IV rent refusal annulled and case remanded for further investigation

IV.2011.00677Sozialversicherungsgericht25.09.2011Partially Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Zurich Social Insurance Court allowed the claimant’s complaint against the IV Office’s refusal of an invalidity pension. It held that the file revealed an obvious need for further clarification of both psychiatric and pulmonary conditions. The contested decision of 17 May 2011 was annulled and the matter remanded to the IV Office for additional investigations and a new pension decision. Because remand counts as full success, the respondent was ordered to pay CHF 400 in court costs and CHF 900 in procedural compensation.

Omnilex-Regeste

Art. 61 lit. c ATSG; remand for further fact-finding in disability insurance proceedings. Where the evidentiary record discloses unresolved and medically relevant doubts as to the claimant’s psychiatric or somatic impairments, the refusal of a pension is to be annulled and the matter remanded to the administration for supplementary investigation and a new decision. In such constellations, a remand to the administration constitutes full success for the represented appellant and justifies the allocation of court costs and party compensation against the respondent (consid. 2-3).

Gesamter Gesetzestext

IV.2011.00677

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Engler, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Hurst

Ersatzrichterin Arnold Gramigna

Gerichtsschreiber Möckli

Urteil vom 26. September 2011

in Sachen

X.___

Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt Hans-Peter Sorg

Vorstadt 9, 8201 Schaffhausen

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 17. Mai 2011 den Anspruch von X.___ auf eine Invalidenrente mangels eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades von 32 % abgewiesen hat (Urk. 2),

nach Einsicht in die Beschwerde vom 14. Juni 2011 (Urk. 1), mit welcher der Beschwerdeführer unter Hinweis auf eine Kumulation verschiedener Krankheiten sowie auf den Bericht der behandelnden Psychotherapeutin, Dr. phil. A.___, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, (Urk. 3) die Zusprache einer ganzen Invalidenrente beantragt hat (Urk. 1), und in die auf teilweise Gutheissung und Rückweisung zu weiteren Abklärungen schliessende Beschwerdeantwort vom 12. August 2011 (Urk. 7) sowie in die damit eingereichten Akten (Urk. 8/1-51) und die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes RAD (med. pract. B.___, Fachärztin für Innere Medizin FMH) vom 11. August 2011 (Urk. 9, zusammen mit Urk. 7 dem Beschwerdeführer am 16. August 2011 zugestellt, Urk. 10),

in Erwägung,

dass die Beschwerdegegnerin ihren Rückweisungsantrag in erster Linie mit neuen Erkenntnissen begründet, wonach der Beschwerdeführer wegen einer seit längerem bestehenden psychischen Problematik seit Februar 2011 in psychotherapeutischer und antidepressiver medikamentöser Behandlung stehe, was bisher nicht abgeklärt worden sei,

dass nach Angaben von Dr. phil. A.___ seit vielen Jahren chronische rezidivierende depressive Störungen bestehen, welche sich bei Behandlungsbeginn (2. Februar 2011) als schwere Episode mit akuter Suizidalität zeigte (vgl. Urk. 3),

dass nach der Aktenlage offensichtlich eine abklärungsbedürftige psychische Problematik besteht, womit die von der Beschwerdegegnerin beantragte Rückweisung mit der Akten- und Rechtslage im Einklang steht,

dass überdies das mit Einwand vom 20. Januar 2011 (Urk. 8/5) und mit vorliegender Beschwerde geltend gemachte Lungenleiden (vgl. Bericht "spitäler schaffhausen" vom 4. November 2010 [Urk. 8/30/9] und Attest von med. pract. C.___ vom 4. Januar 2011 [Urk. 8/30/11] ebenfalls einer seriösen Abklärung bedarf,

dass die angefochtene Verfügung vom 17. Mai 2011 (Urk. 2) somit aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist,

dassnach ständiger Rechtsprechung die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen gilt (vgl. Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts vom 10. Februar 2004 i.S. K., U 199/02, Erw. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57 Erw. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 3), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat,

dass die Beschwerdegegnerin ausgangsgemäss zu verpflichten ist, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 900.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen sowie die Gerichtskosten von Fr. 400.-- zu tragen,

erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 17. Mai 2011 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Erwägungen, über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Rechtsanwalt Hans-Peter Sorg
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Schlagwörter

disability insurancemedical investigationpsychiatric impairmentremandcourt costsprocedural compensationinvalidity pension

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the refusal of an invalidity pension should be annulled because the medical facts were insufficiently investigated.

Extrahierter Entscheid

Yes. The file showed an obvious need for further psychiatric and pulmonary assessment, so the refusal had to be set aside and the case remanded.

Extrahierte Begründung

The respondent itself pointed to a long-standing psychological condition and treatment since February 2011, and the treating psychotherapist reported chronic recurrent depressive disorders with a severe episode and acute suicidality. The pulmonary complaints also required serious investigation.

Kernrechtsfrage

Whether the claimant was entitled to costs and procedural compensation after remand.

Extrahierter Entscheid

Yes. A remand for further investigation and a new decision counts as full success for the represented claimant.

Extrahierte Begründung

Under settled case law, a remand to the administration for additional fact-finding is treated as complete success, justifying an award of procedural compensation and costs against the respondent.

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