IV disability pension appeal remanded for further investigation

IV.2010.00380Sozialversicherungsgericht24.06.2010Partially Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The insured person appealed against an IV office decision that granted her only a temporary full disability pension followed by a return to a half pension. She filed new medical reports from a hospital and a clinic. The court held that the existing record did not allow a reliable assessment of health status and work capacity because the RAD could only decide after further clarification with treating specialists. It therefore annulled the decision and remitted the case to the IV office for additional investigation and a new decision on the pension entitlement. The court further held that remittal counts as full success, so the respondent had to bear the CHF 300 court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 69 Abs. 1bis IVG; remittal to the administration for supplementary medical clarification and new decision: where the record, in particular in light of recent medical reports and the RAD opinion, does not permit a conclusive assessment of health status and residual work capacity, the contested IV pension decision is to be annulled and the matter remitted for further investigations. A remittal for additional clarification and redetermination constitutes full success of the appeal for cost purposes (consid. relevant).

Gesamter Gesetzestext

IV.2010.00380

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

III. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Heine, Vorsitzende

Sozialversicherungsrichterin Annaheim

Ersatzrichterin Condamin

Gerichtssekretär Vogel

Urteil vom 25. Juni 2010

in Sachen

X.___

Beschwerdeführerin

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Beschwerdegegnerin am 22. März 2010 verfügte, dass die Beschwerdeführerin, welche seit 1. September 1993 eine halbe Invalidenrente bezogen hatte, ab 1. August 2008 Anspruch auf eine ganze und ab 1. Januar 2010 wiederum Anspruch auf eine halbe Rente habe (Urk. 2),

nach Einsicht in die Beschwerde vom 28. April 2010 (Urk. 1) und die ergänzende Begründung vom 12. Mai 2010 (Urk. 6), mit welcher die Beschwerdeführerin die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente über den 31. Dezember 2009 hinaus beantragt hat, und in die auf Rückweisung der Sache zur ergänzenden Abklärung schliessende Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 17. Juni 2010 (Urk. 10),

unter Hinweis auf die aufgelegten Berichte des Spitals Y.___ vom 22. Februar 2010 (Urk. 3/2) und der Klinik Z.___ vom 19. März 2010 (Urk. 7/2) sowie die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes der Invalidenversicherung (RAD) vom 15. Juni 2010 (Urk. 12),

in Erwägung,

dass mit der Beschwerde zwei neue Berichte eingereicht worden sind, welche sich auf die Zeit kurz vor Verfügungserlass beziehen, nämlich die Berichte des Spitals Y.___ vom 22. Februar 2010 (Urk. 3/2) sowie der Austrittsbericht der Klinik Z.___ vom 19. März 2010 (Urk. 7/2),

dass der RAD den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und die daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit nur nach ergänzenden Abklärungen, unter anderem nach Einholung weiterer Auskünfte der aktuell behandelnden Fachärzte, beurteilen kann (Urk. 12),

dass die IV-Stelle deshalb mit der Beschwerdeantwort die Rückweisung der Sache an die Verwaltung beantragte (Urk. 10),

dass die angefochtene Verfügung somit aufzuheben und die Sache zur ergänzenden Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen ist,

dass die IV-Stelle hernach auf dieser Grundlage erneut über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu entscheiden hat,

dass die Rückweisung an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und zum Neuentscheid nach ständiger Rechtsprechung als vollständiges Obsiegen gilt (vgl. Urteil des früheren Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 10. Februar 2004, U 199/02, Erw. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57 Erw. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 3),

dass die Kosten des Verfahrens auf Fr. 300.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen sind (Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]),

erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 22. März 2010 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre und hernach über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  X.\_\_\_, unter Beilage des Doppels von Urk. 10 sowie einer Kopie von Urk. 12
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

4. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Schlagwörter

disability pensionmedical assessmentremittalsupplementary clarificationcourt costsinvalidity insurance

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the challenged IV pension decision had to be set aside for incomplete medical assessment and the case remitted for further inquiries

Extrahierter Entscheid

The medical file was insufficient for a final assessment; the decision had to be annulled and the case remitted to the IV office for supplementary clarification and a new decision.

Extrahierte Begründung

New medical reports close to the date of the decision and the RAD opinion showed that the insured person's health status and resulting work incapacity could only be assessed after further investigation, including additional information from treating specialists.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs after remittal

Extrahierter Entscheid

Because remittal for further clarification counts as full success for the appellant, the IV office must bear the costs.

Extrahierte Begründung

Established case law treats a remittal to the administration for additional investigation and a new decision as complete success on appeal.

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