IV pension case remanded for further medical assessment

IV.2012.00363Sozialversicherungsgericht20.09.2012Partially Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Zurich Social Insurance Court partly upheld the insured person's appeal against the IV office's decision, which had granted a full disability pension only until 31 October 2006. Because the office had not assessed the complete medical situation up to the date of its decision and both parties requested remittal, the court annulled the decision and sent the matter back for further medical clarification and a new ruling on pension entitlement. Court costs of CHF 300 were imposed on the respondent, and the appointed lawyer was awarded CHF 3,274.55 in compensation.

Omnilex-Regeste

Art. 69 Abs. 1bis IVG; remittal in disability insurance proceedings where the decisive medical record is incomplete. If the administration admittedly failed to take account of the entire relevant medical situation up to the date of the decision, the contested ruling must be annulled and the case returned for further factual investigation and a new decision on entitlement. Where the appeal is successful by way of remittal, court costs may be imposed on the respondent; the fee of appointed counsel is to be fixed according to the necessary time expenditure, a reasonable hourly rate and reimbursable disbursements, with reduction of excessive claimed hours (consid. 2-4).

Gesamter Gesetzestext

IV.2012.00363

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

III. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Heine, Vorsitzende

Sozialversicherungsrichterin Annaheim

Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer

Gerichtsschreiberin Fischer

Urteil vom 21. September 2012

in Sachen

X.___

Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler

Wyler Koch Rechtsanwälte, Business Tower

Zürcherstrasse 310, Postfach 1011, 8501 Frauenfeld

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

1. Mit Verfügung vom 24. Februar 2012 (Urk. 2) sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, X.___ für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Oktober 2006 eine auf einem Invaliditätsgrad von 100 % beruhende ganze Rente zu.

Nachdem der Versicherte am 28. März 2012 mit dem Antrag, es sei ihm auch für die Zeit vom 1. November 2006 bis 30. Juni 2009 und ab dem 1. Februar 2012 eine Invalidenrente auszurichten, Beschwerde gegen diesen Entscheid (Urk. 2) erhoben hatte (Urk. 1), beantragte die IV-Stelle mit Beschwerdeantwort vom 10. Mai 2012 (Urk. 6) Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung des Rentenanspruchs. Der Versicherte erklärte sich am 6. September 2012 mit diesem Vorgehen einverstanden (Urk. 15).

2. Angesichts der Tatsache, dass die IV-Stelle, in der angefochtenen Verfügung - anerkanntermassen (Urk. 6) - nicht den gesamten medizinischen Sachverhalt bis zum Verfügungserlass berücksichtigt hat (vgl. Urk. 7/240, Urk. 7/249), und in Anbetracht der übereinstimmenden entsprechenden Anträge der Parteien (Urk. 6, Urk. 15), ist die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese weitere Abklärungen betreffend die vorhandenen Gesundheitsstörungen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit treffe und hernach erneut über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers verfüge.

3. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen abweichend von Art. 61 lit. a ATSG vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 300.-- der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

4. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (vgl. Verfügung vom 5. Juni 2012 (Urk. 12) machte mit Honorarnote vom 6. September 2012 (Urk. 16) einen Aufwand von 17,59 Stunden und Barauslagen von Fr. 248.-- geltend. Der für das Aktenstudium und das Verfassen der Beschwerde verrechnete Zeitaufwand von insgesamt 9.67 Stunden erscheint - gerade angesichts der Tatsache, dass Rechtsanwältin Dr. Wyler den Beschwerdeführer bereits in den Prozessen Nrn. IV.2007.00281 und IV.2008.00100 sowie im Vorbescheidverfahren vertreten hat - als überhöht; anerkannt werden kann für die fraglichen Positionen ein Zeitaufwand von insgesamt 6 Stunden. Unter Berücksichtigung eines praxisgemässen Stundenansatzes von Fr. 200.-- sowie der Barauslagen von Fr. 248.-- (je zuzüglich Mehrwertsteuer) ist die Entschädigung demnach auf insgesamt Fr. 3‘274.55 festzusetzen. Die Beschwerdegegnerin ist demnach zu verpflichten, Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler eine Prozessentschädigung von Fr. 3‘274.55 zu bezahlen.

Das Gericht erkennt:

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 24. Februar 2012 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Erwägungen, über den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente neu verfüge.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler, Frauenfeld, eine Prozessentschädigung von Fr. 3‘274.55 (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Schlagwörter

disability insuranceremandmedical assessmentcourt costslegal aidattorney compensationwork capacitypension entitlement

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the challenged IV decision should be annulled and remanded for further medical assessment and new pension determination

Extrahierter Entscheid

The decision was set aside and the case remanded to the IV office for further clarification of the medical conditions and their impact on work capacity, followed by a new pension decision.

Extrahierte Begründung

The authority had admittedly not considered the full medical record up to the date of the decision. In view of the parties' concordant requests, further investigation was necessary before a new decision on entitlement could be issued.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

Court costs of CHF 300 were charged to the respondent.

Extrahierte Begründung

Under Art. 69 Abs. 1bis IVG, proceedings concerning disability benefits are subject to costs; given the outcome, the respondent had to bear them.

Kernrechtsfrage

Compensation of appointed counsel

Extrahierter Entscheid

The respondent must pay Dr. Barbara Wyler CHF 3,274.55 as process compensation, including expenses and VAT.

Extrahierte Begründung

The claimed hours were reduced as excessive for file review and drafting; with the accepted time, hourly rate, expenses, and VAT, the fee was fixed at CHF 3,274.55.

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