Non-entry on criminal appeal for missing appeal statement

SB160442Obergericht22.11.2016Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Zurich Cantonal High Court did not enter into the accused’s criminal appeal because, although he had announced an appeal against the Zurich District Court judgment, he failed to file the required appeal statement within the deadline. The court treated this as non-entry under the Swiss Criminal Procedure Code. As a result, the accused was ordered to bear the second-instance court fee of CHF 600 and to pay party compensation of CHF 315 each to the two private complainants.

Omnilex-Regeste

Art. 399 Abs. 3, Art. 403 Abs. 1 und 3, Art. 428 Abs. 1, Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO; failure to file an appeal statement within the statutory time limit after notice of appeal prevents entry into the appeal. Non-entry constitutes failure in the proceedings and entails allocation of appellate costs to the appellant as well as party compensation to the entitled private complainants under the ordinary cost rules.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer

Geschäfts-Nr.: SB160442-O/U/cwo

Mitwirkend: Die Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. M. Langmeier und lic. iur. C h. Pri nz sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Maurer Beschluss vom 22. November 2016

i n Sachen

A., Beschuldigter und Berufungskläger erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt MLaw X.,

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, Anklägerin und Berufungsbeklagte betreffend Widerhandlung gegen das Bundesgesetz gegen unlauteren Wettbewerb etc. Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 30. September 2016 (GG160025)

Erwägungen: 1. Gegen das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 30. September 2016 liess der Beschuldigte zwar Berufung anmelden (Urk. 59), innert der Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO reichte er aber keine Be- rufungserklärung ei n. Deshalb ist auf die Berufung gestützt auf Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ni cht ei nzutreten. 2. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Das Nichteintreten auf das Rechtsmittel des Beschuldigten kommt einem Unterliegen gleich (Art. 428 Abs. 1 StPO). Dem Be- schuldi gten sind somit die Kosten für das Berufungsverfahren aufzuerlegen. Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 600.– festzusetzen. Ferner ist der Beschuldigte zu ver- pflichten, den beiden Privatklägern für das Berufungsverfahren im Sinne deren Antrags eine Prozessentschädigung von je Fr. 315.– zu bezahlen (vgl. Urk. 65; Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO). Es wird beschlossen: 1. Auf die Berufung des Beschuldigten vom 6. Oktober 2016 wird nicht ein- getreten. 2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 600.–. 3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. 4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ für das Beru- fungsverfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 315.– zu bezahlen. 5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____ für das Beru- fungsverfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 315.– zu bezahlen.

  1. Schri ftli che Mi ttei lung an − die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten − die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat − die Vertretung der Privatklägerschaft drei fach für si ch und zuhanden der Privatkläger B._____ und C._____ sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an die Vorinstanz. 7. Gegen diesen Entschei d kann bundesrechtli che Beschwerde in Straf- sachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes- gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer

Züri ch, 22. November 2016

Der Präsident:

Dr. iur. F. Bollinger

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. S. Maurer

Schlagwörter

criminal appealnon-entryappeal statementprocedural deadlineappellate costsparty compensation

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the criminal appeal could be entered into despite no timely appeal statement

Extrahierter Entscheid

No. The appeal had to be dismissed at the threshold because the appellant did not file an appeal statement within the deadline.

Extrahierte Begründung

After filing a notice of appeal, the appellant did not submit the required appeal statement within the time limit of Art. 399(3) StPO; under Art. 403(1) and (3) StPO the court therefore could not enter into the appeal.

Kernrechtsfrage

Allocation of appeal proceedings costs and compensation

Extrahierter Entscheid

The appellant had to bear the appellate court fee and pay compensation to each private complainant.

Extrahierte Begründung

Non-entry on the appeal counts as losing the proceedings. Under Art. 428(1) StPO the costs were imposed on the accused; under Art. 433(1)(a) StPO he had to pay party compensation to both private complainants.

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