Invalidity pension calculation and court costs confirmed

IV.2010.00701Sozialversicherungsgericht28.12.2010Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Zurich Social Insurance Court rejected the insured person's appeal against the IV office's decision granting her a three-quarter disability pension. The court held that the pension had been correctly calculated according to the ordinary pension rules, using the full contribution period of the 1949 cohort and the relevant average earnings under the BSV tables. It emphasized that the pension amount is not meant to equal the individual loss of earnings; that concept is relevant to determining the disability degree, not the pension computation. Court costs of CHF 400 were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 36 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 29bis Abs. 1 AHVG; Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG; disability pension calculation and distinction from loss of earnings: Ordinary invalidity pensions are calculated by analogy to AHV rules on the basis of contribution years, insured earnings and relevant credits during the contribution period; with a complete contribution period the full-rent scale applies. The amount of the pension is not determined by the concrete loss of earnings after invalidity, which instead serves to assess the degree of invalidity. If the administrative authority correctly applies the applicable scale and income basis, the pension decision must be upheld (consid. 4 ff.).

Gesamter Gesetzestext

IV.2010.00701

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende

Sozialversicherungsrichter Spitz

Sozialversicherungsrichterin Heine

Gerichtssekretärin Kraus

Urteil vom 29. Dezember 2010

in Sachen

X.___

Beschwerdeführerin

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 5. Juli 2010 (Urk. 2) der am 22. April 1949 (Urk. 7/8) geborenen X.___ gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 67 % für die Zeit vom 1. September bis zum 31. Dezember 2008 eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung in der Höhe von Fr. 1'459.-- und mit Wirkung ab dem 1. Januar 2009 von Fr. 1'505.-- zugesprochen hat,

nach Einsicht in die Beschwerde vom 26. Juli 2010 (Urk. 1), mit welcher die Versicherte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprechung einer der Höhe der Erwerbseinbusse entsprechenden Invalidenrente beantragt, und in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 27. September 2010 (Urk. 6),

in Erwägung,

dass gemäss Art. 1b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) diejenigen Personen, die nach Art. 1a und 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) obligatorisch oder freiwillig versichert sind, unter die Invalidenversicherung fallen,

dass somit natürliche Personen mit Wohnsitz in der Schweiz (Art. 1a Abs. 1 lit. a AHVG) sowie natürliche Personen, die in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben (Art. 1a Abs. 1 lit. b AHVG), obligatorisch versichert sind,

dass auch hinsichtlich der Beitragspflicht, der Beitragsbemessung und des Beitragsbezugs auf die entsprechenden Bestimmungen des AHVG verwiesen wird (vgl. Art. 2 f. IVG),

dass gemäss Art. 36 Abs. 2 IVG für die Berechnung der ordentlichen Invalidenrenten die Bestimmungen des AHVG sinngemäss anwendbar sind, wobei es dem Bundesrat überlassen bleibt, ergänzende Vorschriften zu erlassen,

dass die ordentlichen Renten der AHV und IV als Vollrenten oder Teilrenten zur Ausrichtung gelangen, wobei Anspruch auf die volle Rente besteht, wenn die Beitragsdauer vollständig ist (Art. 29 Abs. 2 AHVG), was der Fall ist, wenn eine Person gleich viele Beitragsjahre aufweist wie ihr Jahrgang (Art. 29ter Abs. 1 AHVG),

dass vorliegend zu prüfen ist, ob die der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) zugrunde liegende Rentenberechnung korrekt ist,

dass die Beschwerdegegnerin angesichts einer vollständigen Beitragsdauer des Jahrgangs 1949 von 38 Jahren bei Rentenanspruchsbeginn im Jahre 2008 (Rententabellen 2007 des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV], S. 7) in Berücksichtigung der Beitragsdauer einen Anspruch der Versicherten auf eine Vollrente nach Skala 44 (Rententabellen, a.a.O., S. 10) ermittelt hat,

dass die Beschwerdegegnerin zunächst von einem massgebenden durchschnittlichen Einkommen von Fr. 59'670.-- (Stand 2008, Urk. 10 S. 7) ausging, woraus sich im Rahmen von Skala 44 der bundesamtlichen Rententabellen (2007, S. 19) eine ordentliche Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung im Betrag von Fr. 1'459.-- monatlich (bis Ende Dezember 2008) ergab,

dass das massgebende durchschnittliche Einkommen per 1. Januar 2009 auf Fr. 61'560.-- und damit die Dreiviertelsrente auf Fr. 1'505.-- pro Monat erhöht wurde (Rententabellen des BSV 2009, S. 19, Urk. 2, Urk. 10 S. 8),

dass die Dreiviertelsrente somit korrekt berechnet wurde,

dass entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 2) der ausbezahlte Rentenbetrag nicht der invaliditätsbedingten Erwerbseinbusse zu entsprechen hat,

dass für die Rentenberechnung Beitragsjahre, Erwerbseinkommen sowie Erziehungs- und Betreuungsgutschriften der rentenberechtigten Person zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und dem 31. Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles (Invalidität) berücksichtigt werden (Art. 36 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 29bis Abs. 1 AHVG, Urk. 10),

dass sich hingegen die Erwerbseinbusse aus der Gegenüberstellung des Erwerbseinkommens, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), mit dem Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen), ergibt (Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG),

dass die Versicherte keine weiteren Einwände gegen die Verfügung vom 5. Juli 2010 (Urk. 2) geltend macht, insbesondere nicht die Höhe des Invaliditätsgrades beanstandet,

dass nach dem Gesagten die angefochtene Verfügung (Urk. 2) zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen ist,

dass, da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, das Verfahren kostenpflichtig ist, wobei die Gerichtskosten nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen sind (Art. 69 Abs. 1bis IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) und auf Fr. 400.-- anzusetzen sind,

dass die Gerichtskosten entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind,

erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  X.\_\_\_ unter Beilage je einer Kopie von Urk. 9 und 10
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

4. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Schlagwörter

disability pensionpension calculationaverage incomecontribution periodloss of earningscourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the disability pension was correctly calculated under the AHV/IV rules for ordinary pensions and full contribution periods.

Extrahierter Entscheid

Yes. The office correctly applied the contribution scale and the relevant average income, resulting in a lawful three-quarter pension amount.

Extrahierte Begründung

For ordinary disability pensions, AHV rules apply by analogy. With a complete contribution period for the 1949 cohort, the pension was based on scale 44 and the relevant average income figures for 2008 and 2009. The resulting amounts of CHF 1,459 and CHF 1,505 were correctly determined.

Kernrechtsfrage

Whether the pension amount had to correspond to the insured person's loss of earnings.

Extrahierter Entscheid

No. The pension calculation is not based on the individual loss of earnings, but on contribution years and earnings data; loss of earnings is relevant to determining the disability degree, not the pension amount.

Extrahierte Begründung

The court distinguished pension calculation from disability assessment under the ATSG/IVG provisions.

Kernrechtsfrage

Whether the challenged decision should be set aside for any further objection to the disability degree.

Extrahierter Entscheid

No further objections were raised, in particular none against the 67% disability degree.

Extrahierte Begründung

Since no additional challenge was made and the pension calculation was correct, the decision had to be upheld.

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