No supplementary benefits before age 18 under ELG

ZL.2012.00119Sozialversicherungsgericht14.01.2013Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

A minor insured person, represented by his parents and then by Z., challenged the City of Zurich AZL’s refusal to grant supplementary benefits. The Sozialversicherungsgericht held that Art. 6 ELG grants entitlement only after completion of the 18th year for persons receiving a helplessness allowance. Since the appellant was still under 18, and also received an intensive care supplement, the denial was correct. The complaint was dismissed without hearing the respondent because the legal position was clear and the case was deemed manifestly hopeless. The court ordered the proceedings to be free of charge.

Omnilex-Regeste

Art. 6 ELG; entitlement to supplementary benefits for persons receiving a helplessness allowance arises only after completion of the 18th year of age. The provision is mandatory and leaves no room for an equitable exception. Where the claimant is still a minor, the competent authority must deny supplementary benefits even if disability-related benefits are otherwise being paid; a complaint challenging such refusal is to be dismissed when the statutory prerequisite of age is not met (consid. 1-2).

Gesamter Gesetzestext

ZL.2012.00119

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende

Sozialversicherungsrichter Spitz

Ersatzrichter Wilhelm

Gerichtsschreiberin Häny

Urteil vom 15. Januar 2013

in Sachen

X.___

Beschwerdeführer

vertreten durch die Eltern Y.___

diese vertreten durch Z.___

gegen

Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV

Amtshaus Helvetiaplatz

Molkenstrasse 5/9, Postfach, 8026 Zürich

Beschwerdegegnerin

Sachverhalt:

1. Der 2001 geborene X.___ ist behindert und bezieht Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 3/3).

Mit Schreiben vom 21. Mai 2012 teilte die Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV (nachfolgend AZL), dem Vertreter des Versicherten mit, es bestehe bis zum Erreichen der Volljährigkeit kein Anspruch auf Zusatz-leistungen (Urk. 3/4). Mit Verfügung vom 24. September 2012 wies das AZL das Gesuch vom 14. Mai 2012 deshalb ab (Urk. 3/7) und hielt auch nach ergangener Einsprache vom 12. Oktober 2012 (Urk. 3/8) mit Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2012 (Urk. 2) an seinem Entscheid fest.

2. Mit Eingabe vom 22. Dezember 2012 liess der Versicherte hiergegen Beschwerde erheben und Antrag auf Zusatzleistungen stellen (Urk. 1).

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die Voraussetzungen nach den Art. 4 bis 6 des Bundesgesetzes über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung vom 6. Oktober 2006 (ELG) erfüllen, Zusatzleistungen zur Deckung ihres Existenzbedarfs (Art. 2 Abs. 1 ELG).

Personen mit Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung haben gemäss Art. 6 ELG erst Anspruch auf Ergänzungsleistungen, wenn sie das 18. Altersjahr vollendet haben. Die Rechtslage ist klar und zwingend zu beachten. Es besteht daher auch kein Spielraum für die Zusprechung von Zusatzleistungen aus Gründen der Billigkeit.

2. Der 2001 geborene Beschwerdeführer ist minderjährig und vollendet das 18. Altersjahr am 28. Dezember 2019 (Urk. 3/4). Da ihm von der Invalidenversicherung eine Hilflosenentschädigung und zusätzlich ein Intensivpflegezuschlag ausgerichtet wird (Urk. 3/3), was unbestritten ist (Urk. 1), hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf Zusatzleistungen gestützt auf Art. 6 ELG zu Recht verneint.

Da sich die Beschwerde vom 22. Dezember 2012 angesichts der klaren Rechtslage als offensichtlich aussichtslos erweist, ist sie ohne Anhörung der Gegenpartei (§ 19 Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht) abzuweisen.

Das Gericht erkennt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Verfahren ist kostenlos.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Z.\_\_\_
    
  •  Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV, unter Beilage einer Kopie von Urk. 1
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    
  •  Sicherheitsdirektion Kanton Zürich
    

4. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Schlagwörter

supplementary benefitsminorityhelplessness allowanceintensive care supplementsocial insurancemandatory statuteequity

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the minor insured person had a right to supplementary benefits before turning 18 despite receiving helplessness allowance and an intensive care supplement.

Extrahierter Entscheid

No. Under the ELG, persons receiving a helplessness allowance only acquire entitlement to supplementary benefits after completing their 18th year of age.

Extrahierte Begründung

The statutory rule in Art. 6 ELG is clear and mandatory. Because the appellant was still a minor, the authority correctly denied the claim; there was no room to grant benefits on equitable grounds.

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