IV pension denial set aside and remitted for further assessment

IV.2012.00347Sozialversicherungsgericht28.08.2012Partially Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The claimant challenged an IV Office decision refusing an invalidity pension on the basis of a 16% invalidity degree. The Social Insurance Court of Zurich held that the psychiatric record showed a significant conflict between a recent rehabilitation report and an earlier expert opinion, and that the knee complaint also required clarification. It therefore annulled the denial and remitted the matter for further medical investigations and a new pension decision. Court costs of CHF 400 were charged to the IV Office, making the claimant's legal-aid request moot.

Omnilex-Regeste

Art. 69 Abs. 1bis IVG; remittal for further factual clarification in invalidity insurance proceedings. Where the medical file contains a material contradiction regarding psychiatric capacity, and other asserted impairments remain insufficiently assessed, the denial of benefits must be annulled and the file returned to the administration for comprehensive additional investigations and a new decision. Costs follow the outcome and may be imposed on the unsuccessful authority.

Gesamter Gesetzestext

IV.2012.00347

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Engler, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna

Ersatzrichterin Bänninger Schäppi

Gerichtsschreiber Möckli

Urteil vom 29. August 2012

in Sachen

X.___

Beschwerdeführer

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 29. Februar 2012 den Anspruch von X.___ auf eine Invalidenrente aufgrund eines nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrades von 16 % abgewiesen hat (Urk. 2),

nach Einsicht in die Beschwerde vom 12. März 2012 (Urk. 1), mit welcher der Beschwerdeführer unter Hinweis auf seine somatisch und psychisch bedingte verminderte Belastbarkeit eine Neubeurteilung beantragt hat (Urk. 1 und Urk. 3/1), und in die auf teilweise Gutheissung und Rückweisung zu weiteren Abklärungen schliessende Beschwerdeantwort vom 14. Mai 2012 (Urk. 7) sowie in die damit eingereichten Akten (Urk. 8/1-59) und die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes RAD (Dr. med. A.___, Facharzt für Allgemeinmedizin) vom 11. Mai 2012 (Urk. 8, zusammen mit Urk. 7 dem Beschwerdeführer am 21. Mai 2012 zugestellt, Urk. 10),

in Erwägung,

dass die Beschwerdegegnerin ihren Rückweisungsantrag in erster Linie mit neuen Erkenntnissen begründet, wonach der Beschwerdeführer wegen des sich wieder verschlechternden psychischen Gesundheitszustandes nur vermindert belastbar sei, was zusätzliche Abklärungen erfordere (Urk. 7),

dass laut dem Bericht vom 20. März 2012 (Urk. 3/1) des Zentrums für Ambulante Psychiatrische Rehabilitation der Psychiatrischen Klinik Y.___ beim Beschwerdeführer aktuell ein mittelgradig depressives Zustandsbild auf dem Boden einer rezidivierenden depressiven Störung besteht, welches bei einem Arbeitspensum von über 50 % mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Überforderungssituation mit nachfolgender Dekompensation führen würde,

dass damit eine klare Differenz zur Beurteilung von Dr. med. B.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, besteht, welcher von einer vollständigen Remission der mittelgradigen depressiven Episode ausging (vgl. Gutachten vom 21. April 2011, Urk. 9/27),

dass die Beschwerdegegnerin aufgrund dieser Aktenlage den psychischen Gesundheitszustand zu Recht als weiter abklärungsbedürftig anerkannte, wobei sie aber auch die vom Beschwerdeführer beschriebene Knieproblematik (vgl. Urk. 1) nicht ausser Acht lassen darf,

dass die angefochtene Verfügung vom 29. Februar 2012 (Urk. 2) somit aufzuheben und die Sache antragsgemäss an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist,

dass die auf Fr. 400.-- festzulegenden Gerichtskosten (Art. 69 Abs. 1bis IVG) ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind, womit das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1) gegenstandslos wird,

erkennt das Gericht,

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 29. Februar 2012 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Erwägungen, über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  X.\_\_\_
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

4. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Schlagwörter

invalidity pensionmedical assessmentpsychiatric conditionremandcourt costslegal aiddepressive disorderwork capacity

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the denial of an invalidity pension had to be set aside and the case remitted for further medical investigation and a new decision

Extrahierter Entscheid

Yes. The medical record showed a sufficient discrepancy regarding the claimant's psychiatric condition, and the knee complaint also needed to be addressed; the matter had to be further assessed before a new pension decision could be made.

Extrahierte Begründung

A recent psychiatric report found a current moderate depressive state with likely overstrain above 50% work capacity, which materially conflicted with an earlier expert opinion of full remission. This made the mental health status further in need of clarification.

Kernrechtsfrage

Who had to bear the court costs and what happened to the request for free legal aid

Extrahierter Entscheid

The respondent had to bear the court costs of CHF 400; the request for free legal aid became moot.

Extrahierte Begründung

Costs followed the outcome of the case, and the cost order made the legal-aid request unnecessary.

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