UV insurance liability for bodily injury during lifting boxes

UV.2007.00546Sozialversicherungsgericht11.02.2008Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

SWICA, as the injured worker’s health insurer, challenged SUVA’s denial of liability for a shoulder and upper-arm injury sustained while sideways lifting boxes on 6 November 2006. SUVA had initially paid benefits, then denied coverage by decision of 14 August 2007 and objection decision of 26 November 2007. Before the Zurich Social Insurance Court, SUVA conceded the complaint. The court held that liability for accident-like bodily injury was to be affirmed and therefore set aside both the objection decision and the underlying administrative decision. The proceedings were ordered to be free of charge.

Omnilex-Regeste

Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV; accident-like bodily injury and external event: For the assumption of liability it suffices that, apart from unusualness, the elements of the accident definition are fulfilled. Particular weight is attached to the requirement of an external event, i.e. an objectively ascertainable, sensorially perceptible occurrence outside the body. If such an event with impact on the body is absent, even merely as a trigger of one of the listed damage patterns, the injury is to be qualified as clearly disease- or degeneration-related and falls outside compulsory accident insurance coverage (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

UV.2007.00546

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Meyer

Sozialversicherungsrichter Walser

Gerichtssekretär Volz

Urteil vom 12. Februar 2008

in Sachen

SWICA Krankenversicherung AG

SWICA Gesundheitsorganisation, Rechtsdienst,

Rechtsanwältin Maria Londis

Römerstrasse 38, 8401 Winterthur

Beschwerdeführerin

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt

Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern

Beschwerdegegnerin

Sachverhalt:

1. M.___, geboren 1949, war als Montagemitarbeiterin bei der A.___ AG, B.___, tätig und über diese bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gemäss dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung gegen Unfälle, unfallähnliche Körperschädigungen und Berufskrankheiten versichert (Urk. 6/1), als sie sich am 6. November 2006 beim seitlichen Heben von Kisten eine Verletzung des rechten Oberarms und der rechten Schulter zuzog (Urk. 6/3/2). Die SUVA anerkannte vorerst ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen.

Mit Verfügung vom 14. August 2007 verneinte die SUVA eine Leistungspflicht für die Folgen des Ereignisses vom 14. August 2007 und stellte der Versicherten eine Rückforderung bereits erbrachter Leistungen in Aussicht (Urk. 6/34/1-2). Die vom Krankenversicherer der Versicherten, der Swica Krankenversicherung AG, am 17. August 2007 (Urk. 6/35) dagegen erhobene Einsprache wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom 26. November 2007 (Urk. 2 = Urk. 6/42) ab.

2. Dagegen erhob die Swica Krankenversicherung AG am 12. Dezember 2007 Beschwerde mit dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides und auf Ausrichtung der gesetzlichen Versicherungsleistungen für das Ereignis vom 6. November 2006 an die Versicherte (Urk. 1 S. 2). Die Versicherte verzichtete auf die Erhebung einer Beschwerde.

Mit Beschwerdeantwort vom 23. November 2008 erwog die SUVA, dass die Rechtsprechung zu den Voraussetzungen einer unfallähnlichen Körperschädigungen unklar sei, weshalb es an der für eine wiedererwägungsweise Verneinung der Leistungspflicht vorausgesetzten offensichtlichen Unrichtigkeit der ursprünglichen Leistungsausrichtung fehle. Eine Leistungspflicht der SUVA für das Ereignis vom 6. November 2006 sei daher zu bejahen, weshalb die Beschwerde gutzuheissen sei (Urk. 5 S. 2).

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die übereinstimmenden Anträge der Parteien sind mit der Sach- und Rechtslage vereinbar.

Insbesondere gilt zu beachten, dass es nach der Rechtsprechung für die Begründung der Leistungspflicht bei den unfallähnlichen Körperschädigungen genügt, wenn mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit sämtliche Merkmale des Unfallbegriffs erfüllt sind, und dass der Voraussetzung eines äusseren Ereignisses - das heisst eines ausserhalb des Körper liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen Vorfalles - eine besondere Bedeutung zukommt, und dass wo ein solches Ereignis mit Einwirkung auf den Körper fehlt, sei es auch nur als Auslöser eines der in Art. 9 Abs. 2 lit. a-h der Verordnung über die Unfallversicherung aufgezählten Gesundheitsschadens, eine eindeutig krankheits- oder degenerativ bedingte Gesundheitsschädigung vorliegt, für die keine Leistungspflicht der Unfallversicherung besteht (BGE 129 V 467 Erw. 2.2 mit Hinweisen).

2. In Gutheissung der Beschwerde sind demnach der angefochtene Einspracheentscheid vom 26. November 2007 (Urk. 2) und die diesem zugrunde liegende Verfügung vom 14. August 2007 (Urk. 6/34/1-2) aufzuheben.

Das Gericht erkennt:

1. In Gutheissung der Beschwerde werden der angefochtene Einspracheentscheid vom 26. November 2007 und die Verfügung vom 14. August 2007 aufgehoben.

2. Das Verfahren ist kostenlos.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  SWICA Krankenversicherung AG
    
  •  Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
    
  •  M.\_\_\_,   unter Beilage je einer Kopie von Urk. 1 und Urk. 5
    
  •  Bundesamt für Gesundheit
    

4. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Schlagwörter

social insuranceaccident insurancebodily injuryliabilityexternal eventobjection decisioncourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether SUVA remained liable for benefits for the 6 November 2006 injury as an accident-like bodily injury.

Extrahierter Entscheid

The denial of liability was unfounded; SUVA had to provide statutory insurance benefits.

Extrahierte Begründung

For accident-like bodily injuries, liability exists if all accident elements except unusualness are met. Where there is no external, objectively ascertainable event acting on the body, the damage is purely disease- or degeneration-related and not covered. On the parties' converging submissions, liability had to be affirmed.

Kernrechtsfrage

Whether the contested objection decision and underlying administrative decision had to be annulled.

Extrahierter Entscheid

Both decisions had to be set aside.

Extrahierte Begründung

Because the complaint was upheld on the merits, the earlier denial of benefits could not stand.

Kernrechtsfrage

Whether court costs were chargeable.

Extrahierter Entscheid

The proceedings were free of charge.

Extrahierte Begründung

The court ordered no costs.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.