Invalidity pension entitlement and procedural costs

IV.2009.00547Sozialversicherungsgericht20.09.2009Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Zurich Social Insurance Court decided an appeal against an IV office decision that had granted only a quarter pension from 1 May 2009. After the parties aligned their requests, the court upheld the appeal, annulled the administrative decision, and declared that the insured person is entitled to a whole invalidity pension from 1 September 2006 to 31 January 2008 and a half pension from 1 February 2008 onward. It also ordered court costs of CHF 300 against the IV office and awarded the insured party compensation of CHF 2,100.

Omnilex-Regeste

Art. 69 Abs. 1bis IVG; § 34 GSVGer; pension entitlement and costs in invalidity insurance appeals: where the parties submit congruent requests and these accord with the file and legal situation, the court may allow the appeal, annul the contested decision, and determine the pension entitlement accordingly (whole pension for the relevant period, thereafter reduced pension). In proceedings concerning insurance benefits, costs are payable and are allocated according to the outcome; the successful party is entitled to party compensation, assessed by the significance and difficulty of the case and the degree of success (consid. 1.3, 2.1-2.2).

Gesamter Gesetzestext

IV.2009.00547

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Gräub

Ersatzrichterin Romero-Käser

Gerichtssekretärin Meili

Urteil vom 21. September 2009

in Sachen

A.___

Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwalt Tobias Figi

Advokaturbüro Metzger Wüst Figi

Seefeldstrasse 62, 8008 Zürich

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Das Gericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Mit Verfügung vom 6. Mai 2009 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, A.___ bei einem Invaliditätsgrad von 46 % mit Wirkung ab 1. Mai 2009 eine Viertelsrente zu (Urk. 9/98 = Urk. 2). Dagegen erhob die Versicherte am 29. Mai 2009 Beschwerde mit dem Antrag, die Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr ab 1. Mai 2009 eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter sei ein neutrales, umfassendes und interdisziplinäres Gutachten zu erstellen (Urk. 1 S. 2).

Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1. Juli 2009 (Urk. 7) die teilweise Gutheissung der Beschwerde in dem Sinne, dass der Beschwerdeführerin ab September 2006 bis Ende Januar 2008 eine ganze Rente und ab Februar 2008 eine halbe Rente zuzusprechen sei (Urk. 7 S. 3).

1.2 Mit Verfügung vom 15. Juli 2009 (Urk. 10) forderte das Gericht die Beschwerdeführerin auf, innert einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt der Verfügung mitzuteilen, ob und inwieweit von übereinstimmenden Parteianträgen auszugehen sei. Mit Eingabe vom 8. September 2009 beantragte die Beschwerdeführerin, es sei ihr ab dem 1. September 2006 bis 31. Januar 2008 eine ganze Rente und ab dem 1. Februar 2008 eine halbe Rente zuzusprechen (Urk. 11 S. 2).

1.3 In Bezug auf den Zeitpunkt der Zusprache und den Grad der Invalidenrenten liegen nunmehr übereinstimmende Anträge der Parteien vor, welche mit der Akten- und Rechtslage in Einklang stehen.

Die Beschwerde ist somit in diesem Sinne gutzuheissen. Damit ist die angefochtene Verfügung vom 6. Mai 2009 aufzuheben mit der Feststellung, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. September 2006 bis 31. Januar 2008 Anspruch auf eine ganze Rente und ab dem 1. Februar 2008 Anspruch auf eine halbe Rente hat.

2.

2.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis des Gesetzes über die Invalidenversicherung [IVG] in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) und auf Fr. 300.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

2.2 Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).

In Anwendung dieser Kriterien ist der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung von Fr. 2'100.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.

Das Gericht erkennt:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 6. Mai 2009 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. September 2006 bis 31. Januar 2008 Anspruch auf eine ganze Rente und ab dem 1. Februar 2008 Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung hat.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung von Fr. 2'100.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Rechtsanwalt Tobias Figi
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage des Doppels von Urk. 11
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Schlagwörter

invalidity pensiondisability insuranceappealcostsparty compensationconsent of parties

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the challenged IV decision of 2009-05-06 should be annulled and the invalidity pension fixed at a higher level and earlier start date.

Extrahierter Entscheid

The appeal was upheld by consent; the challenged decision was set aside and the insured was found entitled to a whole pension from 2006-09-01 to 2008-01-31 and to a half pension from 2008-02-01 onward.

Extrahierte Begründung

The parties ultimately made congruent requests on the pension start date and degree of invalidity, and those requests were consistent with the file and legal situation.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs.

Extrahierter Entscheid

Court costs of CHF 300 were imposed on the respondent.

Extrahierte Begründung

Because the dispute concerned entitlement to insurance benefits, the proceedings were subject to costs, which had to be allocated according to the outcome.

Kernrechtsfrage

Entitlement to party compensation.

Extrahierter Entscheid

The appellant was awarded party compensation of CHF 2,100 including disbursements and VAT.

Extrahierte Begründung

As the successful appellant, she was entitled to reimbursement of party costs, assessed by the importance and difficulty of the case and the extent of success.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.