No disability benefits without medically relevant impairment

IV.2011.00285Sozialversicherungsgericht21.08.2012Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Zurich Social Insurance Court dismissed the appeal of an insured person who had applied for disability insurance benefits because of back complaints. Relying on the medical file, it held that the complaints had no objectively verifiable morphological basis and that no work incapacity was established. The additional hospital report filed in the proceedings did not alter the assessment, as it was already part of the administrative file and had been considered by the consulting physicians. The appellant was ordered to pay court costs of CHF 400.

Omnilex-Regeste

Art. 7 ATSG, Art. 8 ATSG, Art. 4 Abs. 1 IVG and Art. 28 Abs. 2 IVG; entitlement to disability insurance benefits requires a medically established health impairment causing an objectively non-overcomable loss of earning capacity. Subjective pain complaints, without a verifiable pathological correlate and without attestable incapacity for work, do not suffice. If the available medical reports consistently deny a functional impairment, the denial of vocational measures and a pension is lawful; additional evidence already contained in the administrative file cannot overturn such an assessment absent new decisive findings. Cost allocation under Art. 69 Abs. 1bis IVG follows defeat in the proceedings.

Gesamter Gesetzestext

IV.2011.00285

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Engler, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Hurst

Ersatzrichterin Bänninger Schäppi

Gerichtsschreiberin Philipp

Urteil vom 22. August 2012

in Sachen

X.___

Beschwerdeführer

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 7. März 2011 einen Anspruch von X.___ auf berufliche Massnahmen und eine Rente der Invalidenversicherung verneint hat (Urk. 2),

nach Einsicht in die Beschwerde vom 14. März 2011, mit welcher der Beschwerdeführer die Prüfung seines Falls beantragt hat (Urk. 1), und in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 21. April 2011 (Urk. 6 unter Auflage ihrer Akten, Urk. 7/1-32),

in Erwägung,

dass Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit ist (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) und Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]), und dass Erwerbsunfähigkeit der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt ist (Art. 7 ATSG), wobei für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen sind und eine Erwerbsunfähigkeit zudem nur vorliegt, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung),

dass die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente geben (Art. 28 Abs. 2 IVG),

dass sich der 1962 geborene und zuletzt als Mitarbeiter Y.___ Transport (Urk. 7/20) tätige X.___ am 20. Oktober 2010 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf Rückenbeschwerden zum Bezug von Leistungen (berufliche Massnahmen, Rente) anmeldete (Urk. 7/13),

dass die Beschwerdegegnerin nach Abklärungen in erwerblicher (IK-Auszug, Urk. 7/7; Berufsunterlagen, Urk. 7/20, Urk. 7/24) und medizinischer Hinsicht (Bericht der Klinik Z.___ vom 9. November 2010, Urk. 7/17/6-7, und versicherungsmedizinische Beurteilung durch Dr. med. A.___, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, Regionaler Ärztlicher Dienst, RAD, vom 24. Januar 2010, Urk. 7/25/3) einen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden verneinte (Urk. 2),

dass PD Dr. med. B.___, Teamleiter Wirbelsäulenchirurgie, und Dr. med. et Dr. sc. nat. C.___, Oberarzt i.V., beide Klinik Z.___, in Beurteilung des MRI-Befundes vom 8. Oktober 2010 (Urk. 7/28 und Urk. 3) das Vorliegen eines morphologischen Korrelates für die vom Beschwerdeführer geklagten Lumbalgien negierten, diese als unspezifisch bezeichneten und ausdrücklich keine Arbeitsunfähigkeit attestierten (Urk. 7/17/6-7),

dass RAD-Arzt Dr. A.___ gestützt auf diese medizinischen Berichte einen Gesundheitsschaden mit Einfluss auf die funktionelle Leistungsfähigkeit nicht zu erblicken vermochte (Urk. 7/25/3),

dass die Beschwerdegegnerin angesichts dieser Aktenlage zu Recht einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung verneinte, woran der im vorliegenden Verfahren eingereichte Bericht des Spitals D.___ vom 8. Oktober 2010 (Urk. 3) nichts ändert, findet sich dieser doch bereits in den Akten der Beschwerdegegnerin (Urk. 7/28) und war er ausdrücklich Grundlage der Beurteilung der Dres. B.___ und C.___ (Urk. 7/17/6-7; vgl. vorstehend),

dass damit die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist,

dass das Verfahren gestützt auf Art. 69 Abs. 1bis des IVG für die unterliegende Partei kostenpflichtig ist, die Kosten unabhängig vom Streitwert nach dem Verfahrensaufwand festzulegen, im vorliegenden Fall auf Fr. 400.-- anzusetzen und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen sind,

erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  X.\_\_\_
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

4. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Schlagwörter

disability insuranceearning incapacitymedical assessmentback painvocational measurespension entitlementcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to disability insurance vocational measures and a pension.

Extrahierter Entscheid

The medical records did not show a relevant health impairment affecting work capacity; the refusal of benefits was justified.

Extrahierte Begründung

The doctors from Klinik Z.___ denied a morphological correlate for the lumbar complaints and expressly certified no incapacity for work; the RAD physician likewise found no health impairment affecting functional performance. The hospital report already lay in the file and changed nothing.

Kernrechtsfrage

How the procedural costs should be allocated.

Extrahierter Entscheid

Because the appellant lost, he had to bear the court costs.

Extrahierte Begründung

Under the applicable IVG cost rule, proceedings are chargeable to the losing party and the costs were set at CHF 400.

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