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SB170197 ΓÇó No entry on criminal appeal for missing appeal declaration
SB170197Obergericht13.06.2017Inadmissible
The Zurich Cantonal Court of Appeal, Criminal Chamber, held that the defendant’s appeal could not be heard because he filed only a timely notice of appeal but no appeal declaration within the statutory deadline. The court therefore declined to enter the appeal. As a consequence, the defendant was ordered to bear the appellate costs, which were set at CHF 600, and his appointed counsel received no compensation for the appeal proceedings.
Art. 399 Abs. 3, Art. 403 Abs. 1 and 3, Art. 428 Abs. 1 StPO; admissibility of a criminal appeal where only the notice of appeal was filed in time but no appeal declaration followed. The notice of appeal does not replace the appeal declaration. If the appellant fails to file the declaration within the statutory time limit, the appellate court must decline to enter the appeal ex officio. Such non-entry constitutes defeat for the purposes of cost allocation under Art. 428 Abs. 1 StPO; appellate costs are borne by the appellant, and compensation for appointed defence counsel requires substantial work in the appeal proceedings.
Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer
Geschäfts-Nr.: SB170197-O/U/cwo
Mitwirkend: Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, die Oberrichterinnen lic. i ur. L. C hi tvanni und li c. i ur. C h. von Moos sowie die Gerichts- schreiberin lic. iur. S. Maurer Beschluss vom 13. Juni 2017
i n Sachen
A., Beschuldigter und Berufungskläger amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X.
gegen
Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, Anklägerin und Berufungsbeklagte
betreffend Nötigung etc. und Widerruf
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 7. Abteilung - Einzelgericht, vom 10. März 2017 (GG160249)
Erwägungen: 1. Gegen das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 7. Abteilung - Einzelgericht, vom 10. März 2017 liess der Beschuldigte zwar fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 45), innert der Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO hat er aber keine Berufungser- klärung eingereicht (vgl. Urk. 49/2). Deshalb ist auf die Berufung gestützt auf Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ni cht ei nzutreten. 2. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Das Nichteintreten auf das Rechtsmittel des Beschuldigten kommt einem Unterliegen gleich (Art. 428 Abs. 1 StPO). Dem Beschuldigten sind somit die Kosten für das Berufungsverfahren aufzuerlegen. Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 600.– festzusetzen. Dem amtlichen Verteidiger des Beschuldigten ist mangels erheblicher Umtriebe im Berufungsverfahren keine Entschädi gung zuzuspreche n. Es wird beschlossen: 1. Auf die Berufung des Beschuldigten vom 20. März 2017 wird nicht einge- treten. 2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 600.–. 3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. 4. Dem amtlichen Verteidiger des Beschuldigten wird keine Entschädigung zu- gesprochen. 5. Schri ftli che Mi ttei lung an − die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten − die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat − die Privatklägerin B._____ AG − den Privatkläger C._____
sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an die Vorinstanz. 6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtli che Beschwerde in Straf- sachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes- gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes.
Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer
Züri ch, 13. Juni 2017
Der Präsident:
Dr. iur. F. Bollinger
Die Gerichtsschreiberin:
lic. iur. S. Maurer