Non-entry for failure to pay procedural security

UE140344Obergericht20.02.2015Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Zurich Court of Appeal’s Third Criminal Chamber held that the appellant’s complaint against a non-prosecution order could not be heard because he failed to pay the ordered CHF 1,000 procedural security within the deadline. The security order had been served on 9 January 2015, the deadline expired on 19 January 2015, and no payment was made. The court therefore refused to enter into the appeal under Art. 383(2) StPO. It set the appeal court fee at CHF 300 and charged it to the appellant under Art. 428(1) StPO.

Omnilex-Regeste

Art. 383 Abs. 2 StPO; non-payment of ordered procedural security leads to non-entry into the remedy if the deadline expires without payment and the consequence of non-entry was duly warned. A party on whose remedy is not entered into is deemed unsuccessful for costs purposes within the meaning of Art. 428 Abs. 1 StPO and must bear the procedural costs; the court may fix the fee according to the cantonal fee schedule.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich III. Strafkammer

Geschäfts-Nr.: UE140344-O/U/HEI

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Präsident, und lic. iur. W. Meyer, Ersatzoberrichter lic. iur. A. Schärer und Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Trost

Beschluss vom 20. Februar 2015

i n Sachen

A._____, Beschwerdeführer

gegen

  1. Unbekannt, 2. Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, Beschwerdegegner

betreffend Nichtanhandnahme

Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt- schaft Winterthur/Unterland vom 8. Dezember 2014, B-3/2014/10006525

Erwägungen: 1. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2014 nahm die Staatsanwaltschaft Win- terthur/Unterland eine Strafuntersuchung gegen Unbekannt betreffend Verleum- dung etc. nicht an Hand (Urk. 5). Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Be- schwerdeführer) mit Eingabe vom 16. Dezember 2014 Beschwerde (Urk. 2). 2. Mit Verfügung vom 7. Januar 2015 wurde dem Beschwerdeführer aufgege- ben, i nnert Frist zur Deckung der allfällig ihn treffenden Prozesskosten eine Pro- zesskaution von einstweilen Fr. 1'000.– zu leisten, unter der Androhung, dass sonst auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde (Urk. 6). 3. Die Verfügung vom 7. Januar 2015 wurde dem Beschwerdeführer am 9. Januar 2015 zugestellt (Urk. 8). Die 10-tägige Frist zur Leistung der Prozess- kaution endete somit am Montag, 19. Januar 2015. Innert Frist ging vom Be- schwerdeführer keine Prozesskaution ein (vgl. Urk. 7), weshalb - wie angedroht - auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 383 Abs. 2 StPO). 4. Gestützt auf § 17 Abs. 1 und § 2 Abs. 1 GebV OG ist die Gerichtsgebühr auf Fr. 300.– festzusetzen. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Partei- en nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 Abs. 1 StPO). Ausgangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens daher dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.

Es wird beschlossen:

  1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 300.-- festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.

  2. Schri ftli che Mi ttei lung an: − den Beschwerdeführer (per Geri chtsurkunde) − die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland unter Beilage einer Kopie von Urk. 2 (gegen Empfangsbestätigung) sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an: − die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch) 4. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer- den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich ei nzurei chen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes.

Züri ch, 20. Februar 2015

Obergericht des Kantons Zürich III. S tra fk a mme r

Präsident:

lic. iur. Th. Meyer Gerichtsschreiberin:

lic. iur. C. Trost

Schlagwörter

non-entryprocedural securitycostscriminal complaintappeal inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal had to be entered into despite non-payment of the ordered procedural security.

Extrahierter Entscheid

No. Because the appellant did not pay the CHF 1,000 security deposit within the set deadline, the court could not enter into the appeal.

Extrahierte Begründung

The security order was duly served, the ten-day deadline expired without payment, and non-compliance triggered the announced consequence of non-entry under Art. 383(2) StPO.

Kernrechtsfrage

How the costs of the appeal proceedings should be allocated.

Extrahierter Entscheid

The court fee was set at CHF 300 and imposed on the appellant as the losing party for cost purposes.

Extrahierte Begründung

Under Art. 428(1) StPO, a party whose remedy is not entered into is treated as unsuccessful and must bear the costs.

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