Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer
Geschäfts-Nr.: SU160034-O/U/jv
Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, lic. iur. M. Langmeier und lic. iur. B. Gut sowie die Gerichtsschreiberin li c. i ur. T. Wei lenmann Beschluss vom 31. Mai 2016
i n Sachen
Stadtrichteramt Zürich, vertreten durch lic. iur. Franz Bänziger, Verwaltungsbehörde und Berufungsklägerin
gegen
A._____, Beschuldigte und Berufungsbeklagte
betreffend Übertretung von Verkehrsvorschriften
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - Ei n- zelgericht, vom 26. Februar 2016 (GC150214)
Erwägungen: Nach Einsicht in die Berufungsanmeldung des Stadtrichteramts Zürich vom 7. März 2016 (Urk. 25), da das begründete Urteil des Bezirksgerichts Züri ch - 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 26. Februar 2016 (Urk. 30) dem Stadtrichteramt Zürich am 11. April 2016 zugestellt wurde (Urk. 28), da das Stadtrichteramt Zürich innerhalb der in Art. 399 Abs. 3 StPO fest- gelegten gesetzlichen Frist von 20 Tagen ab Zustellung des begründeten Urteils – mi thi n bi s zum 2. Mai 2016 – keine schriftliche Berufungserklärung ein- reichte bzw. einreichen liess, wobei die Einreichung einer Berufungserklärung eine Gültigkeitsvoraus- setzung darstellt und praxisgemäss bei deren Nichteinreichen auf die Einholung von Stellungnahmen i m Si nne von Art. 403 Abs. 2 StPO verzichtet wird (ZR 110/2011 Nr. 69), da der Beschuldigten mangels erkennbarer Umtriebe für das Berufungs- verfahren keine Prozessentschädigung zuzuspreche n i st, unter Hi nwei s auf Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO wird beschlossen: 1. Auf die Berufung des Stadtrichteramts Zürich vom 7. März 2016 wi rd ni cht eingetreten. 2. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse ge- nommen. 3. Der Beschuldigten wird für das Berufungsverfahren keine Prozess- entschädigung zugesprochen.
Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer
Züri ch, 31. Mai 2016
Der Präsident:
lic. iur. P. Marti
Die Gerichtsschreiberin:
li c. i ur. T. Wei lenmann