Non-entry for failure to pay appeal security

UE110016Obergericht15.03.2012Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

A._____ challenged a prosecutor’s non-prosecution order before the Zurich cantonal court. The appellate court had previously ordered him to pay a CHF 800 security deposit under Art. 383 StPO, warning that failure to pay would result in non-entry. The appellant did not pay within the deadline, and the Obergericht therefore refused to consider the complaint. It also imposed the appeal costs on the appellant and set the court fee at CHF 300.

Omnilex-Regeste

Art. 383 Abs. 1 und 2 StPO; non-payment of ordered security deposit in criminal appeal proceedings: if the appellant is ordered to provide a process security and is expressly warned that failure to pay will lead to non-entry, the appellate court must decline to enter the appeal once timely payment is not made. The decisive factor is expiry of the set deadline without payment; no further merits examination is undertaken. Costs of the unsuccessful appeal are borne by the appellant pursuant to Art. 428 Abs. 1 StPO; the court fee is fixed according to the applicable cantonal fee schedule.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich III. Strafkammer

Geschäfts-Nr.: UE110016-O/u1/bee

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. K. Balmer, Präsident, Dr. P. Marti n und li c. i- ur. W. Meyer sowie die Gerichtsschreiberin Dr. B. Stump Wendt

Beschluss vom 15. März 2012

i n Sachen

A._____, Beschwerdeführer

gegen

  1. B., c/o D.AG, 2. C., c/o D. AG, 3. Staatsanwaltschaft Zürich - Sihl, Beschwerdegegner

betreffend Nichtanhandnahme einer Untersuchung / Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich - Sihl vom 21. Januar 2011, F- 3/2011/51

Erwägungen: I. Mit Verfügung vom 21. Januar 2011 nahm die Staatsanwaltschaft Zürich- Sihl (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) eine Anzeige von A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) wegen Verleumdung, etc. nicht anhand. Die Verfahrenskosten wurden auf die Staatskasse genommen (Urk. 5). Der Beschwerdeführer hat mit Eingabe vom 12. Februar 2011 gegen die Nichtanhandnahmeverfügung Beschwerde erhoben und sinngemäss den Antrag gestellt, die Verfügung sei aufzuheben und di e Untersuchung sei wei terzuführen (Urk. 2). II. Mit Verfügung vom 4. Januar 2012 ist der Beschwerdeführer gemäss Art. 383 Abs. 1 StPO verpflichtet worden, innert Frist eine Prozesskaution von Fr. 800.-- zu lei sten, und zwar unter der Androhung gemäss Art. 383 Abs. 2 StPO, dass sonst auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde (Urk. 8). Der Beschwer- deführer hat die Verfügung am 10. Januar 2012 in Empfang genommen (Urk. 9/1). Deutlich nach Ablauf der festgesetzten Frist von 10 Tagen - der letzte Frist- tag war der 20. Januar 2012 - hat die Obergerichtskasse am 31. Januar 2012 be- stätigt, dass die Kaution nicht geleistet worden sei (Prot. S. 3). Androhungsgemäss ist somit auf die Beschwerde nicht einzutreten. Die Kos- ten des Beschwerdeverfahrens sind gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO dem Be- schwerdeführer aufzuerlegen. Die Gerichtsgebühr ist in Anwendung von § 17 Abs. 1 in Verbindung mit § 2 GebV OG auf Fr. 300.-- festzusetzen.

Es wird beschlossen:

  1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 300.-- festgesetzt und dem Beschwerde- führer auferlegt. 3. Schri ftli che Mi ttei lung an: − - den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde) − - die Staatsanwaltschaft Zürich-Si hl (gegen Empfangsschein) − sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an: − - die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl unter Rücksendung der beigezoge- nen Akten (gegen Empfangsschein) 4. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer- den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schri ftli ch ei nzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes.

Züri ch, 15. März 2012

Obergericht des Kantons Zürich III. S tra fk a mme r

Der Präsident:

lic. iur. K. Balmer Gerichtsschreiberi n:

Dr. B. Stump Wendt

Schlagwörter

security depositnon-entrycriminal appealprosecutorial discontinuancecostsdeadlineinadmissibility

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal had to be entered into despite non-payment of the ordered security deposit.

Extrahierter Entscheid

No entry could be made because the appellant failed to pay the CHF 800 security within the set deadline after being warned of non-entry.

Extrahierte Begründung

The appellant received the security order on 10 January 2012, the 10-day deadline expired on 20 January 2012, and the court confirmed on 31 January 2012 that no payment had been made. The warning under Art. 383(2) StPO therefore took effect.

Kernrechtsfrage

Who bears the costs of the appeal proceedings and in what amount?

Extrahierter Entscheid

The appellant was ordered to pay the costs, with the court fee fixed at CHF 300.

Extrahierte Begründung

Under Art. 428(1) StPO, the costs of the appeal proceedings are charged to the unsuccessful appellant. The fee was set according to the cantonal fee provisions cited by the court.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.