Appeal dismissed as moot after reconsideration of interpreter registry refusal

VR140008Obergericht10.11.2014Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

A._____ appealed against the refusal to enter her in the Zurich interpreter registry. During the appeal, the respondent informed the court that it had reconsidered its decision because the fraud investigation against the appellant had been discontinued and she was again in the registration procedure. The Obergericht’s Verwaltungskommission therefore removed the case from the register as moot. It ordered the costs to be borne by the court treasury and denied any party compensation under § 17 VRG.

Omnilex-Regeste

§ 17 VRG; administrative appeal becomes moot where the challenged decision is reconsidered and the requested matter is again pending before the authority. In such a case the proceedings are to be struck from the register. Party compensation in administrative proceedings is exceptional and requires the statutory conditions of § 17 Abs. 2 VRG; absent complicated factual or legal issues, the need for legal assistance, or an obviously unfounded contested act, no compensation is awarded. Costs may be charged to the court treasury when the matter is discontinued as moot.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich Verwaltungskommission

Geschäfts-Nr.: VR140008-O/U

Mitwirkend: Der Obergerichtsvizepräsident lic. iur. M. Burger, Oberrichter lic. iur. P. Helm und Oberrichter lic. iur. M. Langmeier sowie die Gerichts- schreiberin lic. iur. A. Leu

Beschluss vom 10. November 2014

in Sachen

A._____, Rekurrentin

gegen

Fachgruppe Dolmetscherwesen, Rekursgegnerin

betreffend Rekurs gegen den Beschluss der Fachgruppe Dolmetscherwesen (KA140054-O) vom 15. August 2014

Erwägungen: 1. Mit Beschluss vom 15. August 2014 wies die Fachgruppe Dolmetscherwe- sen (nachfolgend: Rekursgegnerin) den Antrag von A._____ (nachfolgend: Rekurrentin), sie ins Dolmetscherverzeichnis des Kantons Zürich einzutra- gen, ab. Zur Begründung brachte sie vor, die Gesuchstellerin erfülle die Er- fordernisse zur Aufnahme ins Verzeichnis nicht. Es werde gegen sie zurzeit wegen Betrugs ermittelt. Zudem würden ihre Deutschkenntnisse nicht dem Anforderungsprofil entsprechen (vgl. act. 1). 2. Gegen diesen Beschluss erhob die Rekurrentin mit Eingabe vom 12. September 2014 Rekurs und beantragte sinngemäss, in Gutheissung des Rekurses sei der Beschluss der Rekursgegnerin aufzuheben und dem Antrag um Aufnahme ins Dolmetscherverzeichnis stattzugeben. 3. Mit Verfügung vom 3. Oktober 2014 wurde der Rekursgegnerin Frist zur Be- antwortung des Rekurses sowie zur Einsendung der Akten angesetzt (act. 3). Am 3. November 2014 teilte die Rekursgegnerin mit, dass sie den Beschluss vom 15. August 2014 aufgrund der am 22. Juli 2014 erfolgten Einstellung der gegen die Rekurrentin eröffneten Strafuntersuchung wegen Betrugs in Wiedererwägung gezogen habe und sich Letztere bereits wieder im Verfahren zur Aufnahme ins Dolmetscherverzeichnis des Kantons Zürich befinde (act. 4). Damit ist das vorliegende Verfahren als gegenstandlos ge- worden abzuschreiben. 4. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Rekursverfahrens auf die Gerichts- kasse zu nehmen. 5. Im Verfahren vor Verwaltungsbehörden werden keine Parteientschädigun- gen zugesprochen (§ 17 Abs. 1 VRG). Im Rekursverfahren kann indessen die unterliegende Amtsstelle zu einer angemessenen Entschädigung für die Umtriebe ihrer Gegenpartei verpflichtet werden, wenn die rechtsgenügende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen beson- deren Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtbeistandes rechtfer-

tigte oder wenn die angefochtene Anordnung offensichtlich unbegründet war (§ 17 Abs. 2 VRG). Vorliegend liegt keiner der genannten Fälle vor, weshalb der Rekurrentin keine Umtriebsentschädigung zuzusprechen ist.

Es wird beschlossen: 1. Das Verfahren VR140008 wird als gegenstandslos am Register abgeschrie- ben. 2. Die Kosten des Verfahrens werden auf die Gerichtskasse genommen. 3. Es werden keine Prozessentschädigungen entrichtet. 4. Dieser Beschluss wird den Parteien des Rekursverfahrens schriftlich gegen Empfangsschein mitgeteilt. 5. Eine allfällige Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (ordentliche Beschwerde) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Ver- fassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Zürich, 10. November 2014 __________________________________ OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Verwaltungskommission Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Leu

versandt am:

Schlagwörter

mootnessadministrative appealcostsparty compensationregistry admissionreconsideration

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the refusal to enter the interpreter registry remained justiciable after reconsideration by the authority.

Extrahierter Entscheid

The proceedings had become moot and had to be removed from the register.

Extrahierte Begründung

The respondent informed the court that it had reconsidered the refusal because the fraud investigation had been discontinued, and the applicant was again in the registration process.

Kernrechtsfrage

Whether party compensation should be awarded in the appeal proceedings.

Extrahierter Entscheid

No party compensation was awarded.

Extrahierte Begründung

None of the statutory exceptions for compensation in administrative proceedings were met.

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