B-3786/2021

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l

Das BGer ist mit Entscheid vom 17.05.2022 auf die Beschwerde nicht eingetreten (2C_264/2022)

Abteilung II B-3786/2021

Urteil vom 14. Oktober 2021 Besetzung

Einzelrichter David Aschmann, Gerichtsschreiberin Gizem Yildiz.

Parteien

X._______, [...], Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Justiz BJ, Bundesrain 20, 3003 Bern, Vorinstanz.

Gegenstand

Solidaritätsbeiträge für Opfer von fürsorgerischen Zwangs- massnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981.

B-3786/2021 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass das Bundesamt für Justiz mit Verfügung vom 13. Juli 2021 die Ein- sprache der Beschwerdeführerin gegen seine Verfügung vom 2. März 2020 abgewiesen hat, mit der es ein Gesuch der Beschwerdeführerin vom 28. Februar 2018 um Gewährung eines Solidaritätsbeitrags nach dem Bun- desgesetz über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 (AFZFG, SR 211.223.13) mangels An- erkennung ihrer Opfereigenschaft mit Bezug auf die geltend gemachten behördlichen Massnahmen abgewiesen hatte, dass die Beschwerdeführerin diese Verfügung mit Beschwerde vom 9. Au- gust 2021 zuerst beim Bundesamt für Justiz angefochten hat, welche mit Schreiben vom 24. August 2021 ans Bundesverwaltungsgericht weiterge- leitet wurde (eingegangen am 26. August 2021), dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich der Solidaritätsbeiträge vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind, dass die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 31. August 2021 aufge- fordert wurde, innert 5 Tagen ab Empfang der Verfügung die Begehren ge- nau zu bezeichnen und den Streitwert anzugeben (Art. 52 Abs. 2 VwVG), ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde (Art. 52 Abs. 3 VwVG), dass die Beschwerdeführerin innert der gesetzten Frist die Beschwerde nicht verbessert hat und weder aus der Beschwerde noch aus ihrem zwei- ten Schreiben vom 17. September 2021 (eingegangen am 1. Oktober 2021) hervorgeht, was die Beschwerdeführerin verlangt und in welchen Punkten sie die angefochtene Verfügung beanstandet, dass der Vorinstanz eine Kopie des Schreibens der Beschwerdeführerin vom 17. September 2021 zur Kenntnis mitzuteilen ist, dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),

B-3786/2021 Seite 3 dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als un- verhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). dass die Beschwerdeführerin trotz entsprechender Aufforderung für das vorliegende Verfahren kein Zustelldomizil in der Schweiz bezeichnet hat (Art. 11b Abs. 1 VwVG) und daher das vorliegende Urteil durch Publikation des Dispositivs im Bundesblatt zu eröffnen ist (Art. 36 Bst. b VwVG), dass die Beschwerde an das Bundesgericht gegen Entscheide betreffend die Gewährung von Solidaritätsbeiträgen nach dem AFZFG nur zulässig ist, sofern sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt oder aus anderen Gründen ein besonders wichtiger Fall vorliegt (Art. 83 Bst. x BGG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Eine Kopie des Schreibens der Beschwerdeführerin vom 17. September 2021 geht an die Vorinstanz. 2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin mittels Publikation des Urteils- dispositivs im Bundesblatt eröffnet. 5. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (durch Publikation des Dispositivs im Bundes- blatt) – die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]; Gerichtsurkunde; Beilage: gem. Ziff. 1)

B-3786/2021 Seite 4 Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

David Aschmann Gizem Yildiz

Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG), sofern die An- forderungen von Art. 83 Bst. x BGG erfüllt sind. Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge- ben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand: 15. Oktober 2021

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Quelldetails
Rechtsraum
Schweiz
Region
Federal
Verfugbare Sprachen
Deutsch
Zitat
CH_BVGE_001
Gericht
Bvger
Geschaftszahlen
CH_BVGE_001, B-3786/2021
Entscheidungsdatum
14.10.2021
Zuletzt aktualisiert
25.03.2026