IV disability appeal remanded for further medical inquiry

IV.2007.01327Sozialversicherungsgericht30.01.2008Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The insured person challenged an IV office decision and requested a disability pension. After the appeal was filed, the IV office itself acknowledged that the medical file was incomplete because of possible Klinefelter syndrome and asked for remittal. The insured person's guardian agreed. The court therefore annulled the decision of 25 September 2007 and remitted the case to the IV office for further medical clarification and a new ruling. Court costs of CHF 400 were imposed on the respondent.

Omnilex-Regeste

Art. 69 Abs. 1bis IVG; cost liability in disability insurance appeal proceedings and remittal for incomplete medical clarification. Where the medical record is insufficient and the parties jointly request remittal, the contested IV decision is to be annulled and the case returned to the administration for additional investigations and a new decision. In such proceedings the losing administrative authority bears the court costs within the statutory tariff range (consid. 1.3 and 2).

Gesamter Gesetzestext

IV.2007.01327

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Walser

Ersatzrichterin Romero-Käser

Gerichtssekretärin Meili

Urteil vom 31. Januar 2008

in Sachen

M.___

Beschwerdeführer

vertreten durch Amtsvormundschaft Hinwil

Beiständin Verena Gabathuler

Dürntnerstrasse 8, 8340 Hinwil

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Das Gericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 M.___ machte mit Eingabe vom 22. Oktober 2007 (Urk. 1) am hiesigen Gericht die Beschwerde gegen die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 25. September 2007 (Urk. 2) anhängig und beantragte, es sei ihm eine Rente der Invalidenversicherung zu gewähren (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 3. Januar 2007 (richtig: 2008; Urk. 11) auf Abweisung der Beschwerde.

In der Folge wurden die Parteien zu einer Referentenaudienz und Vergleichsverhandlung am 29. Januar 2008 vorgeladen (Urk. 13).

1.2 Am 29. Januar 2008 teilte die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf den Bericht des Hausarztes Dr. med. A.___, Facharzt Allgemeine Medizin FMH, vom 23. Oktober 2007 (Urk. 3/2) mit, es seien im Zusammenhang mit dem Klinefelter-Syndrom, mithin dem Geburtsgebrechen gemäss Ziffer 466 der Verordnung über Geburtsgebrechen (GgV), weitere medizinische Abklärungen notwendig. Entsprechend beantragte sie, es sei auf die Durchführung der Referentenaudienz und Vergleichsverhandlung zu verzichten sowie die Beschwerde gutzuheissen und die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung zurückzuweisen (Urk. 15).

Die Beiständin des Beschwerdeführers erklärte sich auf Anfrage mit diesem Vor-gehen und dem Antrag der Beschwerdegegnerin einverstanden (Urk. 15).

1.3 Die übereinstimmenden Anträge der Parteien sind mit der Sach- und Rechtslage vereinbar. Die angefochtene Verfügung vom 25. September 2007 (Urk. 2) ist somit aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Anschliessend wird sie über die Ansprüche neu entscheiden.

2. Gestützt auf Art. 69 Abs. 1bis IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung ist das Verfahren für die unterliegende Beschwerdegegnerin kostenpflichtig. Die Kosten sind unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) ermessensweise auf Fr. 400.-- festzusetzen.

Das Gericht erkennt:

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 25. September 2007 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage einer Kopie von Urk. 15
    
  •  Amtsvormundschaft Hinwil, unter Beilage des Doppels von Urk. 11 sowie einer Kopie von Urk. 15
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  die Gerichtskasse (nach Eintritt der Rechtskraft)
    

4. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Schlagwörter

disability insuranceremandmedical assessmentcostsKlinefelter syndromecourt fees

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appealed IV decision should be upheld or set aside pending further medical assessment

Extrahierter Entscheid

The appealed decision had to be set aside and the case remitted to the IV office for further medical investigation and a new decision.

Extrahierte Begründung

The parties' converging requests matched the facts and law. The medical file indicated that further clarification was necessary in relation to the Klinefelter syndrome and the corresponding birth defect classification.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs of the appeal

Extrahierter Entscheid

The respondent must bear court costs fixed at CHF 400.

Extrahierte Begründung

Under Article 69(1bis) IVG, the losing respondent in disability insurance proceedings is liable for costs within the statutory range.

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