Non-entry for insufficiently substantiated criminal complaint

UE120299Obergericht07.02.2013Inadmissible

Zusammenfassung

The Zurich Court of Appeal (III Criminal Chamber) held that A._____’s complaint against the prosecutor’s dismissal of proceedings for repeated embezzlement could not be entertained. The appellant had been ordered to cure the insufficient substantiation under Art. 385(2) StPO and to provide a security deposit within 20 days, with a warning of non-entry. He did neither. The court therefore issued a non-entry ruling and exceptionally waived costs.

Regest

Art. 383 Abs. 2, Art. 385 Abs. 2 StPO; non-entry due to failure to remedy an insufficiently reasoned complaint and to provide ordered security. Where the appellant is granted a deadline to cure formal deficiencies and is warned that non-compliance will result in non-entry, the complaint is inadmissible if the deficiencies are not remedied and the security deposit is not paid within the prescribed time. In such circumstances, the appellate court must decline to examine the merits; a waiver of costs remains possible as an exception.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich III. Strafkammer

Geschäfts-Nr.: UE120299-O/U/br

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. K. Balmer, präsidierendes Mitglied, Dr. iur. D. Schwander und Ersatzoberrichter lic. iur. A. Schärer sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Nierhoff Dewitz

Beschluss vom 7. Februar 2013

in Sachen

A._____, Beschwerdeführer

gegen

  1. B., 2. C., 3. Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, Beschwerdegegnerinnen

1 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 1 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 2 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Z._____

betreffend Einstellung

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung (Nr. 3) der Staatsanwaltschaft III vom 6. November 2012, C-3/2005/7


Erwägungen: Mit Verfügung vom 6. November 2012 stellte die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich ein gegen B._____ und C._____ geführtes Verfahren wegen mehrfacher Veruntreuung (betreffend Aktien der D._____ AG) ein und verwies all- fällige Zivilklagen auf den Zivilweg (Urk. 3). Hiergegen erhob A._____ mit Eingabe vom 14. Dezember 2012 bei der hie- sigen Kammer Beschwerde (Urk. 2). Die Verfahrensleitung setzte dem Be- schwerdeführer angesichts der nicht hinreichenden Begründung mit Verfügung vom 20. Dezember 2012 Nachfrist zur Verbesserung im Sinne von Art. 385 Abs. 2 StPO und gab ihm gleichzeitig auf, innert der gleichen Frist eine Prozesskaution zu leisten, verbunden mit dem Hinweis, dass bei Säumnis nicht auf die Be- schwerde eingetreten werde (Urk. 5). Der Beschwerdeführer nahm die genannte Verfügung am 28. Dezember 2012 entgegen (Urk. 9; vgl. auch Urk. 8). Innert der ihm angesetzten Frist von 20 Tagen ab Empfang der Verfügung reichte er weder eine verbesserte Be- schwerdeschrift ein noch leistete er eine Kaution, weshalb androhungsgemäss zu verfahren und auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 383 Abs. 2 und 385 Abs. 2 StPO; Urk. 5). Von einer Kostenauflage ist ausnahmsweise abzusehen.

Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Von einer Kostenauflage wird abgesehen.

  1. Schriftliche Mitteilung an: − den Beschwerdeführer (gegen Rückschein) − Rechtsanwalt lic. iur. X., zweifach, für sich und den Beschwerde- gegner 1, unter Beilage von Urk. 2 in Kopie (per Gerichtsurkunde) − Rechtsanwalt Dr. iur. Y., unter Beilage von Urk. 2 in Kopie (per Gerichtsurkunde) − Rechtsanwalt lic. iur. Z._____, zweifach, für sich und den Beschwerde- gegner 2, unter Beilage von Urk. 2 in Kopie (per Gerichtsurkunde) − die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, unter Beilage von Urk. 2 in Kopie (gegen Empfangsbestätigung) 2. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer- den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes. 3. Zürich, 7. Februar 2013

Obergericht des Kantons Zürich III. Strafkammer

Präsidierendes Mitglied:

lic. iur. K. Balmer Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Nierhoff Dewitz

Schlagwörter

non-entrycriminal complaintsubstantiationsecurity depositdismissalembezzlementcost waiver