A-854/2020

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l

Abteilung I A-854/2020

Urteil vom 19. Februar 2020 Besetzung

Richter Daniel Riedo (Vorsitz), Richterin Annie Rochat Pauchard, Richter Jürg Steiger, Gerichtsschreiberin Susanne Raas.

Parteien

X._______ GmbH, ..., Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössische Zollverwaltung, Oberzolldirektion Abteilung Alkohol und Tabak Route de la Mandchourie 25 2800 Delémont, Vorinstanz.

Gegenstand

Neuverlegung der Verfahrenskosten und Parteientschädigung.

A-854/2020 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV; nachfolgend: Vorinstanz) mit Verfügung vom 24. Oktober 2017 gegenüber der X._______ GmbH auf den von dieser deklarierten Cannabisblüten Tabaksteuern zum Tarif für Feinschnitttabak erhoben hat; dass diese Verfügung mit Einspracheent- scheid der Oberzolldirektion vom 27. Februar 2018 bestätigt wurde, dass die X._______ GmbH (nachfolgend: Beschwerdeführerin) gegen den genannten Einspracheentscheid am 13. April 2018 beim Bundesverwal- tungsgericht Beschwerde erhob, dass das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde mit Urteil A-2187/2018 vom 11. März 2019 abwies, wobei es der Beschwerdeführe- rin die Gerichtskosten auferlegte, dass die Beschwerdeführerin dieses Urteil des Bundesverwaltungsgerichts beim Bundesgericht angefochten hat, dass das Bundesgericht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele- genheiten mit Urteil 2C_402/2019 vom 29. Januar 2020 gutgeheissen und das bundesverwaltungsgerichtliche Urteil aufgehoben hat, dass demnach auch die Kosten des Verfahrens vor Bundesverwaltungsge- richt neu zu verlegen sind, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der Gutheissung ihrer Beschwerde vor Bundesgericht auch im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht als obsiegend zu gelten hat, dass ihr daher für das Verfahren A-2187/2018 keine Kosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG e contrario) und der in jenem Verfahren einbe- zahlte Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 1'000.-- nach Eintritt der Rechts- kraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten ist, dass der nicht vertretenen Beschwerdeführerin im Verfahren A-2187/2018 keine verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, weshalb ihr keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),

A-854/2020 Seite 3 dass für den vorliegenden Kostenentscheid weder Kosten aufzuerlegen sind noch eine Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 6 Bst. b VGKE; Urteil des BVGer A-1417/2017 vom 9. März 2017).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Für das Verfahren A-2187/2018 werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der in jenem Verfahren einbezahlte Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 1'000.-- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 2. Im Verfahren A-2187/2018 wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 3. Für das vorliegende Verfahren werden weder Kosten auferlegt noch Par- teientschädigungen zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Riedo Susanne Raas

A-854/2020 Seite 4 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver- tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange- fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde- führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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Quelldetails
Rechtsraum
Schweiz
Region
Federal
Verfugbare Sprachen
Deutsch
Zitat
CH_BVGE_001
Gericht
Bvger
Geschaftszahlen
CH_BVGE_001, A-854/2020
Entscheidungsdatum
19.02.2020
Zuletzt aktualisiert
25.03.2026