Appeal withdrawn; first-instance judgment becomes final

SB170020Obergericht03.05.2017Withdrawn

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Zurich Cantonal Court of Appeal, Criminal Chamber, dealt with an appeal in a case concerning neglect of maintenance duties and revocation. After the accused withdrew the appeal, the court discontinued the proceedings and declared the district court judgment final. It set the second-instance fee at CHF 400 and imposed the appellate costs on the accused, except for assigned-counsel fees. The officially appointed defense counsel was compensated CHF 1,270 including VAT, initially from the court treasury, subject to later reimbursement by the accused.

Omnilex-Regeste

Art. 428 Abs. 1 StPO, Art. 135 Abs. 4 StPO; withdrawal of appeal and costs: If the appellant withdraws the appeal, the appellate proceedings are to be discontinued and the first-instance judgment becomes final. Appellate costs are, as a rule, borne by the appellant according to the outcome. Fees of officially appointed defense counsel are initially borne by the court treasury, with statutory reimbursement reserved. Where the appeal is withdrawn, no merits review is undertaken; the appellate court limits itself to the procedural discontinuance and ancillary cost orders.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer

Geschäfts-Nr.: SB170020-O/U/jv

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, lic. iur. M. Langmeier und Ersatzoberrichterin lic. iur. C. Brenn sowie die Gerichtsschreiberin li c. i ur. S. Bussmann Beschluss vom 3. Mai 2017

i n Sachen

A., Beschuldigter und Berufungskläger amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X.

gegen

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, vertreten durch Leitenden Staatsanwalt Dr. iur. R. Jäger, Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend Vernachlässigung von Unterhaltspflichten etc. und Widerruf Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom 24. August 2016 (DG160027)

Erwägungen: Am 5. September 2016 meldete der Beschuldigte gegen das Urteil des Bezirks- gerichts Winterthur vom 24. August 2016 Berufung an (Urk. 35). Mit Eingabe vom 24. April 2017, eingegangen am 25. April 2017, hat der Be- schuldigte die gegen das vorinstanzliche Urteil angemeldete Berufung zurück- gezogen (Urk. 63). Das Verfahren ist demgemäss unter ausgangsgemässer Re- gelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen als erledigt abzuschreiben. Ausgangsgemäss sind die Kosten für das Berufungsverfahren dem Beschuldigten aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Davon ausgenommen sind die Kosten für die amtliche Verteidigung, welche einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen si nd, wobei die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten vorbehalten bleibt (Art. 135 Abs. 4 StPO). Die amtliche Verteidigeri n, Rechtsanwälti n li c. i ur. X._____, i st für das Berufungs- verfahren entsprechend i hrer Honorarnote mit Fr. 1'270.– (inkl. MwSt.) zu ent- schädigen (Urk. 116). Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 400.– festzusetzen. Es wird beschlossen: 1. Das Verfahren wird als durch Rückzug der Berufung erledigt abgeschrieben. Demzufolge ist das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 24. August 2016 rechtskräftig. 2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: Fr. 400.– ; die weiteren Kosten betragen: Fr. 1'270.– amtliche Verteidigung 3. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge- nommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.

  1. Schri ftli che Mi ttei lung an − die amtliche Verteidigung im Doppel für si ch und zuhanden des Beschuldigten − die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (unter Beilage eines Dop- pels von Urk. 63) − die Vertretung der Privatklägerschaft, Amt für Jugend und Berufs- beratung Kt. Zürich, Alimente und KKBB, B., dreifach für si ch und die Privatklägerschaft, C. und die Stadt Winterthur (unter Beilage eines Doppels von Urk. 63) sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an die Vorinstanz (unter Rücksendung der Akten so- wie mit dem Ersuchen um Vornahme der notwendigen Mitteilungen an die Behörden, inkl. Formular A/B). 5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtli che Beschwerde in Straf- sachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes- gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer

Züri ch, 3. Mai 2017

Der Präsident:

lic. iur. R. Naef

Die Gerichtsschreiberin:

li c. i ur. S. Bussmann

Schlagwörter

appeal withdrawaltermination of proceedingsappellate costsappointed counselfinality

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the criminal appeal should be discontinued after withdrawal

Extrahierter Entscheid

The proceedings were struck off because the appellant withdrew the appeal; the district-court judgment became final.

Extrahierte Begründung

Once the appeal was withdrawn, there was no further appellate controversy, so the case had to be closed.

Kernrechtsfrage

Allocation of appellate costs and compensation for assigned counsel

Extrahierter Entscheid

Appellate costs, except assigned-counsel fees, were imposed on the accused. Assigned counsel was compensated CHF 1,270, temporarily borne by the court treasury, with reimbursement reserved.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome under Art. 428(1) StPO; assigned-counsel expenses are initially borne by the court treasury under Art. 135(4) StPO.

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