Unentgeltliche legal aid request moot after withdrawal of conciliation claim

VO130186Obergericht23.12.2013Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

A._____ applied for legal aid in a conciliation proceeding against B._____. After the applicant withdrew the conciliation request, the justice of the peace closed that case without costs. The Obergerichtspräsident held that the legal-aid request had become moot and discontinued the proceeding. The decision also states that proceedings concerning legal aid are free of charge and that the appeal route is governed by CPC appeal rules, with a 10-day deadline and no statutory suspension of time limits.

Omnilex-Regeste

Art. 119 Abs. 6 ZPO; Art. 121 ZPO; Art. 319 lit. b ZPO; Art. 145 Abs. 2 ZPO: A request for unentgeltliche Rechtspflege becomes moot if the underlying proceeding is withdrawn and no costs are imposed thereon. In such a situation, the authority shall strike the legal-aid proceeding off the docket for mootness, because no practical legal interest remains. Proceedings on legal aid are cost-free. A decision of the Obergerichtspräsident rendered as first-instance authority is challenged by appeal under Art. 121 ZPO; the special CPC suspension rules do not apply in the appeal deadline context stated by the court.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich Präsident

Geschäfts-Nr.: VO130186-O/U

Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. R. Naef sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Gürber

Verfügung vom 23. Dezember 2013

in Sachen

A._____, Gesuchsteller

betreffend Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege

Erwägungen: 1. A._____ (nachfolgend: Gesuchsteller) machte am 30. Oktober 2013 beim Friedensrichteramt Thalwil ein Schlichtungsbegehren anhängig betreffend eine Forderungsklage gegen B._____. Mit Verfügung vom 12. November 2013 setzte ihm das Friedensrichteramt Thalwil Frist an, um einen Kostenvorschuss von Fr. 525.- zu leisten (act. 2/1). In der Folge ersuchte der Gesuchsteller mit Eingabe vom 26. November 2013 beim Präsidenten des Obergerichts des Kantons Zürich sinngemäss um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das genannte Schlichtungsverfahren (act. 1). 2. Mit Schreiben vom 17. Dezember 2013 zog der Gesuchsteller das von ihm eingereichte Schlichtungsbegehren beim Friedensrichteramt Thalwil vorbehaltlos zurück, woraufhin das Friedensrichteramt Thalwil das Schlichtungsverfahren mit Verfügung vom 19. Dezember 2013 als durch Rückzug erledigt abschrieb und keine Gerichtskosten sprach (vgl. act. 8). Da dem Gesuchsteller demzufolge im Schlichtungsverfahren keine Kosten auferlegt wurden, erweist sich sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Schlichtungsverfahren als gegenstandslos. Das vorliegende Verfahren ist somit zufolge Gegenstandlo- sigkeit als erledigt abzuschreiben. 3. Gemäss Art. 119 Abs. 6 ZPO ist das Verfahren um unentgeltliche Rechts- pflege kostenlos. 4. Dieser Entscheid kann mit Beschwerde gemäss Art. 121 ZPO beim Oberge- richt angefochten werden. Dass vorliegend der Obergerichtspräsident über das Gesuch befindet, vermag daran nichts zu ändern. Der Obergerichtspräsident fällt in diesem Verfahren einen erstinstanzlichen Entscheid i.S.v. Art. 319 lit. b ZPO und fungiert nicht als obere kantonale Instanz, gegen deren Entscheide lediglich ein Rechtsmittel ans Bundesgericht gegeben wäre.

Es wird verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt abgeschrie- ben. 2. Dieses obergerichtliche Verfahren ist kostenlos. 3. Schriftliche Mitteilung je gegen Empfangsschein an: − den Gesuchsteller − den Beistand des Gesuchstellers C., ..., ... [Adresse] − das Friedensrichteramt Thalwil (GV.2013.00073), Alte Landstr. 110b, 8800 Thalwil − die Gegenpartei in der Hauptsache, B., ... [Adresse] 4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der Zustellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Oberge- richt des Kantons Zürich, Zivilkammern, Postfach 2401, 8021 Zürich, einge- reicht werden. In der Beschwerdeschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen. Allfällige Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen. Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 145 Abs. 2 ZPO).

Zürich, 23. Dezember 2013 __________________________________ OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Gürber

versandt am:

Schlagwörter

legal aidmootnessconciliationwithdrawalcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the request for legal aid for the conciliation proceeding had become moot after withdrawal of the underlying conciliation request.

Extrahierter Entscheid

Yes. Because the conciliation proceeding was discontinued by withdrawal and no court costs were imposed, there was no remaining legal aid issue to decide.

Extrahierte Begründung

Once the applicant withdrew the conciliation claim and the justice of the peace closed the case without costs, the application for legal aid no longer had any practical purpose and had to be treated as moot.

Kernrechtsfrage

Whether the present proceedings should be struck from the docket as moot.

Extrahierter Entscheid

Yes. The proceeding was terminated as moot and struck off.

Extrahierte Begründung

The absence of costs in the underlying proceeding meant there was nothing left for the court to grant in respect of legal aid.

Kernrechtsfrage

Whether the present Obergericht proceeding was free of charge.

Extrahierter Entscheid

Yes. The legal-aid proceeding itself is cost-free.

Extrahierte Begründung

Article 119(6) CPC provides that proceedings on legal aid are free of charge.

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