B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Abteilung I A-856/2020
Urteil vom 19. Februar 2020 Besetzung
Richter Daniel Riedo (Vorsitz), Richterin Annie Rochat Pauchard, Richter Jürg Steiger, Gerichtsschreiberin Susanne Raas.
Parteien
X._______ SA, ..., vertreten durch Dr. iur. Oliver Kaufmann, Rechtsanwalt, ..., Beschwerdeführerin,
gegen
Eidgenössische Zollverwaltung, Oberzolldirektion Abteilung Alkohol und Tabak Route de la Mandchourie 25 2800 Delémont, Vorinstanz.
Gegenstand
Neuverlegung der Verfahrenskosten und Parteientschädi- gung.
A-856/2020 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV; nachfolgend: Vorinstanz) mit Verfügung vom 10. August 2017 gegenüber der X.______ SA auf den von dieser deklarierten Cannabisblüten Tabaksteuern zum Tarif für Fein- schnitttabak erhoben hat; dass diese Verfügung mit Einspracheentscheid der Oberzolldirektion vom 31. Januar 2018 bestätigt wurde, dass die X._______ SA (nachfolgend: Beschwerdeführerin) gegen den ge- nannten Einspracheentscheid am 5. März 2018 beim Bundesverwaltungs- gericht Beschwerde erhob, dass das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde mit Urteil A-1359/2018 vom 11. März 2019 abwies, wobei es der Beschwerdeführe- rin die Gerichtskosten auferlegte und ihr keine Parteientschädigung zu- sprach, dass die Beschwerdeführerin dieses Urteil des Bundesverwaltungsgerichts beim Bundesgericht angefochten hat, dass das Bundesgericht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele- genheiten mit Urteil 2C_348/2019 vom 29. Januar 2020 gutgeheissen und das bundesverwaltungsgerichtliche Urteil aufgehoben hat, dass demnach auch die Kosten des Verfahrens vor Bundesverwaltungsge- richt neu zu verlegen sind, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der Gutheissung ihrer Beschwerde vor Bundesgericht auch im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht als obsiegend zu gelten hat, dass ihr daher für das Verfahren A-1359/2018 keine Kosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG e contrario) und der in jenem Verfahren einbe- zahlte Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 10'000.-- nach Eintritt der Rechts- kraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten ist, dass der obsiegenden Beschwerdeführerin für das Verfahren A-1359/2018 eine Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), welche praxisgemäss und unter Berücksichtigung der einge- reichten Rechtsschriften auf Fr. 10'000.-- festzusetzen ist (Art. 8 ff. VGKE),
A-856/2020 Seite 3 dass für den vorliegenden Kostenentscheid weder Kosten aufzuerlegen sind noch eine Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 6 Bst. b VGKE; Urteil des BVGer A-1417/2017 vom 9. März 2017).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Für das Verfahren A-1359/2018 werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der in jenem Verfahren einbezahlte Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 10'000.-- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 2. Die Vorinstanz wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin für das Verfahren A-1359/2018 eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 10'000.-- zu bezah- len. 3. Für das vorliegende Verfahren werden weder Kosten auferlegt noch Par- teientschädigungen zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Daniel Riedo Susanne Raas
A-856/2020 Seite 4 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver- tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange- fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde- führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
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