Transfer of matrimonial protection case due to recusal

VV130002Obergericht26.02.2013Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Obergericht of the Canton of Zurich, sitting as its Verwaltungskommission, granted the Bezirksgericht C._____’s request to reassign a matrimonial protection case. Because the defendant worked at the public prosecutor’s office and the local court considered itself potentially biased, the commission found it inappropriate to have the matter decided by a panel composed solely of substitute judges. Relying on § 117 GOG, it ordered transfer of the pending case EE130001 to the Bezirksgericht Zürich. The decision also stated the notification arrangements and informed the parties of the complaint remedy.

Omnilex-Regeste

§ 117 GOG; transfer of a case to another court where the original court cannot be properly composed or the use of substitute judges is inappropriate. The supervisory authority may assign the matter to a court of equal subject-matter and functional competence when the circumstances make adjudication by the original court untunable from an institutional point of view. The provision is aimed at ensuring the proper constitution of the court and public confidence in impartial adjudication; it is sufficient that the ordinary bench cannot be formed in a suitable manner, without requiring a finding on the merits of recusal. Consid. 2.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich Verwaltungskommission

Geschäfts-Nr.: VV130002-O/U

Mitwirkend: Obergerichtspräsident lic. iur. R. Naef, Vizepräsident lic. iur. M. Bur- ger, Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Oberrichter lic. iur. P. Helm und Oberrichter lic. iur. M. Langmeier sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu

Beschluss vom 26. Februar 2013

in Sachen

A._____, Klägerin

gegen

B._____, Beklagter

betreffend Umteilung Eheschutz in Sachen A._____ und B._____ des Be- zirksgerichts C._____ betreffend Ausstand

Erwägungen: 1. Am 22. Januar 2013 ging beim Bezirksgericht C._____ ein Eheschutzbegeh- ren von A._____ (nachfolgend: Klägerin) gegen B._____ (nachfolgend: Be- klagter) ein (act. 2). Mit Schreiben vom 23. Januar 2013 überwies das Be- zirksgericht C._____ die Eingabe samt Beilagen an die Verwaltungskom- mission des Obergerichts des Kantons Zürich mit dem Ersuchen, den Pro- zess einem anderen Bezirksgericht zuzuweisen. Zur Begründung brachte es vor, beim Beklagten handle es sich um den ... der Staatsanwaltschaft D._____, mit welchem das Gericht häufig in beruflichem Kontakt stehe. Alle Gerichtsmitarbeitenden fühlten sich befangen im Sinne von Art. 47 Abs. 1 lit. f ZPO (act. 1). 2. Kann ein Gericht nicht mehr durch den Beizug von Ersatzmitgliedern besetzt werden oder ist der Beizug von solchen nicht angebracht, so überweist die Aufsichtsbehörde die Streitsache einem anderen Gericht gleicher sachlicher und funktionaler Zuständigkeit (§ 117 GOG). Dass das vorliegende zivil- rechtliche Verfahren von einem ausschliesslich aus Ersatzrichtern und Er- satzrichterinnen gebildeten Spruchkörper beurteilt wird, erscheint als untun- lich. Die Parteien wurden mit Verfügung vom 28. Januar 2013 zur allfälligen Stellungnahme eingeladen (act. 3). Innert Frist haben sie auf eine Stellung- nahme und somit auf Einwendungen gegen eine Überweisung an ein ande- res Bezirksgericht verzichtet. Das Verfahren ist daher dem Bezirksgericht Zürich zur weiteren Behandlung zu überweisen.

Es wird beschlossen: 1. Das beim Bezirksgericht C._____ anhängige Verfahren EE130001 wird dem Bezirksgericht Zürich zur Behandlung überwiesen.

  1. Dieser Beschluss wird den Parteien, dem Bezirksgericht Zürich sowie dem Bezirksgericht C._____ schriftlich gegen Empfangsschein mitgeteilt, Letzte- rem unter Rücksendung der Akten und mit dem Hinweis, die Akten des Ver- fahrens EE130001 nach Abschreibung am Register direkt dem Bezirksge- richt Zürich zu übersenden. 3. Rechtmittel: Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen, von der Zustellung an ge- rechnet, bei der Rekurskommission des Obergerichts, Hirschengraben 13/15, Postfach 2401, 8021 Zürich, schriftlich Beschwerde eingereicht wer- den. Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthal- ten. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Die angerufenen Beweis- mittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Materielle und formelle Entscheide der Beschwerdeinstanz sind kostenpflichtig; die Kosten hat die im Verfahren unterliegende Partei zu tragen. Die Beschwerde hat keine aufschiebende Wirkung.

Zürich, 26. Februar 2013 __________________________________ OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Verwaltungskommission Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Leu versandt am:

Schlagwörter

transfer of caserecusalimpartial tribunalsubstitute judgesmatrimonial protection

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the matrimonial protection case should be transferred to another district court because the original court could not be staffed impartially.

Extrahierter Entscheid

Yes. A transfer was warranted because a panel consisting only of substitute judges would be inappropriate in this civil case.

Extrahierte Begründung

Under § 117 GOG, if a court cannot be staffed with replacement members or their use is not appropriate, the supervisory authority assigns the case to another court with the same subject-matter and functional jurisdiction. The circumstances made adjudication by a purely substitute panel untunable.

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