B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l

Abteilung III C-563/2022

Urteil vom 8. März 2022 Besetzung

Richter David Weiss (Vorsitz), Richter Vito Valenti, Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Gerichtsschreiberin Tania Sutter.

Parteien

A., (Deutschland) vertreten durch B., Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Vorinstanz.

Gegenstand

Invalidenversicherung, Rentenanspruch, Urteil des Bundesgerichts 9C_441/2021 vom 24. Januar 2022.

C-563/2022 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vor- instanz) mit Verfügung vom 20. August 2019 A._______ (nachfolgend: Be- schwerdeführer) eine befristete Dreiviertelsrente für die Zeit von 1. Februar 2017 bis 31. Dezember 2018 zugesprochen hat, dass das Bundesverwaltungsgericht im Verfahren C-4573/2019 mit Urteil vom 20. Juli 2021 die Beschwerde von A._______ (nachfolgend: Be- schwerdeführer) teilweise gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom 20. August 2019 der IVSTA aufgehoben hat, dass das Bundesverwaltungsgericht dem Beschwerdeführer für die Zeit von Juni 2016 bis Dezember 2018 eine Dreiviertelsrente und ab Januar 2019 eine unbefristete Viertelsrente der schweizerischen Invalidenversi- cherung zugesprochen hat, dass das Bundesverwaltungsgericht des Weiteren dem Beschwerdeführer Verfahrenskosten von Fr. 400.– auferlegt und ihm zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung von Fr. 500.– zugesprochen hat, dass das Bundesgericht mit Urteil 9C_441/2021 vom 24. Januar 2022 in Gutheissung der Beschwerde das genannte Urteil des Bundesverwal- tungsgerichts vom 20. Juli 2021 aufgehoben und die angefochtene Verfü- gung der Vorinstanz vom 20. August 2019 bestätigt hat, dass das Bundesgericht des Weiteren die Sache zur Neuverlegung der Kosten an das Bundesverwaltungsgericht zurückgewiesen hat, dass demzufolge über die Kostenverteilung im Verfahren C-4573/2019 neu zu befinden ist, dass das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem Bun- desverwaltungsgericht kostenpflichtig ist (Art. 69 Abs. 1 bis i.V.m. Abs. 2 IVG [SR 831.20]) und die Verfahrenskosten gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG in der Regel der unterliegenden Partei aufzuerlegen sind, dass das Bundesgericht auf die Erhebung von Gerichtskosten zu Lasten des unterliegenden Beschwerdeführers umständehalber verzichtet hat (Ur- teil 9C_441/2021 E. 6),

C-563/2022 Seite 3 dass im bundesverwaltungsgerichtlichen Verfahren C-4573/2019 gestützt auf Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu Lasten des un- terliegenden Beschwerdeführers ebenfalls zu verzichten ist, dass die Beschwerdeinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwach- sene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen kann (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 VGKE), dass im Verfahren C-4573/2019 dem unterliegenden Beschwerdeführer keine Parteientschädigung zuzusprechen ist, dass die obsiegende Vorinstanz keinen Anspruch auf eine Parteientschä- digung hat (Art. 7 Abs. 3 VGKE), dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Kosten aufzuerlegen sind (Art. 6 Bst. b VGKE) und von einer Parteientschädigung abzusehen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario sowie Art. 7 ff. VGKE).

C-563/2022 Seite 4 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Für das Verfahren C-4573/2019 werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 2. Im Verfahren C-4573/2019 wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 3. Für das vorliegende Verfahren werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das BSV.

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

David Weiss Tania Sutter

C-563/2022 Seite 5 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich- rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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Schweiz
Region
Federal
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Deutsch
Zitat
CH_BVGE_001
Gericht
Bvger
Geschaftszahlen
CH_BVGE_001, C-563/2022
Entscheidungsdatum
08.03.2022
Zuletzt aktualisiert
25.03.2026