 79 de 300 kilos est prévu. Celles-ci sont largables à faible altitude et peu- vent donc être engagées même dans de mauvaises condi- tions météorologiques. Une première série acquise dans le cadre du programme d'armement 79 a donné satisfaction. La fabrication en est totalement britannique, et seuls les emballages et casiers de stockage pourront être comman- dés à des entreprises suisses auxquelles ne reviendra guère que le 2 pour cent de la valeur de cette commande évaluée à 99 millions de francs. Dans le domaine de la protection aérienne, le message vous propose l'achat de lances à eau et pompes à eau d'extinction ainsi que de lance-eau et mousse. La commis- sion a pu se convaincre de l'efficacité de l'équipement développé qui devra être attribué aux sections d'appui de toutes les compagnies de protection aérienne. Les pompes à eau d'extinction sont fabriquées en Suisse et le montage se fera aux ateliers fédéraux de construction. Par contre les lances à eau sont de fabrication allemande, l'entrepreneur s'étant toutefois engagé à faire appel à des sous-traitants suisses jusqu'à concurrence de 50 pour cent du montant de la commande. En ce qui concerne les lance-eau et mousse qui doivent notamment permettre de combattre les grands incendies de carburant, la part suisse s'élève à 73 pour cent. Le coût total de ce matériel de lutte contre l'incendie se monte à 44 millions de francs. Pour l'équipement général, le programme 82 prévoit de combler d'autres lacunes. En effet, le matériel de camou- flage est devenu tout à fait insuffisant, voire dangereux, puisque les moyens modernes d'exploration photographi- que permettent de le repérer en toute certitude. L'acquisi- tion prévue consiste en un filet de camouflage réalisé en fibres synthétiques dont les caractéristiques - efficacité, poids, résistance à l'usure, nettoyage, stockage et entretien
Programme d'armement 1982 1208 N 29 septembre 1982 la solidarité confédérale, nous ne pouvons la refuser sitôt qu'elle ne nous concernerait pas directement. Au contraire, nous avons tout intérêt à ce que le plus grand nombre pos- sible de salariés puissent continuer à travailler, car c'est une condition préalable de réussite pour nos projets de diversification industrielle. C'est pourquoi, au nom de la Commission des affaires mili- taires unanime, je vous prie d'accepter la décision du Conseil des Etats et de voter le crédit d'engagement pro- posé de 961 millions de francs. M. Forel: Le dernier-né de la trop nombreuse famille des messages fédéraux, concernant l'acquisition de matériel de guerre, nous est parvenu en date du 17 février de cette année. Pour certains, c'est sans doute un cher petit bébé. Pour nous, c'est certainement un bébé qui revient trop cher, cher parce que, comme tous ses aînés, il est destiné à un ultraperfectionnisme. Lui aussi devra améliorer, sophisti- quer notre infanterie, avec de nouveaux tubes roquettes, notre artillerie, avec une nouvelle munition plus perfor- mante, notre aviation, avec des bombes à lâcher en rase- mottes, avec des camions extraordinaires, pour une fois «made in Switzerland», mais tout de même à 400 000 francs pièce en moyenne, sans compter la protection aérienne, le matériel de camouflage, et aussi l'achat de quelque 30 000 brancards qui vont enfin remplacer les modèles dits «Weber» qui étaient - nous les avons pratiqués - même déjà indignes de la guerre de 1914 à 1918. Cette dernière dépense de 23,7 millions, et éventuellement les gilets pare- éclats pour 10 millions, sont peut-être des dépenses aux- quelles nous aurions pu souscrire. Mais cela ne représente que quelque 33,7 millions. Or, le message nous en demande vingt fois plus, soit 681 millions, et il paraît que ce n'est qu'une étape. En cette période de vaches maigres, de coupes sombres sur les dépenses sociales, les subsides, ces 68} millions sont des dépenses qui tombent comme des cheveux sur de la soupe. Alors que la Confédération devrait disposer de sommes importantes pour la relance de l'économie, pour la lutte contre le chômage, pour la lutte contre la pénurie de loge- ments, gilè ne dispose pas des fonds nécessaires les plus élémentaires. De même, la contribution de la Confédération au développement pacifique du tiers-monde reste dérisoire. Or, qu'on le veuille ou non, c'est à partir de ces pays que les risques de guerre sont les plus patents actuellement. Par contre, pour développer toujours plus la mécanisation ou la technicité de la défense nationale, la Confédération trouve toujours plusieurs centaines de millions supplémen- taires et le budget militaire atteint déjà 3,5 milliards. Nous l'avons dit et le répétons ici, il est indispensable de revoir toute la conception de notre armée traditionnelle. Ce sera le seul moyen de rendre notre défense nationale, non seulement moins onéreuse, mais tout aussi crédible. Nous vous proposons donc de refuser ce message d'acqui- sition de matériel de guerre. Oehler: Es wäre interessant, wenn wir von meinem Vorred- ner einmal erfahren könnten, was er unter glaubwürdiger Landesverteidigung versteht und wie er seine politischen Vorbeter in Moskau beeinflussen könnte, damit wir selber keine Armee brauchten. Aber nachdem wir seine Jubi- läumsanträge in diesem Rat ja kennen, nehme ich an, dass wir ihm eine entsprechende Antwort geben werden. Die CVP-Fraktion stimmt dem abgeänderten Rüstungspro- gramm 1982 zu. Wir sind dabei mit dem Präsidenten der Militärkommission, Herrn Wellauer, der Meinung, dass es sich um eine atypische Vorlage handelt, da doch im ursprünglichen Entwurf keine eigentlichen Schwergewichte festzustellen waren. Mit der Zustimmung zum Rüstungspro- gramm 1982 wird unserer Ansicht nach auch ein weiterer Schritt zur Verwirklichung des Armeeleitbildes 80 getan. Weil wir dabei über die Rüstungsprogramme der vergange- nen Jahre wesentliche Beiträge für die Luftverteidigung und die Panzerabwehr geleistet haben, haben wir auf diesen Kampfgebieten einen spürbaren Fortschritt zu verzeichnen. Es wäre unseres Erachtens indessen irrig anzunehmen, damit den Rückstand aufgeholt zu haben. Der folgen- schwere Null-Entscheid beispielsweise über die Herstellung eines eigenen Kampfpanzers im Jahre 1979, das gegenwär- tige Hin und Her in Sachen Kampfpanzerbeschaffung, das langsam lästig werdende Hinausschieben des Retrofitpro- gramms Centurion, zusammen mit der Notwendigkeit, in absehbarer Zeit einen Entscheid über eine mögliche Beschaffung eines Transport- und/oder Kampfhelikopters fällen zu müssen, sind nur einige der Probleme, die in näch- ster Zeit auf uns zukommen werden. Die CVP hat in den vergangenen Jahren eine inlandorientierte Rüstungsbe- schaffung immer befürwortet. Seit Jahren treten wir hart- näckig für die Beschaffung möglichst vieler Rüstungsgüter in unserem Land und damit aus unserer Volkswirtschaft ein. Wir verkennen dabei die Haltung und die Bedeutung der Forderung für den Kauf der wirkungsvollsten kriegstaugli- chen Rüstungsgüter nicht, wir sind aber der einhelligen Auffassung, dass die Landesverteidigung ein Teil der Gesamtverteidigung ist und sich Gesamtverteidigung und Landesverteidigung gegenseitig bedingen. Mit grosser Genugtuung stellen wir vor dem Hintergrund einer mehr als nur ungemütlichen Wirtschaftsentwicklung fest, dass unsere Haltung auf mehr als einem Gebiet zum Tragen kommt, wenn wir das Rüstungsprogramm 1982 betrachten. Es ist nicht vermessen, gerade in diesem Zusammenhang an unsere jahrelange Forderung der Beschaffung neuer Transportfahrzeuge für unsere Armee hinzuweisen. Was man uns seinerzeit als euphorischen Vor- schlag abqualifizierte, wird heute als echte Verstärkung der Transportmöglichkeiten unserer Armee betrachtet. Wen wundert's, dass wir in diesem Zusammenhang auf die Beschaffung der 1200 Saurer-Lastwagen hinweisen? Die Vorgeschichte ist bekannt. Häufig wird aber übersehen, dass die Notwendigkeit, mindestens 1200 Lastwagen zu beschaffen, nicht von uns Politikern als ausgewiesen betrachtet wurde, sondern von unserem Generalstabschef. Herr Wellauer hat mit eindrücklichen Zahlen die Notwendig- keit dieser Beschaffung für die Zukunft unterstrichen. Wer von den Mitgliedern dieses Rates noch selber aktiv Militärdienst leistet, weiss, welch alte, gefährliche und unbrauchbare Lastwagen uns zugemutet werden. Es war folglich höchste Zeit, für Abhilfe zu sorgen. Mit unserem Entscheid, die angeführten 1200 Lastwagen aus Arbon zu beschaffen, leisten wir einen ersten Beitrag. Die Militärkom- mission dieses Rates konnte sich im Rahmen einer Demon- stration in Thun von den hervorragenden Qualitäten der Arboner Lastwagen der neuen Generation einen Eindruck verschaffen. Wir sind überzeugt worden, dass wir das zur- zeit beste Fahrzeug beschaffen werden. Als Ostschweizer gestatten Sie mir den Hinweis, dass wir stolz auf die Lei- stungen dieses Arboner Unternehmens, ihrer Zulieferer und vor allem auch ihrer Arbeitnehmer sein dürfen. Sie gestatten mir in diesem Zusammenhang auch ein Wort zu den angeblichen Preisunterschieden zwischen dem nun siegreichen Saurer und dem unterlegenen österreichischen Fahrzeug der Marke Steyr. Nominell sind es heute noch knappe 12 Prozent, die für die Saurer-Lastwagen mehr aus- gegeben werden müssen. Dieser Vergleich hinkt aber, wenn wir berücksichtigen, wie viele Arbeitsplätze, nicht nur in der Ostschweiz, sondern im ganzen Land über Zulieferfir- men in den nächsten Jahren durch diesen Auftrag gesichert oder erhalten werden können. Wir gestatten uns in diesem Zusammenhang, an die Aus- führungen des Bundesrates zu erinnern, die er am 2. März 1979 über die Bedeutung der Inlandbeschaffung gepanzer- ter Fahrzeuge machte. Der damalige Vorsteher des EMD, alt Bundesrat Gnägi, gab im Auftrag des Bundesrates bekannt, dass eine Inlandbeschaffung mit 25 Prozent nomi- nellen Mehrkosten in Tat und Wahrheit nicht teurer sei. Wir erinnern uns sehr gut an diese Aussage und möchten sie Ihnen heute, vor allem aber auch bei zukünftigen Inlandbe- schaffungen oder Lizenzfabrikationen zur Beachtung emp- fehlen. Eingehende Untersuchungen haben bewiesen, dass
Programme d'armement 1982 1210 N 29 septembre 1982 Tranche von 400 Lastwagen gewusst haben, dass sie die Lastwagenproduktion wird einstellen müssen. Es wäre nach unserer Meinung eine Frage des puren Anstandes gewe- sen, das EMD und den Bundesrat zumindest über diese Möglichkeit rechtzeitig zu orientieren. Sollte man allerdings mit dieser Möglichkeit tatsächlich nicht gerechnet haben, ist das unserer Meinung nach nur ein Beweis mehr für die von verschiedenen Seiten geäusserte These, dass Verwal- tungsrat und Geschäftsleitung der Saurer AG bei der Füh- rung des Unternehmens krass versagt haben. Die dritte Ungereimtheit bei diesem Geschäft besteht darin, dass der Bundesrat in Kenntnis der Tatsache, dass das gleichwertige Erzeugnis von Steyr deutlich billiger gewesen wäre, nun sogar den ganzen Auftrag von 1200 Lastwagen Saurer zugesprochen hat. Das Motiv war nämlich nicht mili- tärischer, sondern ausschliesslich wirtschaftlicher Natur. Militärisch, das wissen wir, sind beide Erzeugnisse gleich- wertig. Man wollte auf diese Weise - Herr Oehler hat dies vorin mit beredten Worten unterstrichen - ein paar hundert Arbeitsplätze für einige Jahre mehr über die Runden brin- gen -, an sich eine verständliche, aber dennoch eine pro- blematische Überlegung, weil diese Arbeitsplätze ohnehin verschwinden, weil es sich nicht um eine Überwindung einer Talsohle handelt, in der sich das Unternehmen befin- det, sondern bloss um die Verzögerung einer Liquidation. Die Betroffenen müssen sich ohnehin um neue Arbeits- plätze kümmern. Bei dieser Sachlage hätte der Bundesrat die Firma Steyr um eine Zusatzofferte für 1200 Lastwagen angehen müssen. Nachdem unser Antrag, dies zu tun, in der Militärkommission keine Unterstützung gefunden hat, verzichten wir darauf, ihn hier nochmals zu stellen. Wir sehen, dass er im Plenum keine Chancen hätte, wir sehen vor allem auch, dass nunmehr die notwendigen Erstbe- schaffungen durch die Einholung einer Zusatzofferte erheb- lich verzögert würden. Das möchten wir auch wieder nicht in Kauf nehmen. Aber Sie müssen sehen, dass uns die ganze Beschaffung - über den Daumen gepeilt - 40 bis 60 Millionen Franken mehr kostet, 40 bis 60 Millionen Franken mehr zulasten des EMD-Budgets im Interesse der vorüber- gehenden Erhaltung von Arbeitsplätzen vor allem am Bodensee. Man tut dies, obwohl - wie der Kommissionsprä- sident eben dargelegt hat - Knappheit an Mitteln besteht bei der Realisierung des Armeeleitbildes 80, Knappheit an Mitteln, die dringend notwendig wären, um das Armeeleit- bild 80 so zu realisieren, wie man das ursprünglich wollte. So wie die Dinge liegen, widersetzen wir uns heute dem Kommissionsantrag nicht. Wir erwarten aber, dass jene Kreise, die sonst immer nach Kürzungen des Militärbudgets schreien, die Zustimmung zu dieser wirtschaftlichen Aktion damit honorieren, dass sie in nächster Zukunft auf Anträge zur Kürzung der Militärausgaben verzichten. Man kann nicht auf der einen Seite nach einer Kürzung des Militärbudgets rufen und auf der anderen Seite Mehrkosten in der zitierten Grössenordnung - vielleicht sind es sogar 70 Millionen Franken - zur Erhaltung von Arbeitsplätzen in Kauf nehmen. Ein drittes Wort schliesslich noch zur beantragten Beschaf- fung der Luft-Boden-Lenkwaffe Maverick. Die Unterlagen und Daten, die uns zur Verfügung stehen, lassen darauf schliessen, dass es sich hier um eine taugliche Waffe han- delt. Wir verstehen freilich nicht, warum aus Kostengründen auf effektive Schiessversuche im Massstab 1:1 verzichtet worden ist. Bei einem Beschaffungsvolumen von der hier zur Diskussion stehenden Grosse hätte es sich nach unse- rer Meinung gerechtfertigt, die Waffe auch tatsächlich aus- zuprobieren. Immerhin erlauben die Erläuterungen, die wir in der Militärkommission erhielten, die Annahme, dass wir hier die Katze nicht im Sack kaufen. Sicher handelt es sich nicht um eine Allwetterwaffe, der Kommissionpräsident hat darauf hingewiesen. Aber wir verfügen auch nicht über geeignete Allwetterjäger, und der Infrarot-Maverick ist bis auf weiteres gar nicht erhältlich. Mit der Beschaffung der Waffe schützen wir letztlich auch unsere Flugzeuge, weil der Maverick ausserhalb des traditionellen Flabbereiches abgefeuert werden kann. Insgesamt beurteilen wir die Waffen, Geräte und Munitions- arten, deren Beschaffung beantragt wird, als tauglich und als echte Verstärkung unserer Abwehrbereitschaft, wenn auch im Blick auf die Lastwagen als teure Verstärkung. Wir sind für Eintreten und Zustimmung zu den Anträgen der Kommission. Ogi: Angesichts des Standes der sowjetischen Rüstung, die die notwendige Sollstärke zur Erhaltung des heutigen Machtbereiches eindeutig übersteigt, nimmt sich das vorlie- gende Rüstungsprogramm 82 eher bescheiden aus. Es kennt denn auch keine ausgeprägten Schwergewichte wie die vorangehenden Programme - Stichwörter wären Pan- zerabwehrlenkwaffe Dragon, Kampfflugzeug Tiger, Flieger- abwehrlenkwaffensystem Rapier usw. -, aber es schliesst Lücken in der Beschaffung und Ausrüstung und erfüllt drin- gende Nachholbedürfnisse. Eine moderne Armee besteht nämlich nicht nur aus Panzern, Kanonen und Flugzeugen, sondern es bedarf auch der Mittel zur Sicherstellung der Versorgung, der Tarnung und des Schutzes des einzelnen ' Soldaten. Die SVP-Fraktion hat sich namentlich mit drei Bereichen dieses Rüstungsprogrammes auseinandergesetzt: Mit der Verstärkung der Panzerabwehr, der Lenkwaffe Maverick und mit der Beschaffung von Geländelastwagen.
Zur Verstärkung der Panzerabwehr. Nachdem mit der Beschaffung der Panzerabwehrrakete Dragon die Panzer- abwehr auf mittlere Distanz einen entscheidenden Ausbau erhalten hat, steht heute die Verstärkung der Panzerabwehr auf der unteren Stufe zur Diskussion, die zur Hauptsache auf dem Raketenrohr beruht. Der Ersatz des Raketenrohrs 50 und die Verbesserung des Raketenrohrs 58 werden von unserer Fraktion unterstützt. Das Raketenrohr, namentlich auch mit verbesserter Munition, wird noch auf Jahre hinaus eine durchaus taugliche Panzerabwehrwaffe bleiben. Ver- gessen wir nicht, dass ungefähr zwei Drittel der gepanzer- ten Fahrzeuge ausländischer Armeen (z. B. Schützenpan- zer, Kommandopanzer, Fliegerabwehrpanzer, Übermitt- lungspanzer) nur über eine leichte Panzerung verfügen und dass auch die russischen Kampfpanzer beispielsweise der ersten und zweiten Generation, wie der T-55 oder der T-62, bis weit in die neunziger Jahre hinein in grosser Zahl Ver- wendung finden werden. Aus diesen Gründen ist entgegen der Auffassung, wie sie kürzlich in der «ASMZ» geäussert wurde, bei der Panzerab- wehr eine Mischung zwischen teuren Hochleistungswaffen wie der Dragon und billigeren, aber dafür in grosser Zahl vorhandenen Panzer-Nahabwehrsystemen zweckmässig. Letztlich hängt zudem der Erfolg in der Panzerabwehr nicht allein vom Vorhandensein modernster Waffen ab, sondern ebensosehr vom Mut, von der Phantasie und der Geschick- lichkeit, mit denen der Soldat seine Waffen zum Einsatz bringt.
Zur Lenkwaffe Maverick. Entgegen gewissen Pressepo- lemiken, die sich im übrigen weitgehend auf einen Artikel in der «Washington Post» stützten, steht die SVP voll hinter der Beschaffung der Maverick-Lenkwaffe zur Ausrüstung eines Teils unserer Hunter-Flotte. Die Kritik in der amerika- nischen Presse richtet sich nämlich gegen jenen Typ dieser Lenkwaffe, der auch bei Nacht eingesetzt werden soll und der hier gar nicht zur Diskussion steht. Die Beschaffung dieser Waffe wird unseren Piloten erlauben, stark flabvertei- digte Ziele zu bekämpfen, ohne sich dem Feuer der gegne- rischen Fliegerabwehr auszusetzen. Sie erlaubt also eine Schonung unserer Piloten und unserer Flugzeuge. Unter Berücksichtigung der Faktoren Treffsicherheit, Wirkung im Ziel, Abschussdistanz und Anzahl der benötigten Flug- zeuge kann die Maverick trotz des hohen Preises als eine wirkungsvolle und kostengünstige Waffe bezeichnet wer- den.
Die Beschaffung von 1200 Geländelastwagen. Wie der Herr Kommissionspräsident Wellauer bereits ausgeführt hat, beantragt die Militärkommission eine Erhöhung der Position Geländelastwagen von 400 auf 1200 Stück. Die Fraktion der SVP hat dieses Geschäft vor allem hinsichtlich
September 1982 N1211Rüstungsprogramm 1982 seiner militärischen Notwendigkeit gründlich geprüft. Das Vorziehen des mit 1200 Fahrzeugen bezifferten gesamten Bedarfs an Geländelastwagen hat für Ausbildung und Unterhalt bedeutende Vorteile. Als positiv werden zudem die durch die grössere Stückzahl erhältliche Preisreduktion und die wegen früherer Ablieferung geringeren Teuerungs- kosten hervorgehoben. Die SVP-Fraktion ist jedoch ent- schieden der Meinung, dass durch das Vorziehen dieser Beschaffung - ursprünglich war eine Auslieferung in mehre- ren Tranchen vorgesehen - dringliche Beschaffungsbedürf- nisse im Bereich der Bewaffnung nicht zurückgestellt wer- den dürfen. Es wäre in diesem Zusammenhang interessant, vom Vertre- ter des Bundesrates, Herrn Bundesrat Chevallaz, zu hören, wie sich ein Ausgleich im Finanzplan bewerkstelligen lässt. Selbstverständlich hat die SVP-Fraktion auch die beschäfti- gungspolitische Komponente dieser Vorlage entsprechend gewichtet. In Zukunft haben jedoch gerade bei knapper werdenden Finanzen Rüstungsprojekte strikt klaren, militä- rischen Prioritäten zu folgen. Die Fraktion der SVP empfiehlt Ihnen einstimmig, auf das abgeänderte Rüstungsprogramm 82 einzutreten und allen Beschaffungsvorhaben zuzustimmen. Merz: Die sozialdemokratische Fraktion wird dem Rüstungsprogramm 1982 zustimmen, und zwar in der vom Ständerat bereits verabschiedeten Form. Wir stellen fest, dass sich die Vorlage hinsichtlich der militä- rischen Bedürfnisse in die Landschft des Armeeleitbildes 80 einfügt und dass mit den einzelnen Vorhaben des Pro- gramms einige teilweise recht empfindliche Materiallücken in der infanteristischen Panzerabwehr wie auch in der Bekämpfung von Panzerzielen aus der Luft, in der Luftver- teidigung überhaupt, bei der Motorisierung, in den Berei- chen der Tarnung und des persönlichen Schutzes des ein- zelnen Wehrmannes sowie, last but not least, im Sanitäts- dienst geschlossen werden können. Gestatten Sie mir, dass ich aus der Sicht unserer Fraktion zu zwei Posten dieses Rüstungsprogrammes einige Bemer- kungen anbringe. Zunächst zur Maverick-Luft-Boden-Lenkwaffe. Ich aner- kenne durchaus, dass man sich seitens der Verwaltung red- lich bemüht hat, den Mitgliedern Ihrer Militärkommission dieses moderne und komplizierte Waffensystem zu erklä- ren. Dennoch ist bei einigen Kollegen und bei mir ein Unbe- hagen zurückgeblieben. Dies nicht so sehr deswegen, weil die Maverick im Vorfeld der Beratungen Ziel verschiedener Presseangriffe war - die dort geäusserten Bedenken konn- ten ausgeräumt werden -, sondern weil bei diesem Geschäft einmal mehr klar geworden ist, dass man als Par- lamentarier in gewissen Geschäften vor einem Fait accom- pli steht. Nach meinem persönlichen Empfinden wird die vorberatende Kommission in einem Moment in den Beschaffungsprozess eingeschaltet, in dem die Würfel praktisch gefallen sind. Es bleibt den einzelnen Kommis- sionsmitgliedern in dieser Phase somit einzig die Wahl, die vom Bundesrat und von der Verwaltung für gut befundenen Rüstungsgüter ohne Vergleichsunterlagen zu akzeptieren oder sie abzulehnen; eine wahrlich wenig erfreuliche Alter- native, wenn man bedenkt, dass wir bei der Beschaffung von Rüstungsmaterial regelmässig unter Zeitdruck stehen, und wenn man sich andererseits bewusst wird, welche Ver- antwortung man als Mitglied dieser Kommission mit derart kostspieligen Entscheiden auf sich lädt. Dass bei dieser Ausgangssituation die Prüfung der Frage nach möglichst grosser Wirtschaftlichkeit der Rüstung weit- gehend entfällt, liegt ebenfalls auf der Hand. Es sei aller- dings in diesem Zusammenhang nicht verschwiegen, dass gerade bei technologisch komplizierten Waffensystemen, zu denen die Maverick zweifellos zu zählen ist, so oder so der Meinung der Verwaltung grosses Gewicht zukommt, ein Gewicht, das ich persönlich als technisch nicht besonders begabtes Mitglied Ihrer Militärkommission im vorliegenden Falle als geradezu erdrückend empfinde. Es ist in diesem Moment ein geringer Trost zu wissen, dass verschiedene andere Kommissionsmitglieder ähnlich fühlen. Welches wäre nun aber der mögliche Ausweg aus dieser unerfreulichen Situation? Sollten die Militärkommissionen des National- und des Ständerates früher in das Verfahren eingeschaltet werden, oder sollte sich das Parlament in Zukunft darauf beschränken, nur noch die generellen Rüstungskredite zu gewähren, ohne die einzelnen Rüstungsobjekte im Detail auszuwählen bzw. zu bezeich- nen? Sollte diese Kompetenz an den Bundesrat oder gar an das EMD delegiert werden? Ich werfe diese Fragen hier lediglich auf, ohne sie zu beantworten. Wir werden indes mit fortschreitender Technologisierung der Rüstung nicht darum herumkommen, uns mit diesem Dauerproblem in nächster Zukunft erneut eingehend auseinanderzusetzen. Das Unbehagen gegenüber der Maverick-Lenkwaffe hat noch einen zweiten Grund: Wir beschliessen hier, eine Waffe einzukaufen, die bei uns tatsächlich nie erprobt wor- den ist. Zwar haben wir zur Kenntnis genommen, dass mit dieser Waffe in unserem Gelände zahlreiche simulierte Angriffe geflogen wurden, und dass man dabei eine hohe ' simulierte Trefferquote erzielte; wir haben zudem zur Kenntnis genommen, dass verschiedene Staaten die Maverick ebenfalls eingekauft haben. Dennoch hätten wir uns eine eigentliche Erprobung der Lenkwaffe gewünscht. Wir sehen allerdings ein, dass dies aus Sicherheitsgründen in Friedenszeiten hier schlechterdings nicht möglich ist. Die Zustimmung unserer Fraktion zur Beschaffung der Mave- rick-Luft-Boden-Lenkwaffe ist demnach mit diesen Beden- ken etwas belastet. Zum eigentlichen finanziellen und wohl auch publizistischen Schwerpunkt des diesjährigen Rüstungsprogrammes ist im' Verlaufe der Beratungen im Ständerat indessen die Beschaffung von Geländelastwagen geworden. Die sozial- demokratische Fraktion vertritt in diesem Punkt die Auffas- sung, dass der Erhöhung der dafür vorgesehenen Kredit- tranche von 160 auf 440 Millionen Franken vorab aus beschäftigungspolitischen Gründen zuzustimmen ist. Rüstungspolitik ohne Rücksichtnahme auf die einheimische Industrie scheint uns im heutigen Zeitpunkt undenkbar. Dies hat übrigens auch die gestrige Debatte zur Genüge bewiesen. Diese Rücksicht ist unseres Erachtens selbst dann geboten, wenn das einheimische Produkt, in concreto ein einheimischer Lastwagen, in der Anschaffung etwas teurer ist als ein ausländisches Konkurrenzfahrzeug. Dass dieser bedeutende Bundesauftrag in die Ostschweiz geht, hat verschiedene Kollegen aus Regionen, die gegenwärtig vor noch grösseren wirtschaftlichen Schwierigkeiten ste- hen, begreiflicherweise enttäuscht. Es ist indes in diesem Zusammenhang daran zu erinnern, dass der hier zur Dis- kussion stehende Auftrag ja immerhin zu 77 Prozent, also zu einem sehr hohen Prozentsatz, in unserem Lande abge- wickelt werden kann und nicht einem einzigen Unterneh- men zugute kommt, sondern dass davon recht viele Zulie- ferfirmen aus der ganzen Schweiz profitieren werden. Damit ziehen nicht nur die vorwiegend in den Kantonen Thurgau, St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden wohnhaften Mitar- beiter der Firma Saurer Nutzen aus der Fahrzeugbeschaf- fung, sondern auch Arbeitnehmer zahlreicher anderer Unternehmen bis weit in die Westschweiz hinein. Dies macht dieses Beschaffungsgeschäft, das nach unserer Auf- fassung übrigens auch militärisch wohl begründet ist, ange- sichts der gegenwärtigen Wirtschaftslage so wertvoll. Wir Sozialdemokraten sind deshalb überzeugt - ich komme damit zum Schluss -, dass dieser zusätzliche Sprühregen des Bundes auf die bereits recht dürren Fluren unserer noch bestehenden Nutzfahrzeugindustrie kein saurer Regen ist, sondern eine notwendige beschäftigungspoliti- sche Massnahme im Rahmen unserer militärischen Rüstung. Linder: Sie haben es gehört: Das Rüstungsprogramm 82 ist ein sogenannt kleines Programm. 80/81 waren noch Schwergewichtsprogramme. Sie erinnern sich an die bereits mehrfach aufgezählten Tiger, Panzerhaubitzen usw.,
Programme d'armement 19821212N 29 septembre 1982 was die beiden letzten Rüstungsprogramme so schwer gemacht hat. Die mit diesen Grossbeschaffungen zusam- menhängende Zurückstellung aller Vorhaben zweiter Priori- tät, vor allem im logistischen Bereich, verursachte Bescha- fungsdefizite, d. h. einen dringlichen Nachholbedarf auf zahlreichen anderen Gebieten. Herr Aider hat hierüber gesprochen. Ich möchte nur eine gewisse Korrektur anbrin- gen: Es geht natürlich nicht an, wenn wir jetzt einige dieser dringend notwendigen Defizite abdecken, dass wir einfach so aus dem hohlen Bauch die Vermutung in die Welt set- zen, noch viele andere Dinge seien, wie er gesagt hat, hoff- nungslos veraltet. Ich meine, in eine solche Schwarzmalerei wollen wir nicht verfallen. Ich bin überzeugt, dass auch sei- tens des Militärdepartementes und der militärischen Stellen diejenigen Gebiete und Beschaffungswünsche, die drin- gend vorgebracht werden müssen, uns rechtzeitig unter- breitet werden könnten. Ich glaube nicht, dass man einfach sagen kann, es bestehe noch auf zahlreichen anderen Gebieten ein hoffnungsloser Rückstand. Aber was Jahr für Jahr zurückgestellt wird wegen zweiter oder dritter Priorität zugunsten grösserer Beschaffungsvorhaben, das wird eines Tages zur Priorität eins. So glaube ich, dass das ursprüngliche Rüstungsprogramm 82, so wie es uns am 17. Februar 1982 unterbreitet worden ist, ein solches Lük- kenschliessungsprogramm darstellt, mit Kraut und Rüben, wenn Sie wollen, und ich vermute, dass dieses 681-Millio- nen-Programm eigentlich, wenn es bei diesem geblieben wäre, relativ schmerzlos in beiden Kammern über die Bühne gegangen wäre. Dieses Rüstungsprogramm 82 ist dann allerdings in der Zwischenzeit - während der Behandlung in der ständerätli- chen Kommission - massgeblich verändert worden und streift nun mit seinen 961 Millionen offensichtlich bereits wiederum den Milliardenbezirk. Der Grund ist Ihnen mehr- fach vorgetragen worden: Für die Motorisierung sollen statt 160 Millionen 440 Millionen Franken aufgewendet werden. Die Botschaft ist durch diese Änderung eigentlich zur Lex Saurer geworden, und ich möchte mich eigentlich nur zu dieser Lex Saurer, zu diesem Teil, aussprechen. Die ursprüngliche Botschaft hat von der Beschaffung von 400 Geländelastwagen gesprochen und sie als militärisch notwendig bezeichnet. Die Typenevaluation ist korrekt durchgeführt worden und ergab schliesslich die Auswahl zwischen zwei gleichwertigen Fahrzeugen, zwischen dem schweizerischen Modell und dem österreichischen Steyr- Modell. Ich begreife, dass der Bundesrat damals angesichts der Preisunterschiede in seinem Entscheid gezögert hat. Er geriet indessen unter Druck, und speziell angesichts der schon damals existenzbedrohlichen Lage der Firma Saurer hat er sich für das Saurer-Modell entschieden. Ich betrachte diesen Entscheid als richtig. Nicht erwartet wurde nun allerdings die Tatsache, dass Saurer auch mit diesem 160-Millionen-Auftrag als schweizerisches Unternehmen nicht mehr zu retten war, so dass der Bundesrat mit der Alternative konfrontiert wurde, dass die beabsichtigten Fol- gebeschaffungen bei Saurer nicht mehr gesichert waren. Der Kooperationsvertrag zwischen Saurer und Daimler- Benz wurde bekannt, und mit diesem Vertrag verschwindet Saurer als selbständiger Schweizer Lastwagenfabrikant von der Bühne. Über die Ursachen möchte ich eigentlich nicht sprechen. Dagegen möchte ich doch Herrn Aider zwei Dinge sagen: Es geht nicht an, dass wir ohne Detailkenntnisse nun nach links und rechts Noten verteilen. Als zweite Bemerkung möchte ich doch auch sagen: Sie sind glücklicherweise noch nie in der Situation gewesen, in welcher sich die Geschäftsleitung der Firma Saurer in den letzten anderthalb Jahren befunden hat: im Kampf um die Existenz eines tradi- tionellen Betriebes, zunächst um die Weiterführung der Fabrikation und dann um die Erhaltung der Arbeitsplätze, des Personals usw. Das sind Sorgen, die Sie nicht kennen, die Sie vielleicht auf dem Papier sehen; das sind aber Dinge und Bereiche, die uns hindern sollten, zu rasch zu urteilen und Unfähigkeitszeugnisse zu verteilen. Fehler wurden zweifellos über Jahre hindurch gemacht. Wir müssen indes- sen anerkennen, dass sich die Geschäftsleitung in letzter Zeit bemüht hat, wenigstens das Beste aus der Situation herauszuholen und auch für das Personal die entsprechen- den Vorkehren und Massnahmen zu treffen. Vom Aktionär spricht ja heute sowieso niemand. Fazit: Ein bedauerlicher Substanzverlust im Bereiche des schweizerischen Unternehmertums liegt zweifellos vor. Das müssen wir feststellen. Nun wurde relativ unvermittelt von der militärischen Notwendigkeit der Gesamtbeschaffung von 1200 Fahrzeugen gesprochen, während die Botschaft ja nur von 400 spricht. Dort wird zwar in Nebensätzen und Zahlen von Folgebeschaffungen gesprochen. Der Bundes- rat hätte sich wohl einigen Kummer erspart, wenn er schon am 17. Februar von den 1200 Wagen gesprochen hätte, aber ich möchte nicht behaupten, dass hier bewusst etwas verschleiert wurde, sondern ich glaube, dass es vielleicht eine gewisse Mutlosigkeit war, dem Parlament eben nicht ein kleines Programm, sondern von Anfang an praktisch wieder ein Milliardenprogramm vorzulegen. Der Bundesrat hätte natürlich bei der beschlossenen Beschaffung von 400 Stück bleiben können, aber die Ver- hältnisse haben sich verändert. Die Folgebeschaffung war nicht mehr gesichert. In dieser Situation kam es wohl nicht mehr in Frage, es bei den 400 ursprünglich verlangten Last- wagen bewenden zu lassen. Viel ernsthafter stellte sich die Frage, ob nun nicht die ganze 1200er Serie - statt an Saurer
Programme d'armement 19821214 N 29 septembre 1982 blement confiée à une maison allemande, avec 35 pour cent de sous-traitance en Suisse. Actuellement, des industries ont une large main-d'œuvre à disposition, de même que les locaux et leur capacité de restructuration est connue loin à l'étranger. Lors d'une commande de 65 millions, qui s'étale sur cinq ans, il y a un intérêt évident à investir dans une res- tructuration pour garder cette commande en Suisse. Nous savons que la livraison de ces filets est urgente, les anciens n'étant plus aptes à remplir leur fonction, mais nous vous faisons remarquer en passant qu'il y a plus de dix ans déjà que l'on parle d'un changement de filets. Nous tenions à relever qu'il y a une manière de procéder à des achats que nous n'accepterons plus dans un prochain message. Si nous applaudissons, comme nos collègues d'ailleurs, et sans restriction à la commande de camions supplémentaires Saurer, c'est parce que nous avons pu observer les répercussions économiques possibles des sous-traitances à travers le pays, les régions et que nous ne pouvons que vous féliciter si cette répartition est mainte- nue. Sans doute à l'heure actuelle, les chefs d'entreprises ont-ils encore le droit ou la liberté de créer des places de travail, mais pas d'en supprimer si les circonstances les contraignent. La Confédération jouit, parfois, de la liberté de maintenir ces places de travail dans certains cas et lors- que l'occasion s'en présente. En conclusion, et en acceptant de voter l'entrée en matière après ces quelques remarques, nous voudrions ajouter que si le citoyen-soldat fait des sacrifices pour son pays, il est également juste, voire normal, que le pays qu'il sert veille à lui assurer au maximum son pain quotidien. Müller-Balsthal: Wenn ich nach der umfassenden Darstel- lung des modifizierten Rüstungsprogrammes durch die Kommissions- und Fraktionssprecher noch das Wort ergreife, dann aus Gründen, die zwei spezielle Fragen bein- halten, die ich dem Bundesrat stellen möchte; ich bitte um geeignete Beantwortung. Zum ersten: Im Sinne einer Übergangslösung werden für die Panzerabwehr - es ist bereits erwähnt worden - auf der untersten taktischen Stufe neue Raketenrohre und Hohl- panzerraketen 59 zur Beschaffung vorgeschlagen. Ich begrüsse diese Anträge, weil die dauernde Verbesserung der Panzerabwehr nach wie vor ein ausserordentlich wichti- ges Anliegen ist und weil Abwehrsysteme einer neuen Generation kaum noch in diesem Jahrzehnt erhältlich sein werden. In diesem Sinne ist es von grosser Bedeutung, dass die Raketenrohre 58 auf den Stand der Modelle 80 gebracht werden und dass ferner die Durchschlagsleistung der Hohlladungen mit der neuen Munitionsserie nochmals um 10 bis 15 Prozent gesteigert wird. Es gilt ganz einfach immer wieder, das Vertrauen unserer Soldaten in die Mög- lichkeiten ihrer Waffen auf dem modernen Kampffeld zu stärken. Wir erziehen sie zum selbständigen Denken, also dürfen wir uns nicht wundern, wenn dann diesbezüglich Fragen gestellt werden. Meine erste Frage: Die Panzerabwehr - das muss man gegenüber immer wieder auftauchenden Kritiken zugeben - ist schwieriger geworden. Es ist ein schnellerer Wettlauf im Gange in bezug auf Feuerkraft und Panzerplatten. Die Grossmächte bauen neue, moderne Kampffahrzeuge: Der russische Standardpanzer T-62 (1964 eingeführt), der Leopard 1, der M-60 und unsere Panzer 61 und 68 wären wohl heute die auf dem Kampffeld eingesetzten Waffensy- steme. Sind sie es aber morgen auch noch? Die russische Armee verfügt bereits teilweise über den Panzer der Generation T-72 (1975 eingeführt) mit erhöhter Feuerkraft und vor allem mit einer Mehrschichtpanzerung, die in der Front so stark ist, dass im Westen erhältliche Hohlladungsraketen Mühe haben, sie zu durchschlagen. Das ist nicht alles. Der T-80 ist ein neuer russischer Panzer, der nochmals eine wesentlich stärkere Panzerung bringt. Darf ich nun Herrn Bundesrat Chevallaz bitten, auf diese Situation kurz einzugehen? Meine Frage lautet: Wird diese Entwicklung mit der nötigen Aufmerksamkeit verfolgt? Wer- den wir morgen dagegen gewappnet sein mit Raketenroh- ren, Dragon und Pfeilmunition? Auf die Dauer können wir uns ganz einfach nicht damit trösten, dass wir mindestens gegen moderne Panzer seitlich noch eine Chance haben. Zur zweiten Frage. Sie betrifft die Beschaffung von 1200 Lastwagen Saurer. Ich unterstütze diese neuen Anträge. Der veraltete Fahrzeugbestand muss in den nächsten Jah- ren ersetzt werden. Das ist in erster Linie eine militärische Notwendigkeit; damit sichern wir uns eine Fahrzeugflotte mit einheitlichen Baugruppen, die auch einen rationellen Unterhalt gewährleisten. Zudem - und das ist eine durchaus erwünschte Nebenwirkung - vergeben wir einer Firma, einer Region einen substantiellen Auftrag, der Hunderte von Arbeitsplätzen für eine Reihe von Jahren garantiert. Damit wird die Lastwagenbestellung natürlich auch zu einem wirtschaftlichen Faktor mit einem hohen Inlandanteil. Die Militärkommission hat der Gesamtbeschaffung nicht zuletzt auch deshalb zugestimmt, weil nicht nur Saurer, sondern eine grosse Zahl von Zulieferanten zum Zuge kom- men, Firmen also, die in vielen Regionen des Landes zu Hause sind und wirtschaftlich ebenso interessiert sind wie Saurer selbst. Ich gebe zu, dass ich dabei auch an meinen Kanton denke - Herr Bundesrat Chevallaz wird das sicher zur Kenntnis nehmen -, speziell an den Raum Ölten, wo wichtige Lastwagenteile gefertigt werden und wo ganz natürlicherweise bestimmte Erwartungen in diesem Zusam- menhang bestehen. Ist - und das wäre meine Frage - der Bundesrat bereit, die Firma Saurer als Generalunternehme- rin anzuhalten, solche Spezialisten, wie es übrigens immer vorgesehen war, zu berücksichtigen, selbstverständlich unter der Voraussetzung, dass Preis und Qualität stimmen? Herczog: Eigentlich bin ich dankbar für diese Vorlage, denn mit derselben hat Herr Bundesrat Chevallaz meiner Mei- nung nach doch einen nützlichen Baustein für die Einfüh- rung des Rüstungsreferendums gegeben, und zwar aus fol- gendem Grund (ich werde auch nur zu zwei Hauptpunkten in dieser Botschaft sprechen, die anderen sind für mich persönlich unbestritten): Es sind zwei Pro-Argumente ganz eindeutig in dieser Botschaft enthalten, nämlich Pro-Argu- mente für das Rüstungsreferendum: ungenügende Ent- scheidungstransparenz einerseits und falsche Finanzpriori- täten andererseits. Zuerst zur Maverick-Lenkwaffe. Der Bundesrat schreibt in seiner Botschaft, die Hauptaufgabe dieser Lenkwaffe sei die Bekämpfung von Erdzielen - das ist selbstverständlich -, und zwar erstens auf grosse Distanz ausserhalb des Flab-Wirkungsbereichs und zweitens mit hoher Trefferwahr- scheinlichkeit. Auf Seite 15 der Botschaft wird angegeben: Man hätte zwei Jahre lang Evaluation betrieben, aber es wurde kein Versuchsschiessen durchgeführt, d. h., die Sache wurde nicht ausprobiert. Als durchschnittlich informierter Bürger und Politiker bin ich auf die Zeitungen, die Medien angewiesen, ich muss mich also dort informieren, wo ich das eben kann. In den Medien
Programme d'armement 19821216 N 29 septembre 1982 hätten. Es liegt ein sehr ausführliches und hochinteressan- tes Papier vor (das meines Wissens im EMD entstanden ist), aus dem hervor geht, dass die Zahl von 12 Prozent ein- deutig noch innerhalb jener Grenze liegt, die gesamthaft betrachtet für uns eine positive Bilanz ergibt; d. h., diese 12 Prozent Preisunterschied werden mehr als aufgewogen durch die Steuern und andere Abgaben, die der Fiskus aus diesem Geschäft einziehen kann. Herr Linder hat natürlich schon recht, es ist nicht genau die gleiche Kasse, die hier auf der einen Seite die Ausgaben vorzunehmen hat und auf der anderen Seite die Einnahmen kassieren kann. Aber gesamthaft betrachtet bringt diese Rechnung für uns ein positives Resultat. Übrigens wissen Sie auch, dass gerade unsere Fraktion, die SVP, diesem Problem insofern Rech- nung trägt, als wir dem EMD genügend Mittel für die drin- gend notwendigen militärischen Beschaffungen zur Verfü- gung stellen möchten. Dies nicht zuletzt auch deshalb, damit diese Beschaffungen wenn immer möglich im Inland getätigt werden können. Wir sind der Meinung, dass die Einbettung der Armeebeschaffungen in unsere schweizeri- sche Volkswirtschaft sehr wichtig und bedeutungsvoll ist; hier kann ich nur das unterstreichen, was Madame Aubry heute morgen bereits gesagt hat. Nun noch ein Wort zu den Äusserungen von Kollege Aider. Er hat gesagt, es gehe bei diesem Beschaffungsantrag nur um die vorübergehende Erhaltung von Arbeitsplätzen am Bodensee. Das stimmt natürlich nicht, mein lieber Herr Aider. Es ist so, dass wir bei der Firma Saurer eine Lücke haben. Auf der einen Seite läuft nun die Produktion von zivi- len Fahrzeugen aus, und auf der anderen Seite wird die Montage von überschweren Mercedes-Lastwagen - in Zukunft sollen ja sämtliche überschweren Lastwagen des Daimler-Benz-Konzerns in Arbon gefertigt werden - erst in einiger Zeit anlaufen, weil dazu noch spezielle neue Monta- gehallen gebaut werden müssen, und das kann natürlich nicht von heute auf morgen geschehen. Zwischen diesen beiden Punkten, auf der einen Seite Auslaufen der eigenen zivilen schweizerischen Produktion und auf der anderen Seite der Beginn der Montage für den neuen Kooperations- partner, klafft eine Lücke, die sehr gut und sinnvoll mit die- sem Armeeauftrag von 1200 Lastwagen geschlossen wer- den kann. Es geht vor allem darum, dass wir die hochqualifi- zierten Leute nun nicht verlieren, weil die schweizerische Produktion ausläuft, die dann in zwei Jahren, wenn die Mon- tage der Mercedes-Fahrzeuge beginnt, wieder gesucht werden müssten. Es sind heute morgen im weiteren Äusserungen über gra- vierende Fehler im Saurer-Management gefallen. Ich gehöre diesem Gremium nicht an, möchte aber trotzdem sagen, dass man da Vorwürfe macht, die nicht in allen Teilen gerechtfertigt sind. Ich möchte nicht sagen, dass keine Fehler gemacht worden sind; das ginge auch wieder zu weit, aber man darf nicht in Bausch und Bogen Leute beschuldigen und Dinge behaupten, die man nicht substan- zieren und belegen kann. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass auch andere Lastwagenhersteller im übrigen Europa und in Amerika ausserordentliche Schwierigkeiten haben und ihre Läden zum Teil dicht machen müssen. Man kann nicht von einem spezifisch schweizerischen Fehler reden. Zur Informationspolitik der Firma Saurer ist unter anderem gesagt worden, man habe den Bundesrat zu spät infor- miert. Ich weiss aus erster Quelle, dass der Bundesrat einige Stunden, nachdem die entsprechenden Grundsatz- beschlüsse in Stuttgart gefällt worden sind, über die neuen Verhältnisse informiert und orientiert worden ist. Man muss hier auch berücksichtigen, dass man in derartigen Fällen nicht zum voraus informieren kann. Wenn man evaluiert und Möglichkeiten abklärt, wie inskünftig die Produktion neu gestaltet werden soll, muss man behutsam und sorgfältig vorgehen. Dass etwas geschehen muss bei der Firma Sau- rer, hat man schon seit einiger Zeit gewusst, denn es war ja bekannt, dass während Jahren erkleckliche Defizite in Kauf genommen werden müssten. Diese konnten bis jetzt noch aus eigenen Mitteln, aus eigenen Reserven, abgedeckt wer- den. Dass das aber nicht lange Zeit so gehen konnte, war jedem klar. Deshalb hat man die verschiedensten Möglich- keiten geprüft, um zu einer besseren Lösung zu gelangen. Dass man die untersuchten Lösungsmöglichkeiten nicht zum vornherein aller Welt preisgeben konnte, dürfte eben- falls klar sein. Man informiert dann, wenn die entsprechen- den Beschlüsse gefasst sind. Ich möchte Sie also bitten, der vorgeschlagenen Vorlage zuzustimmen, und möchte Ihnen vor allem, in meiner Eigen- schaft als thurgauischer Volkswirtschaftsdirektor, dafür herzlich danken. Wellauer, Berichterstatter: Verschiedene Fragen der Ein- zelsprecher sind an den Chef des EMD gerichtet. Gestatten Sie mir deshalb nur eine kurze Bemerkung zum Nichteintre- tensantrag Forel. In Bestätigung unseres Wehrwillens kann ich dazu nur sagen, dass die Ausführungen des Bundesrates in der Bot- schaft und alle Voten heute morgen zu diesem Geschäft für diese Vorlage bzw. für das Rüstungsprogramm 82 spre- chen. Es ist doch unsinnig, hier in diesem Saal das eine gegen das andere auszuspielen, wie zum Beispiel Sozialpo- litik gegen Militärpolitik, oder, wie Herr Herczog ausgeführt hat, was man mit diesem Betrag alles im Ausbildungsbe- reich unternehmen könnte. Derartiges führt doch nur zu einem Grabenkrieg, der bekanntlich dadurch gekennzeich- net ist, dass er niemandem einen Terraingewinn bringt, aber beiden Seiten Verluste beschert. Ich bitte Sie deshalb, auf das Rüstungsprogramm 82 einzu- treten. M. Chevallaz, conseiller fédéral: Je remercie tout d'abord la commission de son travail, ainsi que son président et Madame le rapporteur de langue française de leurs rap- ports extrêmement complets et très objectifs. Je m'efforce- rai donc d'être bref. Je traiterai d'abord du Maverick, ensuite des camions Sau- rer et je terminerai par les généralités. Les campagnes de presse contre les fusées Maverick ne doivent pas nous impressionner. Le commandant de corps Bolliger x ancien chef de l'aviation, qui connaît aussi bien la technique militaire que les Américains, nous a fait parvenir cet été un rapport significatif à ce propos. Depuis l'affaire du Watergate, le Washington Post a pris goût à la décou- verte de scandales politico-militaires, qu'il découvre ou qu'il invente périodiquement. Il existe d'autre part aux Etats- Unis, comme ailleurs hélas! des lobbies industriels qui se livrent, dans le ciel de la presse, des combats plus violents que ceux des champs de bataille. Enfin, il y a les chapelles militaires où des généraux à la retraite, rongeant leur frein et distillant de vieilles rognes, règlent leur compte au com- mandement en place et au gouvernement. C'est le cas de ce général Vogt dont les propos sont utilisés depuis dix ans d'ailleurs et que le Spiegels repris au moment où se posait, en République fédérale, le problème de l'acquisition de fusées Maverick. On vous l'a d'ailleurs dit, les attaques por- taient contre le Maverick utilisant l'infrarouge pour sa direc- tion, dont les engagements ne semblent pas avoir donné satisfaction. Mais le Maverick TV et spécialement TVB que nous envisageons d'acquérir a largement fait ses preuves, même s'il ne peut être engagé que par de bonnes condi- tions de visibilité. Je n'énumère pas les guerres auxquelles il a déjà participé, ni les épeuves qu'il a subies avec succès. Le taux de 86 pour cent de touchés a été donné officielle- ment par les Américians. En République fédérale, en dépit du Spiegel qui ne dirige quand même pas tout de l'autre côté du Rhin, les Allemands ont décidé l'introduction d'une première série de 500 de ces fusées, malgré leurs difficul- tés financières qui sont plus «tassées» que les nôtres, il s'en faut, et ils envisagent une deuxième série de 1000 qui a été mise à l'étude. Ce Maverick est une arme coûteuse; évi- demment, il est fabriqué à l'étranger, nous n'aurons qu'une faible partie - 10 pour cent environ - de sa fabrication, mais je tiens à signaler que la firme constructrice s'engage à faire des achats compensatoires à la Confédération à concurrence de 30 pour cent.
Programme d'armement 1982 1218 N 29 septembre 1982 campagne en chars de la première génération, qui gardent encore une puissance de feu et une précision de tir remar- quables. La dotation de l'artillerie en projectiles antichars, soit les munitions-flèches, soit ce que j'appellerai d'un terme qui n'est pas technique les obus d'arrosage, les «bomblets», que nous étudions actuellement, l'efficacité des mines qui sont à la disposition de l'infanterie et dont l'installation est largement exercée, les destructions renforcées récem- ment, viennent encore compléter l'arsenal. Enfin, l'acquisi- tion des fusées Maverick, l'introduction d'hélicoptères de combat en réserve du commandant en chef viendront encore renforcer cette défense antichars. Plusieurs orateurs ont insisté sur la nécessité du renforce- ment de notre armement, tant sur le plan de la défense qu'au regard du maintien de places de travail. M. Aider, que j'ai entendu mieux qu'il ne le pense et l'exprime dans ses propos indignés, demande une vue d'ensemble sur nos besoins en armement, en particulier en matériel PA, sur nos lacunes et sur nos intentions. Le Conseil fédéral, il le sait d'ailleurs, étudie actuellement le plan directeur de l'armée pour les prochaines législatures, plan réalisable par étapes. Ce plan directeur sera intégré aux lignes directrices de la prochaine législature. Les commissions militaires en seront informées dès cet automne, je l'espère, et vous aurez par là une vue précise de nos intentions. Mais il reste les moyens. Nous avons, ces deux dernières législatures, pu accroître, et je le souligne, globalement nos investissements et nos commandes d'armement après une période où le budget militaire avait subi une réduction sen- sible en valeur réelle. Il convient de continuer l'effort au moins au même rythme que précédemment. La conjoncture économique, autant que les nécessités de la défense, conseille d'éviter toute réduction des crédits d'armement; elle exige même la poursuite de l'effort de rattrapage auquel je viens de faire allusion. Nous pensons à l'armée et à la défense d'abord; nous pensons également à l'industrie du pays. Jamais je n'ai vu d'aussi nombreuses interventions auprès du Département militaire venant, soit de gouvernements cantonaux, soit d'entreprises liées à l'équipement ou à l'armement de l'armée ou à des constructions, qui nous demandent instamment d'accentuer nos investissements. 'Cependant, des limites financières nous sont fixées. Nous disposons d'un programme de relance qui pourrait être engagé, le cas échéant, mais il faudra que les moyens nous soient donnés. Les reproches de Mme Aubry quant à la distribution ou à la répartition des sous-traitances sont largement injustifiés ou en tout cas profondément exagérés. Je puis attester, sur la base des cas que j'ai serrés de près et examinés moi- même, que l'on a, au Département militaire et dans le Grou- pement de l'armement, conscience de la nécessité d'une répartition des commandes et, en particulier, en direction de la Suisse romande. J'ai vu le cas de deux industries dont le siège est situé en Suisse alémanique, à Berne ou à Zurich, et qui ont réalisé une décentralisation de leur fabri- cation dans un domaine technique qui intéresse de près l'armée. Ce n'est peut-être pas le cas partout, mais il faut reconnaître que la Suisse romande n'est pas spécialement dirigée vers les fabrications militaires. Je rends hommage à nos services qui ont cette préoccupation de décentralisa- tion, qui l'imposent même comme une exigence à ceux avec lesquels sont étudiées les commandes, et je rends aussi hommage aux entreprises qui ont le souci de cette régionalisation du travail. Voilà ce que j'entendais vous dire, en vous demandant pour terminer, suivant en cela la proposition de votre commis- sion, de rejeter la proposition de renvoi de M. Forel ainsi que celles de M. Meier, qu'il va probablement défendre tout à l'heure, d'entrer en matière et d'approuver notre projet. Abstimmung - Vote Für den Antrag Forel (Nichteintreten) 6 Stimmen Für den Antrag der Kommission (Eintreten) 117 Stimmen Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Titre et préambule Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen - Adopté Art. 1 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Anträge Meier Fritz Objektverzeichnis Franken Flugwaffe 139000000 Mechanisierte und Leichte Truppen (Retrofit-Programm, Centurion-Panzer) (neu) 120 000 000 Art. 1 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Proposition Meier Fritz Liste des acquisitions francs Aviation 139000000 Troupes mécanisées et légères (chars Centurion, programme de remise à jour) (nouveau) 120000000 Meier Fritz: Seit zehn Jahren wird über die Kampfwertstei- gerung der 300 Centurion-Panzer diskutiert. Konkrete Beschlüsse wurden zurückgestellt, um die Konstruktion des damals noch aktuellen neuen schweizerischen Kampf- panzers nicht zu gefährden. An der Waffenschau Frauenfeld war nun eine im Centurion erprobte 750-PS-Dieselantriebsgruppe zu besichtigen, deren Beschaffung als Ersatz für die jetzt noch im Centu- rion eingebaute 635-PS-Benzin-Antriebsgruppe vorgesehen war. Von den massgebenden Vertretern der deutschen Her- stellerfirma MTU & Renk wurde mir bestätigt, dass eine Lizenzfabrikation möglich sei. Leider hat eine Euphorie für die von den Israelis umgebauten Centurions die Beschaf- fung der in Frauenfeld ausgestellten Antriebsgruppe in Frage gestellt. Da einerseits der Einbau der Israel-Antriebs- version schwerwiegende Änderungen an der Panzerwanne zur Folge hätte, und andererseits eine Zusammenarbeit mit Israel im militärischen Bereich nicht mehr opportun ist, stelle ich den Antrag, den Kredit für die Maverick-Lenkwaffe von 160 Millionen auf 40 Millionen Franken zu begrenzen und die freiwerdenden 120 Millionen Franken für eine Serie von 100 Centurion-Panzern mit dem MTU-Renk-Antriebsag- gregat, dem verbesserten Geschützturm usw. einzusetzen. Begründung für die Reduktion des Maverick-Kredits. Laut «Spiegel» erfüllte diese Lenkwaffe im Gefechtseinsatz in Vietnam die an sie gestellten Erwartungen nur selten. Die US-Piloten hatten Schwierigkeiten, Ziele in grosser Entfer- nung auszumachen. Sie waren also gezwungen, nahe an feindliche Objekte her- anzufliegen, um den Computer mit dem Bild des Zieles zu füttern, und kamen dabei in den Bereich der Flugabwehrra- keten. Eine kleine Veränderung des anvisierten Objekts führte dazu, dass die abgeschossenen Raketen im Dschun- gel verschwanden. Die Fabrikation der beantragten Mave- rick-Version wird in den USA nach Auslieferung der jetzigen Serie abgeschlossen, um einen neuen Raketentyp mit ver- bessertem Steuersystem zur Einsatzreife zu bringen. Diese zukünftige Maverick-Rakete soll mit den gleichen Abschussaufhängungen, wie sie bereits in den Hunter ein- gebaut sind, ausgerüstet werden. In Anbetracht der erwähnten Kriterien ist eine Reduktion der Zahl der jetzt zu
Programme d'armement 1982 1220 N 29 septembre 1982 von 3,5 Millionen Franken sowie ein Beschaffungsrisiko von 0,33 Millionen Franken. So setzt sich der Betrag von 23,7 Millionen Franken zusammen. Präsidentin: Sie haben somit den Artikel 1 mit einem Gesamtkredit von 961 Millionen Franken angenommen. Angenommen - Adopté Art. 2, 3 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen - Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 93 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Bundesrat -Au Conseil fédéral Schluss der Sitzung um 12.30 Uhr La séance est levée à 12 h 30
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Rüstungsprogramm 1982 Programme d'armement 1982 In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1982 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 07 Séance Seduta Geschäftsnummer 82.010 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 29.09.1982 - 08:30 Date Data Seite 1203-1220 Page Pagina Ref. No 20 010 768 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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