No entry on criminal appeal for missing appeal statement

SB160116Obergericht11.04.2016Inadmissible

Zusammenfassung

The Zurich Court of Appeal did not enter into the accused's appeal against the district court judgment because she filed a notice of appeal but failed to submit the required appeal statement within the statutory period. The court treated the non-entry as a loss for cost purposes and imposed the second-instance fee of CHF 600 on the accused. It also denied any compensation to the officially appointed defense counsel, who had reported no expenses.

Regest

Art. 399 Abs. 3 and Art. 403 Abs. 1, 3 StPO; appeal statement as admissibility requirement of the criminal appeal. After a timely declaration of appeal, the filing of an appeal statement within the statutory period is a mandatory prerequisite for appellate review. If it is omitted, the appellate court shall not enter into the appeal. Such non-entry is to be treated as a loss for cost allocation under Art. 428 Abs. 1 StPO; no compensation is due to appointed counsel absent chargeable expenses.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer

Geschäfts-Nr.: SB160116-O/U/cow

Mitwirkend: Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, die Oberrichterinnen li c. i ur. L. C hi tvanni und lic. iur. Ch. von Moos sowie die Gerichtsschreiberin li c. i ur. S. Bussmann Beschluss vom 11. April 2016

i n Sachen

A._____,

Beschuldigte und Berufungsklägerin amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,

Anklägeri n und Berufungsbeklagte

betreffend Betrug etc. Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 19. Januar 2016 (GG150256)

Erwägungen:

  1. Gegen das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung, vom 19. Januar 2016 hat die Beschuldi gte zwar Berufung angemeldet (Urk. 37), innert der Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO aber keine Berufungserklärung eingereicht. Deshalb ist auf die Berufung gestützt auf Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO nicht einzutreten. 2. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Das Nichteintreten auf das Rechtsmittel der Beschuldigten kommt einem Unterliegen gleich (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten für das Berufungsverfahren sind somit der Beschuldigten aufzuerlegen. Gemäss Mitteilung des amtlichen Verteidigers vom 8. April 2016 sind ihm für das Berufungsverfahren keine Aufwendungen entstanden (Urk. 45), weshalb ihm kei ne Entschädi gung auszuri chten i st. Es wird beschlossen: 1. Auf di e Berufung der Beschuldigten vom 25. Januar 2016 wi rd ni cht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 600.–. 3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Beschuldigten auferlegt. 4. Schri ftli che Mi ttei lung an − die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und die Beschuldigte − die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat − die Privatklägerin B._____ Internati onal Inc., ... [Adresse] sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an die Vorinstanz

  2. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtli che Beschwerde in Straf- sachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes- gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer

Züri ch, 11. April 2016

Der Präsident:

Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger

Die Gerichtsschreiberin

li c. i ur. S. Bussmann

Schlagwörter

criminal appealinadmissibilityappeal statementcost allocationappointed counselnon-entry